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Sport in den Massenmedien

Title: Sport in den Massenmedien

Seminar Paper , 2004 , 9 Pages , Grade: 2

Autor:in: Stephan Hoppe (Author)

Sport - Sport Sociology
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Summary Excerpt Details

Im Folgenden soll anhand der beiden Texte von Peter Becker: Sport in den Massenmedien. Zur Herstellung und Wirkung einer eigenen Welt und Gunter Gebauer: Geschichten, Rezepte, Mythen. Über das Erzählen von Sportereignissen die Art der Berichterstattung von Sport in Fernsehen, Rundfink und Medien dargestellt werden. Wichtig hierbei sind die Begriffe des „Gate-Keeping“ bzw. der Satz von Laswell, kurz die Laswell-Formel: „Wer sagt was auf welchem Kanal zu wem mit welchem Effekt?“, die seit 1948 einer Schematisierung themenrelevanter Literatur dient, und die besagt, dass ein Sender oder Kommunikator (Wer) eine Aussage oder Botschaft (Was) durch einen Kanal oder ein Medium (Wie) an einen Rezipienten oder Empfänger (zu Wem) übermittelt und bei diesem eine Wirkung (Welcher Effekt) auslöst.
Hierbei interessiert besonders die Frage, wie objektiv und kritisch Sportberichterstattung in den Massenmedien sein kann und wo ihre Grenzen liegen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichte

3. Der Sportjournalist

4. „Gate-Keeping“

5. Konstruktionsregeln des Mediensports

6. Wirkungs- und Nutzungsforschung

7. Wechselseitige Einflüsse zwischen Medien und Sport

8. Sportberichterstattung als Geschichtenerzählung

9. Fazit

10. Quellenangabe

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht anhand theoretischer Ansätze von Peter Becker und Gunter Gebauer, wie Sport in den Massenmedien dargestellt wird, welche Filtermechanismen dabei wirken und inwieweit eine objektive Sportberichterstattung überhaupt möglich ist.

  • Die Rolle und das Selbstverständnis des Sportjournalisten.
  • Mechanismen des „Gate-Keeping“ in der Nachrichtenübermittlung.
  • Konstruktionsregeln und narrative Strategien der Sportberichterstattung.
  • Wechselwirkungen zwischen Mediensystemen und dem Sportbetrieb.
  • Wirkungs- und Nutzungsforschung im Kontext sportbezogener Medieninhalte.

Auszug aus dem Buch

Sportberichterstattung als Geschichtenerzählung

Zum Schluss noch ein Blick aus rhetorischer Sicht, den Gunter Gebauer in seinem Aufsatz Geschichten, Rezepte, Mythen. Über das Erzählen von Sportereignissen vorstellt. Im Folgenden werden einige Thesen seiner Theorie vorgestellt.

Er behauptet, Sportberichterstattung, vornehmlich in den Printmedien und im Hörfunk, bildet Ereignisse nicht bloß ab (facta bruta), sondern sie werden als schon interpretierte Ereignisse wahrgenommen. Diese Ereignisinterpretation entsteht wesentlich durch Sprache. Es erfolgt also eher eine Produktion anstatt einer Re-Produktion der Ereignisse. Gebauer untersucht also das Phänomen des Geschichtenerzählens und der rhetorischen Verformung und Steuerung von Sportereignissen bei Lesern und Hörern. Die Wahrnehmung des Rezipienten hängt einerseits von gelernten gesellschaftlichen und symbolischen Prozessen ab, andererseits kommt es durch unterschiedliche Darstellungsmittel auch zu unterschiedlichen Ereignissen.

Die Geschichten reproduzieren, vervielfältigen oder erneuern gar die Kultur, sie machen Ereignisse sinnvoll, da sie eine eigene Welt schaffen, in der Dinge geschehen, Menschen agieren, Resultate wie Sieg oder Niederlagen entstehen. es kommt zu einer Deutung von Ereignissen. Er vergleicht die Geschichten mit Kochrezepten – bei der Lebensmittelzubereitung die Instanz, die bei der Sportberichterstattung den Geschichten entspricht. „Sie sind […] schon vorhanden und haben [den] Blick auf die Produkte vorgeformt.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der theoretischen Basis durch Peter Becker und Gunter Gebauer sowie Definition der zentralen Forschungsfrage bezüglich der Objektivität sportlicher Berichterstattung.

2. Geschichte: Historischer Überblick über die Entwicklung der Sportberichterstattung in Deutschland vom frühen 20. Jahrhundert bis zur Nachkriegszeit.

3. Der Sportjournalist: Analyse des professionellen Selbstbildes und der soziokulturellen Hintergründe der Sportjournalisten sowie deren Einordnung in die journalistische Hierarchie.

4. „Gate-Keeping“: Untersuchung der Auswahlprozesse bei der Nachrichtenverarbeitung und der Abhängigkeit der Journalisten von Informationsquellen.

5. Konstruktionsregeln des Mediensports: Darstellung der Selektionsfaktoren, die ein Sportereignis für die mediale Vermittlung relevant machen.

6. Wirkungs- und Nutzungsforschung: Erörterung der Hypothesen zu Wirkungsmechanismen von Medieninhalten auf das soziale Verhalten und die Bedürfnisse der Rezipienten.

7. Wechselseitige Einflüsse zwischen Medien und Sport: Analyse des wechselseitigen Abhängigkeitsverhältnisses, insbesondere im Hinblick auf ökonomische und regeltechnische Anpassungen im Sport.

8. Sportberichterstattung als Geschichtenerzählung: Theoretische Auseinandersetzung mit der rhetorischen Gestaltung und narrativen Konstruktion von Sportereignissen.

9. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung zur Unmöglichkeit einer vollständig objektiven Berichterstattung aufgrund systemimmanenter Subjektivierungsprozesse.

10. Quellenangabe: Auflistung der verwendeten Literatur und Texte.

Schlüsselwörter

Sportberichterstattung, Massenmedien, Gate-Keeping, Sportjournalismus, Konstruktionsregeln, Wirkungsforschung, Nutzungsforschung, Medieninhalte, Sozialisation, Objektivität, Rhetorik, Geschichtenerzählung, Mediensport, Gesellschaftlicher Kontext, Informationsfilterung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Mechanismen und Einflüsse, die die Berichterstattung über Sport in den Massenmedien prägen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf dem journalistischen Alltag, der Nachrichtenfilterung (Gate-Keeping), der narrativen Konstruktion von Sportereignissen und der Wechselwirkung zwischen Medien und Sport.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es zu klären, inwieweit Sportberichterstattung objektiv und kritisch sein kann und wo ihre Grenzen liegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf den Texten von Peter Becker und Gunter Gebauer aufbaut und diese soziologisch interpretiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden historische Entwicklungen, die Rolle des Sportjournalisten, der Gate-Keeping-Prozess, Wirkungsmodelle und die rhetorische Natur der Sportberichterstattung diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Sportberichterstattung, Massenmedien, Gate-Keeping, Mediensport und Konstruktionsregeln sind zentral für das Verständnis des Inhalts.

Was versteht man unter dem in der Arbeit genannten Gate-Keeping-Prozess?

Es handelt sich um die notwendige Vorauswahl von Informationen aus einer Vielzahl von Nachrichten, wobei Journalisten Pforten bilden, die entscheiden, welche Informationen veröffentlicht werden und welche nicht.

Wie beeinflussen die Medien aktiv den Sport?

Die Medien beeinflussen den Sport unter anderem durch den Wunsch nach medialer Vermarktbarkeit, was zu Regeländerungen im Sport oder der Anpassung von Ereignissen führen kann, um die Spannung und Attraktivität für die Zuschauer zu erhöhen.

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Details

Title
Sport in den Massenmedien
College
University of Marburg  (Institut für Sportwissenschaft und Motologie)
Course
Grundlagen der Körper- und Sportsoziologie
Grade
2
Author
Stephan Hoppe (Author)
Publication Year
2004
Pages
9
Catalog Number
V35026
ISBN (eBook)
9783638350785
ISBN (Book)
9783656899679
Language
German
Tags
Sport Massenmedien Grundlagen Körper- Sportsoziologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stephan Hoppe (Author), 2004, Sport in den Massenmedien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35026
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