Wörter mit "ck". Eine Übungsstunde für die 3. Klasse


Unterrichtsentwurf, 2014

20 Seiten, Note: 1,5


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Bedingungsanalyse
1.1 Schulsituation
1.2 Schulkonzept
1.3 Klassensituation und Lernvoraussetzungen
1.4 Erste Hospitation

2. Eigene Stunde
2.1 Lehrplanbezug und Stundenziele
2.2 Sachanalyse
2.3 Didaktische Überlegungen
2.4 Methodische Überlegungen
2.5 Stundenverlauf

3. Kommentiertes Schülermaterial

4. Reflexion

5. Literaturverzeichnis

1. Bedingungsanalyse

1.1 Schulsituation

Die „xy“ Grundschule ist eine verhältnismäßig kleine zweizügig geführte Schule. Sie befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Strand und zur Ostsee.

Die ca. 200 Schülerinnen und Schüler kommen aus xyz. Das Lehrerkollegium bestand zur der Zeit unserer schulpraktischen Übungen aus 11 Lehrerinnen.

Untergebracht ist die „xy“ Grundschule in einem historischen Altbau. Alle Räumlichkeiten sind großzügig und offen gehalten und jede Klasse hat ihren eigenen Klassenraum. Des Weiteren verfügt die Schule über ein Lesezimmer, einen Werkraum, ein Computerkabinett, einen Musikraum, einen Essenraum, eine Aula für schulische Höhepunkte sowie einen schön gestalteten Schulhof zum Spielen und Klettern. Für den Sportunterricht wird neben einer Turnhalle auch der nahe gelegene Strand sowie der Kurpark gegenüber der Schule genutzt.

Den Namen „xy“ trägt die Schule als Sinnbild für das stetige Bemühen um ein kritisches, tolerantes und freies Menschbild. Über die Vermittlung der allgemeinen Bildung hinaus ist es den Lehrerinnen der „xy“ Grundschule ebenso wichtig, dass sich ihre Schüler/innen zu eigenständigen Persönlichkeiten entwickeln und lernen Verantwortung für ihr eigenes Handel zu tragen. Toleranz, Fairness, Offenheit und Gewaltfreiheit sorgen für ein angenehmes Klima, in welchem sich jeder Schüler/in an dieser Schule entfalten kann.

Für einen Übergang von Kindergarten zur Grundschule und zu weiterführenden Schulen bestehen Kooperationen mit drei ortsansässigen Kindergärten und den Gymnasien „xy“ – Internationale Schule sowie der Integrierten Gesamtschule xy.

1.2 Schulkonzept

Die „xy“ Grundschule ist eine volle Halbtagsschule. Der Unterricht findet entsprechend des Stundenplanes in der Zeit von 7.30 Uhr bis 13.20 Uhr statt. Ein spezielles Konzept ist soweit nicht erkennbar. Dennoch gibt es fünf Leitsätze, welche die Schule auf ihrer Homepage beschreibt:

Klima: Wir wollen ein entspanntes, ruhiges und positives Lernklima schaffen, um ein intensives und gezieltes Lernen zu ermöglichen. Wir wollen eigenverantwortliches Lernen fördern.

Bildungsarbeit: Die Schüler mit ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten und Neigungen und ihrer Persönlichkeit stehen im Mittelpunkt unserer pädagogischen Arbeit.

Förderung: Wir möchten leistungsmäßig differenziertes Lernen ermöglichen und dabei die individuelle Lernentwicklung des Schülers berücksichtigen. Wir wollen das Leseinteresse und die Lesefreude der Schüler entwickeln und fördern.

Lehrerprofessionalität: „Engagierte, leistungsbereite Lehrerinnen und Lehrer, die nicht aufgeben, die darauf brennen, jungen Menschen etwas beizubringen, sind für mich die Helden des Alltags.“ (Horst Köhler, Berlin 2007,5.Weltkongress der „Education International“)

Öffentlichkeit: Unsere Schule legt Wert darauf, als wichtige Bildungs- und Erziehungseinrichtung in Warnemünde und Umgebung anerkannt zu sein.

1.3 Klassensituation und Lernvoraussetzungen

Die Grundschule „xy“ befindet sich in dem vorwiegend sozial stärkeren Einzugsgebiet xy. Laut den Angaben der Klassenlehrerin Frau xy kommen alle Kinder aus harmonischen, ruhigen Elternhäusern. Dies ist auch im allgemeinen Schul- und Klassenbild teilweise erkennbar.

Die Klasse 3 setzt sich aus 13 Mädchen und 7 Jungen zusammen. Zwei Kinder der Klasse haben einen Migrationshintergrund und die Sprache Deutsch nicht als Muttersprache. Neben geringen sprachlichen Problemen kommen die beiden aber sehr gut zurecht. Der Großteil der Schüler/innen ist unkompliziert und sehr interessiert am Unterricht. Vier Schüler/innen haben ein ausgesprochenes hohes Leistungsniveau.

Da es sich bei meiner Stunde um eine Übungsstunde handelt, sind die Schüler mit der Regel zur richtigen Schreibung von Wörtern mit „ck“ vertraut. Die Einführungsstunde fand bereits eine Woche zuvor statt.

Die Schüler sind an das Arbeiten in verschiedenen Sozialformen mit unterschiedlichen Methoden gewöhnt.

1.4 Erste Hospitation

Bei unserer ersten Hospitation im Sprachunterricht von xy fällt sofort auf, dass es eine ruhige und disziplinierte Klasse ist. Die Kinder sind aufmerksam und arbeiten aktiv im Unterricht mit, ebenso gehen sie gerne an die Tafel. Frau xy beginnt mit einem Übungsdiktat bestehend aus einzelnen Wörtern und Wortgruppen zum Thema: Wörter mit <ch> und <sch>. Immer jeweils ein Schüler kommt an die Tafel und schreibt das geforderte Wort oder die Wortgruppe an. So haben alle anderen Schüler die Gelegenheit selbstständig ihr Geschriebenes zu kontrollieren. Bei Fehlern an der Tafel darf durch die Mitschüler geholfen werden. In der Klasse herrscht eine durchweg positive Grundstimmung und Motivation sowie eine auffallende Hilfsbereitschaft. Zum Ende der ersten Übung wird ein Schüler gebeten alles noch einmal vorzulesen und jede/r Schüler/in kontrolliert in ihrem/seinem Heft eigenständig ihre/seine Arbeit. <ch> und <sch> werden nun von den Schülern/innen blau bzw. rot unterstrichen. Während die Schüler/innen arbeiten, kontrolliert die Lehrerin die Aufgabe.

Danach arbeiten die Kinder selbstständig an einer vorbereiteten Lerntheke zum Thema Präsens und Präteritum. Die Kinder können mit Hilfe von verschiedenen Arbeitsblättern ihr Wissen zu diesem Thema wiederholen. Bei Unklarheiten ermutigt die Lehrerin die Schüler/innen eigenständig im Nachschlagewerk ABC nachzuschauen.

2. Eigene Stunde

2.1 Lehrplanbezug und Stundenziele

Meine Übungsstunde zu Wörtern mit <ck> folgte auf die Einführungsstunde zu diesem Thema. Die Schüler sollten ihr Wissen dazu reaktivieren und Wörter mit <ck> benennen und schreiben können.

Im Rahmenplan des Faches Deutsch für die Grundschule werden vier Aufgabenbereiche beschrieben. Das Thema meiner Stunde bezieht sich dabei im ersten Teil besonders auf den Bereich „Sprechen und Zuhören“. Die Schüler/innen sollen deutlich vor der Klasse sprechen, um möglichst genau den Vokal erkennen zu können. Sie sollen verinnerlichen, dass sich daraus die Schreibweise des Wortes ergibt. Im zweiten Teil der Stunde beziehe ich mich auf den Bereich „Schreiben – Texte verfassen/Rechtschreiben“. Die Schüler/innen sollen anhand von verschiedenen Aufgaben die korrekte orthografische Schreibweise von Wörtern mit <k> und <ck> üben. Als Hilfsmittel steht ihnen ein Wörterbuch zur Verfügung, welches sie eigenständig benutzen sollen.

Folgende Ziele wurden für die Stunde festgelegt:

Grobziel:

Die Schüler/innen kennen die Regel zur Schreibung von Wörtern mit <ck> und können diese sicher anwenden.

Feinziele:

Die Schüler/innen können Mitlaute von Selbstlauten unterscheiden und benennen.

Die Schüler/innen können anhand mehrerer Übungen zur Schreibweise von Wörtern mit <ck> die entsprechende Regel „Folgt auf einen kurzen Vokal ein k-Laut, wird das k nicht einfach verdoppelt, sondern zu ck erweitert“ benennen und anwenden.

2.2 Sachanalyse

Um zu verstehen warum Konsonanten im Inlaut nach einem kurzen Vokal verdoppelt werden, muss die Theorie über die Silbengelenke näher betrachtet werden.

„Steht in einer phonologischen Wortform zwischen einem betonten ungespannten und einem unbetonten Vokal ein einzelner Konsonant, so ist dieser Konsonant ein Silbengelenk." (Duden: Die Grammatik, 2009, S.76)

So gehört zum Beispiel beim Wort „Schlitten" das /t/ in der phonologischen Wortform gleichzeitig zur ersten wie auch zur zweiten Silbe. In der graphemischen Wortform gibt es diesen Fall allerdings nicht. Segmente gehören da nur zu einer Schreibsilbe. Das Silbengelenk des Gesprochenen entspricht im Geschriebenen daher nicht nur einem Segment, sondern einer Segmentfolge. Graphemisch wird das Silbengelenk meistens durch eine Verdopplung des Konsonantengraphems dargestellt, das der phonografischen Schreibung entspricht (vgl. Duden: Die Grammatik, 2009, S.76-78):

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

„Durch Verdopplung des Konsonantgraphems wird erreicht, dass sowohl die erste als auch die Zweite Silbe das Konsonantgraphem enthält. Die Silbengrenze liegt dazwischen. Auch bei Worttrennung am Zeilenende behält jede der Silben ihre ursprüngliche graphemische Gestalt.“ (Duden: Die Grammatik, 2009, S.77)

Daraus geht hervor, dass die Doppelkonsonantgrapheme ihren Ursprung nicht in der Kennzeichnung von Vokalkürze haben, sondern bei der Markierung von Silbengelenken. Da Silbengelenke in der deutschen Sprache nur nach Kurzvokalen vorkommen, sind solche Verdopplungen (Geminate) nur nach Kurzvokalen zu finden. Dies besagt aber nicht, dass der Kurzvokal der Grund für die Verdopplung ist. Wie zum Beispiel an den Wörtern in, von, um, ab, an erkennbar ist, handelt es sich hierbei um Konsonanten nach Kurzvokalen, welche aber keine Silbengelenke sind.

Eine weitere Besonderheit ist zudem, dass nicht bei allen Silbengelenken im Geschriebenen eine Geminate (Verdopplung) zu finden ist. Eine Ausnahme ergibt sich, wenn [k] ein Silbengelenk bildet. Im Geschriebenen entspricht dies einem <ck>. Es ist aber zu beachten, dass dieses Graphem am Zeilenende nie getrennt wird. Im Silbenendrand vor [s] wird [k] wie [ҫ] und [x] als <ch> geschrieben: [vaksɘn] - <wachsen>. Für [k] ergeben sich somit drei Schreibungen: <k>, <ck> und <ch>. Die Schreibung <ck> stellt den visuellen Bezug zwischen <k> und <ch> her. Um diesen Bezug zu erhalten, wird das Gelenk [ḳ] nicht <kk> geschrieben (vgl. Duden: Die Grammatik, S.76-78).

[...]

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Wörter mit "ck". Eine Übungsstunde für die 3. Klasse
Hochschule
Universität Rostock  (Institut für Schulpädagogik)
Veranstaltung
SPÜ Deutsch
Note
1,5
Autor
Jahr
2014
Seiten
20
Katalognummer
V350475
ISBN (eBook)
9783668381476
ISBN (Buch)
9783668381483
Dateigröße
2114 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wörter, eine, übungsstunde, klasse
Arbeit zitieren
Kirsten Burmeister (Autor), 2014, Wörter mit "ck". Eine Übungsstunde für die 3. Klasse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/350475

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