Im Folgenden sollen zuerst die Eigenschaften von Quecksilber erläutert werden und anschließend seine Bedeutung in der Geschichte. Da Quecksilber ein Schwermetall ist, wird im fünften Punkt die Toxikologie, also Aufnahme, Wirkung und Symptome, erklärt. Es folgt die Beschreibung von Therapiemöglichkeiten, zum Beispiel mit Hilfe des Gegenmittels Dimercaptopropansulfonsäure. Abschließend soll die Frage der Problematik von Quecksilber beantwortet werden.
Quecksilber (Symbol: Hg) ist ein chemisches Element mit der Ordnungszahl 80. Es befindet sich in der 2. Nebengruppe (,,Zinkgruppe‘‘) und ist ein Metall.
Inhaltsverzeichnis
1. Das Hutmachersyndrom - Eine Quecksilbervergiftung
2. Eigenschaften
2.1. Physikalische und atomare Eigenschaften
2.2 Chemische Eigenschaften
3. Vorkommen, Herstellung, Nachweis und Gewinnung
3.1 Vorkommen
3.2 Herstellung
3.3 Nachweis
3.4 Verwendung
4. Namensherkunft und Geschichte
4.1 Namensherkunft
4.2 Geschichte
5. Toxikologie
5.1 Aufnahme und Wirkung im Körper
5.2 Symptome
5.3 Therapie
6. Quecksilber als aktuelles Problem am Beispiel der Minamata-Krankheit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht Quecksilber als chemisches Element unter besonderer Berücksichtigung seiner toxikologischen Eigenschaften und Auswirkungen auf den menschlichen Organismus. Ziel ist es, die chemische Natur des Elements zu ergründen und die daraus resultierenden Gesundheitsrisiken sowie historische und aktuelle Problemstellungen im Umgang mit dieser Substanz aufzuzeigen.
- Physikalisch-chemische Grundlagen von Quecksilber
- Historische Verwendung und alchemistische Theorien
- Pathophysiologische Wirkungsweise bei chronischer Vergiftung
- Therapeutische Ansätze durch Chelatbildner
- Fallbeispiel der Minamata-Krankheit als ökologische und menschliche Katastrophe
Auszug aus dem Buch
2.1. Physikalische und atomare Eigenschaften
Quecksilber (Symbol: Hg) ist ein chemisches Element mit der Ordnungszahl 80. Es befindet sich in der 2. Nebengruppe (,,Zinkgruppe‘‘) und ist ein Metall. Wie in Abbildung 2 zu sehen ist glänzt es silbern.
In seinen Eigenschaften unterscheidet sich Hg sehr von den im Periodensystem senkrecht über dem ihm stehenden Metallen Cadmium und Zink. Hg zeigt mehr Verwandtschaft mit den Edelmetallen. Die Ursache dafür ist, dass es sich in der Spannungsreihe rechts von Wasserstoff befindet. Der Dampfdruck von Hg ist vergleichsweise hoch; in [2] ist er bei 20°C mit 0,0017 mbar angegeben. Die Elektronegativität liegt bei 1,9. [i7]
Das Atomgewicht von Hg beträgt 209.59. Hg hat eine sehr hohe Dichte (13,534 g/cm3 bei 25°C) [2]. Sie ist circa sechsmal so hoch wie die von Wasser; Hg wird deshalb von Wasser nicht benetzt. [1]
Beim Vergleich der Oberflächenspannung bei 20 °C von Quecksilber (476,00 in mN/m) und Wasser (72,75 in mN/m) wird deutlich, fällt auf, dass diese ebenfalls fast sechsmal so groß ist. Selbst Eisen schwimmt auf Hg. [i23]
Die Wärmeleitfähigkeit ist mit 8,3 die niedrigste unter den Metallen [i17], und auch die Stromleitfähigkeit ist eher schlecht.
Der Schmelzpunkt liegt bei -38,84° C und der Siedepunkt bei 356,5° C. Quecksilber ist bei Raumtemperatur also flüssig ist, gibt aber dennoch giftige Dämpfe ab. [2]
Zusammenfassung der Kapitel
1. Das Hutmachersyndrom - Eine Quecksilbervergiftung: Dieses Kapitel führt anhand der literarischen Figur des Hutmachers aus "Alice im Wunderland" in die Thematik der chronischen Quecksilbervergiftung ein.
2. Eigenschaften: Hier werden die physikalischen, atomaren und chemischen Merkmale des Elements Quecksilber sowie seine Besonderheiten im Periodensystem detailliert erläutert.
3. Vorkommen, Herstellung, Nachweis und Gewinnung: Dieses Kapitel behandelt die natürlichen Quellen von Quecksilber, industrielle Herstellungsverfahren, labortechnische Nachweismethoden und vielfältige Einsatzgebiete.
4. Namensherkunft und Geschichte: Hier wird die etymologische Herkunft des Begriffs sowie die historische Bedeutung und Verwendung des Metalls von der Antike bis zur Alchemie beleuchtet.
5. Toxikologie: Dieses Kapitel analysiert die Aufnahme von Quecksilber im Körper, dessen Wirkung auf Proteine und Enzyme, die spezifischen Symptome einer Vergiftung sowie medizinische Therapiemöglichkeiten.
6. Quecksilber als aktuelles Problem am Beispiel der Minamata-Krankheit: Abschließend wird anhand der Minamata-Katastrophe die Gefahr und der verantwortungslose Umgang mit Quecksilber kritisch hinterfragt und diskutiert.
Schlüsselwörter
Quecksilber, Hg, Toxikologie, Hutmachersyndrom, Amalgam, Minamata-Krankheit, Schwermetall, Chelatbildner, DMPS, Zinnober, Elektronenstruktur, Nervenschäden, chronische Vergiftung, Umweltbelastung, Periodensystem.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine umfassende wissenschaftliche Betrachtung des chemischen Elements Quecksilber, wobei ein besonderer Fokus auf dessen toxischen Auswirkungen auf den menschlichen Organismus liegt.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder umfassen die physikalisch-chemischen Eigenschaften, die historische Nutzung, die toxikologische Wirkungsweise und die medizinische Behandlung von Quecksilbervergiftungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, ein tiefgreifendes Verständnis für die Gefahren von Quecksilber zu entwickeln und aufzuzeigen, warum dieses Schwermetall trotz bekannter Toxizität weiterhin eine Rolle in modernen Prozessen spielt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Auswertung chemischer Fachlexika und relevanter Online-Quellen zur toxikologischen Forschung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung chemischer Eigenschaften, die Geschichte der Verwendung, eine detaillierte toxikologische Analyse und die Aufarbeitung des historischen Umweltfalls Minamata.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Quecksilber, Toxikologie, Amalgam, Minamata, Schwermetallvergiftung und Chelattherapie.
Welche Rolle spielt die spezielle Relativitätstheorie für die Eigenschaften von Quecksilber?
Die Relativitätstheorie erklärt die Elektronenstruktur von Quecksilber; durch die hohe Geschwindigkeit der inneren Elektronen steigt deren Masse, was die Bindungsfähigkeit einschränkt und Quecksilber bei Raumtemperatur flüssig hält.
Wie unterscheidet sich die Therapie mittels DMPS von anderen Ansätzen?
DMPS wirkt als Chelatbildner, der Hg2+-Ionen bindet und deren toxische Wirkung auf Proteine aufhebt, wobei jedoch auch lebensnotwendige Spurenelemente ausgeschieden werden können.
Warum wird die Minamata-Krankheit als mahnendes Beispiel angeführt?
Das Beispiel illustriert die drastischen Folgen der unkontrollierten Einleitung von Quecksilber in die Umwelt und zeigt auf, wie soziale und gesundheitliche Katastrophen durch verantwortungsloses industrielles Handeln entstehen können.
- Arbeit zitieren
- Laura Kuck (Autor:in), 2016, Quecksilber mit dem Schwerpunkt Toxikologie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/350511