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Das Phänomen des Turn-Taking. Theoretische Aufarbeitung und empirischer Diskurs

Título: Das Phänomen des Turn-Taking. Theoretische Aufarbeitung und empirischer Diskurs

Trabajo Escrito , 2011 , 21 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Sarah Heine (Autor)

Filología alemana - Lingüística
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In der vorliegenden Arbeit soll es um das Phänomen des turn taking gehen. Der Text wird sich in zwei Teile gliedern. Im ersten, theoretischen, Teil werde ich anfangs den Versuch einer Begriffsbestimmung vornehmen. Hierbei sollen die Termini Gespräch, Gesprächsanalyse sowie turn taking näher beschrieben und zueinander in Verbindung gesetzt werden. Dies soll dazu dienen, ein begriffliches Fundament für die Arbeit schaffen.

Anschließend sollen die Formen des Sprecherwechsels näher erläutert werden. Ich werde mich dabei auf Brinker und Sager stützen und die von ihnen genannten Formen glatter Wechsel, Wechsel nach einer Pause und Wechsel nach einer Unterbrechung näher erläutern. Die Art, wie ein Sprecherwechsel erfolgen kann, soll im darauffolgenden Abschnitt geklärt werden. Dies wird durch die Einführung der Begriffe Fremdwahl und Selbstwahl geschehen, welche theoretisch beschrieben und durch Umsetzungsmöglichkeiten im Gespräch veranschaulicht werden.

Nach einem kurzen Exkurs zum Thema Sprecher- und Hörerrolle sowie Sprecher- und Höreraktivität, wird sich der zweite, der empirische Teil, angliedern. Ziel wird es sein das zuvor theoretisch Erarbeitete anhand von Sprachdaten zu veranschaulichen. Als Quelle der zu untersuchenden Daten wurde ein Gesprächsausschnitt aus der Sendung ,Beckmann’ gewählt. Der Analyse soll die Beschreibung und Einordnung des Datenmaterials vorangehen. Des weiteren findet die Untersuchungsmethodik im Vorfeld ihren Platz.

Im sich anschließenden Analyseteil sollen am Datenmaterial die Formen und Arten des Sprecherwechsels identifiziert werden. Dies wird durch die Analyse verschiedener Parameter erfolgen, welche im Rahmen der von Schmitt entwickelte multimodale Perspektive auf die Gesprächsanalyse ausgewählt werden.

Extracto


Gliederung

1 Einleitung

2 Theoretischer Teil

2.1 Gespräch, Gesprächsanalyse und turn-taking – ein Versuch der Begriffsbestimmung

2.2 Formen des Sprecherwechsels

2.2.1 Fremdwahl in Gesprächen

2.2.2 Selbstwahl in Gesprächen

2.3 Sprecherrolle und Sprecheraktivität

2.4 Hörerrolle und Höreraktivitäten

3 Empirischer Teil

3.1 Beschreibung und Einordnung des zu untersuchendes Gesprächs

3.2 Untersuchungsmethode

3.2.1 Die zu untersuchenden Modalitäten

3.2.2 Bearbeitung des Datenmaterials

4 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des "turn taking" (Sprecherwechsel) in Gesprächen. Ziel ist es, theoretische Grundlagen der Gesprächsanalyse darzulegen und diese anhand eines empirischen Beispiels aus der TV-Sendung "Beckmann" durch eine multimodale Analyse zu veranschaulichen.

  • Grundlagen der Gesprächsanalyse und Begriffsbestimmung
  • Klassifizierung von Sprecherwechselformen (glatter Wechsel, Pause, Unterbrechung)
  • Untersuchung von Fremdwahl und Selbstwahl
  • Rolle von Sprecher- und Höreraktivitäten
  • Multimodale Analyse von Sprachdaten inkl. Blickverhalten und Intonation

Auszug aus dem Buch

2.2 Formen des Sprecherwechsels

Brinker und Sager unterscheiden drei Formen des Sprecherwechsels: Sprecherwechsel ohne Simultansequenz oder Sprechpause werden als „glatte Wechsel“ (Brinker/ Sager 2001: 62) benannt. Bei dieser Form des Sprecherwechsels übergibt der Sprecher das Rederecht an den Hörer welcher seinerseits das Rederecht übernimmt. Der „glatte Wechsel“ kann mittels Fremd- oder Selbstzuweisung (siehe 2.3) erfolgen. (vgl. Brinker/ Sager 2001: 62f.) Henne und Rehbock merken an, dass es sinnvoll wäre, auch die in Anlehnung an Sacks/Schegloff/Jefferson4 definierten Wechsel ,überlappender’ und ,zäsurierter’ Wechsel unter die ,glatten Wechsel’ zu fassen.

Unter ,überlappendem Wechsel’ wird dabei die Unterbrechung des Sprechers zu einem Zeitpunkt verstanden, wo jener nur noch inhaltlich Redundantes, wenn auch grammatikalisch Notwendiges, äußert und der Redebeitrag aus Sicht des Hörers beendet ist. ,Zäsusierter Wechsel’ hingegen bezieht sich auf die Übernahme des Rederechts durch einen Hörer nach einer kurzen Entscheidungs- oder Denkpause, die auf Grund des Inhaltes des vorhergehenden Redebeitrages zu erwarten war.(vgl. Henne/ Rehbock 1995: 193) In der vorliegenden Arbeit werde ich mich auf die Klassifizierung von Brinker/ Sager beschränken.

Als zweite Möglichkeit wird der Sprecherwechsel nach einer Pause genannt. In diesem Fall beendet der Sprecher seinen Redebeitrag und der Hörer übernimmt die Sprecherrolle. Dies erfolgt jedoch erst nach einer deutlichen Pause. Denk- und Entscheidungspausen, welche zum Beispiel häufig nach einer Fragestellung auftreten, werden hier nicht als Pausen klassifiziert. Die dritte und letzte genannte Möglichkeit des Sprecherwechsels ist der ,Wechsel nach einer Unterbrechung’. In diesem Fall versucht der Hörer das Rederecht bereits zu einem Zeitpunkt zu übernehmen, zu welchem der Sprecher es noch nicht übergeben will, sondern die Absicht hat weiterzureden. Es erfolgt eine Simultansequenz, da der Unterbrechungsversuch des Hörers vom Sprecher nicht akzeptiert wird. Setzt sich der Hörer durch, kann von einem Sprecherwechsel gesprochen werden. Ist dies nicht der Fall, kann auf Seiten des Hörers von einer Rederechtbeanspruchung die Rede sein, welche zu den Höreraktivitäten (siehe 2.5) gerechnet wird. (vgl. Brinker/ Sager 2001: 62f.)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in das Phänomen des Sprecherwechsels, die Gliederung der Arbeit sowie die Vorstellung des untersuchten Datenmaterials.

2 Theoretischer Teil: Detaillierte Begriffsbestimmung von Gespräch, Gesprächsanalyse und "turn taking" sowie Darstellung der Formen des Sprecherwechsels und der Rollen von Sprecher und Hörer.

3 Empirischer Teil: Beschreibung des Datenmaterials aus der Sendung "Beckmann" und Anwendung der Untersuchungsmethode mittels multimodaler Parameter wie Blickverhalten und Intonation.

4 Zusammenfassung: Ergebnispräsentation der Analyse, in der beobachtete Phänomene mit den theoretischen Annahmen in Verbindung gesetzt werden.

Schlüsselwörter

Gesprächsanalyse, Sprecherwechsel, turn taking, Fremdwahl, Selbstwahl, multimodale Kommunikation, Sprecherrolle, Hörerrolle, Beckmann, TV-Diskussion, Rederecht, Interaktion, Intonation, Blickverhalten, Gesprächsorganisation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem sprachwissenschaftlichen Phänomen des Sprecherwechsels (turn taking) in interaktiven Gesprächen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die theoretischen Grundlagen der Gesprächsanalyse, die verschiedenen Formen und Mechanismen des Sprecherwechsels sowie deren empirische Überprüfung anhand einer multimodalen Perspektive.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die in der Theorie erarbeiteten Formen des Sprecherwechsels anhand von Videodaten aus einer TV-Diskussion zu identifizieren und dabei multimodale Ressourcen (Blick, Intonation, etc.) einzubeziehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine Gesprächsanalyse durchgeführt, die eine multimodale Perspektive einnimmt, indem sie neben dem Wortlaut auch paraverbale und nonverbale Signale transkribiert und analysiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Definition von Gespräch und Sprecherwechsel sowie einen empirischen Teil, in dem ein Gesprächsausschnitt aus der Sendung "Beckmann" detailliert analysiert wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Gesprächsanalyse, Sprecherwechsel, turn taking, Fremd- und Selbstwahl sowie multimodale Kommunikation.

Welchen Einfluss hat das Format der TV-Sendung auf die Ergebnisse?

Das Format einer moderierten TV-Diskussion führt dazu, dass der Moderator eine privilegierte Stellung einnimmt und maßgeblich die Steuerung des Rederechts durch Fremdzuweisungen übernimmt.

Warum wird eine multimodale Analyse durchgeführt?

Da Kommunikation ein ganzheitlicher Prozess ist, reicht eine rein verbale Analyse oft nicht aus, um die Mechanismen des Sprecherwechsels vollständig zu erfassen; nonverbale Parameter wie das Blickverhalten sind hierbei essenziell.

Final del extracto de 21 páginas  - subir

Detalles

Título
Das Phänomen des Turn-Taking. Theoretische Aufarbeitung und empirischer Diskurs
Universidad
European University Viadrina Frankfurt (Oder)
Calificación
2,0
Autor
Sarah Heine (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
21
No. de catálogo
V350633
ISBN (Ebook)
9783668371958
ISBN (Libro)
9783668371965
Idioma
Alemán
Etiqueta
phänomen turn-taking theoretische aufarbeitung diskurs
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sarah Heine (Autor), 2011, Das Phänomen des Turn-Taking. Theoretische Aufarbeitung und empirischer Diskurs, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/350633
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