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Aggressionen und Konflikte zwischen Mitarbeitern. Sozialpsychologische Lösungsansätze

Titel: Aggressionen und Konflikte zwischen Mitarbeitern. Sozialpsychologische Lösungsansätze

Hausarbeit , 2016 , 31 Seiten , Note: 1.3

Autor:in: Miriam Walchshäusl (Autor:in)

Psychologie - Sozialpsychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Tagtäglich werden wir in den Medien mit Gewalt und Leid konfrontiert. Kriege, Diktatoren, Terror und Verbrechen beschäftigen uns rund um die Uhr. Aber auch im Alltag, in unserem häuslichen und beruflichen Umfeld, werden wir Opfer von Aggressionen oder üben selbst aggressive Verhaltensweisen aus.

Die vorliegende Arbeit zeigt einen Überblick über den aktuellen Stand der Aggressionsforschung und nimmt dabei einen sozialpsychologischen Standpunkt ein. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse werden dabei auf das betriebliche Arbeitsumfeld angewendet.

Im unternehmerischen Bereich sind Konflikte zwischen Mitarbeitern an der Tagesordnung. Sie beeinträchtigen jedoch nicht nur das Betriebsklima und die Arbeitsleistung, sondern können sich geschäftsschädigend auswirken, falls sie nach außen getragen werden.

Diese Arbeit beschäftigt sich jedoch nicht mit Konfliktmanagement als solchem, sondern mit dem zugrunde liegenden Problem von interpersonellen Auseinandersetzungen: der Aggressivität des Einzelnen. Verbale oder physische Aggressivität des Individuums sorgt meist zwangsläufig für einen Konflikt. Mithilfe der Aggressionstheorien werden in dieser Hausarbeit Erklärungen und Lösungsansätze für aggressives Verhalten aufgezeigt, die sich direkt auf die Konflikthäufigkeit zwischen Mitarbeitern auswirken.

Zunächst erfolgt in Kapitel fünf eine Betrachtung der sozialpsycholgischen Definition von Aggression und ein Überblick über Messmethoden und -instrumente.
Kapitel sechs beschäftigt sich mit der Entstehung von Aggressionen. Hier werden biologische und psychologische Theorien vorgestellt, die menschliches aggressives Verhalten erklären. Auch die Prozesse, die dafür sorgen, dass es von einem Auslöserreiz zu einer aggressiven Handlung kommt, werden erklärt.

Anschließend folgen personale und situative Bedingungen aggressiven Verhaltens. Faktoren wie individuelle Unterschiede bei der Aggressionsbereitschaft, situative Merkmale und Einflüsse der sozialen Umwelt beeinflussen den Menschen in seinem aggressiven Handeln. In Kapitel sieben werden sie näher erläutert.

Kapitel 8 präsentiert drei Lösungsansätze zur Vermeidung und der Reduzierung von Aggression. Die Interventionsmaßnahmen werden in das betriebliche Arbeitsumfeld transferiert.

Die Arbeit schließt in Kapitel neun mit einer Diskussion der vorgestellten Präventionsmaßnahmen. Katharsis, Bestrafung und Deeskalation werden kritisch beleuchtet. Abschließend erfolgen Fazit und Ausblick.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

4 Einleitung

5 Einführung zur Aggression

5.1 Definition von Aggression

5.2 Messung von Aggression

6 Entstehung von Aggressionen und Aggressionstheorien

6.1 Biologische Ansätze

6.2 Psychologische Ansätze

7 Personale und Situative Bedingungsfaktoren von Aggression

7.1 Individuelle Einflussgrößen

7.2 Situationsbedingte Einflussgrößen

8 Prävention und Intervention

8.1 Katharsis

8.2 Bestrafung

8.3 Deeskalation

9 Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die sozialpsychologischen Hintergründe von Aggression und Konflikten zwischen Mitarbeitern in Unternehmen. Das primäre Ziel besteht darin, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse über die Entstehung von aggressivem Verhalten zu beleuchten und darauf basierend effektive Präventions- sowie Interventionsstrategien für das betriebliche Umfeld abzuleiten.

  • Sozialpsychologische Definition und Messung von Aggression
  • Biologische und psychologische Entstehungstheorien
  • Personale und situative Bedingungsfaktoren aggressiven Verhaltens
  • Kritische Analyse von Interventionsansätzen wie Katharsis und Bestrafung
  • Methoden zur Deeskalation und Förderung eines konstruktiven Arbeitsklimas

Auszug aus dem Buch

6.2 Psychologische Ansätze

Dieses Kapitel beschäftigt sich mit den psychologischen Ansätzen der Aggression. Neben der Frustrations-Aggressions-Hypothese werden der Kognitive Neo-Assoziationismus und die Lerntheorie erläutert.

Frustration ist der häufigste Grund für Aggression. Im Berufs- wie auch im Privatleben ist Frustration an der Tagesordnung. Häufig erlebt man mehrmals am Tag Rückschläge. Sei es, dass man morgens den Bus ins Büro verpasst und darum gestresst, abgehetzt und verspätet zum wichtigen Meeting erscheint. Sei es, dass man von Kollegen hintergangen oder dem Chef wieder einmal übersehen wird. Die Wissenschaft zeigt, dass diese Frustrationen zu Aggression führen können. Die Frustrations-Aggressions-Hypothese (FAG) 33 besagt, dass sich jegliche durchlebte Frustration im menschlichen Verhalten äußert. Eine Form der Äußerung ist hierbei die Aggression. Auch andere Reaktionen auf Frustration sind demnach möglich. Die Art der reaktiven Handlung wird von Umweltfaktoren und individuellen persönlichen Einflussgrößen mitbestimmt. Manchmal ist es nicht möglich, seinen Frust an demjenigen auszulassen der ihn verursacht hat. Beispielsweise wenn eine Unternehmensführung ihre Einkommen offenlegt und sich der einfache Büromitarbeiter frustriert und benachteiligt fühlt aufgrund seines vergleichsweise geringen Einkommens. Der Mitarbeiter kann seine Frustration nicht an den Unternehmensvorstand herantragen. Es erfolgt eine Aggressionsverschiebung. 34 Eine eigentlich unschuldige dritte Person wird dabei zum Zielobjekt der Frustration, da sie für den Mitarbeiter einfach zugänglich ist. So lässt beispielsweise der Mitarbeiter seine Frustration in Form verbaler Aggressivität an der Sekretärin aus.

Zusammenfassung der Kapitel

4 Einleitung: Die Arbeit führt in das Thema Aggression ein und erläutert die Relevanz einer sozialpsychologischen Betrachtung für das betriebliche Arbeitsumfeld zur Vermeidung geschäftsschädigender Konflikte.

5 Einführung zur Aggression: Dieses Kapitel definiert Aggression als absichtliches Zufügen von Schaden und gibt einen Überblick über wissenschaftliche Methoden zur Erfassung von Aggressionsbereitschaft.

6 Entstehung von Aggressionen und Aggressionstheorien: Es werden biologische Faktoren sowie psychologische Erklärungsmodelle, wie die Frustrations-Aggressions-Hypothese und Lerntheorien, vorgestellt.

7 Personale und Situative Bedingungsfaktoren von Aggression: Das Kapitel analysiert individuelle Persönlichkeitsmerkmale und äußere Einflüsse, wie Alkohol oder mediale Gewalt, die als Trigger für aggressives Verhalten fungieren.

8 Prävention und Intervention: Hier werden Lösungsansätze wie Katharsis, Bestrafung und Deeskalation kritisch geprüft und auf ihre Anwendbarkeit im beruflichen Kontext hin untersucht.

9 Diskussion: Dieser Abschnitt bewertet die vorgestellten Maßnahmen kritisch und betont, dass positive Anreize und eine gesunde Führungskultur effektiver sind als reine Bestrafungsmethoden.

Schlüsselwörter

Aggression, Sozialpsychologie, Konfliktmanagement, Arbeitsumfeld, Frustrations-Aggressions-Hypothese, Katharsis, Deeskalation, Interpersonelle Auseinandersetzungen, Arbeitsleistung, Betriebsklima, Persönlichkeit, Situative Faktoren, Prävention, Intervention, Führungskräfte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert die sozialpsychologischen Ursachen für aggressives Verhalten am Arbeitsplatz und untersucht, wie Konflikte zwischen Mitarbeitern entstehen und durch entsprechende Maßnahmen vermieden oder reduziert werden können.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition und Messung von Aggression, der Darstellung biologischer und psychologischer Aggressionstheorien, dem Einfluss von personen- und situationsbedingten Faktoren sowie der Evaluierung von Interventionsstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das "Warum" aggressiven Verhaltens zu schaffen, um daraus präventive Maßnahmen abzuleiten, die das Betriebsklima verbessern und geschäftsschädigende Konflikte minimieren.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender sozialpsychologischer Theorien und empirischer Studien, die auf das betriebliche Arbeitsumfeld übertragen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen (Biologie, Psychologie) vor allem die personalen und situativen Bedingungsfaktoren (wie Alkohol, Hitze, mediale Einflüsse) sowie Interventionsmöglichkeiten (Katharsis, Bestrafung, Deeskalation) diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Aggression, Sozialpsychologie, Betriebsklima, Konfliktmanagement, Frustrations-Aggressions-Hypothese, Deeskalation und Prävention.

Wie bewertet die Autorin die Anwendung der Katharsis im beruflichen Umfeld?

Die Autorin betrachtet die Katharsis (das „Dampfablassen“) kritisch; modernere psychologische Studien deuten darauf hin, dass symbolische Aggression eher zu einer Steigerung der Erregung als zu einem Abbau führt.

Warum wird in der Arbeit die Bestrafung als problematische Interventionsmethode angesehen?

Bestrafung bei Erwachsenen ist schwer umzusetzen, kann selbst als aggressives Signal wirken und stellt Aggression fälschlicherweise als legitimes Konfliktbewältigungsinstrument dar. Stattdessen wird die Belohnung von positivem Sozialverhalten als zielführender eingestuft.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Aggressionen und Konflikte zwischen Mitarbeitern. Sozialpsychologische Lösungsansätze
Hochschule
SRH Hochschule Riedlingen
Note
1.3
Autor
Miriam Walchshäusl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
31
Katalognummer
V350676
ISBN (eBook)
9783668377264
ISBN (Buch)
9783668377271
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sozialpsychologie Konflikte Aggression Aggressionstheorie Frustrations-Aggressions-Hypothese Kognitives Neo-Assoziationistisches Modell Katharsis Bestrafung Deeskalation Dampfkesselmodell bedingungsfaktoren Trait-Aggressivität Feindseliger Attributionsstil
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Miriam Walchshäusl (Autor:in), 2016, Aggressionen und Konflikte zwischen Mitarbeitern. Sozialpsychologische Lösungsansätze, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/350676
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Leseprobe aus  31  Seiten
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