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Ausstieg aus der Prostitution. Zu den Aufgaben und Herausforderungen der Sozialen Arbeit im Kontext der beruflichen Neuorientierung von SexarbeiterInnen

Title: Ausstieg aus der Prostitution. Zu den Aufgaben und Herausforderungen der Sozialen Arbeit im Kontext der beruflichen Neuorientierung von SexarbeiterInnen

Term Paper , 2016 , 40 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sabrina Kaze (Author)

Social Work
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In der folgenden Arbeit soll das Thema Ausstieg aus der Prostitution genauer betrachtet werden. Es wird der Frage nachgegangen, welche Motive Sexarbeiter für einen Ausstieg aus der Sexindustrie benennen und welche Probleme und Hindernisse im Rahmen der beruflichen Neuorientierung auftreten können.

Mit Bezug auf die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung des Bundesmodellprojektes „Unterstützung beim Ausstieg aus der Prostitution“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) aus dem Jahr 2015, sowie qualitativer und quantitativer Erhebungen zum Thema Ausstieg aus der Prostitution werden sowohl die Beweggründe und möglichen Problemlagen der Sexarbeiter beleuchtet, als auch die sich daraus ergebenden Aufgaben für die Soziale Arbeit herausgearbeitet.

In Rahmen der vorliegenden Arbeit werden ebenso mögliche Probleme und Herausforderungen der Sozialen Arbeit im Kontext der beruflichen Neuorientierung aufgeführt und diskutiert.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Prostitution in Deutschland

2.1 Prostitution, Sexarbeit und sexuelle Dienstleitungen

2.2 Prostitutionsgesetz und gegenwärtige Entwicklungen in Deutschland

3. Ausstieg aus der Sexarbeit

3.1 Geschichte und Stand der Forschung von Ausstiegsprogrammen

3.2 Beweggründe und Anlässe

3.3 Probleme und Hindernisse

4. Soziale Arbeit und Sexarbeit

4.1 Aufgaben der Soziale Arbeit im Kontext der beruflichen Neuorientierung von SexarbeiterInnen

4.2 Möglichkeiten und Grenzen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Beweggründe von Sexarbeitern für einen Ausstieg aus der Sexindustrie sowie die damit verbundenen Probleme und Herausforderungen. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der Rolle der Sozialen Arbeit bei der Unterstützung dieses beruflichen Neuorientierungsprozesses und der Diskussion bestehender Möglichkeiten und Grenzen in diesem Beratungskontext.

  • Individuelle Motive und Hindernisse für den Ausstieg aus der Prostitution.
  • Die historische Entwicklung und der aktuelle Stand von Ausstiegsprogrammen in Deutschland.
  • Kernaufgaben der Sozialen Arbeit im Kontext der beruflichen Neuorientierung.
  • Die Bedeutung von Netzwerkarbeit und Kooperationen für eine erfolgreiche Begleitung.
  • Herausforderungen in der Zielgruppenansprache und dem Abbau gesellschaftlicher Stigmatisierung.

Auszug aus dem Buch

3.1 Geschichte und Stand der Forschung von Ausstiegsprogrammen

Die ersten Unterstützungs- und Beratungsangebote für ausstiegswillige Sexarbeiter wurden in Deutschland vor etwa 30 Jahren eingeführt (vgl. Kavemann 2009, S.177; Albert 2015, S. 12f). Grund für die zunehmende Auseinandersetzung mit Ausstiegshilfen war die in den 80iger Jahren öffentlich geführte AIDS/HIV Debatte (vgl. Kavemann 2009, S. 177; BMFSFJ 2015a, S. 51). Da die Ansteckungsgefahr in der Prostitution zu dieser Zeit als sehr hoch eingeschätzt wurde, wurde den in der Sexarbeit tätigen Frauen und Männer ein hohes Infektionsrisiko zugeschrieben (vgl. Kavemann 2009, S. 177). Diese Annahme führte dazu, dass die Verdienste in der Prostitution schlagartig zurückgingen und Sexarbeiter unter zunehmender gesellschaftlicher Stigmatisierung und Diskriminierung litten (vgl. ebd.). Die finanziellen Einbußen im Prostitutionsgeschäft sowie die gesundheitlichen Risiken und Stigmata bewegten viele Sexarbeiter dazu, nach beruflichen Alternativen zu suchen und aus der Prostitution auszusteigen (vgl. ebd., S. 178). Im Zuge dieser Entwicklung vermehrte sich auch die Forderung nach Umschulungsmaßnahmen und Ausstiegshilfen für Sexarbeiter (vgl. ebd.). Da die AIDS/HIV-Debatte den Blick jedoch vorrangig auf die gesundheitlichen Risiken der Sexarbeit eröffnet hatte, wurden Unterstützungs- und Beratungsangebote zunächst nur im Präventions- und Gesundheitsbereich geschaffen (vgl. Kavemann 2009, 178; BMFSFJ 2015a, S. 51; Eichhorst/Marchewka 1995, S. 145).

Angebote, die darauf zugeschnitten waren, Sexarbeiter gezielt beim Ausstieg aus der Prostitution zu unterstützen, existierten zuvor nicht und konnten erst durch das „Engagement von Prostituiertenselbsthilfegruppen, professionellen Beratungsstellen konfessioneller Träger sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der STD Beratungsstellen an Gesundheitsämtern“ (Kavemann 2009, S. 178) etabliert werden (vgl. Eichhorst/Marchewka 1995, S. 144f). Die Rahmenbedingungen waren zu diesem Zeitpunkt sehr ungünstig und auch Räumlichkeiten und Personal standen nur geringfügig zur Verfügung (vgl. ebd.). Durch die Bemühungen der genannten Arbeits und Personenkreise konnten jedoch mit der Zeit verschiedene Hilfen und Angebote in der Ausstiegsbegleitung eingeführt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Tabuisierung der Prostitution in der Gesellschaft und benennt die Forschungsfrage hinsichtlich der Motive für einen Ausstieg und der Rolle der Sozialen Arbeit.

2. Prostitution in Deutschland: Dieses Kapitel beschreibt das heterogene Feld der Prostitution, die Auswirkungen des Prostitutionsgesetzes sowie die aktuelle Rechtslage und gesellschaftliche Situation.

3. Ausstieg aus der Sexarbeit: Es werden die Beweggründe für einen Ausstieg, die Geschichte der entsprechenden Forschungsprogramme sowie die vielfältigen Probleme und Hindernisse im Ausstiegsprozess analysiert.

4. Soziale Arbeit und Sexarbeit: Das Kapitel widmet sich den zentralen Aufgaben der Sozialen Arbeit in diesem Arbeitsfeld, einschließlich der psychosozialen Beratung, der Netzwerkarbeit sowie der Möglichkeiten und Grenzen der Unterstützung.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit des Ausbaus von Fachberatungsstellen und einer professionellen, wertschätzenden Haltung der Sozialen Arbeit.

Schlüsselwörter

Prostitution, Sexarbeit, Ausstiegsprogramme, Soziale Arbeit, berufliche Neuorientierung, Stigmatisierung, Beratungsstellen, psychosoziale Begleitung, Arbeitsmarktintegration, Bundesmodellprojekt, Lebenslagen, Diskriminierung, Prävention, Netzwerkarbeit, Fallanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Thema Ausstieg aus der Prostitution und die spezifischen Aufgaben sowie Herausforderungen für die Soziale Arbeit bei der Unterstützung von Sexarbeitern in diesem Prozess.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Beweggründe für den Ausstieg, die rechtlichen Rahmenbedingungen der Prostitution in Deutschland, die Geschichte der Ausstiegshilfen und die methodischen Ansätze der Sozialarbeit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, mit welchen Motiven und Hindernissen Sexarbeiter konfrontiert sind und welche Unterstützungsmöglichkeiten die Soziale Arbeit bieten kann, um eine berufliche Neuorientierung zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf wissenschaftlichen Erhebungen, Studien, Modellprojekten des Bundes sowie relevanter Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Prostitution in Deutschland, die Beweggründe für den Ausstieg, die Schwierigkeiten beim Ausstiegsprozess sowie die konkreten Interventionsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Sexarbeit, berufliche Neuorientierung, Ausstiegsprogramme, Soziale Arbeit, Stigmatisierung und psychosoziale Beratung.

Welche Rolle spielt das Prostitutionsgesetz für den Ausstieg?

Das Gesetz von 2002 hat Prostitution als Erwerbstätigkeit anerkannt, jedoch zeigt die Praxis laut Arbeit, dass die rechtliche Verbesserung für die tatsächlichen Ausstiegsmöglichkeiten nur begrenzt wirksam ist.

Warum ist die Arbeit der Fachberatungsstellen so schwierig?

Die Schwierigkeiten resultieren aus fehlender öffentlicher Anerkennung, unzureichender Finanzierung, Vorurteilen in Behörden und der oft prekären Lebenssituation der Sexarbeiter selbst.

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Details

Title
Ausstieg aus der Prostitution. Zu den Aufgaben und Herausforderungen der Sozialen Arbeit im Kontext der beruflichen Neuorientierung von SexarbeiterInnen
College
University of Trier
Grade
1,0
Author
Sabrina Kaze (Author)
Publication Year
2016
Pages
40
Catalog Number
V350732
ISBN (eBook)
9783668373594
ISBN (Book)
9783668373600
Language
German
Tags
Sexarbeit Soziale Arbeit Prostitution berufliche Neuorientierung Ausstieg Sozialarbeiter Sexarbeiter Prostitutionsgesetz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabrina Kaze (Author), 2016, Ausstieg aus der Prostitution. Zu den Aufgaben und Herausforderungen der Sozialen Arbeit im Kontext der beruflichen Neuorientierung von SexarbeiterInnen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/350732
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