Exorzismus. Der Tod von Anneliese Michel


Hausarbeit, 2015

7 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zur Person Anneliese Michel

3. Warum wurde der Exorzismus überhaupt durchgeführt?

4. Der Vorfall aus der Sicht der katholischen Kirche

5. Schlussbemerkung

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

In der folgenden Hausarbeit wird die kritische Sichtweise zum Fall Anneliese Michel, dargestellt. Im Juli 1976 verstarb die damals dreiundzwanzigjährige Anneliese Michel an den Folgen eines mehrtägigen Exorzismus. Der Fall sorgte für großes Aufsehen und wird heute noch im Zusammenhang mit dem katholischen Exorzismus erwähnt und von Kritikern als Beispiel für die Fahrlässigkeit der katholischen Kirche genommen. Die folgende Hausarbeit legt die unterschiedlichen Kommentare zu dem Vorfall sowohl aus geistlicher Sicht als auch von Wissenschaftlern dar. War Michel wirklich besessen oder ist ihr Verhalten pathologisch erklärbar und hätte ihr Tot verhindert werden können? (Engelmeier, 1979)

"Kirchlicher Auftrag kann zwar den Helfer vor kritiklosen Eigenmächtigkeiten, nicht aber den Kranken vor Inkompetenz und Ohnmacht der Beauftragten schützen." (Engelmeier, 1979, S. 30)

2. Zur Person Anneliese Michel

Anneliese Michel war eine junge Studentin aus Klingenberg am Main. Einige Monate vor ihrem Ableben veränderten sich ihre Wesenszüge enorm. Sie hatte eine ständige Unruhe und Tobanfälle.

Michel war laut Aussagen ihrer Lehrer ein gewöhnliches und aufgewecktes Kind. Sie legte einen glatten Schulverlauf ab und zeigte bis zu ihrem siebzehnten Lebensjahr keine Auffälligkeiten. Mit siebzehn bekam Michel erstmals Krampfanfälle. Eine medizinische Untersuchung diagnostizierte ein epileptisches Anfallsleiden also eine Gehirnerkrankung.

Es wird vermutet, dass das Umfeld in dem Michel aufwuchs eine erhebliche Rolle in ihrem späteren Krankheitsverlauf spielte. Sie wuchs in einer sehr gläubigen Familie auf. Wöchentliche Kirchengänge und tägliches Beten bestimmten ihren Alltag. Die Mutter kam mit der Krankheit ihrer Tochter nicht zurecht und es wurde der Dorfpfarrer zu Rate gezogen. Die Mutter war davon überzeugt, dass Michel von Dämonen besessen war. Der Kaplan nahm den Kontakt zu dem damaligen Pfarrer aus Ettleben, Ernst Alt auf. Daraufhin wurde der als Experte für Besessenheit und Austreibung geltende Pater Adolf Rodewyk eingeschaltet. Er stellte auch die Diagnose der Besessenheit an Michel fest. (Engelmeier, 1979, S. 18)

3. Warum wurde der Exorzismus überhaupt durchgeführt?

In der theologischen Stellungnahme der katholischen Kirche von 1952 heißt es, dass die Durchführung des Exorzismus eine medizinische Hilfeleistung niemals ausschließt und sogar dazu verpflichtet. Außerdem gibt es festgelegte Kennzeichen, damit ein Bischof einen Priester überhaupt dazu autorisieren darf einen Exorzismus durchzuführen. Michel zeigte in ihren letzten Lebenstagen einige ungewöhnliche Verhaltensweisen. Sie fastet und ernährt sich von Insekten und Eigenurin. Immer wieder verletzt sie sich selber und bekommt wütende Anfälle, besonders in bei sein von Gottesvertretern.

Zu den Kennzeichen zählen dennoch andere Punkte, die mit dem Verhalten von Michel nicht übereinstimmen eigentlich hätte dem Exorzisten die Erlaubnis gar nicht erteilt werden dürfen. Sie spricht weder eine Ihr unbekannt Sprache, noch kann sie Entferntes und Verbogenes offenbaren. Während des durchgeführten Exorzismus sprechen angeblich zwar immer wieder Personen die das Böse personifizieren wie zum Beispiel Judas, Nero und Adolf Hitler aus ihr, dies kann aber auch auf eine nicht gerade selten vorkommende Persönlichkeitsstörung n Verbindung ihrer Epilepsie hinweisen. (Leimgruber, 2005, S. 65)

Ihre Familienmitglieder sollen dabei mitgewirkt haben, dass Michel während des Exorzismus keinen Kontakt zu einem Arzt hat. Nach Aussagen ihrer Mittschüler, soll ihre Schwester einen Arzt davon abgehalten haben Michel zu untersuchen. Für die gesammte Familie stand fest, dass Michel vom Bösen befallen war. (Sieberer, 2003)

Auch fehlen bis heute wichtige Detailschilderungen des Verlaufs des Exorzismus. (Engelmeier, 1979, S. 19)

[...]

Ende der Leseprobe aus 7 Seiten

Details

Titel
Exorzismus. Der Tod von Anneliese Michel
Hochschule
Hochschule Hannover
Note
1,3
Autor
Jahr
2015
Seiten
7
Katalognummer
V350853
ISBN (eBook)
9783668380837
Dateigröße
603 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Katholizismus, Religion, Theologie, Exorzismus, Kirche
Arbeit zitieren
Linda Hase (Autor), 2015, Exorzismus. Der Tod von Anneliese Michel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/350853

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