Ziel meiner Arbeit ist es einen Überblick zu geben, wie mit der Berufskrankheit umgegangen wird sowie die Darstellung der Folgen und Auswirkungen auf die Versicherten. Des Weiteren soll die Rolle des Unfallversicherungsträgers und auch die Leistung bei Anerkennung einer Berufskrankheit aufgezeigt werden.
Unterstützt werden die Erkenntnisse durch fachbezogene Statistiken, welche einerseits die Berufskrankheit selbst und anderseits die daraus entstehenden wirtschaftlichen Kosten behandeln. Zudem erfolgt eine Erläuterung von konkreten Maßnahmen zur Prävention von Berufskrankheiten.
Das Arbeitsleben ist einem ständigen Wandel ausgesetzt, welcher sich besonders in den letzten 20 Jahren rasant entwickelt hat. Diese Veränderungen wirken sich auch auf die Arbeitsbedingungen der Arbeitnehmer aus. Die moderne Arbeitswelt fordert nicht nur den Einsatz von physischen und kognitiven Fähigkeiten, sondern auch das Talent zur ständigen Anpassung. Der Mensch kann aber nur bedingt auf diesen permanenten Wandel reagieren. Schafft er es nicht, wird er krank. Dies führt zur Arbeitsunfähigkeit oder sogar zur Berufskrankheit.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Berufskrankheiten
2.1 Anerkannte Berufskrankheiten in der Bundesrepublik
2.2 Das Anerkennungsverfahren von Berufskrankheiten
2.3 Leistungen bei Anerkennung einer Berufskrankheit
3 Statistiken und Fakten zur Berufskrankheit
4 Auswirkungen und Folgen der BK
4.1 Volkswirtschaftliche Produktionsausfallkosten
4.2 Aufwendungen der gesetzlichen Unfallversicherungsträger
4.3 Prävention zur Verhinderung von Berufskrankheiten
5 Besonderheit Psychische Krankheiten
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel der Arbeit ist es, einen Überblick über den Umgang mit Berufskrankheiten in Deutschland zu geben, die Folgen für Versicherte aufzuzeigen und die Rolle des Unfallversicherungsträgers sowie die Leistungen bei Anerkennung zu erläutern. Zudem wird untersucht, inwieweit statistische Daten und präventive Maßnahmen dazu beitragen können, arbeitsbedingte Erkrankungen zu minimieren.
- Definition und Anerkennungsverfahren von Berufskrankheiten
- Statistische Auswertung des Berufskrankheitengeschehens
- Volkswirtschaftliche Auswirkungen und Produktionsausfallkosten
- Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung
- Präventionsstrategien zur Vermeidung von Berufskrankheiten
- Herausforderungen im Umgang mit psychischen Erkrankungen
Auszug aus dem Buch
Das Anerkennungsverfahren von Berufskrankheiten
Die Berufskrankheit beginnt mit dem Tag des Versicherungsfalles. Das bedeutet, mit dem Tag, an dem erstmals die Befunde der betreffenden Krankheit nachgewiesen worden sind. Wie das Anerkennungsverfahren funktioniert und abläuft, wird im folgenden Teil beschrieben.
Gibt es einen Verdacht, dass eine Berufskrankheit vorliegt, so sind die Ärzte, die Krankenkassen und der Unternehmer verpflichtet diesen dem Unfallversicherungsträger zu melden. Die Meldung erfolgt über ein amtliches Muster. Selbstverständlich können die Versicherten Personen auch selbst oder dessen Angehörige den Verdacht melden.
Im ersten Schritt leitet der Unfallversicherungsträger die sogenannte Arbeitsanamnese ein. Hierbei wird festgestellt, ob zwischen der beruflichen Tätigkeit und der schädigenden Einwirkungen ein Zusammenhang besteht, dabei wird zunächst die Arbeitsvorgeschichte des Versicherten ermittelt. Es wird geprüft, welche Belastungen und Einwirkungen die Betroffenen während ihres Arbeitsleben ausgesetzt waren. Für die Feststellung der Einwirkungen werden Fragebögen an die Versicherten und an die Betriebe versendet. Zusätzlich können auch persönliche Befragungen sowie Untersuchungen am Arbeitsplatz durchgeführt werden. Zu den Befragungen können auch andere auskunftsfähige Personen wie Arbeitskollegen, der Betriebsarzt oder Sicherheitsbeauftragte mit einbezogen werden. Da die Unterlagen die Grundlage für alle weiteren Ermittlungen bilden, sollten diese so exakt und detailliert wie möglich vom Versicherten ausgefüllt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des sich wandelnden Arbeitslebens ein und definiert das Ziel, einen Überblick über Berufskrankheiten, deren Auswirkungen und Präventionsmöglichkeiten zu geben.
2 Berufskrankheiten: Dieses Kapitel erläutert die gesetzliche Definition von Berufskrankheiten, das Anerkennungsverfahren durch die Unfallversicherungsträger sowie die Leistungen, die Betroffenen im Anerkennungsfall zustehen.
3 Statistiken und Fakten zur Berufskrankheit: Der Abschnitt analysiert das aktuelle Berufskrankheitengeschehen anhand von Daten zur Häufigkeit, Anerkennungsquoten und Todesfällen, wobei Asbest als zentrale Todesursache hervorgehoben wird.
4 Auswirkungen und Folgen der BK: Hier werden die volkswirtschaftlichen Kosten durch Produktionsausfälle und die Aufwendungen der Unfallversicherungsträger detailliert analysiert und präventive Maßnahmen zur Gefahrenbekämpfung vorgestellt.
5 Besonderheit Psychische Krankheiten: Dieses Kapitel thematisiert die Zunahme psychischer Störungen und die schwierige Abgrenzung sowie Nicht-Anerkennung dieser Belastungen als Berufskrankheit, inklusive einer Betrachtung des Themas Mobbing.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und nennt kritische Punkte wie langwierige Anerkennungsverfahren, hohe Ablehnungsquoten und die mangelnde Anerkennung psychischer Erkrankungen.
Schlüsselwörter
Berufskrankheit, Unfallversicherung, Arbeitsschutz, Prävention, Produktionsausfallkosten, Anerkennungsverfahren, BKV, psychische Störungen, Lärmschwerhörigkeit, Asbest, Rehabilitation, Gesundheitsgefahren, Arbeitsunfähigkeit, Betriebliche Gesundheitsförderung, Beweispflicht
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die rechtlichen und praktischen Aspekte von Berufskrankheiten in Deutschland, von der Definition und Anerkennung bis hin zu den wirtschaftlichen Auswirkungen und Präventionsmöglichkeiten.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind das Anerkennungsverfahren durch Unfallversicherungsträger, die statistische Aufarbeitung von Fallzahlen, die Kosten für die Volkswirtschaft und die Wirksamkeit von Präventionsmaßnahmen.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist es, einen umfassenden Überblick über den Umgang mit Berufskrankheiten zu geben, die Folgen für Betroffene und Unternehmen aufzuzeigen und die Leistungen der Unfallversicherung zu klären.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Dokumentenanalyse, insbesondere unter Heranziehung von Berichten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) sowie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung des Anerkennungsverfahrens, eine Analyse aktueller Statistiken, die Untersuchung volkswirtschaftlicher Folgen und eine Diskussion über die Sonderrolle psychischer Krankheiten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Berufskrankheit, Unfallversicherung, Prävention, Anerkennungsverfahren und volkswirtschaftliche Produktionsausfallkosten sind die maßgeblichen Begriffe, die das inhaltliche Spektrum definieren.
Warum werden psychische Krankheiten bisher nicht als Berufskrankheit anerkannt?
Die Arbeit erläutert, dass psychische Belastungen oft in allen Lebensbereichen auftreten und es schwierig ist, einen spezifischen, berufsbedingten Zusammenhang nachzuweisen, der eine Anerkennung im Rahmen der aktuellen Berufskrankheiten-Verordnung rechtfertigen würde.
Welche Rolle spielt die Prävention laut der Arbeit?
Prävention wird als das wichtigste Mittel zur Bekämpfung von Gefahren an der Quelle angesehen, um Arbeitsunfähigkeit zu verhindern und sowohl die Wirtschaft als auch die Sozialversicherungskassen zu entlasten.
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- Tom Hasel (Author), 2016, Anerkannte Berufskrankheiten in Deutschland. Begriffe, Fakten, Auswirkungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/350941