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Welche Teilaspekte gibt es im Prinzip der Nützlichkeit des Jeremy Bentham und was ist die Funktion seines hedonistischen Kalküls?

Title: Welche Teilaspekte gibt es im Prinzip der Nützlichkeit des Jeremy Bentham und was ist die Funktion seines hedonistischen Kalküls?

Essay , 2015 , 7 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Gereon Arntz (Author)

Philosophy - Philosophy of the 17th and 18th Centuries
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„Was ist moralisch verbindlich, und wie kann man es rational begründen?“ Dies ist die Grundfrage des von Jeremy Bentham begründeten Utilitarismus. 1789 wollte Bentham ein rechtsphilosophisches Werk verfassen, welches ohne herkömmliche Autoritäten wie Gott oder einen Herrscher auskommt. In der Einleitung dieses Werkes stellt er den Utilitarismus als Fundament der Gesetzgebung dar.

Dieses Essay handelt von der oben genannten rationalen Begründung: Dem Prinzip der Nützlichkeit und dem daraus resultierenden hedonistischen Kalkül. In diesem Essay werde ich die vier, bzw. fünf Teilaspekte des Prinzips der Nützlichkeit, nach einer kurzen Definition desselben, darstellen. Die Teilaspekte sind das Konsequenzprinzip, das Nutzenprinzip, das hedonistische Prinzip, das Sozialprinzip und das Prinzip der Nachvollziehbarkeit/Berechenbarkeit.

Im Zuge der Darstellung befasse ich mich damit, wie der hedonistische Kalkül, den Bentham der Arbeit des Gesetzgebers zugrunde legt, aus diesem Prinzip der Nützlichkeit entsteht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Prinzip der Nützlichkeit

2.1 Konsequenzprinzip

2.2 Utilitäts- oder Nutzenprinzip

2.3 Hedonistisches Prinzip

2.4 Sozialprinzip

2.5 Prinzip der Berechenbarkeit / Hedonistischer Kalkül

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen des Utilitarismus nach Jeremy Bentham, mit einem besonderen Fokus auf die strukturellen Teilaspekte seines Nützlichkeitsprinzips und die praktische Anwendung des hedonistischen Kalküls in der Gesetzgebung.

  • Analyse des Konsequenzprinzips und dessen moralischer Bewertung von Handlungsfolgen.
  • Untersuchung des Utilitätsprinzips als Basis der Nutzenbemessung.
  • Erörterung der hedonistischen Motivationsstruktur und deren psychologischer Implikationen.
  • Darstellung der künstlichen Kongruenz durch staatliche Sanktionen.
  • Erläuterung des hedonistischen Kalküls als Instrument zur messbaren Handlungsbewertung.

Auszug aus dem Buch

Die Funktion des hedonistischen Kalküls

Die Funktion des hedonistischen Kalküls ist bereits erwähnt worden. Nun wird der Kalkül als fünftes Teilprinzip, dem Prinzip der Berechenbarkeit und der daraus folgenden Nachvollziehbarkeit, kurz dargestellt. Der hedonistische Kalkül ist als Instrument gedacht den Wert der Folgen einer Handlung, also die daraus resultierenden Freuden oder Leiden, zu erkennen um die Handlung bewerten zu können (Bentham, 1789 S.78).

Um dies zu erreichen, definiert Bentham zuerst die vier Aspekte, nach denen eine Freude oder ein Leid generell, unabhängig von einer Handlung, in Bezug auf einen einzelnen Menschen bewertet werden kann: Erstens die Intensität, also Stärke der Freude, oder des Leids. Zweitens die Dauer des Empfindens. Drittens die Gewissheit oder Ungewissheit, dass sie eintritt und viertens die Nähe oder Ferne der Betroffenheit, also wie stark der Handelnde von den Folgen betroffen ist. Jedem dieser Aspekte wird ein Wert in Form einer Zahl zugeschrieben (ebd.). Um aber den Wert der Handlung definieren zu können, müssen zwei weitere Aspekte berücksichtigt werden. Einerseits die Folgeträchtigkeit, das heißt die Wahrscheinlichkeit, dass Empfindungen derselben Art mittelbar, also in zweiter Instanz folgen und die Reinheit der Empfindung. Die Reinheit beschreibt die Wahrscheinlichkeit, dass keine entgegengesetzte Empfindung in der Folge eintritt. Auch diesen Aspekten wird ein Wert in Form einer Zahl zugeschrieben (ebd., S.79). Die Summe der Freude wird mit den Werten des Leiden gegengerechnet. Das Ergebnis gibt den Gratifikationswert der Handlung an. Wenn die Freuden überwiegen, ist die Handlung in Bezug auf diese Person eine gute, falls die Leiden überwiegen eine schlechte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die zentrale Fragestellung der moralischen Begründung nach Bentham ein und definiert das Prinzip der Nützlichkeit als Fundament der Gesetzgebung.

2. Das Prinzip der Nützlichkeit: Dieses Kapitel expliziert die vier bzw. fünf Teilaspekte (Konsequenz-, Utilitäts-, hedonistisches und Sozialprinzip sowie das Prinzip der Berechenbarkeit), die das Bentham'sche System strukturieren.

3. Fazit: Das Fazit fasst die Teilaspekte zusammen und beantwortet die eingangs gestellte Frage durch die Formulierung des utilitaristischen Imperativs.

Schlüsselwörter

Jeremy Bentham, Utilitarismus, Prinzip der Nützlichkeit, hedonistischer Kalkül, Konsequenzprinzip, Utilitätsprinzip, Sozialprinzip, Gratifikationswert, Interessenharmonie, künstliche Kongruenz, Gesetzgebung, Moralphilosophie, Lust, Leid, psychologischer Egoismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der rechtsphilosophischen Konzeption des Utilitarismus nach Jeremy Bentham und der Frage, wie moralische Handlungen rational begründet werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Nützlichkeitsprinzip, die Messbarkeit von Glück und Leid sowie die Rolle des Staates bei der Harmonisierung individueller Interessen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die spezifischen Teilaspekte des Bentham'schen Prinzips zu identifizieren und die Funktion des hedonistischen Kalküls im Kontext der Gesetzgebung zu erläutern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Analyse und Interpretation philosophischer Primär- und Sekundärliteratur (insbesondere Benthams Schriften und Höffes Kommentierungen).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die fünf Teilprinzipien – Konsequenzprinzip, Utilitätsprinzip, hedonistisches Prinzip, Sozialprinzip und Berechenbarkeit – detailliert definiert und in ihren gegenseitigen Abhängigkeiten dargestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Utilitarismus, hedonistischer Kalkül, Nützlichkeitsprinzip und Interessenharmonie.

Wie unterscheidet Bentham zwischen der normativen und der deskriptiven Funktion des Hedonismus?

Normativ bestimmt der Hedonismus, wie der Mensch handeln soll (moralisches Kriterium), während er deskriptiv erklärt, wie der Mensch als motiviertes Wesen tatsächlich handelt (psychologischer Egoismus).

Was versteht man unter dem Problem der künstlichen Kongruenz?

Da kurzfristige individuelle Interessen oft nicht mit dem langfristigen Allgemeinwohl übereinstimmen, schlägt Bentham ein System staatlicher Sanktionen vor, um diese Harmonie künstlich zu erzwingen.

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Details

Title
Welche Teilaspekte gibt es im Prinzip der Nützlichkeit des Jeremy Bentham und was ist die Funktion seines hedonistischen Kalküls?
College
University of Cologne
Grade
1,0
Author
Gereon Arntz (Author)
Publication Year
2015
Pages
7
Catalog Number
V350953
ISBN (eBook)
9783668374225
ISBN (Book)
9783668374232
Language
German
Tags
Philosophie Ethik Utilitarismus Jeremy Bentham Prinzip der Nützlichkeit hedonistischer Kalkül hedonistisches Kalkül Moralphilosophie Englische Philosophie Handeln
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Gereon Arntz (Author), 2015, Welche Teilaspekte gibt es im Prinzip der Nützlichkeit des Jeremy Bentham und was ist die Funktion seines hedonistischen Kalküls?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/350953
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