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Die Konrad-Adenauer-Stiftung

Title: Die Konrad-Adenauer-Stiftung

Term Paper , 2003 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Friedrich Bielfeldt (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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Die wissenschaftliche Beratung von Politik nimmt mittlerweile einen großen Platz im Parteiensystem der Bundesrepublik Deutschland ein. Hierbei spielen die politischen Stiftungen eine herausragende Rolle, da sie den Parteien mit ihrer Forschungsarbeit die Schwerpunktsetzung der Themen erleichtern bzw. die Grundlagen für das politische Tagesgeschäft erarbeiten, indem sie ihnen Forschungsergebnisse und Datenmaterial als Entscheidungs- und Argumentationshilfe zur Verfügung stellen. Dabei unterliegen die einzelnen Stiftungen engen ideologischen und parteipolitischen Vorgaben, die sie bei der Auswahl der Themen und der Erforschung des jeweiligen Sachgebietes zu beachten haben. In diesem Punkt unterscheiden sich die Stiftungen als „politische Think Tanks“ ganz wesentlich von den sogenannten „wahren Think Tanks“ , die sich mit Experten unterschiedlicher Fachrichtungen und Meinungen an ihre Forschungsprojekte heranwagen und die somit nicht als politisch festgelegt gelten können.
Häufig findet man in der Literatur den Begriff der „Tendenzkoalitionen“ , der die Verbindung aus wissenschaftlicher Arbeit und politischem Entscheidungsträger beschreibt, den u.a. die Konrad-Adenauer-Stiftung mit ihrer Nähe zur CDU eingegangen ist. Wie hoch der Einfluss einer politischen Stiftung genau ist, wird man dabei nicht genau sagen können. Allzu oft wird der politische Betrachter eher daran zweifeln, inwieweit das politische Alltagsgeschäft überhaupt wissenschaftlichen Grundsätzen folgt. Mittlerweile jedoch arbeitet jede der sogenannten etablierten Parteien mit einer politischen Stiftung zusammen, wie die SPD mit der Friedrich-Ebert-Stiftung, Bündnis 90/Die Grünen mit der Heinrich-Böll-Stiftung, die FDP mit der Friedrich-Naumann-Stiftung und die CSU mit der Hanns-Seidel-Stiftung. Die der CDU nahestehende Konrad-Adenauer-Stiftung soll Thema dieser Hausarbeit sein, indem ich ihre Geschichte und Entstehung, ihre Organisation und Aufgaben, sowie ihre Forschungs- und Beratungstätigkeit genauer beleuchten möchte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Beratung von Politik

2. Die Ursprünge der Stiftungen

2.1. Was ist eine Stiftung

2.2. Stiftungsarten

2.3. Die Rechtsnatur der Stiftungen

2.4. Geschichtliche Entwicklung von Stiftungen

3. Die Konrad-Adenauer-Stiftung

3.1. Die Geschichte der Konrad-Adenauer-Stiftung

3.2. Ziele und Aufgaben der Konrad-Adenauer-Stiftung

3.3.1. Die Forschungsarbeit der Konrad-Adenauer-Stiftung

3.3.2. Forschungsschwerpunkte der Konrad-Adenauer-Stiftung

3.4 Die Finanzen der Konrad-Adenauer-Stiftung

4. Die Rolle der Politikberatung

4.1. Die Stellung politischer Stiftungen

4.2. Wissenschaft und Politik

5. Literatur

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die Rolle der Konrad-Adenauer-Stiftung als politischer Akteur im Bereich der Politikberatung. Das primäre Ziel besteht darin, die Entstehung, die organisatorische Struktur und die inhaltliche Ausrichtung der Stiftung zu analysieren, um das Spannungsfeld zwischen wissenschaftlicher Arbeit und parteipolitischer Bindung kritisch zu beleuchten.

  • Historische Entwicklung und Einordnung von Stiftungen
  • Struktur und Forschungsauftrag der Konrad-Adenauer-Stiftung
  • Verhältnis zwischen Politikberatung und parteipolitischen Zielen
  • Finanzierungsmodelle und Transparenz politischer Stiftungen
  • Wirkungsweise von „Political Think Tanks“ im demokratischen System

Auszug aus dem Buch

3.1. Die Geschichte der Konrad-Adenauer-Stiftung

Die Ursprünge der Konrad-Adenauer-Stiftung liegen in der 1956 gegründeten Gesellschaft für christlich-demokratische Bildungsarbeit e.V. Diese Gesellschaft, die von der CDU ins Leben gerufen wurde, um Mitgliedern und interessierten Bürgern politische Bildung zu vermitteln, fusionierte 1958 mit der Politischen Akademie Eichholz und nannte sich seither Politische Akademie Eichholz e.V., seit sie im selben Jahr vom Bundesfinanzministerium die Gemeinnützigkeit zuerkannt bekommen hatte. Nachdem Konrad Adenauer von Ludwig Erhard als Bundeskanzler abgelöst worden war, benannte sich die Akademie in Konrad-Adenauer-Stiftung für politische Bildung e.V. um.

Konrad Adenauer selbst nahm am Fortgang der Stiftung regen Anteil, schon allein durch die Mitbegründung der ehemaligen Akademie 1956 und deren Eröffnung 1957, in deren Vorstand er viele Jahre lang als Mitglied vertreten war. Die Arbeit der Stiftung, die sich ursprünglich auf die Bildungsarbeit für politisch interessierte Bürger beschränkte, wurde schon bald durch die Gründung neuer Institute mit neuen Aufgaben erweitert.

1967 entstand das Sozialwissenschaftliche Forschungsinstitut, das für die Bildungsarbeit und die Beratungstätigkeit für die CDU arbeiten sollte, indem gesellschaftliche Entwicklungen auf politologischer und sozialwissenschaftlicher Grundlage erforschen und der CDU zur Verfügung stellen sollte. 1971 kam das Institut für Kommunalpolitik hinzu, das kommunalwissenschaftliche Problem- und Fragestellungen für die Bildungs- und Beratungstätigkeit aufarbeiten sollte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Beratung von Politik: Einführung in die Rolle politischer Stiftungen als „politische Think Tanks“ im deutschen Parteiensystem und Abgrenzung zu sogenannten „wahren Think Tanks“.

2. Die Ursprünge der Stiftungen: Definition des Stiftungsbegriffs, Darstellung der rechtlichen Rahmenbedingungen und ein historischer Abriss der Entwicklung von der Antike bis heute.

3. Die Konrad-Adenauer-Stiftung: Detaillierte Betrachtung der Geschichte, der Ziele, der Forschungsinstitute, der Tätigkeitsschwerpunkte und der finanziellen Strukturen der Konrad-Adenauer-Stiftung.

4. Die Rolle der Politikberatung: Analyse der gesellschaftlichen Notwendigkeit von Politikberatung und kritische Reflexion des Einflusses politisch orientierter Wissenschaft auf das demokratische System.

5. Literatur: Auflistung der im Rahmen der Arbeit verwendeten Quellen und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Konrad-Adenauer-Stiftung, Politikberatung, Parteistiftungen, CDU, politische Bildung, Think Tanks, Tendenzkoalitionen, Demokratie, Sozialwissenschaftliche Forschung, Parteiendemokratie, Forschungsförderung, Stiftungsrecht, Gemeinnützigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, ihrer Geschichte, ihrem organisatorischen Aufbau und ihrem spezifischen Auftrag innerhalb der Politikberatung für die CDU.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Rolle politischer Stiftungen, die Unterscheidung zwischen parteinaher und unabhängiger Forschung sowie die Finanzierung und Zielsetzung solcher Organisationen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Analyse der engen Verflechtung zwischen der Konrad-Adenauer-Stiftung und der CDU, um zu verstehen, wie wissenschaftliche Beratung zur Unterstützung politischer Entscheidungen genutzt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analysierende Methode auf Basis von Satzungen, Jahresberichten und politikwissenschaftlicher Fachliteratur zur Politikberatung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Genese der Stiftung, die verschiedenen Institute (Sozialwissenschaften, Kommunalpolitik), die inhaltlichen Schwerpunkte der Arbeit sowie die Finanzströme detailliert beschrieben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Politikberatung, Konrad-Adenauer-Stiftung, Tendenzkoalitionen, politische Bildung, Think Tanks und Parteiendemokratie.

Welche Rolle spielen die "Leuna-Akten" im Archiv der Stiftung?

Die Erwähnung der Akten verdeutlicht die Funktion des Archivs für christlich-demokratische Politik als Ort, an dem parteirelevante Unterlagen aufgearbeitet und gelagert werden, was im Kontext der CDU-Spendenaffäre eine kritische Rolle spielte.

Wie unterscheidet sich die Forschungsarbeit der Konrad-Adenauer-Stiftung von der der Friedrich-Ebert-Stiftung?

Die Arbeit weist darauf hin, dass die Friedrich-Ebert-Stiftung einen größeren Forschungsetat aufweist, mehr externe Forschungsaufträge annimmt und ein breiteres Themenspektrum abdeckt als die Konrad-Adenauer-Stiftung.

Inwieweit lässt sich die Arbeit der Stiftung als „Wahlforschung“ interpretieren?

Da die Forschungsprojekte oft an Wahlzyklen ausgerichtet sind und der CDU Argumentationshilfen für den Wahlkampf liefern, fungiert die Stiftung faktisch als strategischer Berater für die Partei.

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Details

Title
Die Konrad-Adenauer-Stiftung
College
University of Lüneburg  (Institut für Politikwissenschaften)
Course
Wissenschaftliche Beratung von Politik
Grade
1,3
Author
Friedrich Bielfeldt (Author)
Publication Year
2003
Pages
17
Catalog Number
V35098
ISBN (eBook)
9783638351294
ISBN (Book)
9783638955010
Language
German
Tags
Konrad-Adenauer-Stiftung Wissenschaftliche Beratung Politik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Friedrich Bielfeldt (Author), 2003, Die Konrad-Adenauer-Stiftung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35098
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