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Vom Platz zum Viertel. Die Entwicklung des Lübecker Marktes im 14. Jahrhundert

Titel: Vom Platz zum Viertel. Die Entwicklung des Lübecker Marktes im 14. Jahrhundert

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2016 , 39 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Kevin Witte (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im 14. Jahrhundert war der Marktplatz von Lübeck einigen Veränderungen unterworfen: Die vormals zum Markt ziehenden Händler hatten begonnen aus ihren Häusern heraus zu verkaufen; es bildeten sich Marktviertel und Ballungsgebiete. Verschiedenste Faktoren nahmen Einfluss auf diese Entwicklung und stellen interessante Untersuchungsaspekte für diese Ausarbeitung dar. Weiterhin lassen sich auch die Folgen miteinbeziehen: Lässt sich eine Dezentralisierung und Verödung vermuten? Was waren die Ursachen für diese Entwicklung? Wie veränderte sich allgemein der Marktplatz des mittelalterlichen Lübecks?

Der Markt war elementarer und polyfunktionaler Bestandteil der mittelalterlichen Stadt. Dieses wichtige Element war auf verschiedenen Ebenen (topographisch, gesellschaftlich, sozial und rechtlich) in die Stadt eingebettet. Eine eingehende Untersuchung des Marktes und der auf ihn bezogenen Entwicklungen wirft viele Streiflichter auf entscheidende Aspekte der mittelalterlichen Stadtgeschichte. Auch wenn versucht wird, den mittelalterlichen Markt allgemein zu erfassen, so wird sich doch wesentlich konzentriert auf spätmittelalterliche (Mitte 13. bis Anfang 16. Jahrhundert) mitteleuropäische und vornehmlich deutsche Städte und Märkte. Das liegt nicht zuletzt daran, dass im Fokus dieser Arbeit der lübeckische Markt und ihn betreffende Entwicklungen im 13. und 14. Jahrhundert stehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einführung: Der mittelalterliche Markt Lübecks

2.1 Der mittelalterliche Markt

2.2 Der Lübecker Markt zum Ende des 13. Jahrhunderts

3. Die Ursachen

3.1 Die Überfüllung

3.2 Die Motivation der Handelnden

3.3 Die rechtlichen Rahmenbedingungen

4. Die Wirkung

4. 1 Die anderweitige Nutzung

4.2 Die Verödung

4.3 Vom Marktplatz zum Viertel

5. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die städtebauliche und wirtschaftliche Transformation des Lübecker Marktes im 14. Jahrhundert. Dabei wird analysiert, wie Faktoren wie Überfüllung, rechtliche Rahmenbedingungen und die individuellen Beweggründe der Handwerker zu einer Dezentralisierung führten, bei der sich der zentrale Marktplatz zunehmend in spezialisierte Marktviertel auflöste.

  • Topographische Entwicklung des Lübecker Marktes
  • Einfluss von Bevölkerungszunahme und Platzmangel
  • Motivation der Handwerker zur Zusammenlegung von Wohn-, Produktions- und Verkaufsraum
  • Die Rolle des Marktzwanges und städtischer Wirtschaftsregulationen
  • Strukturwandel vom zentralen Handelsplatz zum Marktviertel

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Überfüllung

Der Markt war originär in den Stadtgrundriss eingebettet. In diesem Zusammenhang bot er in der Regel genau umrissene Kapazitäten. Steigende Bevölkerungszahlen (und damit mehr Handelsbedarfe), Umbaumaßnahmen auf dem Markt und an seinen Gebäuden oder Inanspruchnahme von Immobilien durch Nicht-Marktteilnehmer führten zur Auslastung jener Kapazitäten – es lässt sich von einer Überfüllung sprechen. Bezüglich einer Abwanderung vom Markt und einem diffundierenden Effekt in die Bereiche um den Lübecker Markt herum ist solch eine Überfüllung ein entscheidender Faktor. Der zentrale Marktplatz der Stadt genügte nicht all denjenigen Raum zu bieten, die kaufen und insbesondere verkaufen wollten. Verstärkt wurde dieser Effekt durch eine sinkende Anzahl der Verkaufsmöglichkeiten einerseits und den steigenden Bevölkerungszahlen Lübecks andererseits. Mit steigender Bevölkerung nahm auch die Anzahl derer zu, die auf dem Markt als Handelnde auftraten – seien es Handwerker, Krämer oder Höker – und die Kundschaft ebendieser.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung zur Dezentralisierung und Entwicklung des Lübecker Marktes ein und erläutert die methodische Vorgehensweise.

2. Einführung: Der mittelalterliche Markt Lübecks: Das Kapitel charakterisiert den mittelalterlichen Markt allgemein und bietet eine Bestandsaufnahme des Lübecker Marktes zum Ende des 13. Jahrhunderts.

3. Die Ursachen: Hier werden die Gründe für den Strukturwandel analysiert, wobei besonders die Überfüllung, die Motivation der Akteure und die rechtlichen Rahmenbedingungen betrachtet werden.

4. Die Wirkung: Dieses Kapitel beschreibt die Folgen der zuvor erläuterten Faktoren, wie die anderweitige Nutzung, die Verödungstendenzen und die Entstehung von Marktvierteln.

5. Schlussbemerkung: Die abschließende Zusammenfassung resümiert die Ergebnisse der Arbeit und betont die Bedeutung des Marktes als polyfunktionales stadtbildendes Element.

Schlüsselwörter

Lübeck, Mittelalter, Stadtgeschichte, Marktplatz, Marktviertel, Dezentralisierung, Stadtentwicklung, Überfüllung, Handwerk, Marktzwang, Nahhandel, Wirtschaftsgeschichte, Stadtgrundriss, Wohnwirtschaftshäuser, Polyfunktionalität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Entwicklung und Transformation des Lübecker Marktplatzes im 14. Jahrhundert und beschreibt den Prozess des Strukturwandels von einem zentralen Marktplatz hin zu spezialisierten Marktvierteln.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Topographie, den sozioökonomischen Bedingungen, dem Marktrecht, der Raumknappheit und der räumlichen Organisation der verschiedenen Handwerksberufe.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Ursachen für die Abwanderung von Handwerkern vom zentralen Marktplatz zu identifizieren und zu klären, wie sich die Marktfunktion im Laufe des 14. Jahrhunderts in Lübeck wandelte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, der Auswertung historischer Stadtpläne sowie archäologischer Funde, um die Veränderungen der Besitzverhältnisse und der Marktnutzung nachzuvollziehen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Ursachen – wie Überfüllung und Handwerkermotivation – und die Analyse der daraus resultierenden Wirkungen, insbesondere der Verödung des zentralen Platzes und der Entstehung von Marktvierteln.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind unter anderem Lübeck, Marktplatz, Marktviertel, Dezentralisierung, Stadtgeschichte, Marktzwang und Polyfunktionalität.

Welche Rolle spielte der "Marktzwang" für die Gewerbetreibenden?

Der Marktzwang verpflichtete spezifische Lebensmittelgewerbe wie Bäcker und Fleischer dazu, ihre Waren ausschließlich am zentralen Markt zu verkaufen, was dessen Funktion als Spezialmarkt langfristig prägte.

Warum bildeten sich in Lübeck spezielle Marktviertel?

Aufgrund von Platzmangel am zentralen Markt und dem Wunsch der Handwerker, Produktion und Wohnen unter einem Dach zu vereinen, wanderten Gewerbe in angrenzende Straßen ab, wo sich durch räumliche Nähe gleichartige Betriebe in Ballungsgebieten konzentrierten.

Ende der Leseprobe aus 39 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Vom Platz zum Viertel. Die Entwicklung des Lübecker Marktes im 14. Jahrhundert
Hochschule
Universität Münster
Note
1,0
Autor
Kevin Witte (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
39
Katalognummer
V350995
ISBN (eBook)
9783668374720
ISBN (Buch)
9783668374737
Sprache
Deutsch
Schlagworte
platz viertel entwicklung lübecker marktes jahrhundert
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kevin Witte (Autor:in), 2016, Vom Platz zum Viertel. Die Entwicklung des Lübecker Marktes im 14. Jahrhundert, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/350995
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  39  Seiten
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