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Wechselbeziehungen zwischen Stadt und Land. Die Stadt Soest und ihrer Herrschaft über die Börde

Titel: Wechselbeziehungen zwischen Stadt und Land. Die Stadt Soest und ihrer Herrschaft über die Börde

Hausarbeit , 2013 , 20 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Kevin Witte (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die mittelalterliche Stadt nimmt eine große Bedeutung innerhalb der Geschichtsforschung ein. Viele entscheidende Entwicklungen lassen sich im Zusammenhang mit dieser Erscheinung des „dunklen Zeitalters“ aufzeigen. Beispiele wären das einheitliche Bürgerrecht oder der städtische Markt. Dabei sollte allerdings die Bedeutung des Landes nicht aus dem Blick verloren werden – einer Sache die diese Arbeit Rechnung trägt.

Deswegen beschäftigt sich die Darstellung mit den Beziehungen zwischen dem Land und der Stadt.
Zuerst werden im Allgemeinen die Stadt-Landbeziehungen dargestellt. Die Definition der Stadt, die zu Beginn des zweiten Kapitels steht, zeigt bereits wesentliche Aspekte dieser Beziehung auf. Im folgenden Hauptteil dieses Abschnitts werden diese Punkte weiter ausgeführt und verfeinert. Sie bilden die Grundlage für das darauf folgende dritte Kapitel, das sich spezieller mit der Stadt Soest und ihrer Börde auseinandersetzt. Es geht zum einen darum, wie die Stadt ihre Herrschaft über die Gerichtsherrschaft ausbaute; zum anderen wie Soest das Gebiet akkumulieren konnte und die territoriale Herrschaft erlangte.

Ein wichtiges Ereignis in der Geschichte der Stadt Soest wird mit dem vierten Kapitel abgedeckt. Dieses widmet sich der Soester Fehde, welche viele Verhältnisse umstrukturierte und wesentliche Änderungen bewirkte.
Im letzten Kapitel, nachdem alle nötigen Erläuterungen auf den vorherigen Seiten vorgenommen wurden, findet sich eine Darstellung der städtischen Herrschaft über das Landgebiet der Börde. Hier tauchen viele Aspekte der vorherigen Kapitel erneut auf und finden eine Verknüpfung mit dem Fokus dieser Arbeit auf die Stadt Soest.

Ziel dieser Ausarbeitung ist es, das Verhältnis und die wechselseitigen Beziehungen zwischen Land und Stadt an einem ausgewählten Beispiel zu zeigen. Dabei spielt die besondere Rechtsstellung der Stadt Soest eine Rolle sowie die speziellere Beziehung zu ihrer Börde, welche im entsprechenden Kapitel aufgezeigt wird. In diesem Zusammenhang zeichnet sich ein interessantes Bild der Herrschaft der Stadt Soest über ihre Börde.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Beziehungen zwischen Land und Stadt

2.1 Die Arbeitsteilung

2.2 Der Markt

2.3 Die Städtische Territorialpolitik

3. Die Stadt Soest und ihre Börde

3.1 Die Stadt Soest

3.2 Die Börde

4. Die Soester Fehde

4.1 Der Beginn der Fehde

4.2 Die Folgen der Fehde

5. Die städtische Herrschaft über die Börde

6. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Verhältnis zwischen der Stadt Soest und ihrem Umland, der sogenannten Börde, unter besonderer Berücksichtigung der städtischen Territorialherrschaft und der Auswirkungen der Soester Fehde auf diese Machtstrukturen.

  • Historische Stadt-Land-Beziehungen im Mittelalter
  • Entwicklung und Ausbau städtischer Territorialherrschaft
  • Die Soester Fehde als Wendepunkt der städtischen Unabhängigkeit
  • Rechtliche und wirtschaftliche Abhängigkeiten der Börde von der Stadt Soest
  • Die Bedeutung der Gerichtshoheit für die Ausübung städtischer Macht

Auszug aus dem Buch

Die Soester Fehde

Die Soester Fehde markiert einen wichtigen Wendepunkt in der Geschichte von Soest. Die Stadt löste sich von ihren bisherigen Landesherren, dem Erzbischof von Köln, Dietrich von Moers, und begab sich unter die Herrschaft der Herzöge von Cleve-Mark. Mit dem Ausgang der Fehde wurde die Unabhängigkeit und die städtische Herrschaft über die Börde verfestigt. Doch nicht nur Vorteile folgten aus dieser Entwicklung.

Die Stadt Soest baute ihre Herrschaft seit dem 13. Jahrhundert immer weiter aus. Ihre Motivation lag unter anderem darin, sich die wichtigen Erzeugnisse der Börde zu sichern, denn der Fernhandel der Stadt ging immer weiter zurück im ausgehenden Hochmittelalter. Je weniger Fernhandelsgüter in die Stadt gelangten, umso größere Bedeutung gewann die Produktion der Börde. M. Koske formuliert es als: „Kampf [Soests] um seine Existenzgrundlage [...].“

Bis zum Beginn des 15. Jahrhunderts nahmen die Kölner Erzbischöfe wenig Anteil an den Maßnahmen der Stadt sich ihr Territorium anzueignen. Die Situation spitzte sich allerdings zu Beginn des 15. Jahrhunderts zu, als die Stadt versuchte die vollständige Gerichtsherrschaft über die Börde zu erlangen. Dies widersprach der Politik des derzeitigen Kölner Erzbischofs, Dietrich von Moers. Die städtische Herrschaft über das Gogericht stellte eine direkte Einschränkung seiner Herrschaft dar. Innerhalb einiger Jahre, in denen noch versucht wurde den Konflikt friedlich beizulegen, erklärten sich die beiden Parteien mit ihren Verbündeten die Fehde im Jahr 1444.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Relevanz der Stadt-Land-Beziehungen im Mittelalter dar und skizziert den Fokus der Arbeit auf das Fallbeispiel Soest sowie die Quellenlage.

2. Die Beziehungen zwischen Land und Stadt: Dieses Kapitel erläutert die ökonomischen und rechtlichen Definitionen von mittelalterlichen Städten, die Rolle der Arbeitsteilung, den Marktzwang und die Herausbildung städtischer Territorialherrschaft.

3. Die Stadt Soest und ihre Börde: Hier wird der Prozess beschrieben, wie die Stadt Soest ihre Herrschaft ausbaute und durch die Aneignung von Gerichtsrechten das angrenzende Gebiet der Börde unter ihre Kontrolle brachte.

4. Die Soester Fehde: Dieses Kapitel analysiert die Ursachen, den Verlauf und die Folgen der Fehde von 1444 bis 1449, die zur Ablösung vom Kölner Erzbischof und zur Bindung an die Herzöge von Cleve-Mark führte.

5. Die städtische Herrschaft über die Börde: Der Fokus liegt hier auf der praktischen Herrschaftsausübung der Stadt über ihre Dörfer, insbesondere durch Verbote von Handel und Handwerk sowie die Einbindung der Bewohner in Lasten und Dienste.

6. Schlussbemerkung: Die Schlussbemerkung fasst zusammen, wie Soest trotz des Rückgangs im Fernhandel durch die Territorialherrschaft über die Börde seine Unabhängigkeit und Stabilität über Jahrhunderte sichern konnte.

Schlüsselwörter

Soest, Soester Börde, Soester Fehde, Stadt-Land-Beziehungen, Territorialherrschaft, Mittelalter, Gerichtsherrschaft, Gogericht, Bannmeilenrecht, Handelsverbot, Marktzwang, Landfrieden, Erzstift Köln, Herzöge von Cleve-Mark, Stadtverwaltung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht das historische Verhältnis zwischen der mittelalterlichen Stadt Soest und dem sie umgebenden Landgebiet, der sogenannten Börde, und analysiert die Mechanismen städtischer Herrschaftsausübung.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten zählen die wirtschaftliche Arbeitsteilung, die rechtliche Durchdringung des Umlandes durch die Stadt, die Bedeutung der Soester Fehde sowie die sozioökonomischen Bedingungen der Landbevölkerung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Stadt Soest ihre territoriale Herrschaft über die Börde etablierte, festigte und welche Rolle dabei die spezifische politische Konstellation der Soester Fehde spielte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Untersuchung basiert auf einer historischen Quellenanalyse, die unter anderem auf zeitgenössischen Urkunden, Stadtstatuten, Rechnungsbüchern und einschlägiger fachwissenschaftlicher Literatur beruht.

Was sind die inhaltlichen Schwerpunkte des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Betrachtung der Stadt-Land-Beziehungen, die Analyse des Machtausbaus in Soest, die Darstellung des Konflikts mit dem Kölner Erzbischof und die Beschreibung der administrativen Kontrolle der Börde.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Soester Fehde, städtische Territorialpolitik, Gerichtsherrschaft, Marktzwang und das pactum ducale primum.

Wie wirkte sich die Soester Fehde auf die rechtliche Stellung der Stadt aus?

Durch die Fehde konnte sich Soest vom Erzbischof von Köln lösen, unter die Herrschaft der Herzöge von Cleve-Mark begeben und eine beinahe vollständige Autonomie erreichen, die ihre Stellung als Stadt festigte.

Welche Rolle spielte das Gogericht in der Herrschaftsstruktur?

Das Gogericht war ein zentrales Instrument der städtischen Territorialherrschaft, da die Stadt über die Kontrolle dieses Gerichts die Rechtsgewalt über die Börde ausüben und somit ihre Machtansprüche gegenüber dem Adel und dem Landesherrn durchsetzen konnte.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wechselbeziehungen zwischen Stadt und Land. Die Stadt Soest und ihrer Herrschaft über die Börde
Hochschule
Universität Münster
Note
1,0
Autor
Kevin Witte (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
20
Katalognummer
V351005
ISBN (eBook)
9783668374584
ISBN (Buch)
9783668374591
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wechselbeziehungen stadt land soest herrschaft börde
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kevin Witte (Autor:in), 2013, Wechselbeziehungen zwischen Stadt und Land. Die Stadt Soest und ihrer Herrschaft über die Börde, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/351005
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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