Kindheitsheldin. Zum Typus des "starken Mädchens“ in Kurt Helds "Die rote Zora und ihre Bande"


Bachelorarbeit, 2016

55 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Inhalt

1 Einleitung

2 Die rote Zora und ihre Bande
2.1 Autor
2.2 Rezeptionsgeschichte
2.3 Inhalt

3 Definitionen
3.1 Kinder- und Jugendliteratur
3.2 Held
3.3 Protagonist
3.4 Starke Mädchen
3.5 Typus

4 Geschichtliche Einordnung
4.1 Die Anfänge der Mädchenliteratur
4.2 Das Ende der Kaiserzeit und die Weimarer Republik
4.3 Die 1930er Jahre und die Nationalsozialisten
4.4 Pippi Langstrumpf
4.5 Zoras Enkelinnen – ein Ausblick

5 Analyse der Figuren
5.1 Der Protagonist in Die rote Zora und ihre Bande
5.2 Der mimetische Ansatz
5.3 Der strukturalistische Ansatz
5.3.1 Figurenkonzeption nach Pfister
5.3.2 Das Handlungsmodell nach Greimas
5.3.3 Figurenkonstellationen
5.3.4 Figurencharakterisierung nach Rimmon-Kenan
5.3.5 Figurenverständnismodell nach Culpeper
5.4 Fazit der Figurenanalyse

6 Konstruktion von Geschlecht
6.1 Geschlechtsmarkierung durch den Erzähler
6.2 Geschlechtsmarkierung durch Figuren
6.3 Das „fremde Kind“
6.4 Fazit

7 Die Eigenschaften eines starken Mädchens
7.1 Autonomie
7.2 Selbstsicherheit und Entschlossenheit
7.3 Mut und Tapferkeit
7.4 Anführer
7.4.1 Akzeptanz durch Überzeugungsarbeit
7.4.2 Machterhaltung durch das Bestehen von Bewährungsproben
7.5 Schläue und Reflektiertheit, Intelligenz, Erfahrung
7.6 Körperliche Stärke/Aussehen
7.7 „Weibliche Tugenden“
7.7.1 Fürsorge und Verantwortungsbewusstsein
7.7.2 Nahrungszubereitung
7.7.3 Freizeitaktivitäten und sonstige Charakteristika

8 Abschließendes Fazit

Literaturverzeichnis
Primär
Sekundär

Anhang

Danksagung

1 Einleitung

Unangepasste, weibliche Figuren begegnen und begleiten uns von frühester Kindheit an, sei es nun durch die bekannte Trickfilmserie Die Biene Maja [1], in der die Titelfigur sich nicht dem arbeitsamen, geordneten Leben im Bienenstock unterordnen möchte, oder sei es das freche rothaarige Mädchen des allseits beliebten Klassikers Pippi Lang-strumpf [2] von Astrid Lindgren. Auch in der zeitgenössischen Kinder- und Jugendliteratur haben eigenwillige Mädchenfiguren Hochkonjunktur, wie nicht nur an der sehr erfolgreichen Buchreihe Freche Mädchen – Freche Bücher vom Thienemann-Esslinger Verlag ablesbar ist[3]. Die Jahresbestsellerliste 2014 von amazon Deutschland im Bereich Jugendromane[4] spiegelt diesen Trend wieder: auf den Plätzen eins bis zehn befinden sich fünf Werke, bei denen die Hauptfigur jugendlich, rebellisch und weiblich ist[5].

Die rege Rezeption und große Beliebtheit von Kurt Helds Die rote Zora und ihre Bande bilden also keine Ausnahme. Seine Romanfigur gilt heute noch als ein „literarische[s] Vorbild. Nicht nur für Mädchen!“[6].

Und dennoch war die Titelfigur Zora bei der Veröffentlichung des Romans im Jahr 1941 etwas ungewöhnliches, fast schon eine Kuriosität. Ein Mädchen, das eine Jungenbande anführt, sich Autoritätspersonen widersetzt und dafür nicht vom Leben bestraft wird, wich in hohem Maße von den gängigen weiblichen, jugendlichen Figuren in der damaligen Jugendliteratur ab. Genau dort setzt die vorliegende Arbeit ein: nach einer kurzen geschichtlichen Einordnung des Romans in die Kinder- und Jugendbuchlandschaft der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts widme ich mich der Figurenanalyse von Zora. Insbesondere die Frage, ob es einen konkreten Typus des ‚starken Mädchens‘ gibt und ob die hier untersuchte Titelheldin diesem entspricht, bilden einen Schwerpunkt.

In dieser Arbeit wird zunächst die Erzählung vorgestellt, einige notwendige Definitionen gegeben und das Werk geschichtlich eingeordnet, bevor dann im Hauptteil zur Werkanalyse übergegangen wird. Eine Analyse der Figur Zora und die Konstruktion von Geschlecht sind dabei zentrale Aspekte der Untersuchung. Um einen umfassenden Blick auf die Figuren zu erhalten, wird die vom Autor gewählte Beschreibungsmethoden der Figur untersucht. Die Relation zum Typus des „starken Mädchens“ ist dabei kontinuierlich aufgezeigt. Aus dem letzten Teil geht hervor, welche Eigenschaften und Verhaltensweisen ein „starkes Mädchen“ charakterisieren und ob Zora als Vorläuferin oder als Vertreterin gelten kann.

Ich nutze hier die neueste Ausgabe von Helds Die rote Zora und ihre Bande, da es weder eine historisch-kritische, noch eine Studienausgabe gibt und die Erstauflage zu klein war, als dass man davon ein Exemplar zum Arbeiten finden würde. Die vorliegende Ausgabe erschien beim FISCHER-Verlag als „spannender Abenteuerklassiker für Mädchen und Jungen ab 10 Jahren“[7] im Juli 2015.

Zum Titel der vorliegenden Arbeit ist anzumerken, dass hier die Schreibweise der KindheitsheldIn bewusst mit „Binnen-I“ gewählt wurde, da es das Augenmerk auf die Geschlechtszuordnung und die damit verbundenen Schwierigkeit lenkt. Im weiteren Verlauf der Arbeit verzichte ich aufgrund der besseren Lesbarkeit beispielsweise bei „Leser“ auf eine solche Markierung. Selbstverständlich sind mit der maskulinen Form hier auch Leser weiblichen Geschlechts gemeint.

2 Die rote Zora und ihre Bande

Während einer Reise in den 1930er Jahren durch das heutige Kroatien lernten Kurt Held und seine Frau den Jungen Branko Babitsch und die Bande um Zora La Rouquine kennen[8]. Diese Begegnung – und insbesondere die Erzählungen der Kinder – inspirierten den Autor zu dem fiktionalen Roman Die rote Zora und ihre Bande.

2.1 Autor

Der deutsche Autor Kurt Held, mit bürgerlichem Namen Kurt Kläber, war zum Zeitpunkt der Entstehung von Die rote Zora und ihre Bande politischer Emigrant in der Schweiz, da er verdächtigt wurde an der Vorbereitungen für den Reichstagsbrand 1933 beteiligt gewesen zu sein. Viele seiner Werke wurden Opfer der Bücherverbrennung der Nationalsozialisten am 10. Mai 1933. Aufgrund des ihm auferlegten Veröffentlichungsverbotes in der Schweiz bis 1940 assistierte er seiner Frau, der bekannten Kinderbuchautorin Lisa Tetzner[9], wobei sein Interesse an der Kinder- und Jugendliteratur geweckt wurde. Er bezeichnete sich selbst als „Berufsrevolutionär für die Gerechtigkeit“[10].

2.2 Rezeptionsgeschichte

„Ich sage offen, dass das Buch als es erschien, sehr bekämpft wurde.“ schrieb Kurt Kläber an Dr. Robert Polt, Programmleiter der Buchgemeinschaft Donauland. „In der ,Roten Zora‘ sollte sichtbar werden, dass fast immer nur der Arme für den Armen eintritt“[11].

Kurt Helds bekanntestes Werk wurde 1941 beim Schweizer Verlag Sauerländer in Aarau unter dem Titel „Die rote Zora und ihre Bande. Eine Erzählung aus Dalmatien für die Jugend veröffentlicht. Die Erstausgabe erhielt vorwiegend negative Kritiken, die sich vor allem auf stilistische Mängel bezog. Dadurch lässt sich auch der eher schleppende Verkaufsstart erklären: von der nur 4.000 Stück starken ersten Auflage waren im Januar 1946 noch 1.400 Exemplare unverkauft[12]. Eine Überarbeitung durch Kurt Held und die erneute Herausgabe 1950 bei Desch München führte zu einer rasanten Steigerung in der Auflagenstärke. So wurden schon für die fünfte Ausgabe im Jahre 1960 beim Sauerländer Verlag 300.000 Exemplare gedruckt[13]. Die Erfolgsgeschichte hatte begonnen: über eine Million Exemplare verkauften sich im deutschsprachigen Raum. Der Roman wurde in mehr als 15 Sprachen übersetzt und gilt als das berühmteste Schweizer Jugendbuch der Nachkriegszeit[14].

Für den Anklang, den Die rote Zora und ihre Bande weiterhin findet, sprechen nicht nur die vielen Neuauflagen[15], die der Roman über die Jahre erfahren hat, sondern auch die Adaption des Stoffes für andere Medien. So entstanden unter dem gleichen Titel beispielsweise 1979 eine 13-teilige Fernsehserie und eine dreiteilige Hörspielfassung in einer deutsch-schweizerisch-jugoslawischen Koproduktion. Der deutsch-schwedische Kinderfilm Die rote Zora, der 2008 deutschlandweit in die Kinos kam, war kommerziell erfolgreich und erhielt zudem von der Filmbewertungsstelle in Wiesbaden das Prädikat „besonders wertvoll“[16]. Im selben Jahr wurde der Stoff am Luzerner Theater als Familienoper uraufgeführt.

Die von Seibert ausgearbeiteten Kriterien für einen Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur treffen auf das Werk Helds zu. Insbesondere hebt er die Elternferne der Protagonisten als wichtiges Kennzeichen der Kinder- und Jugendliteraturklassiker hervor[17], wobei dieses Kriterium „eine deutliche Affinität zum Motiv des ‚Fremden Kindes‘“[18] aufweist. Die folgende Tabelle zeigt die Klassikerkriterien auf den verschiedenen Ebenen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Systematik der Klassikerkriterien[19]

Singularität meint hier, dass ein Autor meist nur ein Erfolgswerk schrieb, höchstens noch Fortsetzungen davon. Dies bezieht sich vor allem auf die Klassiker im 19. Jahrhundert. Intentionalität bezeichnet die Absicht des Autors explizit für ein Kinderpublikum zu schreiben.

2.3 Inhalt

Die Erzählung spielt in der kleinen kroatischen Küstenstadt Senj in den frühen 1930er Jahren. Sie folgt dem zwölfjährigen Branko, der aufgrund des Todes seiner Mutter obdachlos wird und für einen vermeintlichen Diebstahl verhaftet wird. Die ebenfalls verwaiste Zora, die wegen ihrer roten Haare als „die rote Zora“ bekannt ist, befreit ihn und nimmt ihn in ihrer Bande von Straßenkindern auf. Mitglieder der Bande sind neben Zora der flinke Nicola, der starke Pavle und der gerissene Duro. Die Gruppe leidet Hunger und haust in einer Burgruine. Hilfe von der Stadtbevölkerung erhalten die Kinder, wenn überhaupt, nur von den armen und einfachen Leuten, während ihnen die „bessere“ Gesellschaft und die Stadtobrigkeit feindlich gegenüberstehen. Mundraub, gelegentlicher Diebstahl und Streiche gegen die, die sie wie Kriminelle verfolgen, sind für die Bande an der Tagesordnung. Als moralisches Vorbild dienen ihnen die Uskoken, die „die berühmtesten Ritter, Kapitäne und Seefahrer an der ganzen Adria“ waren und als „die größten Helden von Kroatien“[20] gelten.

Im Laufe der Geschichte freundet sich die Bande mit dem alten Fischer Gorian an, der sich standhaft gegen die große Fischfanggesellschaft zur Wehr setzt und den Kindern zeitweise ein Zuhause bietet. Bei ihm arbeiten sie fleißig mit, als ein Thunfischschwarm in die Bucht einkehrt und werden dafür zum ersten Mal in ihrem Leben monetär und mit Respekt be- und entlohnt.

Der Unmut der Bevölkerung gegen die rote Zora und ihre Bande wächst, als sie den Bürgermeister bei einer Veranstaltung mit einem Streich der Lächerlichkeit preisgeben. Als der Stadtrat schließlich fordert die ganze Bande zu verhaften, ist es an der Zeit die „Uskoken“[21], wie sie sich selbst nennen, hinter sich zu lassen und sich in die Gesellschaft einzugliedern. Hierbei helfen der alte Gorian, sowie einige andere Freunde der Kinder.

Armut, der Wunsch nach Sicherheit und soziale Ungerechtigkeit bilden zentrale Themen des Romans. Die Freundschaften der Kinder untereinander, ihre Feindschaften und erste Verliebtheit, wie etwa zwischen Branko und der Bürgertochter Zlata, werden ebenso thematisiert wie das Streben nach Tapferkeit und Solidarität als oberste Maxime.

3 Definitionen

Um eine Untersuchung zum Typus des ‚starken Mädchens‘ durchführen zu können, ist es notwendig zunächst einige Begriffe voneinander abzugrenzen, bzw. diese Abgrenzungen aufzuzeigen.

3.1 Kinder- und Jugendliteratur

Kinder- und Jugendliteratur wird hier als Textkorpus mit der Zielgruppe Kinder bzw. Jugendlicher verstanden. Kinderbücher richten sich dabei in der Regel an ein Publikum in der Altersgruppe zwischen 6 und 10 Jahren. Jugendbücher, je nach Verlag und Thematik, an die Leser ab 10, 12 oder 16 Jahren. Als gemeinsames Element, beziehungsweise „grundlegende Kinder- und Jugendliteraturnorm“[22], wird die Vermittlung von Kenntnissen und Werten an den jugendlichen Leser benannt. Insbesondere soll sie der intellektuellen Bildung, dem Wissenserwerb und der moralischen Erziehung dienen[23]. Eine weitere normative Anforderung stellt die Angemessenheit dar, die „das jeweilige sprachliche Vermögen, den aktuellen Sprachentwicklungsstand der präsumtiven Empfänger, deren Fassungskraft, das intellektuelle Vermögen, deren aktuelle kognitive Kompetenz, […] schließlich auch deren aktuelle Bedürfnisse und Interessen“[24] berücksichtigen muss. Ewers vertritt dabei die Auffassung, dass die Norm ‚Kinder- und Jugendliteratur als vollwertige Ausprägung von Literatur‘ als „Oberbegriff für alle Ansätze“[25] anzusehen ist.

Da sich Die rote Zora und ihre Bande explizit an Leser ab 10 Jahren richtet, handelt es sich hier um Jugend- und keinesfalls um Kinderliteratur[26]. Dafür sprechen die auch recht abstrakten und schweren Themen des Buches.

3.2 Held

Bei einem Helden handelt es sich im literaturwissenschaftlichen Sinne um die Zentralgestalt einer Handlung, die im Mittelpunkt des Leserinteresses steht. Diese neutrale Auffassung des Heldenbegriffes steht im Gegensatz zur umgangssprachlichen Verwendung des Begriffes ‚Held‘, als „jemand, der sich mit Unerschrockenheit und Mut einer schweren Aufgabe stellt, eine ungewöhnliche Tat vollbringt, die ihm Bewunderung einträgt“ oder als „jemand, der sich durch außergewöhnliche Tapferkeit im Krieg auszeichnet und durch sein Verhalten zum Vorbild (gemacht) wird“[27].

Fricke zweifelt die Wertneutralität des literaturwissenschaftlichen Heldenbegriffes an:

„Obwohl die ‚heroische‘ Konnotationen […] weitgehend ausgehöhlt worden sind, lenkt in der Regel der fiktive Held weiterhin durch positive Merkmalssätze die Sympathien auf sich; es handelt sich also nach wie vor nicht um eine vollkommen wertneutrale Kategorie. In noch deutlicherem Maße als für die maskuline Wortform gilt das für die HELDIN“[28].

Insbesondere in der für Kinder und Jugendliche konzipierten Literatur schließe ich mich unbedingt dieser Auffassung an. Negativ besetzte Heldenfiguren, wie sie in der Erwachsenenliteratur nicht unüblich sind, gibt es hier praktisch nicht. Dies liegt in erster Linie daran, dass kindliche und jugendliche Leser sich besser mit ‚guten‘ Figuren identifizieren können. „Eng verbunden mit der jeweiligen Lebensphase werden Vorbilder gesucht, die die eigenen Ideale verkörpern und als Identifikationsfigur dienen“[29].

3.3 Protagonist

Der Begriff des ‚Protagonisten‘ steht in engem Zusammenhang mit dem zuvor beschriebenen literaturwissenschaftlichen ‚Helden‘. Beim Protagonisten handelt es sich jedoch um eine Hauptfigur ohne wertende Zuschreibung, das heißt auch ohne repräsentative Aufgaben. Der Begriff ist wertneutral.

3.4 Starke Mädchen

Um ein ‚starken Mädchen‘ definieren zu können, muss zunächst der Begriff ‚Mädchen‘ festgeschrieben werden. Dass es sich um ein weibliches, menschliches Wesen handelt, steht dabei wohl außer Frage. Interessanter ist die Abgrenzung zwischen Kind, Mädchen, junger Frau und – vor allem in älteren Werken – Fräulein. Die Übergänge sind hier fließend, wobei ‚Kind‘ nur Figuren eindeutig vor Beginn der Pubertät bezeichnet. ‚Mädchen‘ kann synonym zu ‚weiblichem Kind‘, als auch zu ‚weiblichem Jugendlichen‘ gebraucht werden, wodurch eine eindeutige Alterszuordnung erschwert wird. ‚Junge Frau‘ und – veraltet – ‚Fräulein‘ bezieht sich meist auf Figuren, die sich in der Endphase der Pubertät befinden, also fast schon Erwachsene sind.

‚Starke Mädchen‘ sind in der Regel im Alter zwischen 10 und 14 Jahren. Sie stehen also kurz vor dem Eintritt in die Pubertät oder befinden sich in der Anfangsphase dieser. Vorpubertäre Figuren zeigen logischerweise ein kindlicheres Verhalten als die älteren Vertreterinnen, die sich eindeutiger einem Geschlecht (gender) zuordnen und deswegen auch vor anderen sozialen Anforderungen stehen.

Starke weibliche Figuren zeichnen sich durch aufmüpfiges Verhalten, insbesondere gegen Autoritätspersonen, aber auch gegen Gleichaltrige, aus, treten aber gleichzeitig auch für Schwächere ein[30]. Dieses Verhalten wird auch als ‚frech‘, ‚böse‘, ‚rebellisch‘ oder ähnlich bezeichnet. Die Verwendung des jeweiligen Adjektivs spiegelt hier eine Wertung wider, wobei die negative Konnotation der meisten zu beachten ist.

Insbesondere Bettina Kümmerling-Meibauer hat eingehend zu Darstellungen von weiblichen, „bösen“ Figuren geforscht und den Ursprung ihres Verhaltens herausgearbeitet: „Wenn weibliche Hauptfiguren in der Kinderliteratur als frech oder böse charakterisiert werden, dann wird ihr Verhalten in der Regel durch äußere Umstände motiviert“[31]. Sie bezeichnet solche literarischen Mädchen als „böse“, die unangepasst sind und/oder nicht den Vorstellungen der Gesellschaft eines „guten“ Mädchens entsprechen. Diese binäre Einteilung betrachtet Zora – das nicht-bürgerliche, unfügsame, wilde Mädchen ­– als Vertreterin der bösen Mädchen, oder „bad girls“, wie sie von Kümmerling-Meibauer auch bezeichnet werden. Der Zusammenhang ‚frech‘ – ‚böse‘ – ‚stark‘ wird gerade für literarische Mädchenfiguren häufig aufgegriffen, wobei ‚böse‘ wirklich als ‚unartig‘ und nicht als ‚bösartig‘ verstanden werden muss.

3.5 Typus

Unter einem Typus versteht man die Gruppenbildung bei literarischen Figuren, beziehungsweise die Zuordnung von Figuren zu Typen. Dabei werden entweder Bündel von Persönlichkeitsmerkmalen zur Charakterisierung herangezogen oder aber der Typus wird unter dem Aspekt der Handlungsfunktion begründet. So definiert Fricke einen Typus als „Figur, die als Verkörperung einer Haupteigenschaft bzw. eines standardisierten Bündels einiger weniger um sie gruppierter Merkmale angelegt ist, und zwar als moralischer Typus (Geiziger, Schmeichler, Hypochonder usw.) oder auch als sozialer Typus (Advokat, Bauer, Höfling usw.)“[32].

Insbesondere das Vorkommen von Typen in der Kinder- und Jugendliteratur ist für diese Arbeit von Interesse, womit sich unter anderem Seibert beschäftigt hat[33]. Er verwendet dabei den Begriff Kind(heits)figur synonym zu Frickes Typus. „Kindheitsfiguren, wenn sie Repräsentanten eines literarischen Stoffes werden, sind immer Gegenbilder gegen ein vorherrschendes Kindheitsbild“[34]. Womit gemeint ist, dass Kindheitsbilder diachron zu betrachten sind, also die temporäre Sicht auf Kinder meint, während Kinderfiguren – im Sinne eines Typus‘ – synchron immer wieder auftauchen. Seibert definiert Kinderfiguren als „literarische Form von Kindheit“[35] und nennt unter anderem den Schelm und das fremde Kind als Vertreter[36]. Auf „das fremde Kind“ und warum es für diese Arbeit relevant ist, wird in Kapitel 6.3 Konstruktion von Geschlecht eingegangen.

4 Geschichtliche Einordnung

Um Die rote Zora und ihre Bande sinnvoll untersuchen zu können, muss der Roman zunächst in den Kontext seiner Zeit und damit vor allem in die damalige Kinder- und Jugendliteraturlandschaft eingeordnet werden. Dies wird im Folgenden knapp und chronologisch unternommen, wobei auf einzelne Werke von besonderer Bedeutung eingegangen wird.

Begonnen wird mit der sogenannten Mädchenliteratur, da traditionell das Geschlecht (sex) des Protagonisten mit dem der intendierten Leserschaft übereinstimmt. Vor diesem Hintergrund wird auch die Backfischliteratur miteinbezogen.

4.1 Die Anfänge der Mädchenliteratur

Mädchenliteratur beinhaltete im 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts zunächst vorwiegend Ratgeberliteratur, sowie moralisch und religiös erzieherisch wirkende Schriften. Ein Charakteristikum von Mädchenbüchern ist die Geschlechtszuordnung im Paratext, wobei sowohl weibliche Vornamen im Titel, als auch die Abbildung der Protagonistin auf dem Cover gemeint sind[37]. Obwohl auf paratextlicher Ebene Parallelen zwischen Die rote Zora und ihr Bande und klassischer Mädchenliteratur zu erkennen sind[38], wird auf eine detaillierte Untersuchung der sogenannten Mädchenliteratur im Rahmen dieser Arbeit verzichtet. Da Mädchenliteratur üblicherweise „die an Mädchen gerichtete erzählende Literatur“ meint, bei der sich die zentralen Themen „aus den konkreten Lebensumständen der intendierten Leserinnen“[39] ergeben, wird im Rahmen dieser Arbeit nicht explizit darauf eingegangen. Beide genannten Aspekte – Mädchen als Hauptzielgruppe und die Ähnlichkeit der Lebensumstände zu den intendierten Lesern – treffen auf Kurt Helds Die rote Zora und ihre Bande nicht zu.

Die kurze Einführung an dieser Stelle dient zur geschichtlichen Orientierung und um zu verdeutlichen, dass es eine lange Tradition an geschlechtsspezifischer Jugendliteratur gibt. Eine Entwicklung hin zur geschlechtsneutral intendierten Jugendliteratur lässt sich zunehmend beobachten, obwohl sich neueren Forschungen zufolge trotzdem junge männliche Leser Bücher mit einer weiblichen Titelfigur eher ablehnen als die andersherum der Fall ist[40].

Die Zusammenführung von Jungen- und Mädchenbüchern ermöglichte das Entstehen einer neuen Folgegattung, die für das jugendliche weibliche und männliche Publikum bestimmt ist und als Adoleszenzliteratur geführt wird.

Folgende Darstellung bietet einen Überblick über die Ursprungsgattungen und deren formale Erweiterungen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Diachrone Gattungskorrespondenzen.[41]

An dieser Stelle muss auch auf die Ursprungsgattung ‚Umweltbuch‘ hingewiesen werden, die sich über die Folgegattung ‚realistische Erzählung‘ mit ‚jugendlicher Realität‘ befasst. Der hier vorliegende Roman steht also nicht nur in der Tradition des Mädchenbuches, sondern hat auch Wurzeln im Umweltbuch. Eine konkrete Definition für diese Ursprungsgattung bietet Seibert leider nicht. Ich verstehe es als eine thematische Einteilung, wobei die Umwelt des Protagonisten – in sozialer oder ökologischer Hinsicht – im Fokus steht.

4.2 Das Ende der Kaiserzeit und die Weimarer Republik

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts beginnt sich die fiktionale Literatur für junge weibliche Leserinnen gegen die eher pragmatisch orientierten Textsorten durchzusetzen[42].

Diese sogenannte Backfischliteratur[43] ist als „eine an Mädchen adressierte, romanhafte Literatur“[44] zu verstehen und noch bis weit in das 20. Jahrhundert erfolgreich, obgleich sie nicht immer den besten Ruf – gerade unter Literaturkritikern und –wissenschaftlern – genoss[45].

In der Jugendliteratur und insbesondere in der Mädchenliteratur des 19. Jahrhunderts finden sich weibliche Figuren, die durch ihr unkonventionelles Auftreten auffallen. Diese Wildheit wird ihnen als Makel angekreidet und aberzogen, damit die Sozialisation zur Rolle der Hausfrau, Ehefrau und Mutter erfolgen kann. Angepasstheit und mustergültiges Verhalten gelten als Zugangsvoraussetzungen zur Gesellschaft, Abweichung davon bedeutet Ausschluss[46]. Andererseits haben „Mädchenromane oft Heldinnen, die einen gewissen Grad von Selbstständigkeit, ‚männlicher Aktivität‘, und, was sehr typisch ist, Eigensinn und Eigenwillen besitzen“[47].

Im Folgenden wird exemplarisch auf Emmy von Rhodens Roman Der Trotzkopf [48] eingegangen, da dieser sich bis heute einer regen Rezeption erfreut und als einer der bekanntesten Backfischromane gilt.

Emmy von Rhodens Erzählung folgt der trotzigen, freiheitsstrebenden Hauptfigur Ilse, die ob ihrer „jungenhafte[n] Züge“[49] getadelt und von der die „Verdrängung ‚ihrer infantilen Männlichkeit‘“[50] gefordert wird. Die Wandlung zur jungen Dame geschieht hier, ohne dass die Anerkennung durch die Gesellschaft aufgrund von den geforderten „weiblichen“ Tugenden erfolgt. Zwar wird sie soweit gezähmt, dass sie den bürgerlichen Pflichten als Hausfrau, Gattin und Mutter nachkommen kann, wofür sie mit einer Liebesheirat, dem „Happy End schlechthin“[51] belohnt wird, gleichzeitig darf sie aber auch „einige ihrer kindlichen Eigenschaften behalten: Ihre Fröhlichkeit, Naivität und Offenheit“[52]. Damit entfernt sich von Rhoden von der Tradition des Backfischromans und schafft ein neues, sogenanntes „Trotzkopfmodell“, bei dem „die Entwicklung des kleinen weiblichen Wildfangs oder trotzigen Mädchens zur jungen Dame, deren rebellische Züge jedoch nicht ganz abgeschliffen werden“[53] aufgezeigt wird. Dieses „Trotzkopfmodell“ besteht auch heute noch als langlebiges literarisches Muster, nicht nur in Adoleszenzromanen[54].

Eine Tendenz, die deutlich zu Beginn des 20. Jahrhundert auszumachen ist, ist die zunehmende Fokussierung der Mädchenbücher auf Themen wie Ausbildung und Beruf, wodurch sich die weiblichen Figuren aus der Bevormundung durch die Familie lösen.

4.3 Die 1930er Jahre und die Nationalsozialisten

Eine Verschiebung hin zum zupackenden Frauentypus ist unter dem Regime der Nationalsozialisten sowohl in der Gesellschaft, als auch in der Kinder- und Jugendliteratur zu beobachten. Stärke gilt nun als Tugend, nach der auch Mädchen streben, wohingegen wehleidige Figuren die Antagonisten bilden. Diese Veränderung ist nicht nur in genuin nationalsozialistischen Werken zu beobachten, sondern als Grundströmung der Zeit zu verstehen[55]. Körperliche Leistungsfähigkeit und sportliche Betätigung gelten als neue Ideale, nach denen gestrebt werden soll[56]. Diese Entwicklung ist gegen Ende der 1930er so weit fortgeschritten, dass man „zahlreiche Mädchenbücher, die viele sportliche Aktivitäten nur beiläufig erwähnen, da sie schon selbstverständlich geworden sind“[57], findet.

Eine Fokussierung auf die Autonomie der Heldinnen und die damit einhergehende untergeordnete Stellung von sowohl Ursprungs- als auch selbstgegründeter Familie ermöglichen eine neuen Art von Ausgang: das Happy End inklusive Heirat ist jetzt nicht mehr unumgänglich, ein offener Schluss wird vielfach vorgezogen[58].

Dennoch ist Kurt Held Roman keineswegs kommentarlos in diese Reihe der Erzählungen einzuordnen. Ein weiblicher Protagonist als Anführer einer Gruppe von männlichen Figuren widerspricht dem „von den Nationalsozialisten propagierten männlichen Führungsanspruch“[59]. Der Zeitgeist sieht „die Frau […] noch nicht [als] Führerin von größeren Gruppen“[60], was Zora jedoch zweifelfrei ist. Helds Wahl der Protagonistin wird dementsprechend heute in einschlägiger Fachliteratur als „origineller Aspekt“[61] bezeichnet, was die Sonderstellung des Werkes verdeutlicht.

4.4 Pippi Langstrumpf

Natürlich darf in einer Arbeit, die sich mit starken Mädchenfiguren in der Kinder- und Jugendliteratur beschäftigt, Astrid Lindgrens wohl bekannteste Figur aus dem gleichnamigen phantastischen Erzählzyklus nicht fehlen. Gemeint ist selbstverständlich die rotzöpfige – und trotzköpfige – Titelrebellin Pippi Langstrumpf. Das zuerst 1945 in Schweden erschienene und 1949 ins Deutsche übersetzte Kinderbuch zeigt die Protagonistin, ein neunjähriges Mädchen, als autonom, körperlich übermenschlich stark, frech und ohne Interesse daran, Autorität in irgendeiner Form anzuerkennen.

Die Veröffentlichung des Werkes lief in Deutschland nicht ohne Kritik ab. Es wurde in dem frechen, autoritätsscheuen Mädchen ein schlechtes Vorbild für Kinder vermutet. Lisa Tetzner versuchte, Lindgren – die Schwierigkeiten hatte, einen deutschsprachigen Verlag zu finden – an den Sauerländer Verlag zu vermitteln. Dieser zeigte sich aber nicht interessiert[62].

Lindgrens Kinderbuchreihe, beziehungsweise ihrer Protagonistin, wird unter anderem zugeschrieben, sie hätte „den nachfolgenden Mädchengenerationen endgültig Luft zum Atmen, zum Toben und zur lustvollen Rebellion und Gegenwehr verschafft“[63]. Pippi Langstrumpf gilt als Wegbereiterin und –begleiterin der Emanzipation, Urtypus des ‚starken Mädchens‘ und wird als Gegenmodell zum Typus des ‚angepassten Mädchens‘ in der Backfischliteratur gesehen[64]. Sie gilt bis heute als literarisches Vorbild für die feministische Bewegung, da sie tradierte Rollenbilder bricht.

Andererseits wird kritisiert, dass sie durch die „Jungenhaftigkeit“ ihres Verhaltens eine „Vorstellung von Autonomie, einer vollständigen Unabhängigkeit ganz in männlicher Tradition“ erreicht, was „subtil die Abwertung des Weiblichen fortführt“[65]. Gerade durch diese Ambivalenz bietet sie „ein identifikatorisches Angebot für beide Geschlechter“[66]. Eben dieses beidgeschlechtliche – oder geschlechtsneutrale – Identifikationsangebot rückt Pippi Langstrumpf und Die rote Zora und ihre Bande in einen gemeinsamen Raum in der Kinder- und Jugendbuchlandschaft der 1940er Jahre.

Die eben erwähnte Verwandtschaft kann auch nicht dadurch wiederrufen werde, dass es sich bei Astrid Lindgrens Werk um ein phantastisches handelt. Im engeren Sinne wird es zwar der phantastische Kinderliteratur zugerechnet, allerdings zeigt Inge Wild überzeugend, dass Pippi „in ihrem Ursprung keine fantastische Figur“[67] ist, sondern vielmehr eine „skurrile Figur in einer realen Welt“ und „ein ‚säkularisiertes‘ fremdes Kind ohne Kontakt zu Nomiosen“[68].

4.5 Zoras Enkelinnen – ein Ausblick

Nach dieser diachronen Betrachtung von Mädchenliteratur gibt es noch einen kurzen Überblick über Zoras literarische Nachfahren – natürlich über die weiblichen. Meiner Meinung nach sind in der heutigen Jugendliteratur starke weibliche Figuren so selbstverständlich, dass man aus dem Blick verliert, dass das nicht immer so war. Diese Arbeit soll dabei helfen die enorme Entwicklung der literarischen Mädchenfiguren zu würdigen.

[...]


[1] Hier handelt es sich um eine in den 1970ern vom ZDF in Auftrag gegebene Adaption von: Bonsels, Waldemar (1912): Die Biene Maja und ihre Abenteuer. Ein Roman für Kinder. Berlin.

[2] Lindgren 2008.

[3] http://www.thienemann-esslinger.de/planet-girl/buecher/freche-maedchen-freche-buecher/ [19.07.2015, 16:37 Uhr].

[4] http://www.amazon.de/b/ref=amb_link_186387647_1?ie=UTF8&jubulinkjbs=&node=5250635031 [23.07.2015, 13:40 Uhr].

[5] Mit folgenden Platzierungen: (2) Green 2014; (4) Henn 2014; (5) Gier 2014; (7) Roth 2013; (9) Roth 2014.

[6] http://www.zeit.de/online/2008/37/bg-weibliche-rolemodels [20.07.2015, 12:01 Uhr].

[7] http://www.fischerverlage.de/buch/die_rote_zora_und_ihre_bande/9783733500917 [23.07.2015, 15:03 Uhr].

[8] Kümmerling-Meibauer 1999, 436.

[9] Der Roman Die schwarzen Brüder (1940) wurde zunächst nur unter Tetzners Namen veröffentlicht. Erst die Ausgaben des Sauerländer Verlags ab 2010 führen Kläber als maßgeblichen Mitautor.

[10] Kümmerling-Meibauer 1999, 436

[11] Dieser Auszug wurde von Kurt Kläber unter dem Titel „Von mir und über mich“ in der Jugendschriftenwarte (5/10, 1953) veröffentlicht.

[12] http://www.sauerlaender200.ch/#childbook_2; [Stand 23.07.2015, 16:12 Uhr]. Siehe Anhang Abb. 12.

[13] http://www.sauerlaender200.ch/#childbook_2; [Stand 23.07.2015, 16:12 Uhr]. Siehe Anhang Abb. 8.

[14] Kümmerling-Meibauer 1999, 438.

[15] Im Jahr 2007 erschien bei Sauerländer/Patmos die 36. Auflage.

[16] http://www.fbw-filme.de/pdw/Erscheinungsjahr%202008/rote_Zora/rote_zora.htm [23.08.2015, 08:33 Uhr]

[17] Seibert 2009, 18.

[18] Seibert 2008, 11.

[19] Seibert 2009, 18.

[20] Held 2015, 85.

[21] Held 2015, 85.

[22] Ewers 2000, 176.

[23] Ewers 2000, 178f.

[24] Ewers 2000, 181.

[25] Ewers 2000, 184.

[26] http://www.fischerverlage.de/buch/die_rote_zora_und_ihre_bande/9783733500917 [23.07.2015, 12:53 Uhr].

[27] http://www.duden.de/rechtschreibung/Held [12.08.2015, 14:12 Uhr].

[28] Fricke 1997, 591.

[29] Zach 2012, 24.

[30] Kümmerling-Meibauer 2012, 45-66.

[31] Kümmerling-Meibauer 2012, 47.

[32] Fricke 1997, 297.

[33] Seibert 2008.

[34] Seibert 2008, 73.

[35] Seibert 2008, 73.

[36] Seibert 2008, 73f.

[37] Mikota 2008, 2.

[38] Siehe dazu die Cover der verschiedenen Die rote Zora und ihre Bande -Ausgaben im Anhang. Abb. 8-10.

[39] Wulf 1996, 1.

[40] http://www.deutschlandradiokultur.de/jungen-lesen-keine-maedchenbuecher.954.de.html?dram:article_id=146685 [07.09.2015, 16:42 Uhr].

[41] Seibert 2009, 15.

[42] Häusler 1996, 215.

[43] Ich folge hier Regine Häusler hinsichtlich des wertneutralen Gebrauchs des Terminus „Backfischliteratur“, da er sich seit den 1970er Jahren in der Forschung etabliert hat. Vgl. Häusler 1996, 216.

[44] Wilkending 1997b, 173.

[45] Wilkending 1997 b, 173.

[46] Kümmerling-Meibauer 2012.

[47] Nun 2001, 15.

[48] von Rhoden 1885.

[49] Kümmerling-Meibauer 2012, 51.

[50] Frau Wilkending bezieht sich hier auf Sigmund Freud. Wilkending 1997a, 123.

[51] Wild 2012, 23.

[52] Nun 2001, 16.

[53] Wild, 2012, 23.

[54] Wild 2012, 23.

[55] Wulf 1996, 303.

[56] Wulf 1996, 304.

[57] Wulf 1996, 317.

[58] Wulf 1996, 72ff.

[59] Kümmerling-Meibauer 1999, 437.

[60] Wulf 1996, 317.

[61] Kümmerling-Meibauer 1999, 437.

[62] http://www.sauerlaender200.ch/#childbook_5 [Stand 20.07.2015, 20:21 Uhr].

[63] Kehlenbeck 1993, 11.

[64] Wild 2012, 23f.

[65] Kehlenbeck 1993, 12.

[66] Wild 2012, 30f.

[67] Wild 2012, 25.

[68] Der Begriff Nomiosen wird von der Autorin leider nicht weiter erläutert. Meiner Recherche nach sind damit Elternfiguren oder sonstige erwachsene Leitfiguren gemeint, von Nomios (Νόμιος „Hirte“). Wild 2008, 36.

Ende der Leseprobe aus 55 Seiten

Details

Titel
Kindheitsheldin. Zum Typus des "starken Mädchens“ in Kurt Helds "Die rote Zora und ihre Bande"
Hochschule
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald  (Deutsche Philologie)
Note
2,3
Autor
Jahr
2016
Seiten
55
Katalognummer
V351034
ISBN (eBook)
9783668374805
ISBN (Buch)
9783668374812
Dateigröße
1396 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
KInder- und Jugendliteratur, Gender, Held, Heldin, Jugendliteratur, Mädchen, Frauen, Anführer, Bande, 1941, Kurt Held, Die rote Zora, Neuere deutsche Literatur, Romanfigur, Mädchenliteratur, Figurenkonzeption, Handlungsmodell, Figurenanalyse, Konstruktion von Geschlecht, das fremde Kind
Arbeit zitieren
Lisa Gutman (Autor), 2016, Kindheitsheldin. Zum Typus des "starken Mädchens“ in Kurt Helds "Die rote Zora und ihre Bande", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/351034

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