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Bieten Assessment-Center eine geeignete Grundlage, um Auszubildende zum Notfallsanitäter auszusuchen?

Titel: Bieten Assessment-Center eine geeignete Grundlage, um Auszubildende zum Notfallsanitäter auszusuchen?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2016 , 28 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Michael Moll (Autor:in)

Führung und Personal - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Mit Inkrafttreten des Gesetztes über den Beruf der Notfallsanitäterin und des Notfallsanitäters (Notfallsanitätergesetz – NotSanG) am 01.01.2014, änderte sich in der Welt des Rettungsdienstes einiges. So war bereits vor Inkrafttreten des Gesetztes absehbar, dass die Ausbildung zum Rettungsassistenten in naher Zukunft wegfallen wird und sich durch mehr Kompetenzen des neuen Berufsbildes auch die Verantwortung der neu ausgebildeten Mitarbeiter deutlich ändern wird. Neben der Möglichkeit als bereits ausgebildeter Rettungsassistent über verschiedene Wege die neue Qualifikation zu erlangen, müssen auch die Auszubildenden nach anderen Gesichtspunkten als vorher ausgesucht werden.

Der §8 des NotSanG regelt den Zugang zur Ausbildung (Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz 2013b). Da diese Regelung nur den Bildungsabschluss explizit regelt und im Weiteren sehr allgemein formuliert ist, müssen die Ausbildungsbetriebe Eigenschaften definieren, die eine Auswahl von Auszubildenden möglich macht. Die Auswahl kann naturgemäß über verschiedene Wege durchgeführt werden, wobei in der vorliegenden Arbeit eine Möglichkeit der Auswahl mit Hilfe von Assessment-Centern vorgestellt wird.

Da gerade Berufe im Gesundheitswesen neben der gesundheitlichen Eignung der Bewerber unter anderem auch ein hohes Maß an sozialen Kompetenzen erfordern stellt sich die Frage, ob und wieweit ein Assessment-Center diese und andere Fähigkeiten klar herausarbeiten kann und ob es für den Beobachter oder Gutachter möglich ist, die Ergebnisse fachrichtungsbezogen zu interpretieren. Um diese Frage zu beantworten, wird eine qualitative Literaturrecherche durchgeführt, die Ergebnisse im Laufe der Arbeit vorgestellt und am Ende kritisch diskutiert. Im günstigsten Fall kann am Ende der Arbeit ein exemplarisches Anforderungsprofil dargestellt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition und Geschichte

3. Einsatzmöglichkeiten und Ziele

3.1 Vor- und Nachteile

3.2 Alternativen

4. Instrumente von Assessmentcentern

5. Anforderungen an Notfallsanitäter Auszubildende

6. Assessmentcenter Übungen für Notfallsanitäter

7. Darstellung eines Ablaufes

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht die Eignung von Assessment-Centern (AC) als Auswahlverfahren für angehende Notfallsanitäter. Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob dieses personal-eignungsdiagnostische Verfahren in der Lage ist, die spezifischen, komplexen Anforderungen des Rettungsdienstes – insbesondere soziale Kompetenzen und fachliche Eignung – valide und für Beobachter interpretierbar herauszuarbeiten.

  • Grundlagen und Geschichte von Assessment-Centern
  • Einsatzmöglichkeiten, Zielsetzungen und methodische Alternativen
  • Anforderungsanalyse und Konstruktion von Auswahlkriterien
  • Praktische Anwendung von AC-Übungen im Rettungsdienstkontext
  • Diskussion der Eignung für das Berufsbild Notfallsanitäter

Auszug aus dem Buch

3.1 Vor- und Nachteile

Auch wenn sich der Einsatz von ACs durchaus bewährt hat, so hat auch dieses Verfahren Vor- und Nachteile. Einer der größten Nachteile dürfte in der Kostenintensität des AC liegen. So stellen die Entwicklung des AC und die Schulung der Beobachter neben dem eventuellen Arbeitsausfall durch die Beobachtertätigkeit und den möglicherweise anfallenden Honoraren für externe Beobachter einen großen Teil des finanziellen Einsatzes dar. Weiter ist durch den steigenden Kostendruck eine zunehmende Vorauswahl zu beobachten, was natürlich das Teilnehmerfeld einschränkt und zu Verfälschungen führen kann. Auch die methodische Seite enthält einige Fallstricke. So kann es sein, dass die Anzahl der Teilnehmer nicht sinnvoll ist und das Merkmale abgeprüft werden die für die zu besetzende Stelle irrelevant sind. Letzteres kann darauf schließen lassen, dass die Mitarbeiter bei der Entwicklung des AC nicht genug Erfahrung haben oder schlichtweg ungeeignet sind.

(Lindner-Lohmann et al. 2012, S. 74) Ein weiterer interessanter Punkt ist, dass viele Übungen in verschiedenen Assessment-Centern anwendbar sind, obwohl die Anforderungen auf eine spezifizierte Stelle ausgerichtet sind. Die Anforderungen die an den potenziellen Stelleninhaber gestellt werden, kommen in mehreren Übungen zu unterschiedlichen Teilen vor und müssen im Anschluss ausgewertet und zusammengefasst werden. In dieser Form sind Schwierigkeiten bei der Interpretation nicht auszuschließen. (Fisseni und Preusser 2007, S. 134) So ein AC bietet aber auch Vorteile gegenüber anderen Bewerberauswahl Verfahren. Die Übungen lassen sich sehr vielseitig gestalten und gut auf die speziellen Bedingungen anpassen. Besonders die oft und viel gefragten sozialen Kompetenzen lassen sich in einem AC gut erfassen. Durch die regelmäßigen Wechsel der Beobachter sagt man dem AC zudem eine hohe Objektivität nach. (Lindner-Lohmann et al. 2012, S. 74) Auch, wenn der Trend aus verschiedenen Ursachen in andere Richtungen geht, stellt das AC das objektivste und am besten geeignete Auswahlverfahren dar. (Schäfer 2010, S. 187)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Das Kapitel erläutert die veränderte Anforderungslage im Rettungsdienst durch das NotSanG und führt in die Fragestellung ein, ob Assessment-Center zur Auswahl geeigneter Auszubildender beitragen können.

2. Definition und Geschichte: Es werden die begriffliche Einordnung des Assessment-Centers als eignungsdiagnostisches Verfahren sowie dessen historische Entwicklung von militärischen Ursprüngen bis hin zum modernen Einsatz in der Wirtschaft dargelegt.

3. Einsatzmöglichkeiten und Ziele: Dieses Kapitel analysiert, warum ACs primär für die Auswahl und Entwicklung von Führungskräften genutzt werden, und diskutiert kritisch die spezifischen Vor- und Nachteile sowie bestehende Alternativen.

4. Instrumente von Assessmentcentern: Hier wird der Prozess der Anforderungsanalyse als essenzielle Grundlage für die AC-Konstruktion beschrieben, um relevante Merkmale wie soziale Kompetenz und Arbeitsorganisation zu erfassen.

5. Anforderungen an Notfallsanitäter Auszubildende: Die rechtlichen Mindestanforderungen des NotSanG werden den in der Praxis geforderten persönlichen und fachlichen Kompetenzen gegenübergestellt, um die Komplexität der Bewerberauswahl aufzuzeigen.

6. Assessmentcenter Übungen für Notfallsanitäter: Das Kapitel verknüpft die Anforderungsanalyse mit konkreten Übungsformen wie situativen Arbeitssimulationen, die den Arbeitsalltag im Rettungsdienst widerspiegeln sollen.

7. Darstellung eines Ablaufes: Anhand eines beispielhaften Zeitplans wird der operative Ablauf eines AC-Tages detailliert skizziert, von der Begrüßung bis zur abschließenden Feedbackrunde.

8. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Bejahung der Ausgangsfrage, betont jedoch, dass der Erfolg eines AC maßgeblich von einer sorgfältigen Vorbereitung und der Qualität der beteiligten Beobachter abhängt.

Schlüsselwörter

Notfallsanitäter, Assessment-Center, Personalauswahl, Eignungsdiagnostik, Auszubildende, NotSanG, Anforderungsprofil, Arbeitssimulation, Beobachter, soziale Kompetenz, Personalmanagement, Auswahlverfahren, Kompetenzanalyse, Rettungsdienst, Berufsqualifikation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Eignung von Assessment-Centern als Methode zur Personalauswahl von angehenden Notfallsanitätern vor dem Hintergrund des neuen Berufsbildes durch das NotSanG.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die Historie und Methodik von Assessment-Centern, die spezifischen Anforderungen an Notfallsanitäter und die praktische Gestaltung eines solchen Auswahlverfahrens.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu klären, ob Assessment-Center durch ihre verhaltensorientierte Methodik die notwendigen Fähigkeiten und Potenziale von Bewerbern im Rettungsdienst klarer und objektiver herausarbeiten können als klassische Auswahlverfahren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer qualitativen Literaturrecherche zu bestehenden eignungsdiagnostischen Standards und deren Übertragbarkeit auf den rettungsdienstlichen Auswahlprozess.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der methodischen Konstruktion von Assessment-Centern, der Ableitung von Anforderungsprofilen für Notfallsanitäter und der konkreten Auswahl geeigneter Übungsformen für den rettungsdienstlichen Kontext.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Kernbegriffe sind Notfallsanitäter, Assessment-Center, Eignungsdiagnostik, Anforderungsprofil, Personalauswahl und Arbeitssimulation.

Welche Rolle spielen die gesetzlichen Anforderungen (NotSanG) für die AC-Konstruktion?

Das NotSanG dient als rechtlicher Rahmen, bietet jedoch nur allgemeine Zugangsvoraussetzungen. Die Arbeit verdeutlicht, dass Betriebe darüber hinaus eigene, spezifische Anforderungsprofile entwickeln müssen, um eine fundierte Auswahl zu gewährleisten.

Warum ist die Beobachterauswahl laut der Arbeit so entscheidend für den Erfolg?

Da Beobachter in einem AC subjektive Eindrücke in objektive Eignungsaussagen überführen, sind ihre fachliche Kompetenz, eine professionelle Schulung und eine ausgewogene Zusammensetzung der Beobachtergruppe essenziell für die Validität der Ergebnisse.

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Details

Titel
Bieten Assessment-Center eine geeignete Grundlage, um Auszubildende zum Notfallsanitäter auszusuchen?
Note
2,0
Autor
Michael Moll (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
28
Katalognummer
V351041
ISBN (eBook)
9783668375284
ISBN (Buch)
9783668375291
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bieten assessment-center grundlage auszubildende notfallsanitäter
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michael Moll (Autor:in), 2016, Bieten Assessment-Center eine geeignete Grundlage, um Auszubildende zum Notfallsanitäter auszusuchen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/351041
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Leseprobe aus  28  Seiten
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