Die hier vorliegende Arbeit entstand im Zuge des Vorlesungsmoduls „Geschichte der Bundesrepublik Deutschland“ im ersten Semester. Es handelt sich dabei um eine Zusammenfassung der innerhalb der Vorlesung besprochenen und diskutierten Themen.
An dieser Stelle sei gesagt, dass diese Arbeit nicht unbedingt als Klausurvorbereitung genutzt werden kann, da das Thema „deutsche Nachkriegsgeschichte“ äußerst komplex und vielschichtig ist, sodass Professoren ihre eigenen Schwerpunkte setzen. Die vorliegende Vorlesungsmitschrift spiegelt die Präferenzen eines Professors wider, dies bedeutet jedoch nicht zugleich, dass es sich um allgemeine Schwerpunkte innerhalb des Faches „Geschichte“ handelt.
Inhaltsverzeichnis
Allgemeines
Kriegsende
Kriegsfolgen
Auswirkungen auf die Zivilisten
17. Juli – 2. August 1945 Potsdamer Konferenz
Demontage
Denazifizierung
Das Leben in Deutschland nach dem Krieg
(1) Satt werden!
(2) Wohnraum
(3) Angehörige
(4) Ablenkung
Demokratisierung (und Dezentralisierung)
Der Kalte Krieg bestimmt die deutsche Geschichte maßgeblich
Aufbau der parlamentarischen Demokratie in der Bundesrepublik
Wahlentwicklung in der BRD
Zur Person des Adenauer
Rücktritt Adenauers
SPD Kanzlerkandidaten, welche es nicht schafften Adenauer zu verdrängen
13. - 15. November 1959 Godesberger Parteitag der SPD
Weitere wichtige Organe der Bundesrepublik
Die Westintegration Adenauers
Frage nach der Wiederbewaffnung der BRD
Die Ostintegration der DDR
Politische Entwicklung der SBZ / DDR
Wahlsystem in der DDR
Massenorganisationen in der DDR
Institutionelle Etablierung der Planwirtschaft
Volksaufstand von 1953
Fluchtbewegung aus dem Osten
Die soziale Marktwirtschaft in der Bundesrepublik
Sozialgesetzgebung
Wirtschaftssystem Frankreichs
Wirtschaftssystem Großbritanniens
Kurze Wiederholung
1960er Wandel im politischen und gesellschaftlichen Bereich (auch in DDR) durch technologische Veränderungen
1968er Bewegung
Bedeutende Veränderungen in der Politik
Reformen unter der sozial-liberalen Koalition
Rücktritt Brandts
Wirtschaftlicher Wandel unter der sozial-liberalen Koalition
Stabilität der Wirtschaft – Arbeitslosenzahlen in Westdeutschland
1961 Mauerbau in der DDR
Politische Lockerungen nach dem Mauerbau
Politischer Wechsel in der DDR
Wandel in der Deutschlandpolitik beider deutschen Staaten
Zeitraum von 1973 bis 1989: Von Koexistenz zur Wende
Wirtschaftliche Entwicklung in der Bundesrepublik
Gesellschaftliche Veränderungen in der BRD: Interessenvertretung
Was ist aus der APO geworden? - Aufstieg der RAF
Politische Entwicklung in der BRD
Politische Situation in der DDR
Emanzipation / Ausbeutung der Frau in der DDR
Entspannungsphase nach der „Neuen Ostpolitik“
Außenpolitische Begebenheiten
Innerdeutsche Beziehungen
Oktober 1989 „Schürer-Gutachten“
Das Ministerium für Staatssicherheit
Oppositionsbewegung in der DDR
Ereignisse bis hin zum Mauerfall
Auf dem Weg zur Wiedervereinigung
Reaktionen / Haltungen des Auslands gegenüber der deutschen Wiedervereinigung
Ausblick auf die Zeit nach der Wiedervereinigung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit bietet eine detaillierte Zusammenfassung der deutschen Nachkriegsgeschichte, wobei der Fokus auf den parallelen Entwicklungen in der Bundesrepublik Deutschland und der DDR sowie deren gegenseitiger Beeinflussung liegt. Ziel ist es, die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Transformationsprozesse von 1945 bis zur Wiedervereinigung nachzuvollziehen.
- Entwicklung der politischen Systeme und der parlamentarischen Demokratie in der BRD
- Wirtschaftliche Transformationen: Soziale Marktwirtschaft vs. zentralistische Planwirtschaft
- Der Einfluss des Kalten Krieges auf die deutsch-deutschen Beziehungen und die internationale Integration
- Gesellschaftliche Wandlungsprozesse, insbesondere die Rolle der APO, der 1968er-Bewegung und der Umweltbewegungen
Auszug aus dem Buch
Demontage
Für Demilitarisierung und Reparation durchgeführt. Im Industriebeschränkungsplan von 1946 werden Normen und Regelungen getroffen (woher, wie viel, was genau). Jede Besatzungsmacht darf sich für Reparation aus eigener Zone bereichern. UdSSR bekommt zusätzlich noch 15% er Industrieanlagen aus anderen Zonen gegen Lebensmittellieferung und 10% ohne Gegenleistung.
(I) Französische Zone: Gierig, Montage aller Industrieanlagen und Abbau der Rohstoffe; Franzosen-Hieb: Radikale Abholzung des Schwarzwaldes.
(II) Britische Zone: Wegen Kolonialerfahrung nicht so stark geplündert, Industrieniveau so gehalten, dass sich Zone gerade selbst noch ernähren kann, Konkurrenz zu britischen Produkten wurde abgeschafft.
(III) Amerikanische Zone: Benötigten keine Industrieanlagen aus Deutschland, Abbau wegen Demilitarisierung, Verschiffen von Waffen in die USA, Einfuhr von know-how (Forschungsberichte, Wissenschaftler und Patente (Aspirin von Bayer weggenommen)).
(IV) SBZ: Am meisten demontiert worden, Kunstwerke geklaut, Leistungen in Auftrag gegeben und mit in der Reichsbank gefundenem Geld bezahlt, Enteignung.
Zusammenfassung der Kapitel
Demontage: Dieses Kapitel erläutert die industriellen Rückbauten und Reparationsleistungen in den verschiedenen Besatzungszonen nach 1945.
Die soziale Marktwirtschaft in der Bundesrepublik: Hier wird der ökonomische "Dritte Weg" zwischen Sozialismus und Kapitalismus beschrieben, der durch Stabilität und Marktorientierung den Aufschwung der BRD ermöglichte.
1961 Mauerbau in der DDR: Das Kapitel analysiert die Ursachen der zunehmenden Fluchtbewegung und die Entscheidung der SED, die Sektorengrenze in Berlin endgültig zu schließen.
Politische Situation in der DDR: Diese Sektion behandelt die strukturellen Versorgungsprobleme und die Versuche der SED, durch Reformen wie den "Konsumsozialismus" die Kontrolle über die Bevölkerung zu wahren.
Reaktionen / Haltungen des Auslands gegenüber der deutschen Wiedervereinigung: Hier werden die Vorbehalte der europäischen Nachbarn und der Siegermächte sowie Kohls erfolgreiche Politik der diplomatischen Beschwichtigung thematisiert.
Schlüsselwörter
Deutsche Nachkriegsgeschichte, Bundesrepublik Deutschland, DDR, Kalter Krieg, Soziale Marktwirtschaft, Planwirtschaft, Westintegration, Ostpolitik, Mauerbau, Wiedervereinigung, 1968er Bewegung, RAF, Ministerium für Staatssicherheit, Adenauer, Honecker.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet einen umfassenden Überblick über die deutsche Geschichte nach 1945, wobei der Schwerpunkt auf den parallelen Entwicklungen in West- und Ostdeutschland liegt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Feldern zählen die politische Systembildung, die gegensätzlichen Wirtschaftssysteme, die Rolle der Besatzungsmächte und die gesellschaftlichen Bewegungen im Wandel der Jahrzehnte.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel besteht darin, die komplexen Prozesse der Staatsgründung, der ökonomischen Etablierung und des Weges zur deutschen Einheit nachvollziehbar darzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um ein historisches Vorlesungstranskript, das komplexe historische Zusammenhänge zusammenfasst und aufbereitet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die Chronologie der Ereignisse von 1945 bis 1990, von der Teilung über die Phase der Konfrontation bis hin zur Friedlichen Revolution und Wiedervereinigung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere die West- und Ostintegration, der Systemwettbewerb zwischen BRD und DDR sowie die Bedeutung des Kalten Krieges.
Wie veränderte die "Neue Ostpolitik" das deutsch-deutsche Verhältnis?
Die Politik Willy Brandts führte durch Verträge wie den Moskauer Vertrag und das Grundlagenabkommen zu einer rechtlichen Annäherung und zur Anerkennung der Realitäten zwischen beiden deutschen Staaten.
Warum scheiterte das Wirtschaftssystem der DDR letztlich?
Die Ineffizienz der zentralen Planwirtschaft, die Vernachlässigung der Konsumgüter zugunsten der Schwerindustrie und eine massive Verschuldung gegenüber dem Westen führten in den 1980er Jahren in den Staatsbankrott.
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- Mike G. (Autor:in), 2016, Vorlesungstranskript "Geschichte der Bundesrepublik Deutschland" (erstes Semester), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/351181