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Der Unverstand der Massen? Logiken und Funktionsmechanismen von Massen und sozialen Bewegungen

Titel: Der Unverstand der Massen? Logiken und Funktionsmechanismen von Massen und sozialen Bewegungen

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2016 , 21 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Niels Rauter (Autor:in)

Ethnologie / Volkskunde
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit gibt einen Überblick über die Enstehungen und Funktionsweisen von Massen und sozialen Bewegungen.
Beschrieben werden auch ihr Aufbau und innere Strukturformen.

Sie befasst sich mit dem Gegensatz des alten Massebegriffs und seiner heutigen Form in der Bewgungsforschung. Aktuelle Kurzbeispiele berühren Phänomene wie die Umwelt- oder Frauenbewegung oder die Pegida-Demonstrationen.

Was sind also Massen und Bewegungen und aus welcher Motivation heraus entstehen und funktionieren Sie? Auch ist in diesem Zusammenhang die Frage berechtigt, ob die Massen wirklich unüberlegt und unverständig sind oder doch einer gewissen Logik und konkreten Zielsetzung folgen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entwicklung des Massebegriffs

2.1. Der alte Massebegriff nach Le Bon und Freud

2.2. Der neue Massebegriff: Soziale Bewegungen

3. Entstehung, Funktion und das Vorgehen von Massen und sozialen Bewegungen

3.1. Theoretische Ansätze zur Entstehung und zu den Mechanismen von sozialen Bewegungen

3.1.1. Der Ressourcenmobilisierungsansatz

3.1.2. Der Framing-Ansatz

3.1.3. Der Ansatz der politischen Möglichkeitsstruktur

3.1.4. Der Collective-Identity Ansatz

3.2. Wie funktionieren Bewegungen und wie sind sie aufgebaut ?

3.3. Politische Wirksamkeit von Massen und Bewegungen

3.4. Massen, soziale Bewegungen und die Neuen Medien

3.5. Politische Nutzung von Gewalt

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den historischen Wandel des Begriffs der "Masse" hin zum modernen Verständnis "sozialer Bewegungen". Dabei wird analysiert, ob heutige soziale Bewegungen lediglich neue Bezeichnungen für die als irrational und führerorientiert geltenden Massen früherer Theorien sind oder ob sie gänzlich anderen Logiken und Vorgehensweisen folgen.

  • Historische Herleitung des Massebegriffs nach Freud und Le Bon
  • Gegenüberstellung von traditioneller Massenpsychologie und moderner Bewegungsforschung
  • Theoretische Grundlagen zur Entstehung und Organisation kollektiven Protests
  • Die Rolle kollektiver Identität, Kommunikation und Neuer Medien
  • Politische Wirksamkeit und die instrumentelle Nutzung von Gewalt

Auszug aus dem Buch

3.1.1. Der Ressourcenmobilisierungsansatz

Der „Ressourcenmobilisierungsansatz“ sieht die Existenz von verfügbaren Ressourcen als Voraussetzung für die Entstehung, Entwicklung und den Fortbestand von sozialen Bewegungen an. Um einen Protest durchführen zu können, eine Gemeinschaft zu bilden, oder eine Bewegung zu mobilisieren, ist immer ein Mindestmaß an Ressourcen, in Form von investierter Zeit und/oder Geld nötig. Jede Versammlung braucht die Zeit der Teilnehmer, jedes Protestplakat die Investition von Geldmitteln. Die Anhänger der Bewegung müssen dazu animiert werden, diese Ressourcen der Gemeinschaft zur Verfügung zu stellen. Dieser Vorgang des Einwerbens von Mitteln nennt sich Ressourcenmobilisation. Dabei muss beachtet werden, dass nicht nur die Mittel von Individuen, sondern auch von anderen Gruppen oder Institutionen eingeworben werden können. Das Einwerben und Animieren erfolgt durch soziale Organisationen innerhalb der Bewegung, die gewisse Steuerungselemente darstellen. Der Ansatz ist ein gutes Beispiel für die modernen Bewegungen in Abgrenzung zum alten Massebegriff, da er auf der Annahme der politischen Rationalität aufbaut und so den zielgerichteten Einsatz von Ressourcen propagiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die negative Konnotation des Begriffs der Masse und stellt die forschungsleitende Frage nach dem Unterschied zwischen der historischen "Masse" und der modernen "sozialen Bewegung".

2. Entwicklung des Massebegriffs: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung vom klassischen Massebegriff (Le Bon/Freud) hin zum zeitgenössischen Verständnis von sozialen Bewegungen als Netzwerke nach.

3. Entstehung, Funktion und das Vorgehen von Massen und sozialen Bewegungen: Dieser zentrale Abschnitt analysiert theoretische Entstehungsmodelle, funktionale Mechanismen, die Rolle der Institutionalisierung, den Einfluss neuer Medien und die politische Wirksamkeit von Protesten.

4. Fazit: Das Fazit resümiert den Wandel der Massenbegriffe und hält fest, dass moderne Bewegungen zwar emotional motiviert, aber in ihrem Vorgehen oftmals rational organisiert und zielgerichtet agieren.

5. Literaturverzeichnis: Hier werden alle verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Werke aufgelistet, auf die in der Arbeit Bezug genommen wurde.

Schlüsselwörter

Masse, Soziale Bewegungen, Bewegungsforschung, Kollektive Identität, Ressourcenmobilisierung, Framing, Politische Möglichkeitsstruktur, Institutionalisierung, Protest, Emotionen, Neue Medien, Politische Wirksamkeit, Gewalt, Rationalität, Gruppenidentität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den theoretischen und praktischen Wandel von der traditionellen "Masse" hin zu "sozialen Bewegungen" in der heutigen Gesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Entstehungsbedingungen von Protest, die Bedeutung kollektiver Identität und die Frage nach der Rationalität heutiger Bewegungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu klären, ob sich soziale Bewegungen von den Massenkonstrukten vergangener Jahrzehnte unterscheiden oder nur eine Umbenennung darstellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung und Synthese verschiedener sozialwissenschaftlicher Ansätze der Bewegungsforschung und Massenpsychologie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert verschiedene theoretische Modelle zur Mobilisierung, die interne Organisation von Gruppen, die Rolle digitaler Medien und die Wirksamkeit politischer Proteste.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind soziale Bewegungen, kollektive Identität, Ressourcenmobilisierung, politischer Protest und institutionalisierte Organisationen.

Wie bewertet der Autor die Rolle der Neuen Medien?

Der Autor sieht in den Neuen Medien einen Katalysator, der die Vernetzung erleichtert und durch die Visualisierung von Missständen die Reichweite und Schlagkraft von Bewegungen massiv erhöht.

Warum nutzen manche Gruppen Gewalt als Mittel?

Gewalt wird oft von extremen Gruppen genutzt, um durch die mediale Aufmerksamkeit, die schockierende Ereignisse garantieren, schnell eine öffentliche Sichtbarkeit zu erzwingen, selbst wenn das inhaltliche Anliegen dadurch in den Hintergrund rückt.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Unverstand der Massen? Logiken und Funktionsmechanismen von Massen und sozialen Bewegungen
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Seminar für Europäische Ethnologie)
Veranstaltung
Hauptseminar Mobilisierungen
Note
2,0
Autor
Niels Rauter (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
21
Katalognummer
V351289
ISBN (eBook)
9783668376090
ISBN (Buch)
9783668376106
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Masse Massen soziale Bewegungen Soziologie freud le bon neue medien Psychologie der Massen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Niels Rauter (Autor:in), 2016, Der Unverstand der Massen? Logiken und Funktionsmechanismen von Massen und sozialen Bewegungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/351289
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  21  Seiten
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