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Geschlechterforschung

Title: Geschlechterforschung

Term Paper , 2003 , 11 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Jörn Roth (Author)

Sociology - Relationships and Family
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Summary Excerpt Details

Ein Mann ist und bleibt ein Mann, so wie eine Frau immer Frau bleiben wird. Mann
und Frau gehören zusammen und werden irgendwann heiraten und Kinder haben. So
ist die traditionelle Meinung über das Leben in einer zweigeschlechtlichen
Beziehung. Abweichungen von der zweigeschlechtlichen Norm werden belächelt
und nicht ernst genommen, oder aber als Gefahr für die Gesellschaft betrachtet und
verteufelt. Lesben und Schwule wurden und werden häufig als unnatürlich und
anormal bezeichnet. Doch es gibt nicht nur Lesben und Schwule und sowieso führt
diese Thematik heute nicht mehr das ursprüngliche Schattendasein, denn Schwule,
Lesben usw. werden in der Öffentlichkeit immer mehr toleriert und als Menschen
wie Du und ich betrachtet. Wie ist es aber dazu gekommen? Was gibt es noch außer
Schwulen, Lesben und Bisexuellen? Dies soll in meiner Arbeit ein wenig deutlicher
werden.
Schwule, Lesben, Cross-Dresser, Intersexuelle, Transgenders, SadomasochistenInnen
und andere die der traditionellen Zweigeschlechtlichen Norm entsagen,
werden heutzutage oft unter dem Begriff „Queer“ zusammengefasst. Doch was
genau hat es mit diesem Begriff auf sich? Und warum entsagen immer mehr
Menschen der zweigeschlechtlichen Norm? Diese Norm ist es, die immer öfter
hinterfragt wird und langsam ins Wanken gerät. Abweichungen von dieser Norm
werden zunehmend toleriert und nicht mehr unwissend verdammt. Natürlich
erfahren Schwule und Lesben auch heute noch Diskriminierung und Intoleranz von
einigen gesellschaftlichen Gruppen, aber man beschäftigt sich intensiver mit Homound
Bisexualität und viele Veröffentlichungen und Forschungsgruppen tragen zu
einer besseren Aufklärung bei. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Geschlecht und wie wird man zu Mann oder Frau ?

3. Verhältnis von Körpergeschlecht und Geschlechterrollen

4. Die Triade Geschlecht-Sexualität-Lebensform

5. Queer

6. Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, einen Überblick über die aktuelle Entwicklung in der Geschlechterforschung zu geben. Dabei wird hinterfragt, wie sich die traditionelle zweigeschlechtliche Norm wandelt und welche Faktoren, insbesondere im Kontext von Sexualität und gesellschaftlicher Rollenverteilung, zu einem neuen Verständnis von Identität beitragen.

  • Die kritische Auseinandersetzung mit der zweigeschlechtlichen Norm
  • Die Trennung von biologischem Geschlecht und soziologischen Geschlechterrollen
  • Die Bedeutung und Entstehungsgeschichte des Begriffs "Queer"
  • Der Einfluss der Frauenbewegung auf die Geschlechterforschung
  • Möglichkeiten der Aufklärungsarbeit in Schule und Gesellschaft

Auszug aus dem Buch

QUEER

„Queer“ ist ein Begriff der von vielen unterschiedlichen Personen unterschiedlich benutzt und verstanden wird. Allgemein kann „Queer“ als Synonym für Abweichungen von der Norm verstanden werden, aber er soll „keine Identität, kein Geschlecht, keine Sexualität definieren und dadurch dingfest machen, sondern neue Denk- und Handlungsräume eröffnen“ (Heidel , Micheler, Tuider: 20). Jede Gruppe und Kategorie kann sich somit den Begriff zueigen machen und ihm immer eine unterschiedlich Bedeutung zuteil werden lassen.

Insbesondere die Feminismusbewegung und der Kampf der Frauen gegen die Unterdrückung durch das sexuelle Rollenverständnis trugen zur Entwicklung der „Queer Theory“, ein Begriff, der auf die feministische Theoretikerin Teresa de Lauretis zurückzuführen ist, und der „Queer Studies“ bei. Dadurch wurde die geschlechtliche Identität in Frage gestellt und der Grundstein für ein neues Identitätsdenken geformt.

„Queer“ verlangt nach einer Neustrukturierung weg von der alten Ordnung, wobei es eigentlich keine neue Ordnung geben soll. „Queer“ zeichnet sich durch vielfältige Inhalte und durch ein breites Themenspektrum aus. Aber wie ist „Queer“ entstanden und welchen Stellenwert hat es heute auf dem Gebiet der Geschlechterforschung?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Das Kapitel führt in die Thematik der traditionellen Zweigeschlechtlichkeit ein und skizziert den Wandel hin zu einer toleranteren Sichtweise sowie die Ziele der Arbeit.

2. Was ist Geschlecht und wie wird man zu Mann oder Frau ?: Hier wird dargelegt, dass biologische Unterschiede oft überbewertet werden und eine geschlechtergerechte Aufklärung in Schulen notwendig ist, um starre Rollenbilder aufzubrechen.

3. Verhältnis von Körpergeschlecht und Geschlechterrollen: Es wird die Trennung von biologischem Geschlecht und sozialer Rolle diskutiert, wobei insbesondere die Entwicklung hin zu einem „erotischen Kontinuum“ bei Frauen beleuchtet wird.

4. Die Triade Geschlecht-Sexualität-Lebensform: Das Kapitel analysiert, wie Lebensformen abseits der heterosexuellen Norm noch immer als „abweichend“ markiert werden und fordert eine stärkere gesellschaftliche Normalisierung.

5. Queer: Diese Sektion behandelt die Herkunft und Bedeutung des Begriffs „Queer“ als Instrument zur Hinterfragung starrer Identitätskategorien.

6. Ausblick: Der Autor plädiert für die Trennung von Biologie und sozialen Rollen sowie für die Etablierung spezieller Studiengänge zur Förderung der Aufklärung und Integration.

Schlüsselwörter

Geschlechterforschung, Queer Theory, Zweigeschlechtlichkeit, Geschlechterrolle, Identität, Körpergeschlecht, Heteronormativität, Feminismus, Sexualität, Aufklärung, Diskriminierung, Soziologie, Geschlechtsidentität, Queer Studies, Gesellschaftlicher Wandel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Wandel der Geschlechterrollen und der zunehmenden Hinterfragung der traditionellen zweigeschlechtlichen gesellschaftlichen Norm.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die biologische Sicht auf das Geschlecht, die Trennung von Körper und sozialer Rolle, die Geschichte der Frauenbewegung sowie der Queer-Begriff.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, einen Überblick über den aktuellen Stand der Geschlechterforschung zu geben und aufzuzeigen, wie Aufklärung zu einem partnerschaftlichen Umgang beitragen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Aufarbeitung theoretischer Ansätze zu den Themen Geschlechterforschung, Sexualität und Identität.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Analysen zu biologischen Erkenntnissen, das Verhältnis von Körper und Rolle sowie die Entwicklung und Bedeutung der Queer Theory.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Geschlechterforschung, Queer Theory, Heteronormativität, Identität und Aufklärung.

Inwieweit spielt die Biologie eine Rolle für das Rollenverständnis?

Laut der Arbeit sind biologische Unterschiede rein funktional für die Fortpflanzung; sie sollten nicht als Rechtfertigung für soziale Rollenzuweisungen dienen.

Welche Bedeutung kommt der Frauenbewegung zu?

Die Frauenbewegung wird als maßgeblicher Treiber identifiziert, der maßgeblich zur Entwicklung der Queer Theory und zum Infragestellen patriarchaler Strukturen beigetragen hat.

Was bedeutet „Queer“ im Kontext dieser Arbeit?

Queer wird nicht als feste Identität, sondern als Synonym für die Ablehnung der zweigeschlechtlichen Norm und als Raum für neue Identitätsentwürfe verstanden.

Excerpt out of 11 pages  - scroll top

Details

Title
Geschlechterforschung
College
University of Münster
Grade
2,0
Author
Jörn Roth (Author)
Publication Year
2003
Pages
11
Catalog Number
V35131
ISBN (eBook)
9783638351508
Language
German
Tags
Geschlechterforschung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jörn Roth (Author), 2003, Geschlechterforschung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35131
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