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Ist Homosexualität immer noch ein Tabu-Thema im Sport? Fallbeispiel Fußball

Titel: Ist Homosexualität immer noch ein Tabu-Thema im Sport? Fallbeispiel Fußball

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2015 , 21 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Andreas Burkart (Autor:in)

Sport - Sportsoziologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit beschäftige ich mich mit der Frage, ob Homosexualität immer noch ein Tabu-Thema im Fußball ist. Dafür beschreibe ich zunächst einmal, wie das Geschlecht und, da wir vom Fußball sprechen und Fußball die Männersportart Nummer 1 in Deutschland ist, Männlichkeit in unserer
Gesellschaft und darüber hinaus natürlich in der Fußballwelt konstruiert wird.

Anschließend beleuchte ich das unangenehme Thema Diskriminierung und Homophobie in unserer Gesellschaft, mit einem kurzen Exkurs in den Fußball. Nachdem der theoretische Rahmen geschaffen wurde, werde ich in Kapitel 4 beginnen, die Frage zu beantworten und dafür den ehemaligen Fußballspieler
Thomas Hitzlsperger vorstellen und sein Coming-Out, nach Beenden der Karriere, thematisieren.

Das Coming-Out dient in meiner Arbeit als Aufhänger´; am Beispiel Thomas Hitzlspergers soll untersucht werden, ob sich nach seinem Coming-Out etwas im deutschen Fußball verändert hat und ob gegenüber homosexuellen Fußballer inzwischen mehr Toleranz und Akzeptanz herrscht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Konstruktion von Geschlecht – Konstruktion von Männlichkeit

2.1 in der Gesellschaft

2.2 im Sport (Fußball)

3. Diskriminierung und Homophobie

3.1 in der Gesellschaft

3.2 im Sport (Fußball)

4. Der schwule Fußballprofi Thomas Hitzlsperger

4.1 Zur Person

4.2 Coming-Out

5. Chance zu Veränderungen? - Projekte und Kampagnen gegen Homophobie

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, ob Homosexualität im deutschen Profifußball weiterhin als Tabuthema betrachtet werden muss. Ziel ist es, die gesellschaftlichen Konstruktionen von Männlichkeit sowie die Mechanismen von Diskriminierung und Homophobie zu analysieren und deren Auswirkungen auf das Coming-Out von Profifußballern wie Thomas Hitzlsperger kritisch zu reflektieren.

  • Konstruktion von Geschlecht und Männlichkeit in der Gesellschaft und im Sport
  • Analyse von Homophobie und Minderheitenstress im Fußballkontext
  • Fallstudie: Das Coming-Out von Thomas Hitzlsperger und dessen öffentliche Resonanz
  • Evaluation von Projekten und Initiativen gegen Homophobie
  • Die Diskrepanz zwischen öffentlicher Wahrnehmung und gelebter Realität im Profifußball

Auszug aus dem Buch

3.2 im Sport (Fußball)

Fußball gilt in Deutschland als klassische Männersportart, da man ständig in direkten Körperkontakt mit dem Gegner oder dem Mitspieler kommt und Härte, Wendigkeit und Schnelligkeit zu den unabdingbaren Voraussetzungen zählt (vgl. Eggeling, S. 23). Schwule Sportler hingegen werden als unmännlich angesehen, ihnen werden Eigenschaften wie weich, emotional, wenig durchsetzungsfähig, leicht verletzlich, zickig oder zimperlich zugeschrieben (vgl. Ebd, S. 22). Aus Angst in den Verdacht der Homosexualität zu geraten (proximaler Faktor), geben sich homosexuelle Fußballer bewusst sehr „heterosexuell“. In der Praxis kann das bedeuten, dass sie betont hart oder übertrieben in Zweikämpfe gehen, bei öffentlich Auftritten bewusst mit weiblicher Begleitung erscheinen und/oder bei Witzen über Schwule laut mitlachen (vgl. Ebd, S. 23). Die offen gezeigte Homosexualität im Sport führt oft zu offener Diskriminierung. Im harmlosen Fall findet die Leistung eines homosexuellen Sportlers nicht die Anerkennung eines heterosexuellen Sportlers. Im Fußball könnte es aber auch dazuführen, dass man von den Vereinen „aussortiert“ oder gar abgelehnt wird, und Sponsoren und Werbepartner abspringen und die Zusammenarbeit beenden. Auch wenn diese sehr homophoben Konsequenzen vielleicht etwas weit hergeholt sind, da die Vereine damit auch der Fußball in einem so massiven öffentlichen Fokus stehen, muss gesagt werden, dass als proximaler Faktor die Psychische des Sportlers sehr in Mitleidenschaft gezogen wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Tabuisierung von Homosexualität im Fußball ein und definiert das Ziel der Untersuchung anhand des Falls Thomas Hitzlsperger.

2. Konstruktion von Geschlecht – Konstruktion von Männlichkeit: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der sozialen Konstruktion von Geschlechterrollen und wie diese im Sportbereich spezifisch mit Männlichkeitsidealen verknüpft sind.

3. Diskriminierung und Homophobie: Hier werden Mechanismen von Ausgrenzung und das Minderheitenstressmodell nach Ilan H. Meyer angewandt, um homophobe Verhaltensweisen gesellschaftlich und sportintern zu erklären.

4. Der schwule Fußballprofi Thomas Hitzlsperger: Das Kapitel widmet sich der Biografie des Spielers und analysiert die Reaktionen auf sein Coming-Out als Zäsur im deutschen Profifußball.

5. Chance zu Veränderungen? - Projekte und Kampagnen gegen Homophobie: Dieser Teil evaluiert verschiedene Initiativen und das Engagement von Verbänden sowie die kritische Bestandsaufnahme der Fortschritte nach dem Coming-Out.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und konstatiert, dass trotz einzelner Impulse noch erhebliche Defizite im Umgang mit Homosexualität im Profifußball bestehen.

7. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen sowie Internetressourcen.

Schlüsselwörter

Homosexualität, Profifußball, Männlichkeit, Diskriminierung, Homophobie, Thomas Hitzlsperger, Coming-Out, Genderkonstruktion, Minderheitenstress, DFB, Sportsoziologie, Toleranz, Tabuthema, Fußballverbände, Geschlechterrolle

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die gesellschaftliche und sportkulturelle Tabuisierung von Homosexualität im deutschen Profifußball.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Kernbereichen zählen die soziologische Konstruktion von Männlichkeit, die Analyse von Homophobie im Sport und die Auswirkungen von Coming-Outs auf die Fußballbranche.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, kritisch zu hinterfragen, ob sich die Situation für homosexuelle Fußballer durch prominente Beispiele wie Thomas Hitzlsperger tatsächlich verbessert hat.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine theoretisch orientierte Hausarbeit, die soziologische Modelle (wie das Minderheitenstressmodell) auf sportliche Fallbeispiele anwendet.

Welche Aspekte werden im Hauptteil fokussiert?

Der Hauptteil befasst sich mit der geschlechtertheoretischen Basis, den Diskriminierungsmechanismen und einer detaillierten Fallbetrachtung von Thomas Hitzlsperger sowie der Evaluation von Antidiskriminierungskampagnen.

Welche Keywords charakterisieren das Werk?

Wichtige Schlagworte sind Homosexualität, Männlichkeitskonstruktion, Fußball, Diskriminierung und Coming-Out.

Wie reagierten Funktionäre auf das Coming-Out von Thomas Hitzlsperger?

Die Reaktionen waren überwiegend unterstützend und öffentlichkeitswirksam, jedoch zeigen spätere Analysen, dass dies im operativen Vereinsalltag nur langsam zu strukturellen Veränderungen führte.

Welche Rolle spielt der Frauenfußball in diesem Kontext?

Der Frauenfußball wird als Vergleich herangezogen, da er in Bezug auf die Akzeptanz homosexueller Spielerinnen deutlich weiter fortgeschritten ist als der Männerfußball.

Warum wird im Dokument das Minderheitenstressmodell erwähnt?

Das Modell von Ilan H. Meyer dient als theoretisches Gerüst, um den psychischen Druck und die soziale Stigmatisierung zu erklären, denen homosexuelle Menschen in einer heteronormativen Gesellschaft ausgesetzt sind.

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Details

Titel
Ist Homosexualität immer noch ein Tabu-Thema im Sport? Fallbeispiel Fußball
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Sportwissenschaften)
Veranstaltung
Arenen der Männlichkeit
Note
1,7
Autor
Andreas Burkart (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
21
Katalognummer
V351341
ISBN (eBook)
9783668373334
ISBN (Buch)
9783668373341
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Heterosexualität Homosexulität Doing Gender Homophobie Konstruktion von Männlichkeit Männlichkeit als soziale Konstruktion
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Andreas Burkart (Autor:in), 2015, Ist Homosexualität immer noch ein Tabu-Thema im Sport? Fallbeispiel Fußball, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/351341
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Leseprobe aus  21  Seiten
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