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Der Krieg um die Falkland-Inseln 1982 und die Rolle der Seestreitkräfte

Title: Der Krieg um die Falkland-Inseln 1982 und die Rolle der Seestreitkräfte

Seminar Paper , 2004 , 36 Pages , Grade: - entfällt -

Autor:in: Ralf Kuchler (Author)

History of Europe - Newer History, European Unification
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Summary Excerpt Details

Im Jahre 1592, also knapp 100 Jahre nach der Entdeckung Amerikas, segelte der Brite John Davis durch den Südatlantik mit Kurs auf die Magellanstraße. Am 14. August entdeckte er zufällig eine Inselgruppe, der er den Namen Davisinseln gab und sie kartographisierte. Er setzte weder einen Fuß auf die Insel noch nahm er sie anderweitig offiziell in Besitz. 1594 wurden die Inseln erneut von einem Briten, Sir Richard Hawkins, gesichtet, der sie ebenfalls nicht betrat. 1690 landete dann der Brite John Strong auf den Falklandinseln, erklärte sie aber nicht zum Besitz der britischen Krone und verließ die Inselgruppe kurze Zeit später wieder. 1764 gründeten die Franzosen eine erste Kolonie auf Ost-Falkland ("Les Nouvelles Malouines") und bauten den Hafen Port Saint Louis. Unabhängig davon und wahrscheinlich auch ohne Wissen vom französischen Außenposten errichteten die Briten 1766 auf West-Falkland die Kolonie Port Egmont. 2 Als die Spanier von der französischen Siedlung erfuhren, protestierten sie unter Bezug auf einen päpstlichen Erlass von 1493 ("Inter Caetera") und den Vertrag von Tordesilla von 1494, der den Atlantik und Südamerika zwischen Spanien und Portugal aufteilte 3 . Infolge dieses Protests verkauften die Franzosen ihre Kolonie an Spanien. Diese benannten die Inseln um in „Les Malvinas“.

Die Spanier zeigten sich stärker an der Inselgruppe interessiert und erfuhren von der englischen Anwesenheit. Vergeblich versuchten sie diplomatischen Druck auf die britische Krone auszuüben und sie zum Verlassen der Insel zu bewegen. 1770 landeten fünf spanische Schiffe mit über 1.400 Mann in Port Egmont. Die auf der Insel stationierten 20 englischen Soldaten kapitulierten kampflos. Nach dieser Provokation drohte die britische der spanischen Krone mit Krieg. Letztere gab nach und unterzeichnete einen Rückgabevertrag über den Hafen. Die Besitzverhältnisse der übrigen Inselteile blieben unverhandelt. 1774 verließen die Briten West-Falkland aus wirtschaftlichen Gründen, gaben jedoch den Besitzanspruch offiziell nicht auf. Sie hinterließen die britische Flagge in Port Egmont und eine Bleiplatte mit einer Inschrift, die die gesamte Inselgruppe der Falklands zum britischen Staatsbesitz erklärte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. HISTORISCHE BETRACHTUNG

A. Entdeckung und Entwicklung der Falklandinseln bis 1978

B. Entwicklung ab 1978: politisch – militärische Eskalation

II. DIE MILITÄRISCHEN EREIGNISSE DES FALKLANDKRIEGES

A. Der argentinische Handstreich

B. „The Empire strikes back“

C. Der „Union Jack“ auf Süd-Georgien

D. Gegenoffensive Argentinischer Seestreitkräfte?

E. Der Verlust der „Sheffield“

F. „Boots on the ground“ auf Ost-Falkland

G. Die Einnahme von Goose Green

H. Kollaps der argentinischen Kampfmoral

I. Entscheidung bei Port Stanley

III. ANMERKUNGEN ZUR ROLLE DER SEESTREITKRÄFTE

IV. EPILOG

V. ANHANG

A. Karten

VI. LITERATURVERZEICHNIS

A. Verwendete Literatur

B. Weiterführende Artikel

VII. INTERNETVERZEICHNIS

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit analysiert den Verlauf des Falklandkrieges 1982 unter besonderer Berücksichtigung der strategischen und operativen Bedeutung der britischen Seestreitkräfte bei der Rückeroberung der Inseln. Dabei wird untersucht, wie trotz logistischer Herausforderungen und technischer Verwundbarkeit der Royal Navy der erfolgreiche Abschluss der Militäroperation gelang.

  • Historische Genese der Gebietsansprüche zwischen Argentinien und Großbritannien
  • Die Eskalationsstufen und militärischen Wendepunkte des Konflikts
  • Die entscheidende Rolle der Royal Navy und ihre strategische Bedeutung
  • Lehren für zukünftige amphibische Operationen und Gefechtsführung

Auszug aus dem Buch

Der Verlust der „Sheffield“

Am Nachmittag des 04. Mai griffen zwei der insgesamt vier argentinischen einsatzfähigen „Super Etendard“ – Marinebomber mit je einem Flugkörper „Exocet“ den als Radarvorposten nordwestlich der Falklandinseln operierenden Zerstörer „Sheffield“ an. Ein Flugkörper verfehlte sein Ziel, der andere schlug mittschiffs ein, nachdem er erst einige Sekunden zuvor durch den Wachhabenden Offizier auf der Brücke optisch entdeckt wurde. Obgleich der Gefechtskopf nicht detonierte, verursachte das Ausbrennen des noch vorhandenen Triebwerk – Treibstoffs im Flugkörper ein Feuer, das in Sekundenschnelle die Plastikisolierten Leitungen im Schiff, das Friteusenöl in der Kombüse sowie zahlreiche, den Wohnkomfort erhöhende Verkleidungen in den Unterkünften in Brand setzte.

Nach einigen Stunden fielen auch die zum Betrieb der Feuerlöschpumpen erforderlichen Hilfsdiesel aus, so dass der Kommandant um 19.00 Uhr das Verlassen des Schiffes befahl. Die seit geraumer Zeit Hilfe leistende Fregatte „Arrow“ nahm 242 Besatzungsangehörige auf, die Verwundeten waren bereits mit Hubschraubern auf die Flugzeugträger gebracht worden. Bei dem Angriff auf die „Sheffield“ verloren 20 Mann ihr Leben. Das Schiff trieb noch einige Tage umher, bevor die „Yarmouth“ sie am 08. Mai aus der TEZ schleppte, wo sie am 10. Mai nicht unweit der Position, auf der sie getroffen wurde, sank. Admiral Woodward vermerkte dazu in seinem Tagebuch: „Sheffield has apparently sunk at last, perhaps saving us a lot of bother.”

Zusammenfassung der Kapitel

I. HISTORISCHE BETRACHTUNG: Beschreibt die wechselvolle Geschichte der Inselansprüche sowie die diplomatische und militärische Eskalation bis zum Jahr 1982.

II. DIE MILITÄRISCHEN EREIGNISSE DES FALKLANDKRIEGES: Detaillierte Chronik des Konfliktverlaufs, von der anfänglichen Besetzung bis hin zur Kapitulation der argentinischen Truppen bei Port Stanley.

III. ANMERKUNGEN ZUR ROLLE DER SEESTREITKRÄFTE: Analyse der strategischen Notwendigkeit der Marine für den Erfolg der Operation und kritische Betrachtung der technischen Lehren aus dem Seekrieg.

IV. EPILOG: Zusammenfassende Bewertung des Falklandkrieges als kriegsgeschichtliche Studie und Ausblick auf die geostrategische Bedeutung.

V. ANHANG: Zusammenstellung von Karten zur geografischen Einordnung des Konfliktgebiets.

VI. LITERATURVERZEICHNIS: Umfassende Aufstellung der verwendeten Fachliteratur und weiterführender Artikel.

VII. INTERNETVERZEICHNIS: Verweis auf die als Quelle für Abbildungen und Detailstudien dienende Webseite.

Schlüsselwörter

Falklandkrieg, Royal Navy, Seestreitkräfte, Argentinien, Großbritannien, Militärstrategie, amphibische Landung, Task Force, Exocet, Port Stanley, Luftkrieg, Seekrieg, Expeditionskriegführung, Falklandinseln, General Galtieri.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Krieg um die Falklandinseln von 1982 als eine kriegsgeschichtliche Studie, die besonders die Rolle der britischen Seestreitkräfte in einer modernen Expeditionskriegführung beleuchtet.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit deckt die historischen Hintergründe der Inselansprüche, den chronologischen Ablauf der militärischen Ereignisse sowie eine spezifische taktische und technische Analyse des maritimen Einsatzes ab.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, wie die Royal Navy durch ihren Einsatz die Rückeroberung der Falklandinseln ermöglichte und welche strategischen Konsequenzen dies für die britische Militärdoktrin hatte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse sowie die Auswertung historischer Berichte und militärischer Dokumente, um den Konfliktverlauf detailliert zu rekonstruieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte chronologische Aufarbeitung der Gefechte – vom argentinischen Handstreich bis zur Entscheidung bei Port Stanley – und eine anschließende Auswertung der Rolle der Seestreitkräfte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Falklandkrieg, Royal Navy, amphibische Operationen, strategische Logistik und das Zusammenwirken verschiedener Teilstreitkräfte (Joint Operation).

Welche Bedeutung kommt dem Luftkrieg im Vergleich zum Seekrieg zu?

Die Arbeit stellt heraus, dass der Seekrieg in Bezug auf klassische Gefechte zwischen Überwassereinheiten nur begrenzt Aufschluss gab, während die Lehren aus dem Luftkrieg gegen Schiffe, insbesondere durch Flugkörper wie die „Exocet“, von entscheidender Bedeutung waren.

Warum war der Rückzug der argentinischen Marine aus Sicht des Autors strategisch unklug?

Der Autor argumentiert, dass der Rückzug nach der Versenkung der „Belgrano“ zwar humanitär nachvollziehbar war, aus Sicht der argentinischen Kriegsführung jedoch die taktischen Freiheitsgrade der Briten massiv erhöhte und den Gesamterfolg des argentinischen Verteidigungskonzepts schwächte.

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Details

Title
Der Krieg um die Falkland-Inseln 1982 und die Rolle der Seestreitkräfte
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Course
Seminar Wehrgeschichte im Fachbereich Sicherheitspolitik und Strategie
Grade
- entfällt -
Author
Ralf Kuchler (Author)
Publication Year
2004
Pages
36
Catalog Number
V35143
ISBN (eBook)
9783638351546
Language
German
Tags
Krieg Falkland-Inseln Rolle Seestreitkräfte Seminar Wehrgeschichte Fachbereich Sicherheitspolitik Strategie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ralf Kuchler (Author), 2004, Der Krieg um die Falkland-Inseln 1982 und die Rolle der Seestreitkräfte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35143
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