Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Psychology - Diagnostics

Fallbeispiel einer an Bulimie leidenden Patientin. Verhaltensanalyse, Diagnose und Therapie

Title: Fallbeispiel einer an Bulimie leidenden Patientin. Verhaltensanalyse, Diagnose und Therapie

Elaboration , 2016 , 10 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Lea Freudenstein (Author)

Psychology - Diagnostics
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Der verfasste Fallbericht folgt der von Krankenkassen verlangten Form, in der Psychologen ihre Patienten beschreiben müssen. Der Fall Angela stammt von der APA Website, auf der ihre Therapiesitzungen zur Bekämpfung der Bulimie festgehalten sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Angaben zur spontan berichteten und erfragten Symptomatik

Lebensgeschichtliche Entwicklung des Patienten und Krankheitsanamnese

Psychischer Befund

a. Intellektuelle Leistungsfähigkeit und Differenziertheit der Persönlichkeit

b. Psychopathologischer Befund

Verhaltensanalyse

SORKC Modell

Diagnose zum Zeitpunkt der Antragstellung

Therapieziele

Prognose

Behandlungsverlauf und -ergebnis

Behandlungsergebnis:

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, den therapeutischen Prozess einer Patientin mit Bulimia Nervosa durch eine detaillierte klinische Fallanalyse zu dokumentieren und die Wirksamkeit narrativer Therapieansätze in Bezug auf Symptomreduktion und Selbstwertstabilisierung zu untersuchen.

  • Analyse der lebensgeschichtlichen Hintergründe und Entstehungsfaktoren der Essstörung
  • Diagnostische Einordnung mittels SKID I und psychometrischer Testverfahren
  • Anwendung des SORKC-Modells zur Verhaltensanalyse sozialer Herausforderungen
  • Evaluation des Behandlungsverlaufs und der Erreichung spezifischer Therapieziele

Auszug aus dem Buch

SORKC Modell

Mikroanalyse des Verhaltens in Situationen sozialer Herausforderungen:

− S: Es gibt verschiedene auslösende Situationen. Diese sind dadurch gekennzeichnet, dass sie die Patientin in ihrem Selbstwertgefühl angreifen und zu einer erhöhten inneren Anspannung führen. Hier wird die folgende Situation exploriert: die Patientin ist im Einkaufszentrum und sieht eine schlanke Frau, mit der sie sich vergleicht.

− O: Aufgrund ihrer weiblichen Figur und des frühen Eintretens in die Pubertät entwickelte die Patientin nie ein gesundes Selbstbild. Ihr Ziel ist, ihr Selbstwertgefühl durch das Erbrechen zu stabilisieren und sich vom schlechten Gewissen nach einem Essanfall zu befreien.

− Rkogn: „Ich will jedem gefallen.“ „Ich muss perfekt sein.“ „Ich bin nicht gut genug.“

− Remot: Schmerz, Frustration, Traurigkeit, innere Unruhe

− Rverh: Die Patientin zieht sich zurück und induziert Erbrechen, um ihr Gewicht zu reduzieren. Sie beschäftigt sich auch gedanklich exzessiv mit dem Essen und versucht immer wieder ihre eigentlichen Bedürfnisse zu unterdrücken.

− Rphys: Die Patientin leidet unter Herzrasen, Magenschmerzen und Sodbrennen. Durch das häufige Erbrechen werden ihre Zähne in Mitleidenschaft gezogen.

− K: Intermittierend.

− C+ (kurzfristig): Die Patientin erlebt Genugtuung und Euphorie durch das Wissen eine einfache Lösung zur Gewichtsregulation gefunden zu haben. Sie induziert Erbrechen, um Spannungsabbau zu erleben und sich den Anforderungen des Alltags zu entziehen.

Zusammenfassung der Kapitel

Angaben zur spontan berichteten und erfragten Symptomatik: Die Patientin beschreibt ihre langjährige Bulimie, die mit täglichen Erbrechensepisoden verbunden ist und als dysfunktionales Instrument zur Gewichtskontrolle dient.

Lebensgeschichtliche Entwicklung des Patienten und Krankheitsanamnese: Dieses Kapitel beleuchtet frühkindliche Prägungen, familiäre Belastungen sowie traumatische Beziehungserfahrungen, die den Nährboden für die Entstehung der Essstörung bildeten.

Psychischer Befund: Es werden Ergebnisse psychometrischer Tests (SCL, FEV, BDI II) präsentiert, die den Schweregrad der depressiven Symptomatik und die Störungen im Essverhalten objektivieren.

Verhaltensanalyse: Hier wird der Zusammenhang zwischen biografischen Risikofaktoren und dem aktuellen Aufrechterhalten der Bulimia Nervosa auf Basis wissenschaftlicher Modelle diskutiert.

SORKC Modell: Das Kapitel bietet eine detaillierte mikroanalytische Aufschlüsselung spezifischer Auslösesituationen und der resultierenden kurz- sowie langfristigen Konsequenzen des Essverhaltens.

Diagnose zum Zeitpunkt der Antragstellung: Auf Basis des strukturierten klinischen Interviews wird die Diagnose einer Bulimia Nervosa („Purging“-Typ) sowie einer komorbiden Major Depression gestellt.

Therapieziele: Es werden konkrete Ziele in den Bereichen Ernährung, soziale Interaktion und familiäre Konfliktaufarbeitung definiert, um die Lebensqualität der Patientin zu verbessern.

Prognose: Die Prognose wird trotz der hohen Veränderungsmotivation der Patientin aufgrund der langen Chronifizierung und früherer Therapieabbrüche als moderat eingeschätzt.

Behandlungsverlauf und -ergebnis: Die sechs Sitzungen umfassende narrative Therapie wird chronologisch dokumentiert und der therapeutische Prozess nachgezeichnet.

Behandlungsergebnis:: Abschließend werden die erzielten Verbesserungen bei der Symptomreduktion und die Stabilisierung der psychischen Gesundheit am Therapieende reflektiert.

Schlüsselwörter

Bulimia Nervosa, Essstörung, narrative Therapie, Verhaltensanalyse, SORKC Modell, psychische Gesundheit, Depression, Selbstwertgefühl, Körperwahrnehmung, Symptomreduktion, klinische Fallstudie, Krankheitsanamnese, Psychopathologie, Gewichtskontrolle, Therapieziele.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit dokumentiert den therapeutischen Fallverlauf einer an Bulimia Nervosa leidenden Patientin im Rahmen einer kurzzeitigen narrativen Therapie.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die biografische Aufarbeitung der Krankheitsentstehung, die Verhaltensanalyse im SORKC-Modell sowie die praktische Anwendung therapeutischer Interventionen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Symptomatik der Patientin zu lindern, das dysfunktionale Essverhalten zu modifizieren und die Stabilität des Selbstbildes zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden klinische Standardverfahren wie das SKID I für die Diagnostik sowie psychometrische Fragebögen (SCL-90-R, FEV, BDI-II) in Verbindung mit der narrativen Therapie angewandt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die detaillierte Anamnese, die Verhaltensanalyse, die Diagnosestellung, die Festlegung von Therapiezielen und die Sitzungsprotokolle des Behandlungsverlaufs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Bulimia Nervosa, narrative Therapie, Verhaltensanalyse, Selbstwertstabilität und klinische Intervention charakterisieren.

Welche Rolle spielt die Biografie für die Entstehung der Bulimie bei der Patientin?

Die Biografie zeigt deutliche Hinweise auf frühe familiäre Dysfunktionen und einen starken, durch Umfeld und Erziehung geprägten Drang nach Perfektion, der zur Essstörung beigetragen hat.

Warum wird die Prognose im Bericht als „moderat“ eingestuft?

Trotz der hohen Motivation der Patientin führt die lange Dauer der Erkrankung (19 Jahre) und vorangegangene gescheiterte Therapieversuche zu einer vorsichtigen Einschätzung.

Was wurde in der finalen Sitzung besprochen?

In der letzten Sitzung wurde das erreichte Selbstwertgefühl diskutiert, Strategien zur Rückfallprophylaxe besprochen und die Möglichkeit eines weiteren Kontakts per E-Mail vereinbart.

Wie unterscheidet sich der „Purging“-Typ von anderen Formen der Bulimie laut Text?

Der Purging-Typ ist durch die regelmäßige Induktion von Erbrechen und den Missbrauch von Hilfsmitteln wie Diätpillen zur Kompensation der Nahrungsaufnahme gekennzeichnet.

Excerpt out of 10 pages  - scroll top

Details

Title
Fallbeispiel einer an Bulimie leidenden Patientin. Verhaltensanalyse, Diagnose und Therapie
College
University of Basel
Course
Seminar Diagnostische Übungen
Grade
1,0
Author
Lea Freudenstein (Author)
Publication Year
2016
Pages
10
Catalog Number
V351465
ISBN (eBook)
9783668382213
ISBN (Book)
9783668382220
Language
German
Tags
fallbeispiel bullimie patientin verhaltensanalyse diagnose therapie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lea Freudenstein (Author), 2016, Fallbeispiel einer an Bulimie leidenden Patientin. Verhaltensanalyse, Diagnose und Therapie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/351465
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  10  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint