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Das Tier in der Mode. Seide als modisches Mysterium und tierisches Martyrium

Title: Das Tier in der Mode. Seide als modisches Mysterium und tierisches Martyrium

Term Paper , 2016 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anna Franken (Author)

Design (Industry, Graphics, Fashion)
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In Form von verarbeitetem, organischem Material finden wir das Tier vielfach in der Mode heutiger und früherer Zeiten, sei es nun in Kleidung aus Tierhaut/Leder, Pelz, Federn, Fischgräten, Tierhaar bzw. Wolle oder Raupenkokons. Diese Abhandlung möchte ich Letzterem widmen: Der tierischen Naturfaser, die gemeinhin als die schönste und eleganteste betrachtet wird, als „Königin der Fasern“, der Seide. Im Hauptteil werde ich versuchen, das Material Seide so facettenreich vorzustellen, wie es im Rahmen dieser Hausarbeit möglich ist, indem ich meine Recherche-Ergebnisse ausführe:

In Kapitel 2 widme ich mich der Beschreibung des Materialtyps, sowie der natürlichen Entstehung des Rohstoffs in der Natur.

In Kapitel 2.1 möchte ich den Ursprüngen der Serikultur und Seidenverarbeitung auf den Grund gehen. Dabei werde ich chronologisch vorgehen und zunächst die Entstehung der Seidenkultur in den asiatischen Ländern näher beleuchten, um anschließend darauf einzugehen, wie die Seide und die Serikultur nach Europa und in die Welt gelangten. Ich möchte auch auf die vielfältigen, überlieferten Legenden besonderes Augenmerk legen.

Mit Kapitel 2.2 möchte ich eine chronologische Annäherung des Gebrauchs von Seide in der Mode weltweit wagen, die in frühster Zeit beginnen und bis zu den Designern der heutigen Zeit reichen soll.

Kapitel 2.3 soll dann die physikalischen und physiologischen Materialeigenschaften der Seide beinhalten, wobei ich vergleichend die Eigenschaften von Wildseide aufführen möchte, um mich anschließend zu fragen: Was macht die Seide - im Gegensatz zu anderen Materialien - so einzigartig?

In Kapitel 2.4 werde ich weitere Alternativen zu Zuchtseide, bzw. zu Maulbeerseide vorstellen. Dabei möchte ich die Vor- und Nachteile von Synthetikseide, Muschelseide und Spinnenseide und deren Gewinnung in Bezug auf Tierschutzaspekte, Qualität, Quantität und Aufwand anreißen, um im Schlussteil mit diesem Wissen weiterarbeiten zu können. Außerdem möchte ich über die Recyclingprodukte Bourette- und Schappeseide informieren.

Im ersten Teil des Schlussteils (Kap.3) möchte ich einige meiner Ergebnisse aus den vorangehenden Kapiteln auf die Bildquelle aus Kapitel 1.1 beziehen. So möchte ich die mögliche Intention des Designers bzw. Fotografs herausarbeiten.

In Kapitel 3.1 werde ich diese und andere Gedanken mithilfe des zuvor erworbenen Hintergrundwissens aufgreifen und weiterführen (Prognose).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Seide: Modisches Mysterium - Eine Einleitung

1.1 Seidene Flügel - Eine Bildbeschreibung

2. Königin der Fasern - Raupe und Rohmaterial

2.1 Von Seidenmenschen und Raupen - Materialherkunft / Historie der Serikultur

2.2 „Wer sich in Seide hüllt…“ - Eine Modegeschichte

2.3 Der Stoff, aus dem die Träume sind - Materialeigenschaften

2.4 Westen aus Spinnennetzen und Seide aus der Muschel? - Seidige Alternativen

3. Groteske der zweiten Haut - Interpretation der Bildquelle

3.1 Die Seide der Zukunft - Materialbedeutung / Interpretation / Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der ästhetischen Faszination für das organische Material Seide in der Mode und dem ethisch problematischen Entstehungsprozess durch die industrielle Zucht. Ziel ist es, die historische Bedeutung sowie die stofflichen Eigenschaften von Seide kritisch zu hinterfragen und im Lichte des Tierschutzes nach zukunftsfähigen, tierfreundlichen Alternativen zu suchen.

  • Historische Entwicklung der Serikultur und deren Ausbreitung
  • Kulturelle und modegeschichtliche Bedeutung von Seide
  • Physikalische und physiologische Materialeigenschaften im Vergleich
  • Ethische Aspekte der industriellen Seidenproduktion und Tierschutz
  • Analyse innovativer und tierfreundlicher Seidenalternativen wie Spinnenseide

Auszug aus dem Buch

2. Königin der Fasern - Raupe und Rohmaterial

Seide ist eine natürliche Proteinfaser, somit eine Naturfaser. Produziert wird sie von der Raupe des Seidenspinners/Seidenfalters, laut den Autoren G.H.C. Lippold und Carl Philipp Funke in der Vergangenheit auch Seidenvogel, Seidenschwanz oder Seidenwurm genannt. Diese spinne, so die Autoren Clive Hallett und Amanda Johnsten, ihren Kokon zur Verpuppung, indem sie die Seidenflüssigkeit Fibroin in ständiger „Achterbewegung“ ihres Kopfes aus den zwei Drüsen ihrer Spinnwarze presse und so um ihren Körper lege.

Das Fibroin sei vom Seidenleim Serizin umgeben, wodurch der entstehende lange Doppelfaden an der Luft fest werde. Autorin Hannelore Eberle u.a. ergänzen, dass das Spinnen des etwa taubeneigroßen Kokons aus einem ca. 3000 Meter langen Faden zwei bis drei Tage dauere. Nach vierzehn Tagen der Verpuppung schlüpfe der Schmetterling in der freien Wildbahn. Dabei werde der Kokon laut Hallett und Johnsten durchbrochen und das Filament somit zerstört. Diese Art Seide, bei der die leeren, beschädigten Hüllen einfach gesammelt und dann weiterverarbeitet würden, nenne sich Wildseide.

Weltweit gebe es über zweihundert wildlebende Seidenspinnerarten, von denen der Tussahspinner der bekannteste sei, da seine Filamente weniger leicht brächen, als die der übrigen Arten. Schon früh habe sich jedoch, im Bestreben einen unbeschädigten Seidenfaden zu erhalten, die Serikultur entwickelt, die Seidenraupenzucht. Gezüchtet werde in der Regel der Bombyx mori, der Maulbeerspinner, der sich ausschließlich von Blättern des Weißen Maulbeerbaums ernähre. Anstatt zu schlüpfen, werden die Larven in der Verpuppungsphase durch Heißdampf, trockene Hitze oder ein heißes Wasserbad getötet, entnommen und die Kokons nach Größe und Qualität sortiert. Aus 5,5 kg Kokons lassen sich etwa 0,5 kg Rohseide gewinnen, so Hallett und Johnsten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Seide: Modisches Mysterium - Eine Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der tierischen Naturfaser ein, erläutert die methodische Vorgehensweise anhand einer Bildanalyse und skizziert die zentralen Fragestellungen der Arbeit.

2. Königin der Fasern - Raupe und Rohmaterial: Dieses Kapitel widmet sich der biologischen Entstehung der Seide, der Geschichte der Serikultur und den physikalischen Eigenschaften verschiedener Seidenarten sowie deren Alternativen.

3. Groteske der zweiten Haut - Interpretation der Bildquelle: Der Schlussteil verknüpft die zuvor erarbeiteten theoretischen Erkenntnisse mit einer tiefergehenden Interpretation der eingangs vorgestellten Bildquelle im Hinblick auf Tierschutz und gesellschaftliche Wahrnehmung.

Schlüsselwörter

Seide, Serikultur, Tierschutz, Modegeschichte, Naturfaser, Zuchtseide, Wildseide, Spinnenseide, Materialeigenschaften, Luxusgut, Ethik, Bombyx mori, Modewissenschaft, Nachhaltigkeit, Textilproduktion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht das modische und kulturelle Phänomen Seide unter der kritischen Perspektive des Tierschutzes und der ethischen Vertretbarkeit der Seidenproduktion.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit umfasst die Geschichte der Seidenproduktion, die Modegeschichte, physikalische Materialanalysen sowie ethische Aspekte und alternative, tierfreundliche Gewinnungsmethoden.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Faszination für Seide kritisch zu hinterfragen und zu prüfen, ob die industrielle Serikultur ethisch vertretbar ist und welche Alternativen in Zukunft den Tierschutz besser gewährleisten könnten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine interdisziplinäre Untersuchung angewandt, die eine historische Literaturanalyse mit einer konkreten Bildanalyse kombiniert, um den theoretischen Kontext zur visuellen Darstellung des Materials zu verknüpfen.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Biologie des Seidenspinners, der globalen Historie der Seidenverarbeitung, einer umfassenden Materialkunde sowie der Vorstellung verschiedener Alternativen wie Synthetik-, Muschel- und Spinnenseide.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Seide, Serikultur, Tierschutz, Modegeschichte, Materialeigenschaften, Ethik, Nachhaltigkeit und alternative Fasern wie Spinnenseide.

Wie steht die Autorin zum Thema der industriellen Seidenzucht?

Die Autorin äußert deutliche Kritik an der traditionellen Seidenzucht und betrachtet diese als ethisch problematisch, da die Gewinnung des Fadens das qualvolle Töten von Millionen von Tieren erfordert.

Welches Potenzial schreibt die Arbeit der Spinnenseide zu?

Spinnenseide wird als vielversprechende, ethisch überlegene Ideallösung dargestellt, da bei ihrer Gewinnung theoretisch kein Töten der Tiere notwendig ist und sie zudem exzellente Materialeigenschaften aufweist.

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Details

Title
Das Tier in der Mode. Seide als modisches Mysterium und tierisches Martyrium
College
University of Applied Sciences Trier
Grade
1,0
Author
Anna Franken (Author)
Publication Year
2016
Pages
18
Catalog Number
V351603
ISBN (eBook)
9783668383449
ISBN (Book)
9783668383456
Language
German
Tags
Seide Seidenraupe Tierschutz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anna Franken (Author), 2016, Das Tier in der Mode. Seide als modisches Mysterium und tierisches Martyrium, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/351603
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