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Die ritterlichen Tugenden im Artusroman "Iwein" von Hartmann von Aue und im zeitgenössischen Kinderbuch "Iwein Löwenritter" von Felicitas Hoppe

Ein Vergleich

Title: Die ritterlichen Tugenden im Artusroman "Iwein" von Hartmann von Aue und im zeitgenössischen Kinderbuch "Iwein Löwenritter" von Felicitas Hoppe

Term Paper , 2016 , 17 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Daniel Sebastian (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies
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Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit einem Vergleich der Darstellung und Beschreibung ritterlicher Tugenden im in klassisch mittelhochdeutschen Versen verfassten Artusroman „Iwein“ von Hartmann von Aue (um 1200) und der zeitgenössischen Nacherzählung „Iwein Löwenritter“ als Jugendbuch von Felicitas Hoppe von 2008.
Dieses ist aus zweierlei Gründen von besonderem Interesse: der Vergleich hält nicht nur die moderne Rezeption der Ideale eines höfischen Ritters, sondern dabei auch die kindergerechte Überlieferung fest. Dabei gilt es einige Leitfragen zu beantworten: Wie beschreibt Hoppe Iweins Handlungsbewusstsein? Auf welche inhaltliche Stellen hat sich Hoppe vor allem konzentriert? Hat sie den Inhalt modifiziert bzw. umgestaltet? Auf welche Elemente hat sie verzichtet?

Die Hausarbeit gliedert sich strukturell in eine dreiteilige Untersuchung: Der erste Teil widmet sich der von einem bestimmen Roman abgelösten terminologischen Klärung des ritterlich-höfischen Ideals aus historischer und literarischer Perspektive, wobei einzelne Tugenden näher erläutert und präzisiert werden. Darauf aufbauend wird im zweiten Teil die Darstellung der genannten Tugenden im Artusroman „Iwein“ von Hartmann von Aue analysiert, ehe es zu einem Vergleich der Repräsentation dieser Tugenden in „Iwein Löwenritter“ von Felicitas Hoppe kommt. Mit einem Fazit wird die Untersuchung abgeschlossen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die ritterlichen Tugenden des Mittelalters

2.1. Die Entstehung ritterlicher Tugenden

2.2. êre

3. Die ritterlichen Tugenden bei Hartmann von Aues „Iwein“

3.1. Handlung

3.2. Die êre im „Iwein“

4. Die ritterlichen Tugenden in Felicitas Hoppes „Iwein Löwenritter“

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit vergleicht die Darstellung und Beschreibung ritterlicher Tugenden im klassischen Artusroman „Iwein“ von Hartmann von Aue mit der modernen Jugendbuch-Nacherzählung „Iwein Löwenritter“ von Felicitas Hoppe, um die Rezeption dieser Ideale und mögliche didaktische Anpassungen zu untersuchen.

  • Historische Einordnung ritterlicher Tugenden im Mittelalter
  • Analyse des Tugendsystems (êre, mâze, staete, triuwe, aventiure) bei Hartmann von Aue
  • Vergleichende Untersuchung der Handlungsstruktur und Charakterentwicklung
  • Evaluation der modernen Nacherzählung hinsichtlich ihrer pädagogischen Zielsetzung

Auszug aus dem Buch

Die êre im „Iwein“

Bereits im Prolog lässt sich eine Art Anleitung für den folgenden Roman lesen, in der auf die Bedeutung der êre eingegangen wird:

Swer an rehte güete

Wendet sin gemüete

Dem volget saelde unde êre.

Hierbei ist es wenig überraschend, wenn von Aue êre als eine positive Eigenschaft bezeichnet. Interessant ist diese Wendung im Zusammenhang mit saelde, welches nach Vogt êre erst bewirkt, indem es das Gefühl der Glückseligkeit des Ritters kennzeichnet, der sich zu großen Taten berufen fühlt.

Interessanterweise lässt sich die Verbindung saelde unde êre auch im letzten Vers 8165 wiederfinden, was somit schon formal die Handlung umrahmt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Forschungsfrage und die Ziele der Hausarbeit dar, welche den Vergleich der Tugenddarstellung bei Hartmann von Aue und Felicitas Hoppe umfasst.

2. Die ritterlichen Tugenden des Mittelalters: In diesem Kapitel werden die historischen Hintergründe der Entstehung ritterlicher Tugenden sowie zentrale Begriffe wie êre und deren Einordnung in das höfische Tugendsystem definiert.

3. Die ritterlichen Tugenden bei Hartmann von Aues „Iwein“: Dieser Abschnitt analysiert die Handlung von Hartmann von Aues Roman sowie die spezifische Bedeutung der êre für die Entwicklung und das Handeln der Figur Iwein.

4. Die ritterlichen Tugenden in Felicitas Hoppes „Iwein Löwenritter“: Dieses Kapitel vergleicht Hoppes Nacherzählung mit der mittelalterlichen Vorlage und untersucht, wie sich inhaltliche Änderungen auf die Tugenddarstellung auswirken.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse des Vergleichs zusammen und bewertet, inwieweit die These der präziseren Erklärung und des Lebensweltbezugs in Hoppes Werk bestätigt werden kann.

Schlüsselwörter

Ritter, Tugenden, Hartmann von Aue, Felicitas Hoppe, Iwein, êre, Mittelalter, Artusroman, aventiure, Tugendsystem, Literaturwissenschaft, Höfische Kultur, Rezeption, Jugendbuch, Tugendlehre.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit einem Literaturvergleich der Darstellung ritterlicher Tugenden in Hartmann von Aues „Iwein“ und der zeitgenössischen Nacherzählung „Iwein Löwenritter“ von Felicitas Hoppe.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Begriffe der höfischen Tugenden, insbesondere der Begriff der „êre“ (Ehre), sowie deren Bedeutung für das Handeln und die gesellschaftliche Stellung eines Ritters in der jeweiligen Textvorlage.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten bei der Darstellung dieser ritterlichen Ideale herauszuarbeiten und zu prüfen, ob die moderne Fassung durch eine didaktische Anpassung die Tugenden für junge Leser verständlicher macht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse und einen strukturierten Vergleich der Primärtexte, gestützt durch mediävistische Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine terminologische Klärung der mittelalterlichen Tugenden, eine Analyse der Handlung und Tugenddarstellung bei Hartmann von Aue sowie einen Vergleich mit den inhaltlichen Anpassungen durch Felicitas Hoppe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Rittertum, Tugendsystem, höfische Kultur, Iwein, Rezeptionsgeschichte und Literaturvergleich beschreiben.

Warum verzichtet Felicitas Hoppe in ihrer Nacherzählung auf die Figur des Kalogreant?

Der Verzicht dient dazu, die Handlung zu straffen und Iweins Motivation nicht mehr aus der Rache für einen Cousin, sondern aus einer am Hof empfundenen Langeweile heraus zu entwickeln, was ein modernes Verständnis von Abenteuersuche widerspiegelt.

Inwieweit spielt der Begriff „Langeweile“ eine Rolle für die Interpretation?

Hoppe nutzt den Begriff „Langeweile“, um einen Gegensatz zum höfischen Vergnügen bei Hartmann von Aue zu schaffen, was allerdings historisch-semantisch anachronistisch ist, da der Begriff im 12. Jahrhundert in dieser Form noch nicht existierte.

Wie bewertet der Autor die Wirksamkeit der modernen Nacherzählung?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Hoppe zwar Begriffe wie „êre“ erläutert und den Erzähler persönlicher auftreten lässt, ein echter Lebensweltbezug für die kindlichen Rezipienten jedoch nur bedingt stattfindet.

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Details

Title
Die ritterlichen Tugenden im Artusroman "Iwein" von Hartmann von Aue und im zeitgenössischen Kinderbuch "Iwein Löwenritter" von Felicitas Hoppe
Subtitle
Ein Vergleich
College
University of Paderborn  (Institut für Germanistik und vergleichende Literaturwissenschaft)
Course
"Erec" und "Iwein" - Die Artusromane Hartmanns von Aue
Grade
1,7
Author
Daniel Sebastian (Author)
Publication Year
2016
Pages
17
Catalog Number
V351618
ISBN (eBook)
9783668380165
ISBN (Book)
9783668380172
Language
German
Tags
tugenden artusroman iwein hartmann kinderbuch löwenritter felicitas hoppe vergleich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Sebastian (Author), 2016, Die ritterlichen Tugenden im Artusroman "Iwein" von Hartmann von Aue und im zeitgenössischen Kinderbuch "Iwein Löwenritter" von Felicitas Hoppe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/351618
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