Stress mich nicht! Resilienz: Die Kraft aus der Krise

Inwiefern ist unser Arbeitsalltag von Burnout und den Folgen betroffen und wie kann die Soziale Arbeit entgegenwirken?


Bachelorarbeit, 2016
102 Seiten, Note: 1,5

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1. Einleitung

2.0 Resilienz
2.1 Definition von Resilienz
2.2 Geschichtlicher Hintergrund der Resilienzforschung
2.3 Entwicklung und Erwerb von Resilienz
2.3.1 Klassifikation vom Schutz- und Risikofaktorenkonzept
2.3.2 Resilienzmodelle
2.4 Sieben Säulen der Resilienz
2.5 Herstellung eines Bezuges zwischen Resilienz und Sozialisation
2.6 Die Bedeutung von Resilienz für die Gesellschaft, Wirtschaft, Unternehmen und deren Mitarbeiter

3.0 Burnout
3.1 Woher stammt der Begriff Burnout? Ein Definitionsversuch
3.2 Modeerkrankung Burnout - Historischer Hintergrund
3.3 Theoretische Ansätze
3.3.1 Differentialpsychologische, individuenzentrierte Ansätze
3.3.2 Arbeits- und organisationspsychologische Ansätze
3.3.3 Soziologisch- sozialwissenschaftliche Ansätze
3.4 Entstehung Burnout - Salamander-Modell
3.5 Entstehung Burnout in Teams - Etappenmodell
3.6 Gesellschaftliche Zusammenhänge der Burnout-Entstehung
3.7 Strukturelle Veränderungen in der Sozialen Arbeit
3.8 Welche Schuld am Ausbrennen trägt der Arbeitgeber?

4.0 Soziale Arbeit als Vermittler zwischen Burnout und Resilienz
4.1 Klassische Methoden der Sozialen Arbeit
4.2 Ansätze der Sozialen Arbeit
4.2.1 Alltags- und lebensweltorientierter Ansatz nach Thiersch
4.2.2 Systemischer Ansatz nach Lüssi
4.3 Methoden der Sozialen Arbeit
4.3.1 Empowerment
4.3.2 Klientenzentrierte Gesprächsführung
4.3.3 Multiperspektivische Fallarbeit
4.4 Varianten der Burnoutprävention
4.4.1 Supervision
4.4.2 Betriebliche Gesundheitsförderung
4.4.3 Downshifting - Timeout statt Burnout
4.4.4 Human-Balance-Training

5.0 Schlussbetrachtung

Literaturverzeichnis

Verzeichnis der Anhänge

1. EINLEITUNG

Wenn Müdigkeit, Erschöpfung und das Gefühl ausgebrannt zu sein zum Dauerzustand wird, dann sprechen Berufstätige schnell vom Burnout. So ziemlich jeder Berufstätige hat diesen Begriff zumindest schon gehört, aufgeschnappt oder war vielleicht selbst einmal betroffen. In den vergangenen Jahren gab es zahlreiche Berichte und Dokumentationen in diversen Medien. Hierbei ist eine steigende Tendenz zu beobachten.

Im Jahr 2000 erschienen zum Thema Burnout nur etwa 65 Artikel in den großen, meinungsbildenden Zeitungen und Magazinen (Spiegel, Focus, Stern). 2005 waren es bereits 300 Artikel und im ersten Halbjahr von 2010 waren es schon 600 Artikel.1 Lässt sich daraus schließen, dass Burnout eine Modeerkrankung ist oder eher dass der gesellschaftliche und wirtschaftliche Druck jährlich ansteigt? Hervorzuheben ist, dass nicht nur Fälle von Burnout bei Einzelpersonen auftreten, sondern zum Teil ganze Organisationen betroffen sind.2

Leidet man unter dem Syndrom3 Burnout lautet die medizinische Diagnose in der Regel Depression, Befindlichkeitsstörung oder anhaltende Erschöpfung.

Doch wie hoch ist das Risiko an diesem Syndrom zu erkranken:

- Sind alle Berufgruppen gleichermaßen betroffen oder ist es bei bestimmten Tätigkeiten besonders hoch?
- Ist Resilienz die Schlüsselkompetenz, um einem Burnout entgegen wirken zu können?
- Besteht die Möglichkeit Resilienz zu erlernen und welche Möglichkeiten und Auswege gibt es für die Betroffenen?

Diese Fragen führen dazu, dass Bedürfnis und das Interesse an der eigenen und inneren Widerstandsfähigkeit stetig zu fördern. Diese Arbeit setzt sich mit dieser Problematik auseinander und befasst sich mit folgender Fragestellung:

Inwiefern ist unser Arbeitsalltag von Burnout und dessen Folgen betroffen und inwie- weit kann die Soziale Arbeit dem Burnout entgegenwirken?

Der Verfasser dieser Arbeit übt eine nebenberufliche Tätigkeit in einer Jugendwohn- gruppe aus. Während dieser Tätigkeit konnten Aussagen im Kollegium wahrgenommen werden, welche die temporäre Arbeitseinstellung und das Klima beschreiben. Sätze wie beispielsweise „Ich bin kurz vorm Burnout!“, „Ich bin schon wieder reif für den Urlaub“, „Was denken sich die da oben überhaupt, sollen die doch mal einen Tag meine Arbeit leisten!“, wurden des Öfteren laut ausgesprochen.

Zum Berufsstart, nach einer Ausbildung oder einem Studium, sind Berufseinsteiger noch motiviert lange und viel zu arbeiten. Kollegen wird Arbeit abgenommen und man arbeitet „gerne“ an Wochenenden, Feiertagen oder im Nachtdienst. Unentbehrlich für das Unternehmen wollen viele sein. Die eigenen Bedürfnisse werden in den Hinter- grund gestellt und Freunde sowie Außenstehende bezeichnen einen als Workaholic4. Dieser Zustand von unentbehrlich sein und Arbeitswahn ist nur zeitweise tragfähig und keinesfalls auf Dauer möglich. Fällt ein Mitarbeiter über einen längeren Zeitraum aus, so lautet die medizinische Diagnose oft Depression. Häufig hörte man es den einen oder anderen Mitarbeiter im Erziehungsdienst sagen, doch davor war es niemanden bewusst, dass es zu einem Vorfall im eigenen Team kommen könnte. Durch solche Vorfälle werden die Warnsignale im Kollegium eher wahrgenommen und es wird zu- dem auch bewusster gearbeitet.

Aufbau der Arbeit

Das 2. Kapitel dieser Arbeit befasst sich mit der Resilienz. Zu Beginn des Kapitels wird der Begriff in wörtlicher Übersetzung hergeleitet, definiert und erläutert. Die Definition soll zur genaueren Erläuterung der Begrifflichkeit und als theoretische Grundlage im weiteren Verlauf dieser Arbeit dienen.

In den Unterpunkten wird der Fokus auf den geschichtlichen Hintergrund, sprich die Entwicklung, der Resilienz sowie die Anfänge der Forschung, bis zum heutigen Tage, gelegt. Ein solcher Exkurs wird ebenfalls für den weiteren Verlauf der Arbeit notwendig sein, da sich durch den Wandel der Zeit, der Erkenntnisstand zur Entwicklung von Resilienz erweitert hat.

Des Weiteren geben die Unterpunkte Aufschluss über den Erwerb und die Entwicklung von Resilienz im Kinder-, Jugend- und Erwachsenenalter. Hierzu werden das Schutzund Risikofaktorenkonzept sowie weitere Resilienzmodelle aufgezeigt. Anschließend werden die entscheidenden Schlüssel-Faktoren der Resilienz anhand der sieben Säulen dargestellt. Darauffolgend wird ein Bezug zur Sozialisation, durch die sieben Thesen nach Hurrelmann, hergestellt.

Abschließend zu diesem Kapitel wird die Bedeutung von Resilienz für die Gesellschaft verdeutlicht.

Im 3. Kapitel wird der Begriff des Burnouts erläutert sowie die Herkunft des Begriffs mit einem Definitionsversuch dargestellt. Anhand verschiedener Definitionen aus der Lite- ratur, wird die beste zutreffende Definition hergeleitet, da bislang keine einheitliche Definition zu diesem Syndrom vorhanden ist. Die Unterpunkte befassen sich ebenfalls, wie auch bei der Resilienz, mit dem historischen Hintergrund, da es in der Burnout- Forschung in den vergangenen Jahren einige Fortschritte und neue Erkenntnisse gab. Des Weiteren umfasst dieses Kapitel theoretische Ansätze zu der Entstehung eines Burnouts bei einzelnen Personen, Teams und Institutionen. Im weiteren Verlauf wer- den die gesellschaftlichen Zusammenhänge und die strukturellen Veränderungen in der Sozialen Arbeit näher erläutert. Es werden zudem einzelne Stressoren beleuchtet, welche den Betroffenen oft nicht bewusst sind. All diese Signale sollen hierbei als Wegweiser für mehr Lebensqualität dienen.

Abschließend zum dritten Kapitel wird hinterfragt, welche mögliche Schuld der Arbeitgeber am Ausbrennen trägt und welche Faktoren die Entstehung eines Burnouts begünstigen können.

Das 4. Kapitel umfasst den Bereich der Sozialen Arbeit und setzt sich mit der Frage auseinander,

- Was kann Soziale Arbeit präventiv leisten, um potentiell Betroffene gegen den Prozess des Ausbrennens zu schützen und zu stärken?

Hierbei soll die Soziale Arbeit als Vermittler zwischen Burnout und Resilienz verstanden werden. Wie auch in den beiden vorherigen Kapiteln, ist ein Exkurs in die Grundlagen der klassischen Methoden der Sozialen Arbeit notwendig, um zu verdeutlichen, welchen Wandel sich dieses Berufsfeld bereits unterzogen hat. Anknüpfend an die klassischen Methoden werden zwei Ansätze der Sozialen Arbeit beschrieben und kritisch hinterfragt. Die darauffolgenden Methoden der Sozialen Arbeit werden ebenfalls näher beschrieben und kritisch hinterfragt. Diese Hinterfragungen der Ansätze und Methoden sollen verdeutlichen, weshalb gerade in diesem Arbeitsfeld überdurchschnittlich viele Arbeitsunfähigkeitstage zu verzeichnen sind.

Abschließend zu dieser Arbeit werden noch vier Varianten erläutert, mit denen einem Burnout entgegengewirkt werden kann. Ganz gleich ob im beruflichen oder privaten Kontext.

Die in dieser Arbeit verwendeten Personenbezeichnungen beziehen sich jeweils auf beide Geschlechter. Um den Lesefluss möglichst nicht zu beeinflussen, wurde immer die männliche oder eine neutrale Form gewählt. Zudem wurde auf die Doppelung männlicher und weiblicher Formen nach dem Muster, der oder die, er oder sie usw. verzichtet. Die verwendete männliche Form umfasst ebenfalls den weiblichen Teil der Bevölkerung.

Wie der Überschrift der Arbeit zu entnehmen ist, geht der Autor davon aus, dass Resilienz die Kraft aus einer Krisensituation ist. Doch inwieweit ist Resilienz die Schlüsselkompetenz gegen Burnout und welchen Auftrag kann die Soziale Arbeit verfolgen?

2.0 RESILIENZ

Der Begriff Resilienz leitet sich aus dem lateinischen Verb „resilire“ ab, was mit „zurückspringen“ oder „abprallen“ wörtlich übersetzt wird. Im Englischen wird der Begriff „resilience“ sowohl für Belastbarkeit, Widerstandskraft als auch für Elastizität und Unverwüstlichkeit verwendet. Es beschreibt die Fähigkeit eines Werkstoffes, nach einer Verformung sich durch Druck- oder Zugeinwirkung wieder in seine alte Form zurück zu begeben. In der sozialwissenschaftlichen Fachsprache beschreibt Resilienz die Fähigkeit eines Individuums, sich trotz belastender Lebensumstände oder Situatio- nen psychisch gesund zu entwickeln.5

2.1 DEFINITION VON RESILIENZ

Eine Vielzahl an Definitionen lassen sich in der Literatur finden, beispielweise von:

- Doris Bender & Friedrich Lösel, welche den Begriff der Resilienz als „gute Er- gebnisse von Entwicklung trotz ernsthafter Gefährdungen für Anpassung oder Entwicklung“ 6 definieren.
- Rosmarie Welter-Enderlein, sie formulierte 2006 folgende Definition - „Unter Resilienz wird die Fähigkeit von Menschen verstanden, Krisen im Lebenszyklus unter Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen zu meistern und als Anlass für Entwicklung zu nutzen.“7

Als allgemein anerkannte Definition im deutschsprachigen Raum gilt jedoch die Begriffsbestimmung von:

- Cornelia Wustmann, die sich sowohl auf die internalen, als auch externalen Kri- terien von Resilienz bezieht, indem sie sagt, dass Resilienz „die psychische Widerstandsfähigkeit gegenüber biologischen, psychologischen und psychosozialen Entwicklungsrisiken“8 ist.

Das heißt, „Resilienz wird anhand von Anpassungsleistungen an die soziale Umwelt verstanden, oder es werden explizit die inneren Befindlichkeiten mitberücksichtigt.“9 Hieraus ergibt sich, dass Resilienz keine Persönlichkeitseigenschaft ist, welche gene- tisch festgelegt wird. Resilienz ist viel mehr als Fähigkeit anzusehen, die nicht zwangs- läufig stabil, sondern meist situationsspezifisch ist. Eine Person kann zu einem Zeitpunkt resilient sein und in einer anderen Situation dagegen Schwierigkeiten haben, mit Problemen umzugehen.10

Durch Interaktionsprozesse zwischen dem Individuum und seiner Umwelt entwickelt sich Resilienz vor allem im Kindesalter. Im Laufe des Lebens verändert sich die Wider- standsfähigkeit durch positive sowie negative Erfahrungen in Krisensituationen, woraus sich ebenfalls ergibt, dass Resilienz eine „variable Größe“11 und keine stabile Einheit ist.

Die Resilienzforschung geht davon aus, dass zwei Bedingungen vorliegen müssen, damit Resilienz entwickelt werden kann. Zum einen muss das Kind mit einer Risikosituation konfrontiert werden und zum anderen sollte es diese positiv bewältigen.12 Risikosituationen können beispielsweise der Tod einer nahestehenden Bezugsperson, die Trennung der Eltern, das Aufwachsen in Armut, etc. sein. Wird solch eine Risikosituation erfolgreich bewältigt, so bildet sich beim Kind die Fähigkeit aus, in einer erneuten Krise mit gesunder Widerstandskraft Probleme zu bewältigen.13

Ein begünstigender Faktor, der einem Kind helfen kann resilient zu werden wäre es, ein emotional stabiles soziales Umfeld zu haben. Hier kann die Soziale Arbeit ansetzen und positiven Einfluss auf die Entwicklungsprozesse von Kindern nehmen. Hierbei gilt es nicht nur bei der Auflösung von Risikosituationen Hilfestellungen zu geben, sondern bereits im Vorfeld „ressourcen- und bewältigungsorientierte Kompetenzen bei Kindern frühzeitig und gezielt zu unterstützen“.14

Ein damit mögliches assoziierendes Bild wäre das „Stehaufmännchen“, dass sich aus jeder beliebigen Lage wieder aufrichten kann.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass Resilienz immer multidimensional und individuell auf jede einzelne Person zu betrachten ist.

Das folgende Kapitel befasst sich mit dem geschichtlichen Hintergrund der Resilienzforschung. Da sich durch den Lauf der Zeit der aktuelle Erkenntnisstand zur Entwicklung von Resilienz, von einem defizitorientierten Modell zu einem ressourcenorientierten Modell, in den vergangenen 50 Jahren geändert und sich der Blickwinkel erweitert hat.

2.2 GESCHICHTLICHER HINTERGRUND DER RESILIENZFORSCHUNG

Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts wurde der Begriff „Resilienz“ vom Psychologen Jack Block in die Psychologie eingeführt.15 Bis dato lag der Fokus der psychologischen Forschung ausschließlich auf den negativen Einflüssen von biologischen und psychosozialen Risikofaktoren, wie zum Beispiel Armut, Hunger, Gewalt, Traumatisierung, Unfälle, Krankheit oder die Scheidung der Eltern. Die Anfänge der Resilienzforschung liegen in den 1970er Jahren und stehen in direktem Zusammenhang mit einem Paradigmenwechsel in der Human- und Sozialwissenschaft.

In dieser Zeit wurde der Blick von einem krankheits- und defizitorientierten Modell auf ein gesundheitsförderndes- und ressourcenorientiertes Modell gerichtet. Eingeleitet wurde dies durch die Studien des israelisch-amerikanischen Medizinsoziologen Aaron Antonovsky, welcher in den 1970er Jahren den Begriff der Salutogenese16 prägte.17 Hierbei handelt es sich um ein medizinisches Präventionskonzept, welches entgegen dem damals vorherrschenden Prinzip der Pathogenese (Krankheitsentstehung) davon ausgeht, dass Gesundheit durch Maßnahmen erhalten und gefördert werden kann. Statt erst bei einer Erkrankung einzuschreiten, liegt der Fokus auf der Vorbeugung.

Der Schwerpunkt der Resilienzforschung liegt wie die Salutogenese „auf den Ressour- cen und Schutzfaktoren von Menschen und fragt danach, was Menschen hilft, schwie- rige Bedingungen erfolgreich zu bewältigen“18, jedoch ist die Resilienzforschung stär- ker auf den Prozess der positiven Anpassung und Bewältigung fokussiert und metho- denorientierter.19

Gegen Ende der 1970er Jahre entwickelte sich in Großbritannien und den USA eine systematische Resilienzforschung aus der Entwicklungspsychopathologie. Ende der 1980er Jahre wurde die Resilienzforschung auch ein fester Bestandteil der deutschen Forschung.

Die Resilienzforschung wird häufig mit dem Namen der amerikanischen Entwicklungs- psychologin Emmy E. Werner und dem ihrer Kollegin Ruth Smith verbunden. Werner legte 1971 eine Studie über die Kinder der Hawaii-Insel Kauai an, welche als eine der Pionierstudien zum Thema Resilienz gilt.

Im Rahmen dieser Studie wurden die Entwicklungen von fast 700 Kindern eines Jahr- gangs aus schwierigen Verhältnissen von ihrer Geburt an, über 40 Jahre beobachtet, getestet und dokumentiert.20 Erstmals wurden die Kinder in der pränatalen Entwick- lungsperiode und anschließend im Alter von ein, zwei, zehn, 18, 32 und 40 Jahren er- neut untersucht. Die Untersuchungen führte die Amerikanerin in Kooperation mit Kin- derärzten, Psychologen und Mitarbeitern des Gesundheits- und Sozialdienstes durch. Fokussiert wurden dabei die psychosozialen und biologischen Stress- und Risikofakto- ren sowie die Schutzfaktoren21, welche Einfluss auf die Konstitution der Kinder nah- men.22

Etwa ein Drittel dieser Kinder wuchs trotz erschwerter Bedingungen zu lebenstüchtigen Erwachsenen heran, obwohl sie von chronischer Armut, Krankheit, Disharmonien in der Familie oder Alkohol- und/oder Drogensucht betroffen waren. Ein Drittel dieser Kinder zeigte während des gesamten Untersuchungszeitraums keinerlei Verhaltensauffälligkeiten. Sie traten selbstbewusst auf, waren leistungsorientiert und zuverlässig. Zudem wurden sie weder straffällig, noch wiesen sie Defizite in der Schule auf. Des Weiteren gab es in dieser Gruppierung im Alter von 40 Jahren die wenigsten Todesfälle und Gesundheitsprobleme. Alle waren berufstätig und die meisten Ehen waren stabil, denn die mittlerweile erwachsen gewordenen schauten positiv in die Zukunft und offenbarten ihr Mitgefühl für andere Menschen in Not.23

Über die Jahre war es Werner möglich diverse Faktoren zu identifizieren, welche die Kinder, beziehungsweise die Erwachsenen, von den übrigen Zweidritteln der Proban- den unterschied. Zum einen spielten schützende Charaktereigenschaften eine wesent- liche Rolle, denn diese Kinder wurden als liebevoll, gutmütig, und ausgeglichen be- schrieben. Zudem waren sie kommunikativ, wenig ängstlich und sie waren in der Lage zu analysieren und zu planen. Zum anderen verfügten sie über psychisch schützende Faktoren in ihrem sozialen Umfeld.

Im Vordergrund steht hierbei, dass die Kinder eine stabile Bindung zumindest zu einem Erwachsenen aufbauen konnten und von diesem zuverlässig unterstützt wurden. Die resilienten Kinder verließen sich in Krisensituationen nicht nur auf ihre Eltern, sondern holten sich auch bei Verwandten, Nachbarn oder Freunden einen Rat. Freundschaften mit anderen Kindern aus ähnlichen oder gleichen Konstitutionen boten positive Lebensperspektiven und hielten oft ein Leben lang.24

Aufgrund dieser Ergebnisse der Studie, kam Werner zu dem Fazit, dass Resilienz erlernbar ist.

Diese Längsschnittstudie war nicht die erste zum Thema Resilienz, im Gegensatz zu anderen Studien leistete sie jedoch einen sehr wichtigen Beitrag zur Resilienzforschung, denn sie deckte Einflussfaktoren auf, welche das Risiko von psychosozialen Störungen und Erkrankungen einschränken könnten.

Als weiterer Pionier gilt Psychologe Norman Garmezy. Er wird oft als „Großvater der Resilienztheorie“ bezeichnet, da er in den 1960er Jahren entdeckte, dass sich Kinder schizophrener Eltern zu erfolgreichen und glücklichen Erwachsenen entwickeln kön- nen.25 Die Resilienzforschung, wie auch die entwickelten Konzepte zur Resilienzförde- rung, haben sich seit den Anfängen der Forschung überwiegend nur auf die Entwick- lungsphasen der Kindheit und Jugend beschränkt. Erst in jüngerer Zeit wurden Studien von Bengel und Lyssenko (2012)26 zu „Schutzfaktoren im Erwachsenenalter“ zusam- mengefasst. 27

Im Mittelpunkt der Resilienzforschung steht die positive und gesunde Entwicklung trotz andauerndem und hohem Risikostatus sowie die beständige Kompetenz unter akuten Stressbedingungen, sich positiv und schnell von traumatischen Ereignissen zu erholen.28

Doch wie genau entwickelt sich Resilienz?

Bislang befasste sich die Arbeit hauptsächlich mit Studien zu den Risikoeinflüssen und der Blick wurde überwiegend auf mögliche Defizite und Schwierigkeiten in der Entwicklung gelegt. Das nun folgende Unterkapitel soll Aufschluss darüber geben, wie sich Resilienz anhand von Ressourcen und Schutzfaktoren sowie der wechselseitigen Beeinflussung von Risiko- und Schutzfaktoren, bei Kindern entwickelt.

2.3 ENTWICKLUNG UND ERWERB VON RESILIENZ

Wie von der Resilienzforschung durch Studien belegt und im Kapitel 2.1 bereits erläutert, ist Resilienz keine angeborene Eigenschaft des Menschen, sondern vielmehr eine Fähigkeit, welche erlernt werden kann.

Laut Wustmann ist Resilienz als ein dynamischer Anpassungs- und Entwicklungsprozess anzusehen und „bezeichnet kein angeborenes Persönlichkeitsmerkmal eines Kindes, sondern umfasst eine Kapazität, die im Verlauf der Entwicklung im Kontext der Kind-Umwelt-Interaktion erworben wird.“29 Vorrangig im Kindes- und Jugendalter findet der Erwerb durch diverse Entwicklungsprozesse statt. In dieser Zeitspanne werden die meisten prägenden Erfahrungen gesammelt und wichtige Entwicklungsaufgaben bewältigt. Hierzu zählt beispielsweise der Erwerb der Sprache, die Anpassung an gesellschaftliche Normen sowie Anforderungen von Seiten der Kindertageseinrichtungen oder der ansässigen Schulen.

Resilienz versteht sich also nicht nur als die Fähigkeit, sich in besonderen Stress- oder Angstsituationen widerstandsfähig zu verhalten, „sondern schließt den Erwerb bzw. Erhalt altersangemessener Fähigkeiten und Kompetenzen der normalen kindlichen Entwicklung mit ein.“30 Entscheidend für positive Entwicklungsprozesse sind somit die Art und Weise der Bewältigung von Entwicklungsaufgaben, denn diese legen in frühen Jahren den Grundstein für die Zukunft. Wird ein Problem, eine Aufgabe oder Situation von einem Kind erfolgreich bewältigt, so wird es positiv in seiner Persönlichkeit gestärkt, wodurch es sich einer erneuten herausfordernden Situation mit Zuversicht stellen wird. Ist das Kind jedoch nicht in der Lage solch eine Situation erfolgreich zu meistern, so ist mit einer Stagnation, Entwicklungsdefiziten oder gar psychischen Fehlentwicklungen und somatischen Erkrankungen zu rechnen.31

In diesen beschriebenen Prozessen spielt nicht nur das Individuum eine Rolle, sondern auch die Umwelt in der es interagiert und aufgewachsen ist.

Wustmann fasst dies wie folgt zusammen: „Resilienz umfasst nach heutigen Erkenntnissen ein hochkomplexes Zusammenspiel aus Merkmalen des Kindes und seiner Lebensumwelt. Die Wurzeln für die Entwicklung von Resilienz liegen in besonderen risikomildernden Faktoren innerhalb oder außerhalb des Kindes“32

Hieraus ergibt sich die Frage,

- welche Faktoren einen positiven Einfluss und welche einen negativen Einfluss auf die Entwicklung des einzelnen Individuums haben können?

Im Folgenden Kapitel wird dies durch die verschiedenen Modelle und Konzepte der Resilienzforschung erläutert.

2.3.1 KLASSIFIKATION VOM SCHUTZ- UND RISIKOFAKTORENKONZEPT

Zwei der zentralen Resilienzkonzepte sind das Risiko- und das Schutzfaktorenkonzept. Hierbei handelt es sich um zwei eigenständige und abgeschlossene Konzepte, die jedoch in einem wechselseitigen Verhältnis zueinanderstehen.

Bei dem Risikofaktorenkonzept wird zwischen zwei Merkmalsgruppen unterschieden. Auf der einen Seite die Kind bezogenen Vulnerabilitätsfaktoren33, die biologische, wel- che auch psychologische Merkmale des Kindes umfassen, und auf der anderen Seite die Risikofaktoren bzw. Stressoren, die in der psychosozialen Umwelt des Kindes ent- stehen.34

Die Vulnerabilitätsfaktoren werden zudem noch in primäre und sekundäre Faktoren unterteilt. Unter den primären Faktoren versteht man Eigenschaften, welche das Kind von Geburt an aufweist z.B. genetische Dispositionen, Geburtskomplikationen, Chro- mosomenanomalien, neuropsychologische Defizite. Die sekundären Vulnerabilitätsfak- toren hingegen befassen sich mit Merkmalen, welche erst durch die Interaktion mit der Umwelt erworben werden.35 Mit Umwelt ist in erster Linie die Familie und das soziale Umfeld des Kindes gemeint.

Mit zunehmendem Alter spielen immer weniger biologische Risiken, wie z.B. neuropsychologische Defizite oder ein niedriger Intelligenzquotient, eine Rolle. Viel mehr treten soziale Risiken aus der kindlichen Umwelt in den Vordergrund.36

Alkohol- oder Drogenmissbrauch stellen beispielsweise soziale Risikofaktoren dar, ebenso psychische Störungen der Eltern oder die Trennung der Eltern. Des Weiteren können aber auch Erziehungsdefizite, häufige Schulwechsel, Umzüge oder chronische Armut als Risikofaktor gelten. Als gravierende und nur schwer überwindbare Risikofak- toren gelten traumatische Erlebnisse, wie der Tod eines Elternteils, Kriegserlebnisse, wie auch selbst erlebte Gewalttaten.

Gerade im Bereich der schwer überwindbaren Risikofaktoren, sollte die Soziale Arbeit positiv auf die Entwicklungsprozesse von Kindern einwirken um Resilienzentwicklung zu stärken. Ausführlicher dazu im Kapitel 4.

Es ist darauf hinzuweisen, dass jeder Risikofaktor als potentielle Gefährdung für die Entwicklung des Kindes anzusehen ist, aber nicht jeder Risikofaktor führt wirklich zu einer Beeinträchtigung. Ausschlaggebend ist, in welchem Maße, welcher Anhäufung, Dauer und Abfolge das Kind den Belastungen ausgesetzt ist. Zudem spielen das Alter, der Entwicklungsstand sowie das Geschlecht eine ausschlaggebende Rolle für die Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung.

Je nach Wechselwirkung zwischen Individuum und Umwelt, kann ein Risikofaktor be- deutend unterschiedliche Auswirkungen haben, die im Einzelfall über die Entwicklung entscheiden.

Als Schutzfaktoren werden Merkmale bezeichnet, die die Wahrscheinlichkeit des Auf- tretens einer psychischen Disposition senken und zusätzlich eine positive Entwicklung erhöhen können.37 Schutzfaktoren werden in der Literatur auch als risikomildernde, entwicklungsfördernde oder protektive Faktoren bezeichnet. Dies bedeutet, wenn eine Krisensituation oder eine Gefährdung des Kindes vorliegt, können die protektiven Fak- toren das Kind vor den Folgen einer negativen Entwicklung schützen. Die entwick- lungsfördernden Bedingungen können sowohl beim Kind selbst, als auch in der Familie oder im außerfamiliären sozialen Umfeld, z.B. in einer Kindertagesstätte, vorhanden sein.

Eine positive Selbstwahrnehmung, Selbststeuerung, ein positives Temperament oder intellektuelle Fähigkeiten zählen hierbei als personelle Ressourcen. Als soziale Res- sourcen gelten stabile innerfamiliäre Bezugspersonen oder eine harmonische Paarbe- ziehung der Eltern.

Zu den außerfamiliären Schutzfaktoren zählen vorrangig Bildungseinrichtungen, wel- che klare Regeln und Strukturen schaffen. Ebenfalls schaffen diese einen der Entwick- lung angepassten Leistungsstandard durch das festgelegte Schulsystem und bieten zudem Möglichkeiten stabile Freundschaften entwickeln zu können. Des Weiteren könnten sich aus diesen außerfamiliären Schutzfaktoren eine oder mehrere Bezugs- personen außerhalb der Familie entwickeln, wie z. B. einen Lieblingserzieher oder - lehrer.38

Beim Schutzfaktorenkonzept, gilt genau wie bei dem Risikofaktorenkonzept, dass die einzelnen Einflüsse miteinander addiert werden. Daraus resultiert, je mehr Schutzfakto- ren vorhanden sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Kind positiv entwickelt und vor negativen Entwicklungsfolgen geschützt ist. In der Literatur wird die Wichtigkeit einer emotionalen und stabilen Beziehung, zumindest zu einer naheste- henden Bezugsperson, immer wieder betont. Wie auch schon in der Längsschnittstudie im 2.1 Kapitel von Werner verdeutlicht wurde, ist die kontinuierliche Beziehung des Kindes zu einer Person, bei der es sich angenommen und geborgen fühlt, einer der bedeutsamsten Schutzfaktoren.39

Diese beiden Faktorenkonzepte sollten nicht als sich gegenüberstehende Konzepte betrachtet werden, sondern vielmehr als solche, die sich wechselseitig beeinflussen. Oftmals ergeben sich aus risikoerhöhenden Faktoren Belastungen, der risikomildernden Faktoren gegenüberstehen, woraus sich Ressourcen entwickeln können. Wenn beispielsweise die Trennung der Eltern als Risikofaktor gilt und der Kontakt zu einer vertrauten Bezugsperson als mildernder Faktor der Trennung gegenübersteht, so kommt es zu einem Wechselwirkungsprozess von Belastungen und Ressourcen, welcher sich positiv auf die Entwicklung des Kindes auswirken kann.

Von hier an ist in der Resilienzforschung weiter zu fragen, welche Faktoren auf welchen Ebenen den Erwerb der Widerstandsfähigkeit beeinflussen. Folgend wird diese Arbeit mit Hilfe von Resilienzmodellen dem nachgehen.

2.3.2 RESILIENZMODELLE

Die folgenden Resilienzmodelle bieten genauso wie die Konzepte Grundlagen, auf denen die Methoden der Sozialen Arbeit aufgebaut werden. Sie verdeutlichen, wie vielschichtig sich die Resilienz zusammensetzen kann.

Kompensationsmodell:

Das Kompensationsmodell geht davon aus, dass Schutzfaktoren ausgleichend auf Risikofaktoren einwirken können. Laut Wustmann stellt die kompensierende Größe eine neutralisierende Variable dar.40 Bei ausreichend vorhandenen entwicklungsför- dernden Bedingungen kann somit der Konflikt ausgeglichen werden. Ist das nicht der Fall, ist die Wahrscheinlichkeit für eine negative Entwicklung um einiges größer. Wustmann äußert sich dazu wie folgt: „Beispielsweise kann die sozial-emotionale Unterstützung durch Großeltern oder eine sensitive Haltung der Erziehungsperson (Schutzfaktoren) einem Kind ermöglichen, trotz elterlicher Konflikte (Risikofaktor) emotional ausgeglichen zu sein und als Folge davon gute schulische Leistungen zu erbringen. Ohne das Vorhandensein dieser Schutzfaktoren wäre die Wahrscheinlichkeit höher, dass das Kind Schulprobleme entwickelt…“41

Herausforderungsmodell:

Risikofaktoren werden nicht als negativer Einfluss gesehen, sondern als Herausforde- rungen, welche das Kind bei erfolgreicher Bewältigung an Kompetenzen wachsen las- sen und dadurch stärken. Bei dem Herausforderungsmodell steht der Bewältigungs- prozess im Vordergrund. Auf diese Bewältigungskompetenzen kann das Kind bei er- neuten Herausforderungen zurückgreifen. Wird ein Kind durch belastende Situationen gefordert, so ist eine erfolgreiche Bewältigung der Situation notwendig, um diese Fä- higkeit auszubilden.42

Interaktionsmodell:

Das Interaktionsmodell geht davon aus, dass die entwicklungsfördernden Faktoren nur einen indirekten Einfluss auf die Entwicklung nehmen. Dieses Modell legt den Fokus auf die risikoerhöhenden und risikomildernden Faktoren die in einem interaktiven Verhältnis zueinander stehen müssen. Daraus resultiert, dass ein Schutzfaktor nur dann wirkt, wenn ein kritischer und risikoerhöhter Kontext besteht.43

Kumulationsmodell:

Das Kumulationsmodell nach Rutter, welches Wustmann in ihrer Arbeit „Resilienz. Widerstandsfähigkeit von Kindern in Tageseinrichtungen fördern“ erläutert, ist als eine Erweiterung des Interaktionsmodells zu sehen. Bei dem Modell wird davon ausgegangen, dass sich die Anzahl „mehrerer risikoerhöhender bzw. mehrerer risikomildernder Faktoren addieren können.“44 Das bedeutet, je mehr Schutzfaktoren vorhanden sind, desto wahrscheinlicher ist eine positive Entwicklung des Kindes.

Die vorgestellten Resilienzmodelle schließen sich nicht gegenseitig aus, sondern kön- nen sich, gerade in der praktischen Umsetzung, in vielen Punkten ergänzen und/oder verstärken. In keinem dieser Modelle werden die personalen Entwicklungsverläufe be- rücksichtigt. Resilienz ist zudem immer situationsspezifisch und individuell zu betrach- ten, da die Wechselwirkungen zwischen Kind und Umwelt, aufgrund von externen Fak- toren sehr komplex sind.

2.4 SIEBEN SÄULEN DER RESILIENZ

„Die ‘sieben Säulen der Resilienz‘ sind auch vergleichbar mit Standbeinen, auf denen Menschen sicher durch Krisen wandern können. Je mehr dieser Standbeine sie entwi- ckelt haben, desto fester stehen Sie im Leben und geraten nicht ins Wanken.“45 In der folgenden Abbildung sind die sieben Schlüsselfaktoren zur Entstehung von Resi- lienz zu sehen. Diese Faktoren beeinflussen und ergänzen sich gegenseitig, woraus resultiert, dass sie nicht zwangsläufig chronologisch aufeinander aufbauen müssen. Im weiteren Verlauf werden die sieben Säulen, welche das Fundament für den Aufbau der Resilienz darstellen, kurz erläutert.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Sieben Säulen der Resilienz46

1. Optimistisch sein:

Es ist, wie es ist. Jede Krise ist zu meistern und irgendwann vorbei. Es ist wichtig, dass einem bewusst wird, dass jede Krise zeitlich begrenzt ist und somit kein unendliches Schicksal darstellt.47

2. Situation Akzeptieren:

Das Akzeptieren einer Situation, ganz gleich wie negativ sie erscheint, ist ein wesentlicher Schritt zur Lösung. Nur wenn die Krise erkannt und akzeptiert wird, kann sie auch angegangen werden. Die Akzeptanz ist die Vorstufe zur Bewältigung einer Krise.48

3. Zu Lösungen kommen:

Wurde die Situation akzeptiert, so muss aus eigener Kraft eine Lösung entworfen werden, wodurch ein gesundes Selbstvertrauen entwickelt wird. Die Lösungsorientierung hängt weitestgehend von der persönlichen Einstellung ab. Hierbei ist es wichtig, welche Erwartungen der Betroffene an seine Zukunft hat und wie seine Ziele aussehen.49

4. Opferrolle verlassen:

Personen mit einem gering ausgeprägten Selbstbewusstsein und Selbstver- trauen müssen lernen sich aus ihrer Opferrolle zu winden, indem sie sich aktiv mit Situationen auseinandersetzen und versuchen diese zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Hierbei stehen die eigenen Bedürfnisse sowie die Leistungsgren- zen im Vordergrund.50

5. Verantwortung ergreifen:

Nur wer für sein Handeln Verantwortung übernimmt, ist bereit für Neues.

Durch ein verantwortungsbewusstes Auftreten, lässt man sich durch die Mei- nung anderer nicht so schnell irritieren. Hierbei gilt, wer wieder die Verantwor- tung für das eigene Leben übernimmt, der muss auch die Konsequenzen für sein Handeln übernehmen. Hilfreich dafür ist die sechste Säule.51

6. Kontakte entwickeln:

Oftmals verfügen resiliente Menschen über ein stabiles soziales Netzwerk. Sie sind umgeben von Menschen, die sie unterstützen und die ihnen in Krisensitua- tionen beistehen. Dadurch können sie gestärkt und optimistisch aus einer Krise herausgehen.52

7. Zukunft planen:

Es ist wichtig eine realistische Vorstellung von seiner Zukunft zu haben. Ent- sprechende Vorbereitungen sowie Planungen für die Zukunft können sich bei der Bewältigung von Krisen als nützlich erweisen, da man die eigenen Bedürf- nisse und Wünsche schon kennt. Eine entsprechende Zukunftsplanung kann also die Möglichkeit bieten, große Krisen in Eigenverantwortung zu bewälti- gen.53

Diese sieben Säulen verdeutlichen, dass Resilienz ein ganzheitliches Entwicklungskonzept ist, welches Menschen befähigt, sich in ihrer privaten und der gesellschaftlichen Umwelt durchzusetzen und behaupten zu können.

Diese Säulen werden als zusammenhängend und sich ergänzend verstanden. Das bedeutet, „Nur wer in der Lage ist, seine Emotionen zu steuern, kann eine Haltung der Akzeptanz einnehmen und beginnen, in einer Krise nach Lösungen zu suchen. Nur wer die Fähigkeit zur Empathie besitzt, wird ein gutes Netzwerk von Freunden aufbauen, dass auch in Krisenzeiten Halt gibt und stützt. Wer Selbstwirksamkeitsüberzeugung besitzt kann die Opferrolle verlassen und selbst aktiv handeln, statt zu hoffen, dass andere das Problem lösen. Wer seine Zukunft plant, setzt sich automatisch Ziele und überlegt, wie er diese erreichen kann. Getragen wird dies stets von Optimismus und Zuversicht und der Bereitschaft, für sein eigenes Leben auch in Krisenzeiten Verant- wortung zu übernehmen sowie von dem festen Willen, die anstehenden Schwierigkei- ten zu bewältigen.“54

2.5 HERSTELLUNG EINES BEZUGES ZWISCHEN RESILIENZ UND SOZIALISATION

Die grundlegende Annahme in der Fachliteratur beinhaltet, dass Armut eine der erheblichsten Entwicklungsrisiken für Kinder darstellt. Dies ist zugleich die Grundhaltung, mit der die Problematik fachlich diskutiert wird. Des Öfteren wird in der heutigen Zeit ein Bezug zur Resilienzforschung und angemessenen Handlungskonzepten hergestellt, woraus sich Präventions- und Interventionskonzepte ableiten lassen. Um zu verstehen, wie kindliche Entwicklung und Sozialisation verläuft, bedarf es zunächst einer Erklärung des begrifflichen, konzeptionellen und theoretischen Zugangs.

Daher wird im Folgenden Schritt ein akzeptiertes, theoretisches Sozialisationskonzept vorgestellt und anschließend wird der Begriff der Lebensbewältigung eingeführt, um damit auf eine sozialpädagogische Handlungsperspektive zu verweisen bzw. um dadurch die Möglichkeiten, mit Hilfe von sozialpädagogischen Handelns verdeutlichen zu können.55

Der Begriff der Sozialisation wird in dieser Arbeit in Anlehnung an die Sozialisationstheorie von Klaus Hurrelmann (2002), erläutert. Hierbei geht Hurrelmann davon aus, dass Sozialisation als Persönlichkeitsentwicklung nicht im engeren entwicklungspsychologischen Sinne betrachtet werden sollte. Er geht von der These aus, dass sich ein Mensch sein ganzen Leben lang mit den inneren und äußeren Anforderungen der Lebensrealität auseinander setzt und dabei flexibel seine eingene Persönlichkeit formt.56 Nach den sieben Thesen Hurrelmanns und seinem „Modell des produktiv realitätsverarbeitenden Subjekts“ entwickelt sich Sozialisation im Wechselspiel zwischen Anlage und Umwelt.57 Zudem wird Sozialisation als Prozess der Persönlichkeitsentwicklung verstanden, welcher sich „in wechselseitiger Abhängigkeit von den körperlichen und psychischen Grundstrukturen und den sozialen physischen Umweltbedingungen“, entwickelt.58 Hierbei bilden die körperlichen und psychischen Grundstrukturen die „innere Realität“ und die „äußere Realität“. Hurrelmann definiert den Begriff der Sozialisation als „der Prozess der dynamischen und produktiven Verarbeitung der inneren und äußeren Realität.“59 In diesem Kontext spricht er von einer „gelingenden Persönlichkeitsentwicklung“ und davon, dass eine solche „eine den individuellen Anlagen angemessene soziale und materielle Umwelt“ voraussetzt.60 Als wichtigste Instanzen, welche als Vermittler fungieren, sieht er beispielweise die Familien, Kindergärten und Schulen, sprich die kindlichen Lebenswelten, welche im Resilienzdiskurs als das nähere und weitere soziale Umfeld bezeichnet werden.

Des Weiteren üben zusätzliche Systeme und Organisationen Einfluss auf die Pesönlichkeitsentwicklung aus. Hurrelmann differenziert hier je nach Gewichtung in primär (Familie, Freunde, Verwandte), sekundär (Kindergarten, Schule, Bildungssystem) und tertiär (Medien, Peergroup, Freizeitangebote).61 Seinem Konzept zu Folge ist die Persönlichkeitsentwicklung ein Prozess, welcher lebenslang andauert und der die lebensphasenspezifische Bewältigung von Entwicklungsaufgaben beinhaltet.

„Entwicklungsaufgaben sind Zielprojektionen, die in jeder Kultur existieren, um die Anforderungen zu definieren, die ein Kind, ein Jugendlicher, ein Erwachsener und ein alter Mensch zu erfüllen haben. Sie werden in einem Prozess der Selbstregulation bearbeitet.“62 Vor dem Hintergrund der bereits genannten Thesen, versteht Hurrelmann unter „gesunder Persönlichkeitsentwicklung“ die Herausbildung eines „autonom handlungfähigen Subjektes“, welches ein „reflektiertes Selbstbild“ und die damit verbundene Ich-Identität zur Voraussetzung hat.63

Identität entsteht immer dann, wenn „ein Mensch über verschiedene Entwicklungs- und Lebensphasen hinweg eine Kontinuität des Selbsterlebens auf der Grundlage des positiv gefärbten Selbstbildes wahrt“.64

Im Umkehrschluss bedeutet das: „Störungen der Identitätsbildung haben ihren Ausgangspunkt in einer mangelnden Übereinstimmung zwischen den personalen und sozialen Komponenten der Identität, also den Bedürfnissen, Motiven und Interessen auf der einen und den gesellschaftlichen Erwartungen auf der anderen Seite. Sie führen zu Störungen des Selbstvertrauens und in der Folge zu sozial unangepasstem und gesundheitsschädigendem Verhalten.“65

So lässt sich daraus schließen, dass die Persönlichkeitsentwicklung ein lebenslanger Prozess ist, welcher sich aus unterschiedlichen Lebensphasen und der Bewältigung von Entwicklungsaufgaben entsteht. „Gelingt die Bewältigung der erwartbaren Belastungen im Lebensalltag nicht, dann kann es zu Störungen der Persönlichkeitsentwicklung im sozialen, psychischen und körperlichen Bereich kommen. In der Regel beeinflussen sich diese drei Störungsbereiche gegenseitig und haben fließende Übergänge.“66 Das Ergebnis eines erfolgreichen Bewältigungsprozesses kennzeichnet sich durch soziale Integration, psychisches Wohlbefinden und körperliche Identität. Zum besseren Verständnis der sieben Thesen Hurrelmanns, sind diese der Arbeit als Anhang beigefügt.

Die Handlungsfähigkeit herzustellen bzw. wieder herzustellen, ist laut Böhnisch und Schefold die vorrangige Aufgabe einer an ihrem Konzept der Lebensbewältigung orientierten Sozialen Arbeit.67 „Der Aufbau von individuellen Handlungskompetenzen erfolgt dabei in einem ´Prozess der aktiven Auseinandersetzung mit der sozialen und dinglichen Umwelt´, womit Böhnisch/Schefold den Aspekt der ´Aneignung´ an die Stelle von ´Beeinflussung´ setzen und so die aktive Beteiligung des Subjekts betonen (vgl. ebd.,S. 69)“.68 Das Konzept der Lebensbewältigung wird an dieser Stelle kurz erläutert, da es auf eine sozialpädagogische Handlungsperspektive angelegt ist. Böhnisch und Schefold gehen, wie auch Hurrelmann, bei dem Begriff der Sozialisation von einem Basiskonzept für die Pädagogik im Kindes- und Jugendalter aus.69 In diesem Verständnis des Begriffes der Sozialisation kann auch im Umkehrschluss verstanden werden, dass wenn soziale Probleme auf eine nicht positive Sozialisation zurückzuführen sind, so lassen sich diese auch durch eine gelingende Sozialisation und ihr sozialintegratives Paradigma70 bewältigen.

Nach Böhnisch und Schefold vollzieht sich Sozialisation in einem gesellschaftlichen Wandel. Aufgrund dessen schlagen sie dem Paradigma der „Lebensbewältigung“ ein abgewandeltes Sozialisationskonzept vor - die „Normalität“. In diesem Sinne stellen sie auch die prinzipielle Vermittelbarkeit von innerer und äußerer Realität, nach Hurrelmanns Identitätskonzept, in Frage und setzen stattdessen auf „Normalisierung“ als neuem Prinzip von Sozialisation. Daraus resultiert, dass sich Normalität aus allgemeingültigen Werten und Normen ableiten lässt.71

Böhnisch und Schefold betonen die Wechselwirkung zwischen Lebensbewältigung und sozialer Lebenslage, da armutsbedingte Lebenslagen die Lebensbewältigung beeinträchtigen können. Hierzu beziehen sie sich auf das - Konzept der Lebenlage - nach Gerhard Weisser und Ingeborg Nahnsen. Dieses Konzept bezieht sich ebenfalls auf die Kinderarmutsforschung.72 Soziale Lebenslagen werden von Böhnisch und Schefold als ein „Set von Möglichkeiten und Mustern der Bewältigung von Lebensproblemen, die aus sozialen Problemen (Arbeit, Wohnen, soziale Beziehungen) entstehen“, definiert.73

Das Konzept der Lebenslage betrachtet zum einen die gesellschaftlichen Gegebenheiten, zum anderen auch die persönlichen Aspekte der Betroffenen.74 „Dies ist auch der trianguläre75 Blickwinkel, aus dem Soziale Arbeit ihre Aufgabenstellung zu formulieren hat, d.h. dass sich Erkenntnisse letztlich nur durch eine mehrfache hberprüfung absichern lassen.“76 Einen Zusammenhang der zentralen Begrifflichkeiten von Resilienz, Sozialisation und Lebensbewältigung herzustellen, erweist sich als durchaus hilfreich, da somit auf konkrete inhaltliche Ausrichtungen und weitere Argumentationen zurückgegriffen werden kann.77

Durch das in dieser Arbeit aufgeführte Konzept der Sozialisation werden die psychologisch vorgeprägten Begrifflichkeiten des Resilienzdiskurses von einer gelingenden Entwicklung in einem sozialpädagogischen Sinne umgedeutet, worus resultiert, dass ein zusammenhängender Bezug zwischen Subjekt, Handlungen und Gesellschaft hergestellt wird.

2.6 DIE BEDEUTUNG VON RESILIENZ FÜR DIE GESELLSCHAFT, WIRTSCHAFT, UNTERNEHMEN UND DEREN MITARBEITER

Seelische Erkrankungen und psychosoziale Probleme treten immer häufiger auf und nehmen in allen Industrienationen stetig zu. Etwa 30% der Bevölkerung leiden inner- halb eines Jahres, nach Arbeitsbeginn, an einer diagnostizierbaren psychischen Stö- rung. Am häufigsten lassen sich Depressionen, Angststörungen, psychosomatische Krankheiten und Suchterkrankungen diagnostizieren. Der Anteil psychischer Erkran- kungen und Arbeitsunfähigkeitstage steigt seit 1980 konstant an und beträgt inzwi- schen 15- 20 Prozent. Auch bei Kindern und Jugendlichen nehmen psychische Erkran- kungen und Verhaltensprobleme zu. Nur etwa die Hälfte aller psychischen Erkrankun- gen werden richtig und rechtzeitig erkannt.78

Die gesellschaftlichen Kosten durch Produktivitätsausfälle, hohe medizinische und therapeutische Behandlungen, Krankengeld und Rentenzahlungen sind enorm. Trotz der Zunahme an medizinischen und psychosozialen Versorgungsangeboten ist die Umsetzung dieser Angebote, angesichts der Dynamik und des Ausmaßes an seelischen Erkrankungen, nur in Ansätzen möglich. Zurückzuführen ist diese Problemlage auf zwei wesentliche gesellschaftliche Entwicklungen:

1. „Die psychosoziale Belastung des Einzelnen durch individuellen und gesell- schaftlichen Stress, wie zum Beispiel Leistungsanforderungen, Informationsüberflutungen, seelische Verletzungen, berufliche und persönliche Überforderungen, Konsumverführungen usw. nimmt stetig zu.

2. Durch familiäre Zerfallsprozesse, berufliche Mobilität, virtuelle Beziehungen, häufige Trennungen und Scheidungen kommt es zu einer Reduzierung tragfä- higer sozialer Beziehungen und dies sowohl qualitativer als auch quantitativer Art.“79

Viele Menschen sind dieser gesellschaftlichen Entwicklung, und dem damit verbundenen Druck, nicht gewachsen. Aufgrund der gesellschaftlichen Orientierung an materiellen und äußeren Werten, wird die Bedeutung des Subjektiven sowie der inneren Werte und der Sinnverbundenheit dramatisch unterschätzt.80

Laut einer Umfrage, mit der Leitfrage - „Resilienz - was haben Führungskräfte aus der Krise gelernt?“81 - die Egon Zehnder International im April 2010, in Bezug auf die Wirt- schaftskrise durchgeführt hat, geht hervor, dass sich nur jedes fünfte Unternehmen mit Resilienz sowie Förderungs- und Präventionsmaßnahmen auseinandersetzt. Im Herbst 2010 äußerte die Gewerkschaft der Polizei, dass sich die Beamten durch Zusatzbelas- tungen (Demonstrationen, Terrorwarnungen etc.) überfordert fühlen und an ihre Gren- zen geraten. Diese Beschreibung von Überlastungen und das Gefühl von Ohnmacht wird auch in den Berufsgruppen der Lehrer, Ärzten, Pflegepersonal und anderen sozia- len und helfenden Berufen beschrieben.82 Erweitert man den Blickwinkel für das The- ma Resilienz, sieht man beispielsweise den Umgang einer Gesellschaft mit alltäglichen Naturkatastrophen. Werden Individuen mit einem noch nie da gewesenen Problem konfrontiert, so können bisherige und vertraute Denkmuster blind machen und zudem auch fatale Folgen auslösen. An dieser Stelle kann eine Gesellschaft von einer ande- ren, die es verstanden hat, lernen aus schicksalhaften Krisen und Katastrophen ge- stärkt hervorzugehen. Besonders materiell und finanziell weniger gut gestellte Bevölke- rungen verstehen es, sich nach existenziellen Verlusten, zu reorganisieren und bei- spielsweise zerstörte Gebiete wiederaufzubauen. Ein hohes Maß an Eigenverantwort- lichkeit und Selbstorganisation zeichnet diese Resilienz-Gemeinschaften aus. Notwen- dig ist es also das Bewusstsein jedes einzelnen in unserer Gesellschaft zu stärken, denn es gibt keine umfassendere Prävention als das Bewusstsein für uns und unsere Umwelt.83 Hier geht es bei Prävention weniger um Problemvermeidung, sondern viel mehr um die Potenzialentfaltung.

[...]


1 Wellensiek, 2011, S.23

2 Ebd.

3 Gruppe von Symptomen, die für eine bestimmte Krankheit typisch sind.

4 Person, die unter dem Zwang steht, immer arbeiten zu müssen.

5 Vgl. Wellensiek, 2011, S.18

6 Bender; Lösel, 1998

7 Welter-Enderlin, 2006, S.13

8 Wustmann, 2004, S.18

9 Ebd. S.18

10 Vgl. Fröhlich-Glidhoff; Rönnau-Böse, 2009, S.10

11 Vgl. Wustmann, 2004, S.30

12 Vgl. Fröhlich-Glidhoff; Rönnau-Böse, 2009, S.10

13 Vgl. Ebd.

14 Vgl. ebd. S.12

15 Vgl. http://www.resilient.de/info.htm, abgerufen am 20.10.2016

16 Der Begriff Salutogenese (aus: salus (= Heil, Gesundheit) und genese (=Entstehung)) bedeutet so viel wie Gesundheitsentstehung oder die Ursprünge von Gesundheit

17 Vgl. Antonovsky, 1997

18 Fröhlich-Gildhoff; Rönnau-Böse, 2009, S.13

19 Vgl. ebd. S.14

20 Vgl. Wellensiek, 2011, S.18

21 Ressourcen in der eigenen Person und im Umfeld

22 Vgl. Wellensiek, 2011, S.19

23 Vgl. Werner, 2007, S.21

24 Vgl. Spiegel, http://www.spiegel.de/gesundheit/psychologie/psychologie-psychologen-lueften- das-geheimnis-psychischer-staerke-a-878086.html, zuletzt abgerufen am 20.10.2016

25 Vgl. Haas, 2015, S. 328.

26 Vgl. Bengel; Lyssenko, 2012, http://www.bzga.de/botmed_60643000.html zuletzt abgerufen am 26.10.2016

27 Fröhlich-Gildhoff; Rönnau-Böse, 2015, S.19

28 Vgl. Wustmann, 2004, S.19

29 Wustmann, 2004, S.28

30 Wustmann, 2004, S.20

31 Vgl. Ebd. S.20

32 Wustmann, 2004, S.20

33 Vulnerabilität (von lateinisch vulnus „Wunde“ bzw. vulnerare „verwunden“), der Begriff hat die Bedeutung von „Verwundbarkeit“ oder „Verletzbarkeit“. Kindbezogene Risikofaktoren, so genannte Vulnerabilitätsfaktoren z.B. Prä-, peri und postnatale Faktoren (Frühgeburt), chronische Erkrankungen (Asthma)

34 Vgl. Wustmann, 2004

35 Vgl. Fröhlich-Gildhoff; Rönnau-Böse, 2015, S.21

36 Vgl. Fröhlich-Gildhoff; Rönnau-Böse, 2015, S.21

37 Vgl. Wustmann, 2004, S.44

38 Vgl. Fröhlich-Gildhoff; Rönnau-Böse, 2009, S.29

39 Vgl. Werner, 2007, S.21

40 Vgl. Wustmann, 2004, S.57

41 Ebd.

42 Vgl. Wustmann, 2004, S.58

43 Vgl. Wustmann, 2004, S.59

44 Vgl. Wustmann, 2004, S.61

45 Bertelsmann-Stiftung, o.J.

s701ea950d061db61.jimcontent.com/download/version/1469547897/module/10446228512/nam e/Was%20sind%20die%20echten%20Resilienzfaktoren.pdf zuletzt abgerufen am 27.10.2016 S.12

46 http://mensch-im-wandel.de/root/img/pool/images/resilienz.jpg zuletzt abgerufen am 27.11.2016

47 Vgl. Heller, 2015, 3ff http://www.juttaheller.de/wp- content/uploads/2015/04/20150100_DieSaeule-1-2015-S-6-9-Heller.pdf zuletzt abgerufen am 27.11.2016

48 Vgl. Ebd.

49 Vgl. Ebd.

50 Vgl. Ebd.

51 Vgl. Ebd.

52 Vgl. Ebd.

53 Vgl. Ebd.

54 Weber, 2015, S.2

55 Vgl. Zander, 2009, S.21

56 Vgl. Hurrelmann, 2002, S.8

57 Ebd. S.24

58 Ebd. S.6

59 Hurrelmann, 2002, S.28

60 Ebd. S.39

61 Vgl. ebd. S.34

62 Ebd. S.35

63 Vgl. Zander, 2009, S.22f

64 Hurrelmann, 2002, S.38

65 Hurrelmann, 2002, S.39

66 Ebd. S.169

67 Vgl. Zander, 2009, S.23

68 Zander, 2009, S.23

69 Vgl. Hurrelmann, 2009, S.67

70 Ein Paradigma (Paradigmen oder Paradigmata) ist eine grundsätzliche Denkweise. Paradig- ma bezeichnet eine bestimmte Art der Weltanschauung oder eine Lehrmeinung.

71 Vgl. Zander, 2009, S.25

72 Vgl. Chassé; Zander; Rasch, 2005, S.51ff

73 Böhnisch; Schefold, 1985, S.89

74 Vgl. ebd. S.90

75 In der Kindheitsforschung meint Triangulation eine begründete Kombination von unterschiedlichen Methoden und Perspektiven, um so zu abgesicherten Ergebnissen zu kommen.

76 Zander, 2009, S 26

77 Vgl. Zander, 2009, S.26

78 Vgl. Wellensiek, 2011, S.37

79 Wellensiek, 2011, S.38

80 Vgl. Wellensiek, 2011, S.38

81 Vgl. Zehnder, 2010 http://www.egonzehnder.com/de/search.html?search=%E2%80%9EResilienz+%E2%80%93+w as+haben+F%C3%BChrungskr%C3%A4fte+aus+der+Krise+gelernt%3F%E2%80%9C zuletzt abgerufen am 10.11.2016

82 Vgl. Wellensiek, 2011, S.39

83 Vgl. Wellensiek, 2011, S.40

Ende der Leseprobe aus 102 Seiten

Details

Titel
Stress mich nicht! Resilienz: Die Kraft aus der Krise
Untertitel
Inwiefern ist unser Arbeitsalltag von Burnout und den Folgen betroffen und wie kann die Soziale Arbeit entgegenwirken?
Hochschule
Hochschule Hannover
Note
1,5
Autor
Jahr
2016
Seiten
102
Katalognummer
V351928
ISBN (eBook)
9783668425774
ISBN (Buch)
9783668425781
Dateigröße
2553 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Schlagworte
Resilienz, Kraft, Burnout, Handlungsstrategien, Ökonomisierung, Stress, Prävention, Prophylaxe, Sozialarbeit, Soziale Arbeit, Bachelor, Bachelorarbeit, Krise
Arbeit zitieren
Stefan Dahlke (Autor), 2016, Stress mich nicht! Resilienz: Die Kraft aus der Krise, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/351928

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