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Die Rolle des Obersalzbergs auf der Schaubühne des NS-Regimes

Titel: Die Rolle des Obersalzbergs auf der Schaubühne des NS-Regimes

Bachelorarbeit , 2016 , 47 Seiten , Note: 2

Autor:in: Sylvia Attoh-Oppenauer (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Selten hat ein Ort sein Gesicht und seine Bedeutung so oft gewechselt wie der Obersalzberg in Berchtesgaden. Wo sich noch vor Jahrhunderten ein bergbäuerliches Siedlungsgebiet befand, wurde dieses Gebiet Ende des 19. Jahrhunderts als Luftkurort von berühmten Persönlichkeiten genutzt. In den Jahren der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft wurde der Obersalzberg zum „Führungssperrgebiet“ und zweiten Regierungssitz Hitlers ausgebaut.

Im Fokus dieser Arbeit soll unter anderem auch die Frage beantwortet werden: „Welche Bedeutung hatte dieses Machtzentrum sowohl für Hitler persönlich als auch für das NS-Regime?"

Zur Berühmtheit gelangte Berchtesgaden nicht nur weil es sich zum Erholungs- und Lieblingsort Hitlers entwickelte, sondern ebenso zu einer Regierungsstadt mit einer exterritorialen Verwaltung ausgebaut wurde. 1923 verweilte Hitler erstmals am Obersalzberg. Diese Kulturlandschaft hinterließ auf ihn einen großen Eindruck. Er fühlte sich so wohl, dass er diesen Ort zu seiner zweiten Heimat wählte. Diese Entscheidung sollte jedoch für Berchtesgaden eine folgenschwere Entscheidung bedeuten. Es war nicht nur ein Bergdorf welches von den Mächtigen des Dritten Reiches zerstört wurde, sondern auch der Ort für die Gründung der Herrschaft des Terrors.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Berchtesgaden und der Obersalzberg bis 1923

2.1 Fremdenverkehr in Berchtesgaden

3. Hitlers erste Begegnung mit dem Obersalzberg

4. Hitlers Flucht auf den Berg

5. Der Obersalzberg als Hitlers taktisches Rückzugsgebiet

6. Hitler wird sesshaft

6.1. Das Haus Wachenfeld

7. Hitler erste Verhandlung mit Goebbels am Obersalzberg

8. Hitler lernt den Berg zu nutzen

9. Wallfahrtsort der Deutschen

10. Der „gute Nachbar“ wandelt sich

11. Die Auslöschung des Dorfes

12. Hitlers engste Komplizen siedeln sich an

12.1 Das Landhaus Göring

12.2 Das Landhaus Speer

12.3 Das Landhaus Bormann

13. Hitler etabliert sich zum Regieren auf dem Berg

13.1 Der Berghof als Regierungssitz

14. Die Umgebung des Berghofes

14.1 Das Kehlsteinhaus

14.2 Der Gutshof

15. Der Obersalzberg wird zum Sperrgebiet

15.1 Die Bunkeranlagen

15.2 Luftabwehr- sowie Luftschutzmaßnahmen für das Führerhauptquartier

15.3 Die Attentate am Obersalzberg

16. Der Obersalzberg als Instrument der politischen Propaganda

17. Anfänge der Politik am Obersalzberg

17.1 Zentrum großer Politik

17.2 Hitlers Versuch die Kirche auf seine Seite zu ziehen

17.3 Hitler trifft Schuschnigg

17.4 Premierminister Chamberlain

17.5 Diplomatie am Obersalzberg

18. Operation Foxly

19. D-Day am Obersalzberg

20. Das Ende des Obersalzberges

21. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die historische Wandlung des Obersalzbergs von einem idyllischen Luftkurort zum „Führungssperrgebiet“ und zweiten Regierungssitz Hitlers. Dabei wird untersucht, wie dieser Ort als Machtzentrum für strategische Entscheidungen, politische Propaganda und als Rückzugsort für Hitler fungierte sowie welchen maßgeblichen Einfluss Martin Bormann auf die bauliche und politische Entwicklung des Areals ausübte.

  • Die Entwicklung des Obersalzbergs zum zweiten Machtzentrum des NS-Regimes.
  • Die Rolle von Martin Bormann als „Herrgott vom Obersalzberg“ bei der Transformation des Gebiets.
  • Die strategische Nutzung der Bergkulisse für Propaganda und diplomatische Verhandlungen.
  • Die bauliche Expansion (u.a. Berghof, Kehlsteinhaus, Bunkersysteme) als Spiegel der NS-Machtpolitik.

Auszug aus dem Buch

15.1 Die Bunkeranlagen

Für Martin Bormann, der „Herrgott vom Obersalzberg“, war die Niederlage bei Stalingrad ein Zeichen dafür, dass das Führersperrgebiet gegen Angriffe zu schützen sei. Die Angst vor feindlichen Angriffen nahm vehement zu, als abzusehen war, dass die Alliierten Italien und somit die Flughäfen angreifen würden. Das wäre ein direkter Luftangriff in den deutschen Raum und somit der Obersalzberg höchst gefährdet. 1943, zu einer Zeit, in der das Deutsche Reich in Kriegskämpfen nicht mehr sehr erfolgreich war und die Bomben auf München bedrohlich einschlugen, begann man mit den Überlegungen eines Sicherheitsstollensystems.

Plötzlich wurde die Sicherheit am Obersalzberg zu einem wichtigen Thema. Obwohl im Jahre 1942 der Führer auf Drängen Adolf Speers, der die „Hoch- und Tiefbaubehörde“ leitete, die Bauarbeiten einstellte und nur jene, die fast fertig waren noch beendete, setzte Bormann schon nach wenigen Tagen seinen Kopf durch und verschaffte sich einen „Führerbefehl“, damit die Arbeiten weitergehen konnten. Speer war der Überzeugung, dass der Krieg, aufgrund des Rohstoffmangels mit den Waffen, die bis jetzt produziert wurden, auf jeden Fall noch in jenem Jahr gewonnen werden musste. Daher wäre es wichtig alle Arbeiter und das ganze Material für den Krieg bzw. kriegswichtige Vorhaben einzusetzen. Für Speer war es Unsinn sich mit Hilfe von unterirdischen Bunkern und Stollensystemen ein Überleben zu ermöglichen, wenn die Alliierten den deutschen Luftraum einnehmen würden, die Kriegsproduktion vernichteten und der Krieg gar nicht zu gewinnen wäre.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert den Wandel des Obersalzbergs vom Bergbauerndorf zum NS-Machtzentrum und benennt die zentralen Forschungsfragen zur Bedeutung dieses Ortes für Hitler und das NS-Regime.

2. Berchtesgaden und der Obersalzberg bis 1923: Dieses Kapitel behandelt die geschichtliche Entwicklung des Berchtesgadener Landes, geprägt von Klosterstiftungen, Konflikten um Salzvorkommen und den wirtschaftlichen Übergang zum Tourismus im 19. Jahrhundert.

3. Hitlers erste Begegnung mit dem Obersalzberg: Hier wird der Zufall von Hitlers Ankunft am Obersalzberg und sein prägender Kontakt zu Dietrich Eckart geschildert, der ihn gesellschaftsfähig machte und als Mentor fungierte.

4. Hitlers Flucht auf den Berg: Beschreibt die Zeit nach dem gescheiterten Putsch 1923, in der Hitler den Obersalzberg als Rückzugsort und Versteck zur Diktierung seines Buches „Mein Kampf“ nutzte.

5. Der Obersalzberg als Hitlers taktisches Rückzugsgebiet: Analysiert die Phase nach der Wiedergründung der NSDAP, in der Hitler den Berg als taktische Basis zur Steuerung innerparteilicher Krisen nutzte.

6. Hitler wird sesshaft: Fokussiert auf Hitlers Sesshaftwerdung durch das Mieten und spätere Kaufen des Hauses Wachenfeld.

7. Hitler erste Verhandlung mit Goebbels am Obersalzberg: Detailliert die strategische Manipulation von Joseph Goebbels durch Hitler in der isolierten Atmosphäre des Obersalzbergs.

8. Hitler lernt den Berg zu nutzen: Erläutert Hitlers Methode, den Berg für die Planung politischer Schachzüge zu verwenden, wobei er nach außen hin den Schein des netten Nachbarn bewahrte.

9. Wallfahrtsort der Deutschen: Beschreibt den einsetzenden Hitler-Kult und den Ansturm von Anhängern nach der Machtübernahme 1933, der zur Regulierung des Zugangs führte.

10. Der „gute Nachbar“ wandelt sich: Dokumentiert die aggressive Verdrängung der lokalen Bevölkerung durch Martin Bormann zugunsten der Parteielite.

11. Die Auslöschung des Dorfes: Vertieft die systematische Zerstörung der dörflichen Strukturen am Obersalzberg, um das gesamte Areal unter Hitlers alleinige Kontrolle zu bringen.

12. Hitlers engste Komplizen siedeln sich an: Beschreibt die Ansiedlung von Göring, Speer und Bormann in unmittelbarer Nähe zum Berghof.

13. Hitler etabliert sich zum Regieren auf dem Berg: Zeigt den Übergang des privaten Wohnsitzes zum Regierungssitz, begünstigt durch das „Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich“.

14. Die Umgebung des Berghofes: Behandelt die massiven Baumaßnahmen, insbesondere das kostspielige Kehlsteinhaus und den unwirtschaftlichen Gutshof, getrieben durch Bormanns Bauoffensive.

15. Der Obersalzberg wird zum Sperrgebiet: Dokumentiert die Unterteilung in Sicherheitszonen, den Bau umfangreicher Bunkeranlagen und die Schutzmaßnahmen für das Führerhauptquartier.

16. Der Obersalzberg als Instrument der politischen Propaganda: Erörtert die Inszenierung Hitlers als volksnaher Staatsmann durch den Propagandaapparat und die Fotografen-Monopole.

17. Anfänge der Politik am Obersalzberg: Zusammenfassung der dort stattgefundenen diplomatischen Verhandlungen mit Staatsmännern, wie Faulhaber, Schuschnigg und Chamberlain.

18. Operation Foxly: Analysiert die britischen Pläne zur Eliminierung Hitlers am Obersalzberg und das Scheitern der Umsetzung aufgrund des kriegsbedingten Zeitdrucks.

19. D-Day am Obersalzberg: Beschreibt Hitlers Reaktion auf die Invasion in der Normandie, während er sich am Obersalzberg in einer trügerischen Sicherheit wähnte.

20. Das Ende des Obersalzberges: Dokumentiert das Machtgeplänkel am Ende des Krieges, den schweren Luftangriff im April 1945 und das schließlich erfolgte Ende des Regimes am Berg.

21. FAZIT: Fasst zusammen, wie der Obersalzberg durch Hitlers persönliche Vorlieben und Bormanns Machtstreben zum symbolischen und faktischen Machtzentrum des NS-Regimes wurde.

Schlüsselwörter

Obersalzberg, Adolf Hitler, Martin Bormann, NS-Regime, Berghof, Kehlsteinhaus, Führersperrgebiet, Nationalsozialismus, Propaganda, Bunkersystem, Machtzentrum, Zweiter Weltkrieg, Berchtesgaden, Haus Wachenfeld, Operation Foxly

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische und politische Transformation des Obersalzbergs vom bayerischen Luftkurort zum geheimen Machtzentrum von Adolf Hitler während des NS-Regimes.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die bauliche Erweiterung des Areals, die Rolle von Martin Bormann als Verwalter, die politische Inszenierung durch Propaganda sowie die sicherheitspolitischen Aspekte der Bunkeranlagen und des Sperrgebiets.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Hitler diesen Ort strategisch nutzte, um sich vom Berliner Machtapparat zu lösen und in einer kontrollierten Umgebung politische Entscheidungen zu treffen und Gäste zu manipulieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse unter Verwendung historischer Quellen, Dokumente und zeitgenössischer Berichte über die Entwicklung des Obersalzbergs.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der baulichen Expansion, der Verdrängung der Bevölkerung, den diplomatischen Treffen mit internationalen Persönlichkeiten und der Planung der Bunkeranlagen sowie den Attentatsplänen der Alliierten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Obersalzberg, Hitler, Bormann, Berghof, NS-Regime, Propaganda und Machtzentrum.

Welche Rolle spielte Martin Bormann konkret bei der Gestaltung des Obersalzbergs?

Bormann fungierte als treibende Kraft und Verwalter, der durch seine Intrigen und seinen unbedingten Willen zur Macht den Ausbau des Gebiets forcierte, oft gegen jegliche wirtschaftliche Vernunft, um sich für Hitler unentbehrlich zu machen.

Warum war der Obersalzberg trotz der Bunkeranlagen für Hitler militärisch so verwundbar?

Obwohl ein massives Stollensystem errichtet wurde, war die Anlage letztlich als Führerhauptquartier im Ernstfall nicht ausreichend gegen moderne Luftangriffe geschützt, was sich beim Luftangriff im April 1945 zeigte.

Ende der Leseprobe aus 47 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Rolle des Obersalzbergs auf der Schaubühne des NS-Regimes
Hochschule
FernUniversität Hagen
Note
2
Autor
Sylvia Attoh-Oppenauer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
47
Katalognummer
V352047
ISBN (eBook)
9783668384583
ISBN (Buch)
9783668384590
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Obersalzberg
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sylvia Attoh-Oppenauer (Autor:in), 2016, Die Rolle des Obersalzbergs auf der Schaubühne des NS-Regimes, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/352047
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Leseprobe aus  47  Seiten
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