Das Prüfen von Eingangsrechnungen auf ihre sachliche und rechnerische Richtigkeit dient der Überwachung der Materialeingänge und der dazugehörigen Zahlungsausgänge. Es ist von sehr hoher Relevanz in Bezug auf die Liquidität des Unternehmens. Das Thema „Eingangsrechnungen prüfen“ wird im Rahmen des Berufsschulunterrichts im Lernbereich „Steuerung und Kontrolle“ im Lernfeld 6 „Wertströme erfassen und beurteilen“ theoretisch vermittelt. Ebenso ist das Thema „Eingangsrechnungen prüfen“ von Relevanz im Bezug auf die Abschlussprüfung. Im Prüfungsbereich „Kundenbeziehungsprozesse“ soll der Prüfling nachweisen, dass er in der Lage ist, Instrumente der kaufmännischen Steuerung fallbezogen einzusetzen.
Inhaltsverzeichnis
1. Thema
2. Lernzielbeschreibung / Lernbereiche
3. Adressatenanalyse
4. Lernort
5. Zeitpunkt und Dauer der Unterweisung
6. Methoden
7. Ausbildungsmittel/Medien
8. Ablaufbeschreibung des Lehrgesprächs
Zielsetzung und Themenbereiche
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die strukturierte Planung und methodische Konzeption einer praktischen Unterweisung für Auszubildende im Bereich der kaufmännischen Rechnungsprüfung. Dabei wird der Fokus darauf gelegt, wie fachliche Kompetenzen zur sachlichen und rechnerischen Kontrolle von Eingangsrechnungen vermittelt werden können.
- Methodik der Ausbildung (Lehrgespräch)
- Struktur der Lernzielkontrolle bei Rechnungsbelegen
- Analyse der Adressaten für eine zielgerichtete Wissensvermittlung
- Integration von Schlüsselqualifikationen wie Sorgfalt und systematisches Arbeiten
- Planung des zeitlichen und räumlichen Rahmens einer betrieblichen Unterweisung
Auszug aus dem Buch
3. Adressatenanalyse
Die Auszubildende, Madlen Rauch, ist 21 Jahre alt und verfügt über umfangreiche schulische Vorkenntnisse durch den Erwerb der Fachhochschulreife. Durch den Besuch der Höheren Handelsschule besitzt sie grundlegende Kenntnisse über wirtschaftliche Prozesse und erkennt deren Zusammenhänge und Zielsetzungen. Seit Beginn des 3. Ausbildungsjahres ist sie der Abteilung Beschaffung unterstellt, was auch einen sachlogischen Zusammenhang zur Abteilung Buchhaltung darstellt. Sie ist, wie erwähnt, mit verschiedenen Dokumenten aus dem Bereich Beschaffung vertraut, hat aber bis dato an keiner Rechnungsprüfung teilgenommen.
Die Begriffe Umsatzsteuer, Vorsteuer und deren Unterschied sind ihr aus ihrem vorherigen Bildungsabschluss geläufig. Der bisherige Verlauf der Ausbildung zeigt, dass die Auszubildende sehr engagiert lernt und ein großes Interesse an betrieblichen Prozessen aufweist. Sie ist geübt in der Nutzung und Anwendung von EDV-Anlagen. Alle mitausbildenden Fachkräfte bescheinigen ihr eine rasche Auffassungsgabe und eine zügige Arbeitsweise. Sie hat insbesondere Interesse an mathematisch betriebswirtschaftlichen Sachverhalten.
Die Auszubildende kann nach erfolgter Unterweisung Aufgaben in der Regel eigenständig ausführen, jedoch sollte gerade bei neuen Tätigkeiten zu Beginn das Arbeitsergebnis überprüft werden. Übereinstimmend führten viele Ausbildungs-beauftragte an, dass die Auszubildende zwar ein hohes Arbeitstempo aufweise, aber die Sorgfalt oft vernachlässigt werde.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Thema: Definition des Unterweisungsthemas, dessen betriebliche Relevanz sowie die Einordnung in den Ausbildungsplan.
2. Lernzielbeschreibung / Lernbereiche: Festlegung der Richt-, Grob- und Feinlernziele sowie der kognitiven und affektiven Lernbereiche zur Kompetenzvermittlung.
3. Adressatenanalyse: Detaillierte Betrachtung des Wissensstandes, der Motivation und der individuellen Lernvoraussetzungen der Auszubildenden.
4. Lernort: Festlegung der optimalen räumlichen Bedingungen für eine störungsfreie Unterweisung.
5. Zeitpunkt und Dauer der Unterweisung: Begründung des zeitlichen Rahmens unter Berücksichtigung biorhythmischer Faktoren der Auszubildenden.
6. Methoden: Begründung für die Wahl des Lehrgesprächs als adäquate Ausbildungsmethode zur Wissensvermittlung.
7. Ausbildungsmittel/Medien: Auflistung der benötigten Materialien und Hilfsmittel, die zur Unterstützung des Lernprozesses eingesetzt werden.
8. Ablaufbeschreibung des Lehrgesprächs: Tabellarische Aufbereitung der einzelnen Phasen inklusive der Aktivitäten von Ausbilder und Auszubildender sowie der methodischen Absichten.
Schlüsselwörter
Unterweisungskonzept, Rechnungsprüfung, Ausbildereignung, Lehrgespräch, Beschaffung, Lernzielkontrolle, kaufmännische Steuerung, Schlüsselqualifikationen, Sorgfalt, betriebliche Ausbildung, Madlen Rauch, Buchhaltung, Fachwissen, Lernbereiche, Dokumentenprüfung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Unterweisungskonzept grundsätzlich?
Die Arbeit dient als Leitfaden für eine praktische Unterweisung im kaufmännischen Bereich, speziell zur Vermittlung der fachgerechten Prüfung von Eingangsrechnungen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Themen sind die sachliche und rechnerische Richtigkeit von Belegen, die Förderung von Sorgfalt im Arbeitsprozess und die methodische Aufbereitung betrieblicher Lerninhalte.
Was ist das primäre Ziel der Unterweisung?
Das Ziel ist, dass die Auszubildende nach der Unterweisung in der Lage ist, Eingangsrechnungen selbstständig unter Einhaltung gesetzlicher und betrieblicher Vorgaben zu prüfen.
Welche wissenschaftliche bzw. pädagogische Methode wird verwendet?
Als primäre Ausbildungsmethode wird das Lehrgespräch gewählt, da es die Auszubildende aktiv einbindet und ein kritisches Mitdenken sowie den Austausch von Erfahrungen fördert.
Was wird im Hauptteil der Unterweisung behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der praktischen Anwendung von Prüfungsroutinen, der systematischen Analyse von Dokumenten und der kognitiven Durchdringung der Rechnungsbestandteile.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Rechnungsprüfung, betriebliche Ausbildung, Lehrgespräch, kaufmännische Steuerung und methodische Kompetenz charakterisiert.
Warum wird als Lernort das Büro der Ausbilderin gewählt?
Der Lernort wurde gewählt, um eine professionelle und konzentrierte Arbeitsatmosphäre zu schaffen, die frei von alltäglichen Störungen des Abteilungsbetriebs ist.
Welche Rolle spielt die Adressatenanalyse bei der Planung?
Sie ist entscheidend, um den Schwierigkeitsgrad der Unterweisung anzupassen, da die Auszubildende zwar über Vorwissen verfügt, jedoch bei neuen Aufgaben noch Unterstützung bei der Sorgfaltsprüfung benötigt.
- Arbeit zitieren
- Claudia Gießler (Autor:in), 2015, Eingangsrechnungen auf Richtigkeit prüfen (Unterweisung Kauffrau/-mann Büromanagement), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/352325