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Die europäische Bildungspolitik. Zur Geschichte eines Politikfeldes

Titel: Die europäische Bildungspolitik. Zur Geschichte eines Politikfeldes

Hausarbeit , 2014 , 18 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Markus Schmidt (Autor:in)

Politik - Grundlagen und Allgemeines
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Bildungspolitik liegt nach wie vor zu einem überwiegenden Ausmaß in den Händen der einzelnen Mitgliedsländer der Europäischen Union. Die Union kann lediglich koordinierende und unterstützende Funktionen übernehmen, stellt somit eine ergänzende Instanz dar. Obwohl die Entscheidungskompetenz hinsichtlich der Bildung bei den einzelnen Staaten liegt, hat sich seit den sechziger Jahren, und ab dem Ende der neunziger Jahre in einem schnelleren Tempo, eine Bildungspolitik entwickelt, die als besonderes Feld der europäischen Politik zu bezeichnen ist.

Diese Entwicklung wird aber auch kritisch gesehen, in erster Linie aufgrund der rein an ökonomischen Kriterien orientierten Bildungspolitik der EU, sowie aufgrund der Zentralisierung nationaler Bildungssysteme. Die Forschungsfrage dieser Arbeit lautet:

Wie kam es zur Integration (Verdichtung) des Politikfeldes und welche Schwierigkeiten gab es und gibt es dabei?

Als Gründe für eine gemeinsame europäische Bildungspolitik können die Herausforderungen, welche alle Mitgliedstaaten betreffen, genannt werden, etwa die Überalterung der Gesellschaft, unzureichende Kompetenzen bei Arbeitskräften und globaler Wettbewerb. Im Zuge einer gemeinsamen europäischen Bildungspolitik entsteht das Problem des Koordinierungsbedarfs zwischen der EU und den Mitgliedstaaten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Die europäische Bildungspolitik: Ein Politikfeld in Bewegung?

a. Erste Grundlage für die politische Kooperation

b. Strategischer Rahmen für die europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der allgemeinen und beruflichen Bildung

c. Parallele Entwicklungen

d. Der Kopenhagen-Prozess

e. Strategie Europa 2020

II. Bildungsbereiche und Instrumente

a. Der Bologna Prozess

b. Aktions- und Förderprogramme

c. Europäische Qualifikationsrahmen

III. Politischer und rechtlicher Kontext

a. Hauptakteure europäischer Bildungspolitik

1. Europäisches Parlament: Ausschuss für Kultur und Bildung

2. Rat der Europäischen Union: Bildung, Jugend und Kultur

3. Europäische Kommission: Allgemeine und berufliche Bildung und der Bereich Jugend

4. Ausschuss der Regionen: Fachkommission für Kultur, Bildung und Forschung (EDUC)

b. Die Initiatoren einer europäischen Bildungspolitik

IV. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung der europäischen Bildungspolitik, um zu ergründen, wie es trotz der primären nationalen Zuständigkeit zu einer zunehmenden Integration dieses Politikfeldes kam und welche Herausforderungen dabei bestehen.

  • Historische Meilensteine der europäischen Bildungspolitik seit den 1960er Jahren.
  • Die Rolle zentraler Instrumente wie der Bologna-Prozess und Kopenhagen-Prozess.
  • Analyse des politischen und rechtlichen Rahmens sowie der handelnden Akteure.
  • Untersuchung der Triebkräfte und Initiatoren hinter der Europäisierung der Bildung.

Auszug aus dem Buch

I. Die europäische Bildungspolitik: Ein Politikfeld in Bewegung?

Die europäische Bildungspolitik hat seit den sechziger Jahren eine stetige Entwicklung durchgemacht. Als erster Meilenstein ist ein im Jahr 1962 (2. April) von den Bildungsministern der EU-Länder veranstalteter Rat zu vermerken, bei dem die Beteiligten entschieden, gemeinsame Grundsätze für eine gemeinsame Politik der Berufsausbildung festzulegen. Nachdem die ersten zehn Jahre ohne nennenswerte Ergebnisse verstrichen, brachten die siebziger Jahre diverse Veränderungen. 1971 trafen sich die europäischen Bildungsminister zum ersten Mal in Brüssel, 1973 verabschiedeten sie eine erste bildungspolitische Resolution, welche sich auf den kurz vorher veröffentlichten OECD Report „Recurrent Education: a strategy for lifelong learning“ bezog. Nachdem der Europarat im Jahr 1976 eine verbindende Zusammenarbeit im Bildungsbereich festlegte, um die Bildungspolitiken und -strukturen der Mitgliedsländer besser verstehen zu können, wurde im Jahr 1980 das Informationsnetz zum Thema Bildung „Eurydice“ aufgebaut. Dieses Informationsnetz diente als Wissensgrundlage und folglich als Basis für eine faktengestützte Politikgestaltung im Bildungswesen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der national geprägten Bildungshoheit innerhalb der EU ein und stellt die Forschungsfrage zur Verdichtung des Politikfeldes.

I. Die europäische Bildungspolitik: Ein Politikfeld in Bewegung?: Das Kapitel skizziert die historische Entwicklung von den Anfängen in den 1960er Jahren bis hin zur Strategie Europa 2020.

II. Bildungsbereiche und Instrumente: Hier werden zentrale Reformprozesse wie der Bologna-Prozess, diverse Förderprogramme und der Europäische Qualifikationsrahmen erläutert.

III. Politischer und rechtlicher Kontext: Das Kapitel beleuchtet die Zuständigkeiten, die rechtlichen Grenzen der EU-Bildungspolitik sowie die Rollen der beteiligten Institutionen und Initiatoren.

IV. Fazit: Das Fazit fasst die Transformation der Bildungspolitik von einem Randthema hin zu einem zentralen, politisch verdichteten Feld zusammen.

Schlüsselwörter

Europäische Bildungspolitik, Bologna-Prozess, Kopenhagen-Prozess, Europa 2020, Lebenslanges Lernen, Europäischer Qualifikationsrahmen, EU-Mitgliedstaaten, Europäisches Parlament, Europäische Kommission, Bildungssysteme, Integration, Politische Kooperation, Berufsausbildung, Hochschulraum, Rechtssetzungstätigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Integration der Bildungspolitik als eigenständiges Politikfeld innerhalb der Europäischen Union.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten gehören historische Meilensteine, politische Kooperationsinstrumente, die Akteursstruktur der EU sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Gründe für die Integration des Politikfeldes sowie die damit verbundenen Schwierigkeiten bei der Koordinierung zwischen EU und Mitgliedstaaten zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und die Auswertung offizieller bildungspolitischer Dokumente und Chroniken.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung, die Vorstellung konkreter Instrumente wie Bologna und EQR sowie eine detaillierte Analyse der politischen Akteure.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Wesentliche Begriffe sind Europäisierung, Bildungspolitik, Lissabon-Strategie, Kooperation und institutionelle Akteure.

Wie unterscheidet sich die Rolle des Europäischen Parlaments in diesem Prozess?

Das EP agiert als mitentscheidendes Organ, hat jedoch keine Befugnis, eigene Gesetzesvorschläge zur Bildungspolitik einzubringen, da diese primär in der nationalen Kompetenz liegt.

Welchen Stellenwert nimmt der Bologna-Prozess ein?

Er gilt als der tiefgreifendste Reformprozess der europäischen Hochschullandschaft mit dem Ziel eines konvergenten Bildungsraums.

Welche Funktion hat die "Offene Koordinierungsmethode"?

Sie ermöglicht eine Zusammenarbeit zwischen EU-Staaten ohne juristisch verbindliche Rechtsakte, indem Ziele und Indikatoren gemeinsam identifiziert werden.

Welche Rolle spielt der Europäische Gerichtshof laut der Autorin?

Der EuGH wird als Initiator genannt, der durch seine Rechtsprechung die expansive Strategie der Kommission unterstützt hat.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die europäische Bildungspolitik. Zur Geschichte eines Politikfeldes
Note
2,0
Autor
Markus Schmidt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
18
Katalognummer
V352352
ISBN (eBook)
9783668388574
ISBN (Buch)
9783668388581
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bildungspolitik geschichte politikfeldes
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Markus Schmidt (Autor:in), 2014, Die europäische Bildungspolitik. Zur Geschichte eines Politikfeldes, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/352352
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Leseprobe aus  18  Seiten
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