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Traumata in Kindheit und Jugend. Traumapädagogische Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in der Jugendhilfe

Titel: Traumata in Kindheit und Jugend. Traumapädagogische Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in der Jugendhilfe

Bachelorarbeit , 2016 , 84 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Maschila Dehqaan (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Psychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

An welchen Symptomen erkennt man ein Trauma? Wie muss mit traumatisierten Flüchtlingskindern umgegangen werden? Traumatisierungen von Kindern in Jugendhilfe-Einrichtungen führen das Personal an die Grenzen der Belastbarkeit.

Die in Kabul geborene Autorin verbrachte viele Jahre ihrer Kindheit als politisches Flüchtlingskind in sogenannten „Notwohnungen“ und arbeitet heute in einer Jugendhilfeeinrichtung. Ihre Erfahrungen fließen ein in ihr Buch, das die theoretischen Grundlagen zum Thema Trauma und Traumatisierung bei Kindern und Jugendlichen genauer beleuchtet.

Aufbauend auf Erkenntnisse aus der Psychotraumatologie, Entwicklungspsychologie sowie Sozialisationstheorie als auch Traumapädagogik entwickelt die Autorin praktische traumapädagogische Handlungsweisen im Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen, speziell mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Dabei widmet sie sich besonders der Bedeutung einer Bindungsbeziehung zu einer Bezugsperson, um traumatisierten Kindern und Jugendlichen bei der Verarbeitung ihrer Erlebnisse zu helfen.

Aus dem Inhalt:
- Traumapädagogik;
- Flüchtlinge;
- Jugendhilfe;
- Kindheit und Jugend;
- Bindung

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffserklärungen

2.1 Kindheit

2.2 Jugend

2.3 Trauma

2.4 Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

3 Entwicklungen in Kindheit und Jugend

3.1 Sozialisations- und Entwicklungstheorie

3.2 Psychosoziale Entwicklungen in Anlehnung an das Modell von Erikson

4 Bindung und Trauma

4.1 Bindungstheorie nach John Bowlby

4.2 Bindungsstörungen und Trauma

4.3 Protektiv- und Risikofaktoren in der Kindheitsentwicklung

5 Trauma und Traumafolgestörung

5.1 Traumatisierung als Prozess

5.2 Posttraumatische Belastungsstörung und Traumafolgestörung

5.3 Psychische Traumatisierung von Kindern und Jugendlichen

5.4 Sequenzielle Traumatisierungen

5.5 Traumatisches Erleben im Kontext von Gewalt, Krieg und Flucht

5.6 Traumatische Belastungen von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen als Folge von Gewalt, Krieg und Flucht

6 Vom Trauma zur Traumapädagogik

6.1 Grundlagen der Traumapädagogik

6.2 Auswirkungen von Traumafolgestörungen auf die Pädagogik

6.3 Traumapädagogische Konzepte

6.4 Bindungsorientierung in der Traumapädagogik – Pädagogen als sicherer Hafen und Bindungsfigur

7 Traumapädagogische Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen

7.1 Erkennungsmöglichkeiten von Traumatisierung bei umF

7.2 Situation aus Sicht der Jugendhilfe

7.3 Sozialpädagogische Arbeit mit umF

8 Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht die traumapädagogische Betreuung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge (umF) in der Jugendhilfe. Ziel ist es, theoretische Grundlagen aus der Psychotraumatologie, Entwicklungspsychologie und Bindungstheorie mit der pädagogischen Praxis zu verknüpfen, um Handlungsmöglichkeiten für einen sensiblen Umgang mit traumatisierten jungen Menschen zu entwickeln und die zentrale Bedeutung sicherer Bindungsbeziehungen als Schutzfaktor aufzuzeigen.

  • Grundlagen der Sozialisations- und Entwicklungstheorien bei Kindern und Jugendlichen.
  • Zusammenhang zwischen Bindungstheorie und der Entstehung von Traumata.
  • Analyse sequenzieller Traumatisierungen im Kontext von Flucht und Zwangsmigration.
  • Traumapädagogische Konzepte als Antwort auf die Bedürfnisse traumatisierter Heranwachsender.
  • Herausforderungen in der pädagogischen Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in der Jugendhilfe.

Auszug aus dem Buch

5.2.1 Intrusives Wiedererleben

Intrusionen sind ungewollt wiederkehrende und noch dazu belastende Erinnerungen bzw. Erinnerungsbruchstücke. Es kommt nicht selten vor, dass es sich um ein bloßes Wiedererinnern handelt, sondern dass diese Personen das traumatische Erlebnis sozusagen noch einmal durchleben. Dies kann einhergehen mit allen Sinnesqualitäten und Affekten, so als geschehe alles gerade in der Gegenwart wieder. Die bekanntesten Intrusionen sind Flashbacks, sogenannte Nachhallerlebnisse oder Erinnerungsattacken, die plötzlich sehr detailliert auftreten.

Dabei kann die Person den Gegenwartsbezug beibehalten oder dissoziieren bzw. ihn komplett verlieren. Der dissoziative Zustand kann einige Sekunden bis mehreren Stunden oder Tage andauern. Wie diese Intrusionen auftreten, ist ganz unterschiedlich: Möglich sind sie in Form von Bildern, Geräuschen, Gerüchen, Geschmacksempfindungen und Körperwahrnehmungen.

In manchen Fällen tauchen aber keinerlei visuelle oder hörbare Erinnerungsfragmente auf, sondern diffuse Gefühle von Angst, Ohnmacht oder Handlungsunfähigkeit. Was löst diese Intrusionen aus? Es sind sogenannte „Trigger oder Schlüsselreize“, die eine durchaus häufige unbewusste Assoziation zum Traumaereignis haben. Schlüsselreize können beispielsweise dem Traumaereignis ähnliche Situationen sein, Gegenstände, Wörter, Geräusche, Düfte, Jahrestage oder Berichte in Filmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Stellt die Relevanz des Themas Trauma in der Jugendhilfe dar und motiviert die Arbeit durch den persönlichen Hintergrund und die berufliche Erfahrung der Autorin.

2 Begriffserklärungen: Definiert die zentralen Termini Kindheit, Jugend, Trauma und unbegleitete minderjährige Flüchtlinge für den weiteren Verlauf der Arbeit.

3 Entwicklungen in Kindheit und Jugend: Beleuchtet die normale Entwicklung aus sozialisationstheoretischer und entwicklungspsychologischer Sicht, um Abweichungen durch Traumata besser erkennen zu können.

4 Bindung und Trauma: Erörtert die Bindungstheorie nach John Bowlby und untersucht den Zusammenhang zwischen Bindungsstörungen, Traumata sowie Protektiv- und Risikofaktoren.

5 Trauma und Traumafolgestörung: Analysiert Traumatisierung als Prozess, die Kriterien der Posttraumatischen Belastungsstörung und die besonderen Belastungen von Kindern durch Krieg und Flucht.

6 Vom Trauma zur Traumapädagogik: Führt in die Grundlagen der Traumapädagogik ein und stellt konkrete Konzepte wie die Selbstbemächtigung und Bindungspädagogik vor.

7 Traumapädagogische Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen: Überträgt die theoretischen Erkenntnisse auf die praktische Arbeit mit umF und thematisiert Herausforderungen wie Dauerunsicherheit und Identitätsdiffusion.

8 Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit, Fachkräfte als verlässliche Bindungsfiguren in der Hilfeplanung zu verankern.

Schlüsselwörter

Trauma, Traumapädagogik, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, Bindungstheorie, Jugendhilfe, posttraumatische Belastungsstörung, Sozialisation, Resilienz, sequenzielle Traumatisierung, Zwangsmigration, Identitätsdiffusion, Bindungsstörung, Selbstbemächtigung, Schutzfaktoren, Flucht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der traumapädagogischen Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen (umF) innerhalb der Jugendhilfe und untersucht, wie diese jungen Menschen bei der Bewältigung ihrer traumatischen Erfahrungen unterstützt werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die Entwicklungspsychologie, die Bindungstheorie, die Psychotraumatologie sowie die praktische Anwendung traumapädagogischer Konzepte im pädagogischen Alltag von Betreuungseinrichtungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, inwiefern eine sichere Bindungsbeziehung zu einer Bezugsperson ausreicht, um traumatisierten Kindern und Jugendlichen bei der Verarbeitung ihrer Erlebnisse zu helfen und eine angemessene traumapädagogische Betreuung sicherzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Aufarbeitung aktueller Fachliteratur aus den Bereichen Pädagogik, Psychologie und Traumaforschung sowie auf den praktischen Erfahrungen der Autorin in der Jugendhilfe.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen von Trauma und Bindung, das Konzept der sequenziellen Traumatisierung sowie verschiedene traumapädagogische Ansätze, die speziell auf die schwierige Lebenssituation von jungen Flüchtlingen angewendet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Trauma, Traumapädagogik, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (umF), Bindung, Jugendhilfe und Resilienz.

Warum ist das Konzept der "sequenziellen Traumatisierung" für diese Arbeit wichtig?

Es ist zentral, da Flüchtlingskinder nicht nur ein einzelnes traumatisches Ereignis erleben, sondern oft einer Reihe von Belastungen ausgesetzt sind – vor, während und nach der Flucht –, die einander verstärken können.

Welche Rolle spielt die Bindungspädagogik bei der Arbeit mit umF?

Die Bindungspädagogik dient dazu, durch verlässliche und einschätzbare Beziehungsangebote ein Gefühl von Sicherheit zu vermitteln, das als essenzieller Schutzfaktor zur Verarbeitung von Traumata und zur Reorganisation der verletzten Psyche dient.

Wie unterscheidet sich die Betreuung in der Jugendhilfe von einer rein klinischen Therapie?

Während die Therapie pathogene Symptome behandelt, fokussiert die traumapädagogische Arbeit in der Jugendhilfe auf die Gestaltung eines "sicheren Ortes" und eine pädagogische Alltagsbegleitung, die Stabilität und korrigierende Beziehungserfahrungen bietet.

Ende der Leseprobe aus 84 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Traumata in Kindheit und Jugend. Traumapädagogische Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in der Jugendhilfe
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Note
1,3
Autor
Maschila Dehqaan (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
84
Katalognummer
V352631
ISBN (eBook)
9783668413245
ISBN (Buch)
9783960950516
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Trauma Kindheit und Jugend Flüchtlinge umF Jugendhilfe Traumapädagogik Bindung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Maschila Dehqaan (Autor:in), 2016, Traumata in Kindheit und Jugend. Traumapädagogische Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in der Jugendhilfe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/352631
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Leseprobe aus  84  Seiten
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