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Korrektive Sequenzen in der TV-Serie "The King of Queens"

Title: Korrektive Sequenzen in der TV-Serie "The King of Queens"

Seminar Paper , 2016 , 32 Pages , Grade: 14,0

Autor:in: Maximilian W. Stein (Author)

German Studies - Miscellaneous
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Missverständliche Kommunikation und daraus resultierende Streitgespräche sind keine Seltenheit in der Fernsehserie "The King of Queens". Besonders bei den Figuren Arthur und Doug gehört eine solche Gesprächssituation zum Alltag und ist dementsprechend ein Kennzeichen dieser Serie. Allerdings versuchen beide Figuren in manchen Situationen auch, das Gespräch wieder in eine geregelte Bahn zu lenken. Dieses Phänomen in der mündlichen Gesprächsanalyse ist auch unter dem Ausdruck des Korrektivs bekannt.

Das Ziel der Hausarbeit ist es, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der korrektiven Sequenzen der beiden Protagonisten in der Fernsehserie "The King of Queens" exemplarisch herauszuarbeiten. Zum Verständnis werden zentrale Begriffe in einem einführenden Theorieteil definiert und visualisiert erklärt. Die nachfolgenden Kapitel stellen dann die Analyse von ausgewählten Sequenzen der Serie dar und werden unter den Gesichtspunkten der Gemeinsamkeiten und Unterschiede ausführlich betrachtet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorieteil

3. Analyseteil – Untersuchungsdesign und Methode –

3.1 Transkriptanalyse (A)

3.2 Transkriptanalyse (B)

3.3 Transkriptanalyse (C)

4. Vergleich der Korrektiven im Gesamtüberblick und Bilanz

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Gemeinsamkeiten und Unterschiede korrektiver Sequenzen in der Fernsehserie The King of Queens. Ziel ist es, anhand ausgewählter Transkripte der Protagonisten Arthur und Doug zu analysieren, wie beide Figuren in alltäglichen Gesprächssituationen auf Missverständnisse oder Störungen der Interaktion reagieren und inwiefern diese Interaktionsrituale zur Wiederherstellung der sogenannten facebalance beitragen.

  • Analyse der Kommunikation zwischen Arthur und Doug als Schwiegervater und Schwiegersohn.
  • Anwendung des Konzepts von face, facework und ritueller Kommunikation nach Erving Goffman und Werner Holly.
  • Klassifizierung korrektiver Sequenzen (Zugeben, Entschuldigen, Rechtfertigen, Bestreiten).
  • Untersuchung der Rolle von Lautstärke und emotionaler Intensität als Auslöser für Interaktionsstörungen.
  • Vergleich der Reaktionsmuster beider Akteure im Rahmen von fiktiven Fernsehdialogen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Transkriptanalyse (A)

Zu Beginn soll das GAT-2-Basistranskript (A) im Fokus stehen. Eine Pizzabestellung ist in dieser Sequenz Auslöser für eine Störung der facebalance zwischen Doug und Arthur. Der Zwischenfall stellt sich indirekt dar und ist im ersten Moment noch unproblematisch. Doug möchte eine Pizza in der Pizzeria „Sell“ bestellen, weil Carry erst spät nach Hause kommt. Arthur ist grundsätzlich mit einer Pizzabestellung einverstanden, kritisiert aber, in Form einer Verlassung (06-07(A)), Dougs Entscheidung bei „Sell“ zu ordern. Es kann hier als Veranlassung gesehen werden, da Doug indirekt durch das Vorschlagen der Pizzeria „Sell“ bei Arthur eine negativ behaftete Assoziation auslöst. Offensichtlich wird dies durch Arthurs laute Beleidigung (06(A)). Diese Veranlassung wird nicht nur durch seine verbal ausgedrückten Worte deutlich, sondern auch durch seinen gereizten und lärmenden Tonfall. Der Zwischenfall ergibt sich also aus der Pizzeria, in der Doug die Pizza bestellen will. Arthurs Verhalten kann auf verschiedene Weise interpretiert werden. Möglich ist beispielsweise, dass er schlechte Erfahrungen mit der Pizzeria gemacht hat und sie deshalb ablehnt. In 07-08(A) akzeptiert Doug den Vorwurf. Einerseits verbal, andererseits nonverbal, indem er die Telefongabel runterdrückt. Eine konkrete Zuordnung zur Typologie der Korrektive ist möglich, da er die negative Bewertung von Arthur akzeptiert, aber die Übernahme der Verantwortung für den Zwischenfall zurückweist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die gesprächsanalytische Untersuchung von Streitgesprächen in der Serie The King of Queens ein und definiert das Ziel, die korrektiven Sequenzen der Protagonisten Arthur und Doug zu vergleichen.

2. Theorieteil: Dieser Abschnitt erläutert die theoretischen Grundlagen der linguistischen Gesprächsanalyse, insbesondere die Konzepte von face, facework und die Typologie korrektiver Sequenzen nach Goffman und Holly.

3. Analyseteil – Untersuchungsdesign und Methode –: Hier wird das Untersuchungsdesign vorgestellt, das auf GAT-2-Basistranskripten von drei ausgewählten Sequenzen basiert, um die Kommunikation zwischen den Protagonisten zu untersuchen.

3.1 Transkriptanalyse (A): Die erste Sequenz analysiert eine Pizzabestellung, bei der es zu Störungen der facebalance kommt und die verschiedenen Reaktionsmuster der Akteure auf diesen Zwischenfall untersucht werden.

3.2 Transkriptanalyse (B): Diese Analyse behandelt die Kommunikation während eines Telefonversuchs von Doug, bei dem Arthur durch ständiges Abnehmen des Hörers Konflikte provoziert und mit verschiedenen korrektiven Strategien reagiert.

3.3 Transkriptanalyse (C): In der letzten Szene wird die Interaktion im Wohnzimmer beleuchtet, in der Dougs Störungsgefühl beim Zeitunglesen durch Arthurs Verhalten am Fernseher thematisiert wird.

4. Vergleich der Korrektiven im Gesamtüberblick und Bilanz: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse der Analysen zusammen, vergleicht die Häufigkeiten und Arten der verwendeten Korrektive und zieht eine Bilanz zur Kommunikationsdynamik zwischen Arthur und Doug.

Schlüsselwörter

Gesprächsanalyse, Korrektive Sequenzen, facework, facebalance, The King of Queens, Interaktionsrituale, Schuldbekenntnis, Entschuldigung, Rechtfertigung, Bestreiten, Kommunikation, Alltagssprache, Verbale Aggression, GAT-2, Gesprächsstörung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung von „korrektiven Sequenzen“ in der Fernsehserie The King of Queens, um zu verstehen, wie die Protagonisten Arthur und Doug auf alltägliche Missverständnisse und Interaktionsstörungen reagieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die linguistische Gesprächsanalyse, das Konzept der Imagearbeit (facework) nach Goffman und die Anwendung ritueller Handlungsmuster in fiktiven, aber realitätsnahen Gesprächssituationen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den korrektiven Sequenzen der beiden Protagonisten exemplarisch herauszuarbeiten und zu analysieren, ob diese zur Wiederherstellung eines harmonischen Gleichgewichts (facebalance) führen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Autor verwendet die Methode der Transkriptanalyse, basierend auf dem GAT-2-Standard, wobei ergänzend Elemente eines Feintranskripts zur Erfassung von Lautstärke und Tonfall eingesetzt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden drei spezifische Gesprächssequenzen analysiert, in denen die Figuren unterschiedliche Strategien wie Schuldbekenntnisse, Entschuldigungen oder Rechtfertigungen wählen, um auf Zwischenfälle im Dialog zu reagieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Untersuchung?

Die Untersuchung wird durch Begriffe wie Gesprächsanalyse, facebalance, Interaktionsrituale, Schuldbekenntnis und die spezifische Dynamik zwischen Schwiegervater und Schwiegersohn charakterisiert.

Warum spielt die Lautstärke bei der Analyse eine Rolle?

Die Lautstärke dient als Indikator für Veranlassungen oder Verstärkungen von Konflikten; lautstarkes Sprechen initiiert oft eine neue Störung der rituellen Ordnung, was in den Transkripten detailliert dokumentiert wird.

Was ist das Fazit bezüglich der Wiederherstellung der facebalance?

Die Analyse zeigt, dass es in den betrachteten Szenen meist nicht gelingt, eine facebalance wiederherzustellen, da die korrektiven Bemühungen oft nicht vom Gegenüber akzeptiert werden oder zu neuen Veranlassungen führen.

Wie unterscheiden sich die korrektiven Strategien von Arthur und Doug?

Arthur neigt verstärkt zu Rechtfertigungen und indirekten Schuldbekenntnissen, während Doug, oft als derjenige, der die Beschwerde initiiert, versucht, eine Klärung herbeizuführen, was jedoch meist in einer weiteren Eskalation endet.

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Details

Title
Korrektive Sequenzen in der TV-Serie "The King of Queens"
College
University of Marburg  (Institut für Germanistische Sprachwissenschaft)
Grade
14,0
Author
Maximilian W. Stein (Author)
Publication Year
2016
Pages
32
Catalog Number
V353058
ISBN (eBook)
9783668396456
ISBN (Book)
9783668396463
Language
German
Tags
The King of Queens Korrektive Korrektive Sequenzen Marburg Transkript Basistrankript Feintranskript
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maximilian W. Stein (Author), 2016, Korrektive Sequenzen in der TV-Serie "The King of Queens", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/353058
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