Übergewicht stellt einen medizinisch relevanten Risikofaktor dar. So begünstigt Übergewicht die Entstehung von Folgeerkrankungen wie Diabetes mellitus Typ2, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Gelenk- und Rückenbeschwerden, oder chronifiziert diese langfristig. Es ist zu prognostizieren, dass bei ungebremster Entwicklung die Prävalenz von Übergewicht weiter zunehmen wird und die ohnehin schon hohen Folgekosten in Zukunft noch extremer ausfallen werden und somit ein Handeln nicht nur gesundheitlich, sondern auch ökonomisch als rentabel einzustufen ist.
Da Übergewicht durch verschiedene Faktoren wie genetische Disposition, Erziehung, soziale Schicht, Ernährung und Alltagsgewohnheiten einen sehr individuellen Entstehungscharakter aufweist, ist auch jeder Abnehmvorgang sehr individuell.
Daraus resultiert die Fragestellung, inwieweit Coaching dazu beitragen kann, übergewichtige Personen, die gewillt sind abzunehmen, dementsprechend zu motivieren, dass sich dies in einer messbaren Gewichtsreduktion niederschlägt.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
2 ZIELSETZUNG
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND
3.1 Übergewicht
3.1.1 Definition
3.1.2 Prävalenz
3.1.3 Gesundheitliche Folgen
3.1.4 Wirtschaftliche Folgen
3.1.5 Gewichtsreduktion
3.1.5.1 Das Prinzip der negativen Energiebilanz
3.1.5.2 Wirkfaktoren bei der Gewichtsreduktion
3.1.5.3 psychologische Aspekte der Gewichtsreduktion
3.2 Coaching
3.2.1 Definition
3.2.2 Abgrenzung von anderen Konzepten
3.2.3 Anlässe und Einsatzgebiete
3.2.4 Ablauf des Coachings
3.2.5 Wirksamkeit
3.3 Selbstwirksamkeitserwartung
3.3.1 Definition
3.3.2 Ursprung
3.3.3 Einflussmöglichkeiten
3.3.4 Erfassungsmöglichkeiten
3.3.5 Wirksamkeit des Coachings in Bezug auf die Selbstwirksamkeitserwartung
4 METHODIK
4.1 Forschungsfragen und Hypothesen
4.2 Coaching Konzept
4.2.1 Anforderungen
4.2.2 Erfolgsfaktoren
4.2.3 Konzept
4.2.4 Coaching Begleiter
4.3 Untersuchungsobjekte
4.4 Untersuchungsdurchführung
4.5 Erhebungsinstrumente
4.5.1 Tanita MC-780MA (BIA-Messung)
4.5.2 Fragebogen zur Selbstwirksamkeit zur sportlichen Aktivität
4.5.3 Anamnesebogen
4.5.4 Evaluationsbogen
4.6 Datenauswertung
4.6.1 Deskriptive Statistik
4.6.2 Inferenzstatistik
5 ERGEBNISSE
5.1 Ergebnisse der deskriptiven Auswertung
5.1.1 Ergebnisse der Anamnesebögen
5.1.2 Ergebnisse der Coaching Evaluation
5.1.3 Ergebnisse der SSA Fragebögen
5.1.3.1 Ergebnisse der Experimentalgruppe
5.1.3.2 Ergebnisse der Kontrollgruppe
5.1.4 Ergebnisse der BIA Messungen
5.1.4.1 Ergebnisse der Experimentalgruppe
5.1.4.2 Ergebnisse der Kontrollgruppe
5.2 Hypothesenprüfung
5.2.1 Überprüfung der 1. Hypothese
5.2.2 Überprüfung der 2. Hypothese
6 DISKUSSION
6.1 Interpretation der Ergebnisse der Coaching Evaluation
6.2 Interpretation der Ergebnisse der SSA Fragebögen
6.3 Interpretation der Ergebnisse der BIA-Messungen
6.4 Bezug auf den gegenwärtigen Kenntnisstand
6.5 Methodendiskussion
6.6 Schlussfolgerung und Ausblick
7 ZUSAMMENFASSUNG
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist die wissenschaftliche Überprüfung, ob ein strukturiertes Einzel-Coaching bei übergewichtigen Personen, die eigenmotiviert abnehmen möchten, durch eine gezielte Veränderung der Selbstwirksamkeitserwartung zu einer messbaren Reduktion des Körpergewichts führt.
- Wirksamkeit von Einzel-Coaching bei Übergewicht
- Einfluss der Selbstwirksamkeitserwartung auf das Abnehmverhalten
- Methodische Anwendung des GROW-Modells in der Coaching-Praxis
- Vergleichende Analyse mittels BIA-Messungen und standardisierten Fragebögen
- Überprüfung der Bedeutung von psychologischen Aspekten bei der Gewichtsreduktion
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Definition
Die Definition von Übergewicht basiert auf Körpermaßen, die auf Körpergewicht und Körpergröße gründen. Sie sind einfach zu erfassen und erlauben daher eine rasche Klassifizierung. Grundlage der anthropometrischen Klassifikation des Körpergewichts ist nach internationaler Übereinkunft der Body Mass Index (BMI) oder Körpermassenindex. Er errechnet sich als Quotient aus Körpergewicht in kg und der quadrierten Körpergröße in Metern.
Körpergewicht in kg / (Körpergröße in m)²
Die von der WHO im Jahr 2000 vorgeschlagene Klassifikation der Adipositas auf der Grundlage des BMI wird heute weltweit verwendet. Der normale Gewichtsbereich ist dabei definiert als BMI zwischen 18,5 und 24,9 kg/m². Ab einem BMI von 25 kg/m² wird von Übergewicht gesprochen. Ein BMI von 30 kg/m² kennzeichnet die Schwelle zur Adipositas, welche weiter in drei Schweregrade unterteilt wird (Wirth & Hauner, 2013, S. 2).
Kritisch anzumerken ist allerdings, dass der BMI nur bedingt aussagekräftig ist, da er nicht zwischen Körperfett und fettfreier Körpermasse differenzieren kann. Personen mit erhöhtem Körpergewicht aufgrund einer größeren Muskelmasse, wie zum Beispiel Kraftsportler, haben ebenfalls einen höheren BMI, was möglicherweise zu falschen Schlussfolgerungen verleitet (Wirth & Hauner, 2013, S. 2).
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Erläutert die gesundheitliche und ökonomische Relevanz von Übergewicht sowie die Notwendigkeit individueller Coaching-Ansätze als Ergänzung zu Standardprogrammen.
2 ZIELSETZUNG: Definiert die Forschungsfrage, ob Einzel-Coaching die Selbstwirksamkeit und das Körpergewicht von Probanden beeinflussen kann.
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND: Bietet einen Überblick über Definitionen, Prävalenz, Folgen von Adipositas sowie die theoretischen Grundlagen von Coaching und Selbstwirksamkeitserwartung.
4 METHODIK: Beschreibt das Studiendesign, das eingesetzte Coaching-Konzept sowie die verwendeten Messinstrumente zur Erfassung von Gewicht und Selbstwirksamkeit.
5 ERGEBNISSE: Präsentiert die deskriptiven Daten der Teilnehmer sowie die statistische Auswertung der Hypothesen mittels Wilcoxon-Test.
6 DISKUSSION: Interpretiert die gewonnenen Studienergebnisse, reflektiert die methodischen Limitationen und gibt einen Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.
7 ZUSAMMENFASSUNG: Führt die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Eignung von Einzel-Coaching für die untersuchte Zielgruppe.
Schlüsselwörter
Übergewicht, Adipositas, Coaching, Einzel-Coaching, Selbstwirksamkeitserwartung, Gewichtsreduktion, BIA-Messung, GROW-Modell, Sportliche Aktivität, Verhaltensänderung, Gesundheitsmanagement, Intervention, Wirksamkeitsforschung, Körperzusammensetzung, Psychologie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Master-Thesis untersucht die Effektivität von Einzel-Coachings als unterstützende Maßnahme für übergewichtige Menschen, um eine nachhaltige Gewichtsreduktion durch Stärkung der Selbstwirksamkeit zu erreichen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Arbeit behandelt die medizinischen und wirtschaftlichen Auswirkungen von Adipositas, die theoretischen Grundlagen des Coachings, die Bedeutung der Selbstwirksamkeitserwartung sowie methodische Aspekte der Verhaltensänderung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, empirisch zu prüfen, ob ein spezifisch gestaltetes Coaching-Programm bei übergewichtigen Probanden die Selbstwirksamkeit zur sportlichen Aktivität erhöht und sich positiv auf das Körpergewicht auswirkt.
Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewandt?
Es wurde ein experimentelles Studiendesign mit einer Experimental- und einer Kontrollgruppe gewählt. Die Datenerhebung erfolgte durch BIA-Körperanalysen und standardisierte SSA-Fragebögen vor und nach dem achtwöchigen Interventionszeitraum.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende Literaturanalyse zum Thema Übergewicht und Coaching sowie eine detaillierte Darstellung des methodischen Vorgehens, gefolgt von der deskriptiven und inferenzstatistischen Ergebnispräsentation.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Studie?
Die zentralen Schlagworte sind Adipositas, Selbstwirksamkeitserwartung, Coaching-Prozess, Gewichtsreduktion und Verhaltensintervention.
Welche Rolle spielt das GROW-Modell in dieser Arbeit?
Das GROW-Modell (Goal, Reality, Options, What) bildet das theoretische und praktische Gerüst für die Strukturierung der fünf durchgeführten Coaching-Sitzungen.
Warum wurde die BIA-Messung zur Datenerhebung eingesetzt?
Die bioelektrische Impedanzanalyse (BIA) wurde verwendet, um eine präzise körperliche Messgröße für die Gewichtsveränderung der Probanden im Untersuchungsverlauf zu erhalten.
Welche Schlussfolgerung zieht der Autor zur Wirksamkeit des Coachings?
Obwohl die Probanden positive Erfahrungen und eine hohe Zufriedenheit berichteten, konnte in dieser spezifischen kleinen Stichprobe keine statistisch signifikante Gewichtsreduktion nachgewiesen werden, was weitere Forschung erfordert.
- Citation du texte
- Moritz Wenninger (Auteur), 2016, Überprüfung der Wirksamkeit von Einzel-Coaching bezogen auf den Verlust von Körpergewicht bei Übergewichtigen und deren Selbstwirksamkeitserwartung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/353074