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Anselmus' Entwicklung in E.T.A. Hoffmanns "Der goldene Topf"

Ein Weg von Dresden nach Atlantis

Titel: Anselmus' Entwicklung in E.T.A. Hoffmanns "Der goldene Topf"

Hausarbeit , 2014 , 14 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Silvia Schilling (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Literatur, Werke
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Zusammenfassung Leseprobe Details

E.T.A. Hoffmanns "Fantasiestücke in Callot's Manier" umfassen eine Reihe von Geschichten beziehungsweise Märchen, die sich mt Grenzgängen zwischen Imagination und Wirklichkeit beschäftigen. Diese Hausarbeit analysiert eines dieser Märchen, "Den goldenen Topf" in Bezug auf die Entwicklung des Protagonisten Anselmus, welcher sich fortwährend zwischen Wirklichkeit und Fantasie bewegt.

Zunächst wird hierbei Anselmus' Position in der Spannung zwischen bürgerlichem Rationalismus und dem Fantastischen bestimmt. Im weiteren Verlauf wird diese Spannung, dieses Zerrissen-Sein dann auch auf Anselmus' Beziehungen zu anderen Figuren übertragen, insbesondere im Bezug auf zwei weibliche Wesen: Serpentina und Veronika Paulmann. In einem weiteren Kapitel wird beschrieben, dass Anselmus sich für eine der Welten entscheiden muss und dass ihn nur die Wahl der fantastischen Welt zu einem wahren Künstler machen kann. Nach der vollständigen Analyse dieser Entwicklung und des Ausgangs wird auch auf die Diskrepanzen und Ähnlichkeiten zwischen Anselmus und dem Erzähler der Geschichte hingewiesen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Anselmus zwischen zwei Welten

2.1. Anselmus – Ein gewöhnlicher Student?

2.2. Bürgerliches Unverständnis

3. Anselmus zwischen zwei Frauen

3.1. Serpentina

3.2. Veronika Paulmann

3.3. Die Figuren im Hintergrund: Archivarius Lindhorst und Frau Rauerin

4. Auf Umwegen zum wahren Künstler

4.1. Anselmus auf bürgerlichen Abwegen

4.2. Der Fall: Anselmus als Philister

4.3. Der Eintritt nach Atlantis

5. Anselmus und der Erzähler – ein Kontrast

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der bürgerlichen Realität und der fantastischen Welt in E.T.A. Hoffmanns "Der goldene Topf" und analysiert, durch welche Einflüsse der Protagonist Anselmus schließlich seinen Weg zum wahren Künstler findet.

  • Der Einfluss fantastischer und bürgerlicher Gegenpole auf die Entwicklung des Protagonisten.
  • Die Rolle weiblicher Identifikationsfiguren als Repräsentanten der jeweiligen Welten.
  • Die Bedeutung von archivarischen und familiären Einflüssen auf den Entscheidungsprozess des Studenten.
  • Der Kontrast zwischen dem Schicksal des Künstlers und der Perspektive des Erzählers.

Auszug aus dem Buch

3.1. Serpentina

Anselmus erkennt in der vierten Vigilie, dass die Sehnsucht, die er seit der Holunderbaum-Szene mehr oder weniger deutlich wahrnimmt, auf seiner Liebe zu der Schlange Serpentina begründet ist und bezeichnet diese gegenüber dem Archivarius Lindhorst als „die Ewig Geliebte [s]einer Seele“. Es stellt sich heraus, dass der Archivarius Vater der drei Schlänglein und somit auch der Serpentina ist. Anselmus beginnt nun in der Villa von Lindhorst Manuskripte abzuschreiben, hauptsächlich um Serpentina nahe zu sein. Diese Tätigkeit des Abschreibens schon bestehender Werke ist genauso wie seine Liebe zu Serpentina essentiell für Anselmus‘ Entwicklung zum Künstler bzw. Dichter. Die Stunden, die der Protagonist in der Villa verbringt, bezeichnet dieser als die „glücklichsten seines Lebens“. Dies zeigt, dass das Künstlerleben das Potential besitzt, ihn glücklicher zu machen als die bürgerliche Routine, von der er sich durch die wiederholte, regelmäßige Begegnung mit dem Wunderbaren Stück für Stück entfernt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Konflikts zwischen der bürgerlichen und der fantastischen Welt ein und stellt die Forschungsfrage nach Anselmus' Entwicklung zum Künstler.

2. Anselmus zwischen zwei Welten: Das Kapitel beleuchtet Anselmus' erste Berührung mit dem Wunderbaren und das Unverständnis, das ihm in der bürgerlichen Gesellschaft entgegengebracht wird.

3. Anselmus zwischen zwei Frauen: Hier wird die Zerrissenheit des Protagonisten zwischen Serpentina als Symbol des Fantastischen und Veronika als Vertreterin der bürgerlichen Welt analysiert.

4. Auf Umwegen zum wahren Künstler: Dieser Abschnitt behandelt Anselmus' zeitweilige Abkehr vom Künstlerweg und seine endgültige Entscheidung für ein Leben in der Poesie.

5. Anselmus und der Erzähler – ein Kontrast: Das Kapitel kontrastiert die tiefe Entwicklung von Anselmus mit der zeitweiligen, unvollständigen Vision des Erzählers.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Duplizität der Welten unmöglich ist und der Weg in die Poesie als Anselmus' vorbestimmtes Schicksal identifiziert wird.

Schlüsselwörter

E.T.A. Hoffmann, Der goldene Topf, Romantik, Anselmus, Serpentina, Veronika Paulmann, Archivarius Lindhorst, Künstlertum, Bürgerliche Welt, Fantastik, Atlantis, Dualismus, Poesie, Literaturanalyse, Entwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Entwicklung des Studenten Anselmus aus E.T.A. Hoffmanns "Der goldene Topf" unter dem Einfluss der gegensätzlichen bürgerlichen und fantastischen Lebenswelten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind der Konflikt zwischen Bürgertum und Künstlertum, die Suche nach Identität sowie die motivische Bedeutung von Liebe und Kunst.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Anselmus durch äußere Einflüsse und innere Krisen letztendlich zum wahren Künstler reift und sich gegen ein bürgerliches Leben entscheidet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse des Primärtextes unter Einbeziehung relevanter Sekundärliteratur zu E.T.A. Hoffmann.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Protagonisten, ihre Repräsentanten (Serpentina/Veronika) und die entscheidenden Stationen auf dem Weg zur künstlerischen Epiphanie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Romantik, Dualismus, Künstlertum, Atlantis, Fantastik und die spezifische Charakterisierung der Romanfiguren.

Welche Rolle spielt der Archivarius Lindhorst für den Protagonisten?

Er fungiert als Mentor und wichtiger Vertreter der fantastischen Welt, der Anselmus' Weg in das Reich Atlantis aktiv unterstützt.

Warum entscheidet sich Anselmus gegen ein Leben als Hofrat?

Sein "Glück im höheren Leben" kann nur im Einklang mit seiner künstlerischen Veranlagung und der Liebe zu Serpentina gefunden werden, was mit dem bürgerlichen Dasein als Hofrat unvereinbar ist.

Was bedeutet der "Tintenklecks" im vierten Kapitel?

Der Tintenklecks symbolisiert Anselmus' temporären Verlust des Glaubens an das Wunderbare und seine gefährliche Annäherung an die bürgerliche Philisterwelt.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Anselmus' Entwicklung in E.T.A. Hoffmanns "Der goldene Topf"
Untertitel
Ein Weg von Dresden nach Atlantis
Hochschule
Universität Konstanz
Veranstaltung
Proseminar: E.T.A. Hoffmanns "Fantasiestücke in Callot's Manier"
Note
2,3
Autor
Silvia Schilling (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
14
Katalognummer
V353114
ISBN (eBook)
9783668392106
ISBN (Buch)
9783668392113
Sprache
Deutsch
Schlagworte
E.T.A. Hoffmann Der goldene Topf Der goldne Topf Entwicklung Anselmus Fantasiestücke Callots Manier Callot's Manier
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Silvia Schilling (Autor:in), 2014, Anselmus' Entwicklung in E.T.A. Hoffmanns "Der goldene Topf", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/353114
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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