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Herrschaft und Weiblichkeit in Schillers Drama "Maria Stuart"

Titel: Herrschaft und Weiblichkeit in Schillers Drama "Maria Stuart"

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2016 , 18 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Silvia Schilling (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Literatur, Werke
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Da sich diese Hauptseminar-Hausarbeit mit der Darstellung von Herrschaft und Weiblichkeit in Schillers "Maria Stuart" auseinandersetzt, werden zunächst diese beiden Begriffe ausführlich definiert. Hierzu wird das "Deutsche Wörterbuch" von Jacob und Wilhelm Grimm genutzt. Um einen historischen Rahmen zu setzen, wird auch das bürgerliche Frauenbild im achtzehnten Jahrhundert kurz erläutert, wobei auch Bezug auf Schillers Beitrag zu diesem Diskurs genommen wird.

Im weiteren Verlauf werden dann die Protagonistinnen des Dramas, Maria Stuart und ihre Cousine Elisabeth Tudor, in Bezug auf ihr Verhältnis zu Herrschaft und Weiblichkeit untersucht. Hierbei wird von der Annahme ausgegangen, dass Maria Stuart durch ihre Schönheit und ausgelebte Weiblichkeit den Herrschaftsverlust erleidet, während Elisabeth ihre Herrschaft vor allem durch das Verneinen ihrer eigenen Weiblichkeit erhalten kann. Es wird auch untersucht, inwiefern die Spannung zwischen Herrschaft und Weiblichkeit innere Konflikte auslöst und die Persönlichkeiten der Protagonistinnen sowie ihr Verhältnis zueinander beeinflusst.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historischer Hintergrund

2.1. Definition und Etymologie: „Herrschaft“

2.2. Definition und Etymologie: „Weiblichkeit“

2.3. Das bürgerliche Frauenbild im 18. Jahrhundert

3. Maria Stuart und die Männer: Herrschaftsverlust durch Weiblichkeit

3.1. Die Ehe mit Darnley

3.2. Die Ehe mit Bothwell

3.3. Maria als Gefangene

4. Elisabeth Tudor: Herrschaftserhalt durch Ablehnung der Weiblichkeit

4.1. Elisabeths Methoden

4.2. Konsequenzen

4.2.1. Innerer Konflikt: Die Frau hinter der Regentin

4.2.2. Weibliche Rivalität mit Maria Stuart

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern Friedrich Schillers Trauerspiel „Maria Stuart“ einen fundamentalen Konflikt zwischen der politischen Herrschaftsposition von Frauen und ihrem weiblichen Geschlecht thematisiert, wobei insbesondere die Rollenkonzepte der beiden Protagonistinnen vor dem Hintergrund des patriarchalischen Frauenbildes des 18. Jahrhunderts analysiert werden.

  • Etymologische und historische Herleitung der Begriffe „Herrschaft“ und „Weiblichkeit“.
  • Einfluss der patriarchalischen Normen des 18. Jahrhunderts auf die literarische Gestaltung.
  • Analyse der gescheiterten Herrschaft von Maria Stuart durch ihre ausgeprägte Weiblichkeit.
  • Untersuchung von Elisabeth Tudors Strategie des Machterhalts durch die Unterdrückung weiblicher Identität.
  • Gegenüberstellung der beiden Königinnen als unterschiedliche Lösungsansätze für einen unauflösbaren Rollenkonflikt.

Auszug aus dem Buch

3.1. Die Ehe mit Darnley

Marias Ehe mit Darnley wird hauptsächlich im vierten Auftritt des ersten Aufzugs behandelt. In einem Gespräch zwischen Maria Stuart und ihrer Amme Hanna Kennedy erfährt man, dass Darnley im Wissen Marias von deren späterem Ehemann Bothwell ermordet wurde. Während Maria sich aufgrund ihres Anteils an dieser Bluttat schuldig fühlt, entschuldigt Kennedy Marias Verhalten mit ihrer damaligen Jugend und „dem verwerflichen Verhalten von Darnley“. Kennedy nennt ihn abscheulich und wirft ihm Marias Unterwerfung vor: „Der Euer / Geschöpf war, Euren König wollt er spielen […]“. Kennedys Meinung nach hätte sich nicht Maria Darnley unterwerfen sollen, weil sie eine Frau und er ein Mann ist; er hätte sich ihr unterwerfen müssen, weil sie das Amt der Königin Schottlands innehatte. Als weitere Entlastung Marias wird außerdem noch weibliche Schwäche angeführt, welche, wie im Kapitel zum Begriff „Weiblichkeit“ erwähnt, im Deutschen Wörterbuch als eine der sechs Bedeutungen dieses Begriffs angeführt wird. Marias weibliche Schwäche bestand hier darin, dass sie dem Mörder ihres Mannes, Bothwell, im „Wahnsinn blinder Liebesglut“ verfallen war.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in Schillers Drama ein und umreißt die Forschungsfrage, wie die beiden Königinnen im Spannungsfeld zwischen weiblicher Identität und politischem Herrschaftsanspruch agieren.

2. Historischer Hintergrund: Dieses Kapitel beleuchtet die etymologische Verknüpfung von Männlichkeit und Macht sowie das bürgerliche Frauenbild des 18. Jahrhunderts, das die spätere Analyse der Figuren theoretisch einbettet.

3. Maria Stuart und die Männer: Herrschaftsverlust durch Weiblichkeit: Das Kapitel analysiert, wie Maria durch ihre Ehen mit Darnley und Bothwell sowie durch ihr Verhalten in der Gefangenschaft ihre politische Macht einbüßt, da ihre Weiblichkeit von Männern als Manipulationsbasis genutzt wird.

4. Elisabeth Tudor: Herrschaftserhalt durch Ablehnung der Weiblichkeit: Hier wird untersucht, wie Elisabeth durch die bewusste Unterdrückung ihrer weiblichen Seite und die Inszenierung einer männlich-autoritären Fassade ihre Herrschaft sichert, wenngleich dies zu psychischen Konflikten führt.

5. Fazit: Das Fazit resümiert, dass keine der beiden Protagonistinnen ein gesundes Gleichgewicht zwischen ihrem Wesen als Frau und ihrem Amt als Königin finden kann, was den systemischen Rollenkonflikt in der patriarchalischen Gesellschaft verdeutlicht.

Schlüsselwörter

Maria Stuart, Elisabeth Tudor, Friedrich Schiller, Weiblichkeit, Herrschaft, Rollenkonflikt, Patriarchat, Gender, Macht, Königin, Schottland, England, 18. Jahrhundert, Drama, Frauenbild.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert Schillers „Maria Stuart“ unter der Fragestellung, wie die weiblichen Protagonistinnen mit dem patriarchalischen Konflikt zwischen ihrer Identität als Frau und ihrer Funktion als Regentin umgehen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die etymologische Herleitung von Geschlechterrollen, das Frauenbild des 18. Jahrhunderts und die daraus resultierende literarische Gestaltung weiblicher Machtfiguren bei Schiller.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, warum Maria Stuart ihre Herrschaft durch ihre Weiblichkeit verliert, während Elisabeth Tudor ihre Macht nur durch die bewusste Unterdrückung dieser Weiblichkeit wahren kann.

Welche methodische Vorgehensweise wird gewählt?

Die Autorin verwendet eine literaturwissenschaftliche Analyse des Dramas vor dem theoretischen Hintergrund historischer Definitionen von „Herrschaft“ und „Weiblichkeit“.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Analyse der männlichen Einflüsse auf Maria sowie die Strategien der Selbstentfremdung und Maskulinität bei Elisabeth.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Rollenkonflikt, patriarchale Strukturen, Geschlechtscharakter und politische Emanzipation beschreiben.

Warum wird Maria Stuart als eine „Gefangene“ analysiert?

Sie wird nicht nur physisch als Gefangene Elisabeths betrachtet, sondern auch als Gefangene ihrer eigenen weiblichen Rollenvorgaben, die sie für Männer leicht manipulierbar machen.

Wie unterscheidet sich Elisabeths Methode von der Marias?

Während Maria ihre Weiblichkeit offen auslebt und daran scheitert, versucht Elisabeth, ihre Weiblichkeit zu verleugnen, um als „königliche Person“ männlich agieren zu können.

Welche Rolle spielt Leicester in der Analyse?

Leicester fungiert als Gegenspieler, der beide Königinnen als Frau wahrnimmt und sie durch seine manipulative Art dazu bringt, ihre politische Vorsicht zugunsten ihrer emotionalen Defizite aufzugeben.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Herrschaft und Weiblichkeit in Schillers Drama "Maria Stuart"
Hochschule
Universität Konstanz
Veranstaltung
Hauptseminar: Schillers Dramen
Note
1,3
Autor
Silvia Schilling (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
18
Katalognummer
V353115
ISBN (eBook)
9783668392069
ISBN (Buch)
9783668392076
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Maria Stuart Schiller Friedrich Schiller Herrschaft Weiblichkeit Feminismus Elisabeth Tudor
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Silvia Schilling (Autor:in), 2016, Herrschaft und Weiblichkeit in Schillers Drama "Maria Stuart", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/353115
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Leseprobe aus  18  Seiten
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