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Das Schattenbanksystem und dessen Regulierung in Europa

Title: Das Schattenbanksystem und dessen Regulierung in Europa

Seminar Paper , 2016 , 22 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Maximilian von Kleestein (Author)

Business economics - Economic Policy
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In dieser Seminararbeit wird das System der Schattenbanken definiert und mithilfe ausgewählter Beispiele greifbar aufgezeigt. Es kann bereits an dieser Stelle vorweggenommen werden, dass dieses eine enge Beziehung zum traditionellen Bankensektor aufweist und die offensichtliche Bemühung, bestimmte Tätigkeiten in den nicht regulierten Sektor auszulagern, zu Tage tritt. Ziel dieser wissenschaftlichen Arbeit ist es, dem Leser einen Einblick in das Schattenbanksystem zu gewähren und bisherige Regulierungsfortschritte und Maßnahmen in Bezug auf deren Effektivität und Wirksamkeit kritisch zu beleuchten. Über den gegenwärtigen Fortschritt hinaus, werden alternative Möglichkeiten genannt, die die mit der strengeren Regulierung einhergehenden negativen Effekte, weitgehend eliminieren würden.

Der Begriff der Schattenbank wurde durch den amerikanischen Ökonomen Paul McCulley geprägt. Nach dessen Verständnis umfasst das System „[…]the whole alphabet soup of levered up non-bank investment conduits, vehicles, and structures.“ Im Grünbuch Schattenbankwesen greift die Europäische Kommission die Definition des FSB auf, wonach „das Schattenbanksystem als ein ‚System der Kreditvermittlung, an dem Unternehmen und Tätigkeiten außerhalb des regulären Bankensystems beteiligt sind.‘“, beschrieben wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das System der Schattenbanken

2.1 Versuch einer Definition

2.2 Akteure und Tätigkeiten

2.2.1 Finanzierungsgesellschaften

2.2.2 Finanzielle Zweckgesellschaften

2.2.3 Investmentfonds

2.2.3.1 Geldmarktfonds

2.2.3.2 Hedgefonds

2.2.3.3 Weitere Investmentfonds

2.2.4 Versicherungen und Pensionseinrichtungen

2.3 Interaktionen zwischen Schattenbanken und dem regulierten Bankensektor

2.4 Entwicklung des Schattenbanksektors

2.4.1 Ein Grund für diese Entwicklung

2.4.2 Vergleich der Entwicklung zum regulierten Bankensektor

2.5 Bewertung

2.5.1 Vorteile des Schattenbanksystems

2.5.2 Nachteile

3 Regulierung von Schattenbanken

3.1 Indirekte Regulierung

3.2 Direkte Regulierung

3.2.1 Alternative Investmentfonds

3.2.2 Geldmarktfonds und Exchange Traded Funds

3.2.3 Ratingagenturen

3.3 Bewertung der bisherigen Regulierung

4 Fazit und Ausblick

5 Literatur- und Quellenverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit hat zum Ziel, ein fundiertes Verständnis des Schattenbanksystems zu vermitteln, seine enge Verflechtung mit dem traditionellen Bankensektor aufzuzeigen und die Effektivität bestehender Regulierungsmaßnahmen kritisch zu hinterfragen.

  • Definition und Identifikation der zentralen Akteure im Schattenbankensektor.
  • Analyse der Interaktionsmechanismen zwischen regulierten Banken und Schattenbanken.
  • Untersuchung der historischen Entwicklung und der systemischen Risiken des Sektors.
  • Gegenüberstellung und Bewertung von direkten und indirekten Regulierungsansätzen.
  • Diskussion alternativer Regulierungsstrategien zur Vermeidung von Regulierungsarbitrage.

Auszug aus dem Buch

2.4.1 Ein Grund für diese Entwicklung

Ein Grund für diese nachhaltige Entwicklung liefert die immer strengere Regulierung des traditionellen Bankensektors. Dies führt zu steigenden regulatorischen Kosten, welche durch die Auslagerung bestimmter Aktivitäten in den schwächer regulierten Sektor minimiert werden sollen. Diesen Prozess, bei dem rein technisch dieselben Aktivitäten, jedoch in einem anderen Markt oder Sektor, durchgeführt werden, wird als Regulierungsarbitrage bezeichnet.

Dieses Vorgehen findet Anwendung, wenn regulatorische Asymmetrien zwischen verschiedenen Bereichen, Sektoren oder Märkten herrschen, woraus Kostenvorteile realisiert werden können. Die bewusste Umgehung regulatorischer Vorschriften durch Verlagerung bestimmter Geschäfte aus dem Konsolidierungskreis des Unternehmens heraus, trug erheblich zur Finanzkrise 2007/2008 und deren Ausmaß bei. Die Regulierungsarbitrage könnte also als weiterer Nachteil unter Kapitel 2.5.2 aufgeführt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung verdeutlicht die Notwendigkeit, Risiken im Schattenbanksektor zu kontrollieren, und legt das Ziel der Arbeit fest, bestehende Regulierungsmaßnahmen kritisch zu beleuchten.

2 Das System der Schattenbanken: Dieses Kapitel definiert Schattenbanken, stellt die wichtigsten Akteure wie Investmentfonds und Zweckgesellschaften vor und analysiert deren Interaktionen mit dem regulierten Bankensektor.

3 Regulierung von Schattenbanken: Hier werden indirekte und direkte Regulierungsansätze wie die AIFM-Richtlinie oder Anforderungen an Ratingagenturen gegenübergestellt und deren Wirksamkeit bewertet.

4 Fazit und Ausblick: Das Kapitel schließt mit der Forderung nach einer aktivitätsbezogenen und globalen Regulierung, um Regulierungsarbitrage effektiv zu verhindern.

5 Literatur- und Quellenverzeichnis: Umfassende Auflistung der für die Arbeit herangezogenen Quellen und Dokumente.

Schlüsselwörter

Schattenbanken, Finanzmarktregulierung, Regulierungsarbitrage, Systemrisiken, Bankensektor, Finanzintermediation, AIFM-Richtlinie, Geldmarktfonds, Hedgefonds, Zweckgesellschaften, Kreditrisikotransfer, Liquiditätstransformation, Finanzkrise, Aufsicht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Definition, den Funktionsweisen und den Risiken des Schattenbanksystems sowie der Herausforderung, dieses im europäischen Kontext effektiv zu regulieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Kernpunkten gehören die Akteure im Schattenbankwesen, die engen Verflechtungen zum regulierten Bankensystem, die Entwicklung der Vermögenswerte seit 2002 und die Effektivität verschiedener Regulierungsansätze.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, einen Einblick in das Schattenbanksystem zu geben und zu prüfen, ob die derzeitigen Regulierungsmaßnahmen ausreichen, um systemische Risiken effektiv zu minimieren.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auswertung von Finanzdaten, um die theoretischen Grundlagen und die praktische Umsetzung der Regulierung kritisch zu würdigen.

Welche Aspekte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil analysiert das System der Schattenbanken, die verschiedenen Akteure (wie Investmentfonds und Zweckgesellschaften) sowie die Unterschiede zwischen direkten und indirekten Regulierungsmaßnahmen.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Publikation am besten?

Die zentralen Begriffe umfassen Schattenbanken, Regulierungsarbitrage, Systemrisiken, Finanzintermediation und Regulierungsdesigns.

Warum wird im Fazit eine aktivitätsbezogene Regulierung gefordert?

Die Autorin argumentiert, dass eine Regulierung, die an den Tätigkeiten anstatt am rechtlichen Status der Akteure ansetzt, Regulierungsarbitrage wirksamer unterbinden kann.

Welche Rolle spielt die globale Dimension in der Regulierung?

Die Arbeit betont, dass lokale oder europäische Regulierungsbemühungen nur begrenzt wirken, solange Offshore-Finanzplätze genutzt werden können, um gesetzlichen Vorschriften auszuweichen.

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Details

Title
Das Schattenbanksystem und dessen Regulierung in Europa
College
Nürtingen University
Grade
1,3
Author
Maximilian von Kleestein (Author)
Publication Year
2016
Pages
22
Catalog Number
V353147
ISBN (eBook)
9783668392328
ISBN (Book)
9783668392335
Language
German
Tags
Schattenbanken Schattenbankensektor Bankenregulierung Basel Steuerflucht Steuervermeidung Finanzkrise Regulierung Bankenkrise
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maximilian von Kleestein (Author), 2016, Das Schattenbanksystem und dessen Regulierung in Europa, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/353147
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