Gerhard Schröder war anders als seine Vorgänger ein Kanzler, der Medien nicht als notwendiges Übel, sondern als Instrument erkannte und nutzte. Daher ist sein Porträt das eines einzigartigen Kanzlers, der anders als Angela Merkel die Medienlandschaft beeinflusste.
Inhaltsverzeichnis
I. Vorwort
II. Einleitung
2.1. Das deutsche Kanzlersystem im Überblick
2.2. Medien-eine kurze Definition
2.3. Können Medien Einfluss auf die Politik haben?
III. Das Portrait
3.1. Eine kurze Biographie Gerhard Schröders
3.2. Das Image von Gerhard Schröder: Der Medienkanzler
IV. Der Wandel der Zeit
4.1. Die erste Legislaturperiode als deutscher Bundeskanzler
4.2. Die zweite Amtszeit ab 2002
V. Fazit
VI. Quellenangaben
6.1. Textquellen
6.2. Sonstige Quellen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen Politik und Medien am Beispiel des ehemaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich das Image Schröders als „Medienkanzler“ entwickelt hat, welche Strategien er im Umgang mit den Medien einsetzte und wie sich diese Beziehung im Laufe seiner Amtszeit gewandelt hat.
- Die Definition und Bedeutung des Begriffs „Politainment“ in der modernen Politik.
- Die Rolle und Macht der Medien als Instrument politischer Kommunikation.
- Die biographische Entwicklung Gerhard Schröders und seine Inszenierung als „Medienkanzler“.
- Die Analyse der Medienpräsenz während der ersten Legislaturperiode und der Wiederwahl 2002.
- Die Herausforderungen und der Wandel politischer Kommunikation bei Krisen und kontroversen Entscheidungen.
Auszug aus dem Buch
Das Image von Gerhard Schröder: Der Medienkanzler
Wie das oben genannte Zitat belegt, hat Gerhard Schröder bereits relativ früh erkannt, dass politische Kompetenz nicht alleine ausschlaggebend ist für politischen Erfolg.
Neben dieser politischen Kompetenz ist es wichtig, von den Medien akzeptiert zu werden und mit den Vertretern der Medien gut auszukommen.
Dabei bedeutet dieses „gute Auskommen“ zum einen, die Sprache derer zu sprechen, die man erreichen möchte. Hier gilt Gerhard Schröder als Mann des Volkes, der seine Ziele und Vorstellungen in allgemeinverständliche, teils sogar sehr plakative Sätze hüllt. Darüber hinaus hat er die Bedeutung von Informationen erkannt. Dies macht der bereits erwähnte Ausspruch von ihm deutlich: „Man kann Journalisten mit Informationen bestechen – is nich strafbar“.
Dieses Zitat stammt aus einer Zeit, in der Gerhard Schröder noch kein Image als Mann der Medien oder gar als „Medienkanzler“ hatte, schließlich stammt es aus der Zeit seines Juso-Vorsitzes. Dennoch scheint es, als ob sich dieses Credo durch seine politische Laufbahn zieht.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Vorwort: Der Autor führt in das Thema „Politainment“ ein und erläutert das Ziel der Arbeit, die Beziehung zwischen den Medien und Gerhard Schröder zu beleuchten.
II. Einleitung: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Begriffe des Kanzlersystems sowie der Medien und wirft die Frage nach dem wechselseitigen Einfluss von Politik und Medien auf.
III. Das Portrait: Neben einer biographischen Einordnung wird hier die Konstruktion des Images von Gerhard Schröder als „Medienkanzler“ analysiert.
IV. Der Wandel der Zeit: Der Hauptteil untersucht die Entwicklung der Medienstrategie Schröders von der ersten Legislaturperiode bis hin zu den Veränderungen und Herausforderungen nach der Wiederwahl 2002.
V. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Feststellung, dass sich das Rollenbild des Politikers durch den Medieneinfluss gewandelt hat und Schröder diese neue Rolle maßgeblich verkörperte.
VI. Quellenangaben: Eine detaillierte Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur sowie digitaler Quellen.
Schlüsselwörter
Politainment, Medienkanzler, Gerhard Schröder, politische Kommunikation, Mediendemokratie, Bundestagswahl, Inszenierung, Regierungsstil, öffentliche Meinung, Massenmedien, politisches Image, Medienstrategie, politischer Diskurs, Macht der Medien, Kanzleramt.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das Zusammenspiel von Politik und Medien und wie diese Symbiose am Beispiel des ehemaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder dargestellt werden kann.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt Themen wie Politainment, die Rolle der Medien in der modernen Demokratie, persönliche Inszenierungsstrategien von Politikern sowie die Bedeutung des Auftretens in Massenmedien.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, zu untersuchen, wie Gerhard Schröder den Begriff „Medienkanzler“ geprägt hat und wie sein Umgang mit den Medien seine politische Karriere beeinflusst hat.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine deskriptive Analyse und Auswertung von Sekundärliteratur, Biographien und Medienstudien, um ein Porträt des Medienkanzlers zu zeichnen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert Schröders Aufstieg, sein spezifisches Image als „Medienkanzler“ und die Veränderungen seiner Medienpräsenz über zwei Legislaturperioden hinweg.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Politainment, Medienkanzler, Inszenierung, politische Kommunikation und der Wandel der Medienlandschaft.
Warum wird das Zitat „Man kann Journalisten mit Informationen bestechen“ hervorgehoben?
Das Zitat illustriert Schröders frühes Verständnis für die strategische Bedeutung von Informationen im Umgang mit der Presse, lange bevor er das Amt des Bundeskanzlers bekleidete.
Wie hat sich Schröders Medienstrategie nach der Wiederwahl 2002 verändert?
Nach 2002 veränderte sich sein Vorgehen; er setzte verstärkt auf persönliche politische Positionen – etwa beim Irak-Krieg –, die nicht mehr nur auf allgemeine Beliebtheitswerte abzielten.
- Quote paper
- Johan Fröhberg (Author), 2003, Gerhard Schröder - Portrait eines Medienkanzlers im Wandel der Zeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35322