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Anwendung von Zollverfahren unter Berücksichtigung des Unionszollkodex

Titel: Anwendung von Zollverfahren unter Berücksichtigung des Unionszollkodex

Masterarbeit , 2016 , 87 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Marco Bredefeldt (Autor:in)

BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In den vergangenen Jahren unterlag das Zollrecht der Union einem dynamischen Wandel – bis schließlich der Unionszollkodex (UZK) mit seinen flankierenden Gesetzestexten das derzeitige Resultat des Reformprozesses präsentiert. Durch sein Inkrafttreten schaffte er die Basis für eine moderne, einheitliche Rechtslage innerhalb der EU sowie indirekt für am Handel beteiligte Drittländer.

Ferner sind infolge der Zollkodexreform einige Prozessänderungen bei den Zollverfahren zu beachten, womit sich die Wirtschaftsbeteiligten befassen müssen. Des Weiteren gelten neue besondere Anforderungen an Vereinfachungen. Dem einhergehend soll im Rahmen dieser Arbeit das Ausmaß der Umstellungen für die Wirtschaftsakteure empirisch untersucht werden, wodurch sich folgende, zu beantwortende Forschungsfrage ableiten lässt: Welche Veränderungen ergeben sich für die Zollverfahren nach der neuen Rechtslage des UZK im Gegensatz zur langjährigen Vorgehensweise und wie müssen sich die Wirtschaftsbeteiligten darauf einstellen? Abschließend werden die wesentlichen Erkenntnisse durch Handlungsempfehlungen begleitet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Gegenstand & Motivation

1.1 Themenabgrenzung

1.2 Schwerpunkt & Zielstellung

1.3 Aufbau der Arbeit

2. Einteilung der Zollverfahren nach neuer Rechtslage

3. Wesen der Zollverfahren

3.1 Überlassung zum zollrechtlich freien Verkehr

3.2 Besondere Verfahren

3.2.1 Versand

3.2.1.1 Externer Versand

3.2.1.2 Interner Versand

3.2.2 Lagerung

3.2.2.1 Zolllager

3.2.2.2 Freizonen

3.2.3 Verwendung

3.2.3.1 Vorübergehende Verwendung

3.2.3.2 Endverwendung

3.2.4 Veredelung

3.2.4.1 Aktive Veredelung

3.2.4.2 Passive Veredelung

3.3 Ausfuhr

3.4 Besonderheiten im Zusammenhang mit Verkehrsträgern

4. Zollrechtliche Vereinfachungen & Zertifikate

4.1 Elektronische Zollabwicklungssysteme

4.2 Zugelassener Wirtschaftsbeteiligter

4.3 Vereinfachte Zollanmeldung

4.4 Anschreibung in der Buchführung des Anmelders

4.5 Zahlungsaufschub

4.6 Reduzierung von Sicherheitsleistungen

4.7 Zugelassener Empfänger & zugelassener Versender

4.8 Ermächtigter Ausführer

4.9 Eigenkontrolle

4.10 Zentrale Zollabwicklung

5. Empirische Untersuchung

5.1 Zielstellung

5.2 Zielgruppe

5.3 Erhebungsform

5.4 Konzeption

5.5 Durchführung

5.6 Auswertung

5.6.1 Deskriptive Analyse

5.6.2 Induktive Analyse

5.7 Wesentliche Erkenntnisse & Handlungsempfehlungen

6. Fazit & Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der durch den Unionszollkodex (UZK) eingeleiteten Zollkodexreform auf die Abläufe der Wirtschaftsbeteiligten. Das primäre Ziel ist es, den tatsächlichen Veränderungsumfang der Zollverfahren zu analysieren und zu ermitteln, welche operativen und finanziellen Herausforderungen für die Unternehmen entstehen, um daraus fundierte Handlungsempfehlungen für die Praxis abzuleiten.

  • Reformierte Zollverfahren gemäß dem Unionszollkodex
  • Zollrechtliche Vereinfachungen und Zertifikate (AEO, Vereinfachte Zollanmeldung, etc.)
  • Empirische Analyse der Umsetzungsaufwände bei Unternehmen
  • Rolle der Verkehrsträger in der Zollabwicklung
  • Zukunftsperspektiven und Digitalisierung des Zollwesens

Auszug aus dem Buch

3.2 Besondere Verfahren

Die zweite Art der Zollverfahren gemäß Art. 5 Nr. 16 Buchst. b UZK sind die besonderen Verfahren. Während im ZK (Verordnung (EWG) Nr. 2913/92 des Rates) die rechtlichen Rahmenbedingungen der einzelnen Verfahren noch apart ausgewiesen wurden, gelten bei den besonderen Verfahren künftig gemeinsame allgemeine Vorschriften. Diese werden per se zusammen vor den einzelnen Geltungsbereichen im Titel VII Kapitel 1 UZK ausgewiesen und sind somit grundlegend für alle enthaltenen Zollverfahren wirksam. (vgl. Witte, Henke & Kammerzell 2014, S. 190) Die allgemeinen Verhaltensregeln stützen sich zum Teil auf die des ZK und enthalten, ungeachtet von den einzelnen Befugnisübertragungen und Übertragungen von Durchführungsbefugnissen der jeweiligen Artikel, folgende Schwerpunkte:

Gemäß Art. 211 UZK ist eine Bewilligung für die Verwendungs- und Veredelungsverfahren sowie für den Betrieb von Zolllagerstätten zwingend notwendig (Abs. 1). Erfüllt der Antragsteller bestimmte Voraussetzungen, sind selbst rückwirkende Bewilligungen realisierbar (Abs. 2). Grundsätzliche Restriktionen für deren Erhalt umfassen Abs. 3 und 4.

Für Bewilligungsinhaber, Inhaber des Verfahrens sowie jedermann, der an den besonderen Verfahren beteiligt ist, besteht die Pflicht entsprechende Aufzeichnungen (Art. 214 UZK) zu führen, womit der Warenverlauf eindeutig identifiziert werden kann. Versandverfahren sind von dieser Maxime ausgenommen.

Im Art. 215 UZK wird, unbeschadet vom Art. 254 UZK, von der Erledigung eines besonderen Verfahrens gesprochen, wenn Waren in ein anderes Zollverfahren übergehen, die Union verlassen, vernichtet oder „zugunsten der Staatskasse aufgegeben werden“ (Abs.1). Dieser Meilenstein ist für den Versand separat im Abs. 2 determiniert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Gegenstand & Motivation: Einleitung in die europäische Zollwirtschaft, Abgrenzung des Themas sowie Darstellung der Zielsetzung der Arbeit.

2. Einteilung der Zollverfahren nach neuer Rechtslage: Erläuterung der durch den UZK reformierten Systematik, die nun nur noch drei Hauptarten von Zollverfahren kennt.

3. Wesen der Zollverfahren: Detaillierte Charakterisierung der Zollverfahren wie Überlassung zum zollrechtlich freien Verkehr, Versand, Lagerung, Verwendung und Veredelung.

4. Zollrechtliche Vereinfachungen & Zertifikate: Beschreibung der verschiedenen Möglichkeiten zur Erleichterung der Zollabwicklung, inklusive AEO-Status und spezieller Zollverfahren.

5. Empirische Untersuchung: Methodische Erläuterung und Auswertung der Unternehmensbefragung zur praktischen Umsetzung und den Herausforderungen der Zollkodexreform.

6. Fazit & Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Untersuchungsergebnisse sowie ein Ausblick auf die zukünftige Bedeutung des Zollbereichs.

Schlüsselwörter

Unionszollkodex, UZK, Zollverfahren, Außenhandel, Vereinfachte Zollanmeldung, Zugelassener Wirtschaftsbeteiligter, AEO, Zollabwicklung, Supply Chain, Zollkodexreform, Zolllager, Veredelungsverfahren, Zollrecht, Unternehmensbefragung, Außenwirtschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Veränderungen und Herausforderungen, die sich für Wirtschaftsbeteiligte durch die Einführung des Unionszollkodex (UZK) und die damit verbundene Reform der Zollverfahren ergeben haben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Neustrukturierung der Zollverfahren, zollrechtliche Vereinfachungen wie AEO-Zertifikate, sowie die empirische Erhebung der administrativen und operativen Auswirkungen dieser Änderungen auf Unternehmen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den tatsächlichen Veränderungsgrad der Zollabläufe zu erfassen und aufzuzeigen, wie Unternehmen auf die Anforderungen des UZK reagieren und welche Potenziale für Prozessoptimierungen bestehen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit der Rechtsmaterie sowie eine empirische Untersuchung in Form einer anonymisierten Online-Unternehmensbefragung, die deskriptiv und induktiv ausgewertet wurde.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die verschiedenen Zollverfahren (Versand, Lagerung, Verwendung, Veredelung) charakterisiert, die rechtlichen Rahmenbedingungen der Vereinfachungen erläutert und die Ergebnisse der Umfrage zu Umsetzungsaufwänden und AEO-Status detailliert dargestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Unionszollkodex, AEO-Status, Zollverfahren, Zollabwicklung, Supply Chain, Vereinfachte Zollanmeldung und Zollkodexreform.

Wie bewerten Unternehmen den Umstellungsaufwand?

Die Befragung zeigt, dass Unternehmen den Umstellungsaufwand primär als zeitintensive Prozesseinarbeitung und theoretische Vorbereitung wahrnehmen, während finanzielle Mehrkosten eine untergeordnete Rolle spielen.

Welche Rolle spielt die IT bei der Zollabwicklung?

Elektronische Zollabwicklungssysteme sind laut UZK zentral für die Handelserleichterung, jedoch ist die vollständige Implementierung aufgrund technischer Verzögerungen bei den Mitgliedstaaten eine Herausforderung, die den Zeitplan bis 2020 als ambitioniert erscheinen lässt.

Was ist der sogenannte "anonyme AEO"?

Als "anonymen AEO" bezeichnet der Autor den Umstand, dass zwar viele Unternehmen AEO-Voraussetzungen erfüllen, diese aber nicht gezielt zur Vereinfachung nutzen oder nicht ausreichend über die Vorteile aufgeklärt sind.

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Details

Titel
Anwendung von Zollverfahren unter Berücksichtigung des Unionszollkodex
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Institut für Wirtschaft und Verkehr)
Note
1,7
Autor
Marco Bredefeldt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
87
Katalognummer
V353364
ISBN (eBook)
9783668395213
ISBN (Buch)
9783668395220
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Zollverfahren Unionszollkodex
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marco Bredefeldt (Autor:in), 2016, Anwendung von Zollverfahren unter Berücksichtigung des Unionszollkodex, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/353364
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Leseprobe aus  87  Seiten
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