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Der Holocaust in Comic "Maus. Die Geschichte eines Überlebenden" von Art Spiegelman

Titel: Der Holocaust in Comic "Maus. Die Geschichte eines Überlebenden" von Art Spiegelman

Hausarbeit , 2014 , 17 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Tamara Sikharulidze (Autor:in)

Kulturwissenschaften - Holocaust-Studien
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Hausarbeit konzentriert sich auf die Untersuchung der Holocaustthematik in Art Spiegelmans Comic „Maus. Geschichte eines Überlebenden“ und beschäftigt sich mit der Frage, ob ein Comic ein geeignetes Medium für die Darstellung des Holocaust ist und wie es Spiegelman gelingt, die Geschichte, die die deutsche Nation bis heute belastet, in einem Comic zu erfassen.

Bei der Beantwortung dieser Fragen werde ich in einem ersten Schritt das Problem der Darstellung des Holocaust in künstlerischer Hinsicht erläutern. In einem zweiten Schritt wird das Medium Comic definiert und dessen historische Entwicklung erklärt sowie seine Elemente, Struktur und seine Erzähltechnik dargestellt. Außerdem wird das Subgenre Geschichtscomic definiert und seine Bedeutung für die historische Sinnbildung erläutert. Im letzten Kapitel werden zum einen die Entstehung des Werkes „Maus. Die Geschichte eines Überlebenden“ und die Intentionen des Autors thematisiert. Zum anderen werden inhaltliche und gestalterische Aspekte des Werkes untersucht. Am Schluss werde ich im Fazit die wichtigsten Erkenntnisse der Arbeit zusammentragen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Holocaust – Darstellung des Undarstellbares

3 Comic

3.1 Zur Geschichte des Comic-Mediums

3.2 Struktur und Elemente des Comics

3.3 Geschichte im Comic

4 „Maus – Die Geschichte eines Überlebenden“

4.1 Werk und Autor

4.2 Die Tiermetapher

4.3 Narration in „Maus“

5 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung der Holocaustthematik in Art Spiegelmans Comic „Maus. Die Geschichte eines Überlebenden“. Ziel ist es zu analysieren, ob ein Comic als Medium für die Aufarbeitung dieses historischen Traumas geeignet ist und wie es Spiegelman gelingt, die Geschichte, die die deutsche Nation bis heute belastet, künstlerisch zu erfassen und zu vermitteln.

  • Die Eignung des Mediums Comic für die Darstellung von Geschichte.
  • Die Rolle von Authentizität in der Holocaust-Kunst.
  • Die Funktion der Tiermetapher bei der Darstellung von Opfern und Tätern.
  • Die narrative Struktur und die Bedeutung der Zeit-Ebenen im Werk.
  • Die Vater-Sohn-Beziehung als Spiegelbild der Aufarbeitung des Holocaust.

Auszug aus dem Buch

4.2 Die Tiermetapher

Wie bereits erwähnt, regte sich besonderer Widerstand gegen die Verwendung der Tiermetapher in Maus. Im Comic tauchen die Menschen als Tiere auf: Juden als Mäuse, Deutsche bzw. Nazis als Katzen, Polen als Schweine und Amerikaner als Hunde. Mit seinen Figuren stellt sich in Bezug auf die Darstellung des Holocaust die Frage nach Spiegelmans Intentionen: Wird der Rassismus im Comic durch die Tiermetapher verharmlost oder trivialisiert? Durch die Gegenüberstellung von Katzen und Mäusen wird Spiegelman vorgeworfen, dass er den Holocaust zu einem ‚natürlichen Ereignis’ machen würde, denn Katz und Maus seien ja auch in der Natur Jäger und Gejagte. Das würde wiederum bedeuten, dass die Tierköpfe den Rassismus neutralisieren und dessen Vorurteile übernehmen würden.35

Spiegelman lässt sich bewusst auf die Nazi-Ideologie ein, wenn er den ersten Band mit Hitlers Worten einleitet: „Es ist ja wohl nur recht und billig, die Welt von einer minderwertigen Rasse zu befreien, die sich wie Ungeziefer vermehrt.“36 Im zweiten Band geht es mit einem Zitat aus einer pommerschen Zeitung aus der Mitte der dreißiger Jahre: "Micky Maus ist das schändlichste Vorbild, das je erfunden wurde... Das gesunde Empfinden sagt jedem denkenden heranwachsenden und jedem rechtschaffenen Jüngling, dass dieses ekelhafte, schmutzige Ungeziefer, dieser größte bakterienüberträger im ganzen Tierreich niemals ein vorbildliches Tier sein kann... Schluss mit der Verrohung der Völker durch die Juden! Nieder mit Micky Maus! Tragt das Hakenkreuz!“ (Maus II, S.162)

Durch die Katz und Maus-Metaphorik bringt Spiegelman absichtlich die Nazi-Ideologie ins Spiel und treibt die „Absurdität solch rassistischer Identitätszuschreibungen“37 auf die Spitze.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Holocaust-Diskurses ein und begründet die Untersuchung des Comics „Maus“ als künstlerische Auseinandersetzung mit der Geschichte.

2 Holocaust – Darstellung des Undarstellbares: Dieses Kapitel erläutert die Problematik der künstlerischen Holocaust-Darstellung sowie die Anforderungen an Authentizität und Verantwortung der nachfolgenden Generation.

3 Comic: Hier werden die Geschichte des Mediums, seine strukturellen Elemente und die Besonderheiten des Subgenres „Geschichtscomic“ theoretisch definiert.

4 „Maus – Die Geschichte eines Überlebenden“: Der Hauptteil analysiert Werk und Autor, die Wirkung der Tiermetapher und die komplexe narrative Erzähltechnik innerhalb des Comics.

5 Zusammenfassung: Die Schlussbetrachtung resümiert, dass „Maus“ ein bedeutendes zeitgeschichtliches Dokument darstellt, das trotz inhaltlicher Grenzen eine authentische Form der Erinnerungsarbeit leistet.

Schlüsselwörter

Holocaust, Art Spiegelman, Maus, Comic, Erinnerungskultur, Zeitgeschichte, Tiermetapher, Narration, Authentizität, Zweite Generation, Bildungsroman, Geschichtsbewusstsein, Holocaust-Literatur, Trauma, Zeitzeugen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse des Comics „Maus“ von Art Spiegelman als Medium zur Darstellung und Aufarbeitung des Holocaust.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die Theorie des Comics als Medium, die ethischen Anforderungen an die künstlerische Darstellung des Holocaust sowie die mediale Reflexivität durch den Autor.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage untersucht, ob der Comic ein geeignetes und ernstzunehmendes Medium für die Darstellung des Holocaust ist und wie Spiegelman diese komplexe Historie in seinem Werk meistert.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der theoretische Konzepte (z.B. von Pandel, Young und Frahm) auf das Werk „Maus“ angewendet werden, um dessen Erzählstruktur und ästhetische Gestaltung zu deuten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Mediums Comic, die Analyse der spezifischen Tiermetaphorik im Werk sowie die Untersuchung der verschiedenen narrativen Zeitebenen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Untersuchung wird maßgeblich durch Begriffe wie Holocaust-Darstellung, Tiermetapher, Authentizität, Zeugenschaft und narrative Ebenen geprägt.

Warum verwendet Spiegelman im Comic Tiere anstelle von Menschen?

Die Tiermetapher dient laut der Arbeit dazu, rassistische Identitätszuschreibungen ad absurdum zu führen und das Unzeigbare innerhalb des Holocaust-Grauens durch eine Verfremdung dennoch darstellbar zu machen.

Inwiefern beeinflusst die Beziehung zu seinem Vater das Werk?

Die Arbeit verdeutlicht, dass die Erzählung des Vaters Wladek das Fundament des Comics bildet, wobei die schwierige Vater-Sohn-Beziehung und der Schaffensprozess des Autors selbst zum zentralen Bestandteil der Narration werden.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Holocaust in Comic "Maus. Die Geschichte eines Überlebenden" von Art Spiegelman
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover
Note
1,3
Autor
Tamara Sikharulidze (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
17
Katalognummer
V353387
ISBN (eBook)
9783668395152
ISBN (Buch)
9783668395169
Sprache
Deutsch
Schlagworte
holocaust comic maus geschichte überlebenden spiegelman
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tamara Sikharulidze (Autor:in), 2014, Der Holocaust in Comic "Maus. Die Geschichte eines Überlebenden" von Art Spiegelman, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/353387
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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