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Das Argument als Alternative zum Kampf. Die Auseinandersetzung des Petrus Venerabilis mit dem Islam vor dem Hintergrund des zweiten Kreuzzuges

Título: Das Argument als Alternative zum Kampf. Die Auseinandersetzung des Petrus Venerabilis mit dem Islam vor dem Hintergrund des zweiten Kreuzzuges

Trabajo de Seminario , 2011 , 25 Páginas , Calificación: 1,5

Autor:in: Benjamin Priebst (Autor)

Historia de Europa - Edad Media, Edad Moderna
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Die Geschichte der wechselseitigen Beziehungen zwischen dem christlichen und dem muslimischen Teil der Welt ist nicht unbedingt von Aufgeklärtheit, gegenseitigem Respekt und fruchtbaren Dialogen geprägt. Jahrhundertelang war das Denken der einen Seite über die andere von Vorurteilen und Legenden geprägt, und noch heute lässt ein wahrhaftig aufgeklärter Umgang miteinander in vielen Kreisen auf sich warten – zu tief sitzen die Vorurteile und zu dürftig ist das Wissen über den jeweils anderen.

Seit dem Beginn seiner Ausbreitung hinkte die Wahrnehmung des Islam in Europa seinem Bedeutungszuwachs hinterher. Man wähnte sich als Christ als Alleininhaber der vollkommenen Wahrheit. Mit dem Tod des letzten Apostels war die Offenbarung abgeschlossen. Es bestand schlichtweg kein Interesse daran, die Lehren Mohammeds und die muslimische Kultur kennen zu lernen. Die vorherrschende Einstellung zum Islam bestand in dessen grundsätzlicher Ablehnung. Hinzu kam, dass im Kontext des Ringens um die Vorherrschaft im Heiligen Land die Auseinandersetzung mit dem Islam allenfalls im bewaffneten Kampf gegen seine Anhänger gesucht wurde.

Vor diesem Hintergrund ergab es sich, dass Petrus Venerabilis (Pierre de Montboissier, um 1094 - 1156) ein für seine Zeit völlig neuartiges Projekt in Angriff nahm, welches die Voraussetzungen dafür schaffen sollte, dem Islam auch auf der Ebene eines theologischen Disputs gut ausgerüstet entgegen treten zu können. Für ihn war es ein unhaltbarer Zustand, dass die Christenheit aufgrund ihres Unwissens dem immer mächtiger werdenden Islam intellektuell kaum etwas entgegenbringen konnte.

Die vorliegende Arbeit will darüber informieren, wie Petrus Venerabilis es bewerkstelligte, dieses Informationsdefizit zu beseitigen. Es wird also die Entstehungsgeschichte der Collectio Toletana nachgezeichnet, einer unter diesem Titel in Umlauf gebrachten Sammlung ins Latein übersetzter arabischer Schriften, unter ihnen der Koran, und zwei beigegebene Einleitungsschreiben.

Zentral im Fokus der Betrachtungen steht außerdem die, auf dieser Wissensbasis fußende Streitschrift "Liber contra sectam sine haeresim Saracenorum" und deren Einordnung in den politischen Kontext sowie geistigen Horizont der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Schließlich wird Petrus‘ alternativer Ansatz der Auseinandersetzung mit dem Islam vor dem Hintergrund der Kreuzzugsbewegung kritisch bewertet und ein Vergleich gezogen zu vorangegangenen Islamkritiken anderer christlicher Gelehrter.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorbetrachtungen: 5 Jahrhunderte der Ignoranz und Polemik

3. Die Collectio Toletana

3.1 Petrus‘ Spanienreise und die Entstehung der Collectio Toletana

3.2 Der Inhalt der Collectio Toletana

3.3 Summa totius haeresis Saracenorum

4. Contra sectam Saracenorum

5. Einordnung der Islamkritik in den Kontext vorangegangener Unternehmungen

6. Schlussbetrachtungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das neuartige Projekt des Petrus Venerabilis im 12. Jahrhundert, den Islam nicht durch bewaffnete Kreuzzüge, sondern durch eine argumentative Auseinandersetzung auf Basis einer fundierten Kenntnis der islamischen Lehre und des Korans zu begegnen.

  • Die Entstehungsgeschichte der Collectio Toletana als Wissensgrundlage.
  • Die kritische Analyse der Streitschrift Liber contra sectam Saracenorum.
  • Die Einordnung der Islamkritik des Petrus Venerabilis in den zeitgenössischen politischen Kontext.
  • Der Vergleich mit anderen christlichen Islamkritikern des Mittelalters.
  • Die Bewertung von Petru's Haltung im Kontext der Kreuzzugsbewegung.

Auszug aus dem Buch

3.3 Summa totius haeresis Saracenorum

Der kurze Text stellt, wie der Titel ankündigt, eine Zusammenfassung der „Sarazenischen Irrlehre“ dar, wobei von einer objektiven Darstellung hier nicht die Rede sein kann. Teils entsprechen Petrus‘ Ausführungen den ihm vorliegenden Quellen des muslimischen Glaubens, teils geben sie lediglich Jahrhunderte alte Legenden und Vorurteile wieder. So beginnt der Autor mit der richtigen Feststellung, dass ein Muslim nicht an die Dreieinigkeit Gottes glaubt. Außerdem führt er an, dass der Koran die Gottessohnschaft und Göttlichkeit Jesu bestreitet, ebenso, dass dieser am Kreuz gestorben ist. Jesus sei zwar von Maria nach jungfräulicher Empfängnis geboren worden und frei jeglicher Sünde gewesen, jedoch würde ihm die Göttlichkeit abgesprochen. All diese Angaben decken sich mit dem Koran.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die wechselseitigen Beziehungen zwischen Christen und Muslimen ein und beleuchtet das Bestreben des Petrus Venerabilis, dem Islam durch Wissen statt durch Gewalt zu begegnen.

2. Vorbetrachtungen: 5 Jahrhunderte der Ignoranz und Polemik: Dieses Kapitel skizziert die historische Dämonisierung des Islam im christlichen Europa und den Kontext der Kreuzzugsbewegung.

3. Die Collectio Toletana: Es wird die Entstehung der Sammlung von Übersetzungen arabischer Schriften und deren Inhalt sowie Petru's spezifische Herangehensweise beschrieben.

4. Contra sectam Saracenorum: Das Kapitel analysiert die Streitschrift des Petrus Venerabilis und dessen Versuch, den Islam durch Argumente zu widerlegen.

5. Einordnung der Islamkritik in den Kontext vorangegangener Unternehmungen: Die Arbeit vergleicht den Ansatz des Petrus Venerabilis mit den Werken anderer Gelehrter wie Johannes von Damaskus und Petrus Alfonsi.

6. Schlussbetrachtungen: Die Arbeit reflektiert die Pionierarbeit des Petrus Venerabilis, trotz der begrenzten Reichweite seiner Methode zur Zeit des Mittelalters.

Schlüsselwörter

Petrus Venerabilis, Islam, Kreuzzüge, Collectio Toletana, Koran, Mittelalter, Islamkritik, Theologischer Disput, Sarazenen, Christentum, Polemik, Dialog, Häresie, Religiöser Austausch, Mohammed.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Bestreben des Abtes Petrus Venerabilis im 12. Jahrhundert, dem Islam durch eine intellektuelle und argumentative Auseinandersetzung entgegenzutreten, anstatt sich ausschließlich auf militärische Kreuzzüge zu verlassen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Themenfelder umfassen die Entstehung der "Collectio Toletana", die kritische Analyse der Streitschrift "Contra sectam Saracenorum" sowie die historische Einordnung der Islamkritik im Mittelalter.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Petrus Venerabilis versuchte, das Informationsdefizit der Christenheit gegenüber dem Islam durch Übersetzungen und argumentative Widerlegungen zu beseitigen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Analyse von Primärquellen, insbesondere der Übersetzungen und Streitschriften des Petrus Venerabilis, sowie auf den Abgleich mit aktueller Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Reise des Petrus nach Spanien, die Kompilierung der arabischen Schriften und die darauf aufbauende argumentative Strategie gegen den muslimischen Glauben detailliert dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Petrus Venerabilis, Islam, Kreuzzüge, Collectio Toletana, Koran und interreligiöser Diskurs.

Warum war für Petrus Venerabilis eine Kenntnis des Korans so wichtig?

Er sah in der Unkenntnis der christlichen Welt gegenüber dem Islam einen unhaltbaren Zustand und wollte ein "Waffenarsenal" an Argumenten schaffen, um den christlichen Glauben zu verteidigen.

Inwieweit unterschied sich der Ansatz des Petrus von Bernhard von Clairvaux?

Während Bernhard von Clairvaux als glühender Verfechter des bewaffneten Kreuzzuges auftrat, setzte Petrus auf einen "Krieg der Worte" und argumentativen Diskurs.

Hatte das Projekt des Petrus Venerabilis den erhofften Erfolg?

Nein, das Werk fand in der damaligen Zeit kaum Verbreitung im arabischen Raum und änderte wenig an der grundsätzlichen Einstellung der europäischen Christenheit zum Islam.

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Detalles

Título
Das Argument als Alternative zum Kampf. Die Auseinandersetzung des Petrus Venerabilis mit dem Islam vor dem Hintergrund des zweiten Kreuzzuges
Universidad
Dresden Technical University  (Mittelalterliche Geschichte)
Calificación
1,5
Autor
Benjamin Priebst (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
25
No. de catálogo
V353621
ISBN (Ebook)
9783668397385
ISBN (Libro)
9783668397392
Idioma
Alemán
Etiqueta
argument alternative kampf auseinandersetzung petrus venerabilis islam hintergrund kreuzzuges Koranübersetzung Mittelalter
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Benjamin Priebst (Autor), 2011, Das Argument als Alternative zum Kampf. Die Auseinandersetzung des Petrus Venerabilis mit dem Islam vor dem Hintergrund des zweiten Kreuzzuges, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/353621
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Extracto de  25  Páginas
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