Das sozialistische System in Nicaragua 1979-1990


Seminararbeit, 2009
20 Seiten, Note: 1

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

Nicaragua – Ein geschichtlicher Abriss

Die Unabhängigkeit

Der Aufstieg der Somozas

Augusto César Sandino

Die Sandinisten

Nach der Machtbernahme

Nach den Sandinisten

Literaturliste:

Nicaragua – Ein geschichtlicher Abriss

Von Panama aus unternahm der Konquistador Pedrarias Dávila 1519 Raubzüge nach Costa Rica und Nicaragua. Mit Granada 1523, León 1524 und Bruselas wurden die ersten spanischen Kolonialstädte in Nicaragua gegründet und in den 1520er Jahren von Spanien als Kolonie besiedelt.

Jeglicher Widerstand gegen die Unterwerfung galt den Konquistadoren als Rebellion, die prinzipiell mit Krieg und Versklavung beantwortet wurde. Die wirtschaftlich und kulturell sehr hoch entwickelten Völker der Mangues, Pipil, Nicarao und Choroteguas wurden verschleppt und versklavt, Nicaragua wurde entvölkert. Der Mönch Bartolomé de Las Casas schrieb 1552: „Im gesamten Nicaragua dürften heute 4.000 bis 5.000 Einwohner leben, früher war es eine der am dichtesten bevölkerten Provinzen der Welt“.

Ein bedeutender Teil der Bevölkerung des heutigen Nicaragua wurde 1538 versklavt und in die Silberminen Perús und Boliviens deportiert.

Die spanische Kolonialherrschaft beschränkte sich lange Zeit nur auf die Pazifikküste und ihr Hinterland am Nicaragua-See und dem kleineren Managua-See. Die Karibik, die vom Rest des Landes durch gebirgige und unwegsame Regionen getrennt blieb, geriet von Jamaika aus für lange Zeit unter den Einfluss Großbritanniens.

1725 brach in León ein Aufstand der Indígenas gegen die Spanier aus. 1777 erhoben sich die Boaco-Indígenas gegen die Spanier. Volkserhebungen infolge der französische Revolution und Napoléons Besetzung Spaniens mündeten 1811/12 in der gesamten Pazifikregion Mittel- und Südamerikas in den Beginn des Unabhängigkeitskrieges.[1]

Die Unabhängigkeit

Am 15. September 1821 rief das Vizekönigreich Guatemala, zu dem Nicaragua gehörte, seine Unabhängigkeit von der spanischen Krone aus. Zwei Jahre später wurden daraus die Vereinigten Provinzen Mittelamerikas, aus der die zentralamerikanische Föderation hervorging, der neben Nicaragua, Honduras, Guatemala, Costa Rica und El Salvador angehörten.[2]

Die Geschichte Nicaraguas ist durch den langen Gegensatz zwischen der liberalen Elite in León und der konservativen Elite in Granada geprägt. Als die Gegensätze innerhalb der nicaraguanischen Oligarchie 1855 in einen Bürgerkrieg umschlugen, riefen die „Liberalen“ den nordamerikanischen Abenteurer William Walker mit einer kleinen Privatarmee von dreihundert Mann gegen ihre konservativen Kontrahenten zur Hilfe. Mit dieser Armee, unterstützt durch hundert Nicaraguaner schaffe es Walker, Granada zu erobern und die konservative Regierung zu stürzen. Walker strebte jedoch die Unterwerfung ganz Zentralamerikas an und so ließ er seine Privatarmee auf 1200 Mann aufstocken. Nach dem Sieg über die Truppen von Costa Rica rief er sich selbst zum Präsidenten Nicaraguas aus und ließ die 1824 abgeschaffte Sklaverei wiedereinführen. Dies provozierte die Kriegserklärung der restlichen zentralamerikanischen Staaten, die Walker 1857 durch ihre vereinigten Armeen schlugen.[3]

Beginnend in der Stadt Matagalpa, kam es 1881 zu einem Aufstand der indigenen Bevölkerung in der Pazifikregion. Auslöser war die Privatisierung des bis dahin in Gemeinbesitz befindlichen Landes.

Mit dem Regime des Generals José Santos Zelaya, der 1893 seinen konservativen Vorgänger Zavala stürzte, kam 1893 die ökonomisch bedeutend gewordene Kaffeeoligarchie der Liberalen an die Macht. Zelaya setzte als offener Kirchengegner die Trennung von Staat und Kirche und die zentralisierte Kontrolle des ganzen Landes durch, forcierte die Kaffeewirtschaft, gründete eine Nationalbank und ließ die Verkehrswege ausbauen. Zelaya wird nachgesagt, dass er sogar noch rücksichtsloser regiert haben soll, wie seine Vorgänger.

Nachdem Zelaya aufgrund der Diskussion um den Bau eines Nicaraguakanals mit den USA brach, erklärten diese sich der immer stärker werdenden Rebellenbewegung in Nicaragua solidarisch, was 1909 das Ende für Zelaya bedeutete, der nach Spanien floh.

Die Machtübernahme durch Josè Madriz festigte die liberale Vorherrschaft. Dadurch fühlten die USA ihre Interessen bedroht, griffen mit 2.000 Marines aktiv in den Bürgerkrieg ein und ersetzten Madriz durch Adolfo Diaz, dem Hauptbuchhalter der Buchanan-Company, einer der führenden nordamerikanischen Minengesellschaften.

Der neue konservative Präsident Adolfo Díaz nahm 1911 bei US-Banken Millionenkredite auf und überließ als Sicherheit der US-Regierung die direkte Kontrolle der nicaraguanischen Zolleinnahmen.[4] Ein Jahr später mussten US-Marines Díaz gegen ein aufständisches Heer des bisherigen Kriegsministers Luís Mena retten. Die Marines blieben bis 1933 im Land.[5]

Der Aufstieg der Somozas

1927 entflammte der Bürgerkrieg erneut zwischen der konservativen Regierung und den Liberalen, zu deren Generälen auch Augusto César Sandino zählte. Nachdem der persönliche Abgesandte des US-Präsidenten Calvin Coolidge dem Anführer der Liberalen, General José María Moncada die Präsidentschaft versprochen hatte, erzwang er den Pakt von Espino Negro[6]. General Sandino stellte sich aber gegen die Artikel des Vertrages und zog sich mit 30 Getreuen in die Berge zurück. Dort stellte er von neuem eine kleine Truppe auf die sich auf Guerilla-Taktik spezialisierte und kämpfte gegen die Regierung. Im Laufe von 6 sechs Jahren brachte er den Regierungstruppen sowie den seit 1927 in Nicaragua stationierten US-Ranger empfindliche Niederlagen bei.

1932/33 zogen die USA ihre Truppen ab, nachdem sie eine nicaraguanische Nationalgarde aufgestellt und ausgebildet hatten, deren Oberbefehl bei ihrem Vertrauten, Anastasio Somoza Garcia lag. Diese Nationalgarde übte gleichzeitig die Armee- und die Polizeifunktion aus. Zum Präsidenten kürte man den Onkel Somozas, den Liberalen Juan Bautista Sacasa.

Nach dem Abzug der USA legten Sandino und seine Truppe die Waffen nieder. Als Sandino und seine engsten Offiziere, Estrada und Umanzor, sowie Sandinos Bruder Socrates in Managua waren, wurden sie am 21. Februar 1934 ermordet. Das Vorgehen war exakt geplant und auf Geheiß des US-Botschafters Blis Lane vorbereitet worden. In den nächsten Tagen ging die Nationalgarde systematisch daran, Sandinos Anhänger zu beseitigen, wobei es schon vor dem Mord an Sandino zu Übergriffen gekommen war. Die Literatur spricht von ungefähr 5.000 Morden, die in kurzer zeit durchgeführt wurden.[7]

Gegen Ende seiner Amtszeit würde die Situation für Sacasa zu gefährlich. Also verließ er fluchtartig das Land, während sein Vizepräsident durch eine Zahlung von 20.000 US-Dollar auf sein Amt verzichtete. Somit hatte Somoza bis 1937 alle Macht in seinen Händen vereint und trat nun auch formell das Präsidentenamt an. Bis 1979 gab die Familie Somoza den Oberbefehl über die Nationalgarde nicht mehr aus der Hand, sondern errichtete eines der größten Wirtschaftsimperien Lateinamerikas, vielfach auch mit US-amerikanischer Unterstützung, die beispielsweise auch die nicaraguanische Nationalgarde ausrüsteten. Sie weitete ihren wirtschaftlichen Einfluss in der sich modernisierenden Wirtschaft ständig aus, unterdrückte innere Unruhen und leitete den Wiederaufbau des durch ein Erdbeben 1931 zerstörten Landes so ein, dass sie bei dieser Gelegenheit auch ihren Grundbesitz beträchtlich vermehren konnte.

Trotz seiner bisherigen Sympathien für deutsche und italienische Faschisten stellte sich Anastasio Somoza Garcia im Zweiten Weltkrieg 1943 auf die Seite der USA. Das vormalige deutsche Eigentum in Nicaragua wurde bei Kriegsbeginn durch Somoza enteignet, verstaatlicht und dann durch dubiose Praktiken von Somoza selbst ersteigert. Nach drei Jahren Amtsführung hatte sich Somoza schon ein Vermögen von vier Millionen Dollar aufgebaut.

Der jüngere Sohn Anastasio Somoza Garcias, Anastasio Somoza Debayle wurde 1946 von seinem Vater zum Befehlshaber der ganz auf die Interessen der Familie eingeschworenen Nationalgarde ernannt. Der Dichter Rigoberto López Pérez ermordete am 19.09.1956 den Diktator Anastasio Somoza Garcia auf einem Bankett. Zum Zeitpunkt seines Todes hatte die Familie Somozas ein Vermögen von geschätzten 150 Mio. Dollar angehäuft. Dazu kamen noch ca. 10% der gesamten nicaraguanischen Landwirtschaftsfläche.[8]

Somozas Sohn, Oberst Luís A. Somoza Debayle wurde als Übergangs-Präsident und hielt das Amt bis 1963 inne, nachdem er sich am 01.05.1957 durch eine Scheinwahl hatte bestätigen lassen. 1963 ging das Präsidentenamt an den Privatsekretär der Somozas, Rene Schick Gutierrez über, der natürlich vollkommen von der Familie abhängig war.

1967 kam Anastasio Somoza II. Debayle, bis dahin Chef der Nationalgarde, als Kandidat der Liberalen durch Wahlbetrug an die Präsidentschaft. Seine Regierungsmethoden widersprachen liberalen Grundsätzen, aber er genoss großzügige US-Wirtschafts-, Finanz- und Militärhilfe. Er regierte mit einer Unterbrechung von 1972 bis 1974 bis zum Einmarsch der Sandisten in der Hauptstadt Managua.

Als ein starkes Erdbeben am 24. Dezember 1972 die Hauptstadt Managua zerstörte und etwa 10.000 Menschenleben forderte, 250.000 Menschen obdachlos machte, 30% der Industrie in Nicaragua sowie ca. 40% des BIP zerstörte, nutzte die Familie Somoza die Katastrophe zur eigenen Bereicherung: Große Teile der internationalen Hilfsgelder leitete sie auf ihre Konten um, geschenkte Hilfsgüter wurden von ihren Firmen verkauft und sie rissen das durch die Katastrophe aufblühende Bau- und Bankgewerbe an sich.

Diese dreiste Bereicherung der Familie Somoza auf Kosten der Ärmsten erschütterte schlussendlich das gesamte politische System Nicaraguas, auch weil Einkommensquellen der hohen Offiziere (hauptsächlich Bars und Nachtlokale) nicht wiederaufgebaut wurden.

Somoza war also endgültig einen Schritt zu weit gegangen. Erst regte sich der Wiederstand nur langsam, zum größten Teil getragen durch mittlere und kleine Industrielle.

Die letzten Regierungsjahre der Somozas waren bereits von offenem Bürgerkrieg gekennzeichnet- Die verschiedenen revolutionären Kräfte hatten sich gegen das verbrecherische Regime weitgehend zusammengeschlossen und der internationale Druck veranlasste schlussendlich auch die USA ihren Schützling fallen zu lassen. Die Revolution breitete sich rasch aus und erfasste Stadt um Stadt.

Somoza hatte sein Ende kommen gesehen und war gut vorbereitet. Seine finanziellen Mittel waren zum größten Teil bereits ins Ausland transferiert worden. Am 17. Juni 1979 schließlich flüchtete Somoza nach Florida. Sein Stellvertreter floh am 19. Juni 1979, just an dem Tag, als die Rebellenarmee in Managua einzog. Die Diktatur der Somozas war somit überwunden. Der 19. Juni gilt seitdem als Tag der nationalen Befreiung Nicaraguas.[9]

Augusto César Sandino

„In den letzten achtzehn Jahren haben die Vereinigten Staaten für Nicaragua Präsidenten ausgesucht und sie mit Waffengewalt gehalten. Sie haben Nicaragua Verfassungen vorgeschrieben und Gesetze, die sein Parlament annehmen sollte. Wenn es sich weigerte, hat man den Präsidenten gezwungen, die Bestimmungen durch seine Unterschrift am Verordnungsweg zu erlassen und sie so durchgesetzt.“[10]

Unter diesen Eindrücken wuchs Sandino zum politisch denkenden Menschen heran. Geboren am 18. Mai 1895 als Sohn einer Bäuerin und Kaffeepflückerin und von seinem Vater nicht anerkannt bedeutete dies für ihn ein Leben in Armut und als zweitklassiger Mensch. Als seine Mutter im Gefängnis vor seinen Augen verblutete wurde sein Gerechtigkeitsempfinden nachhaltig geprägt. Nach dem Tod seiner Mutter arbeitete er als Schlossergehilfe auf verschiedenen Haciendas. Nachdem er Nicaragua aufgrund eines Streites in seinem Heimatdorf verlassen musste, arbeitete er in Honduras und in Mexico für verschiedene amerikanische Firmen. Überall musste er sich die Spötteleien aufgrund seiner Herkunft gefallen lassen. Nicaragua galt als an die Amerikaner verschachertes Land.

Tief im Inneren teilte Sandino diese Ansichten und so beschloss er am 15. Mai 1926 nach Nicaragua zurückzukehren und für die Freiheit seiner Heimat zu kämpfen.

Nach der Rückkehr in seine Heimat verdingte er sich wieder bei einer Bergwerksgesellschaft. Dort warb er bei den Arbeitern für seine Ideen und rüstete diese mit seinen Ersparnissen mit Gewehren aus. Mit dieser kleinen Armee schloss er sich dem Gedankengut der Liberalen an und konnte 1927 erste Erfolge feiern. Als die führenden Liberalen aber durch amerikanische Bestechung die Waffen niederlegten, kam es zum Bruch mit Sandino. Hier beginnt ein langer nationaler Befreiungskampf. Sandinos grundsätzliche Ideen bezogen sich auf die Schaffung eines einheitlichen nicaraguanischen Staatsvolkes sowie dem sofortigen Abzug der US-amerikanischen Truppen.

„…Kommt, Horde von Yankee-Morphinisten, uns auf unserer eigenen Erde zu ermorden; ich warte auf euch standhaft mit meinen patriotischen Soldaten und eure Anzahl bedeutet mir nichts. Doch denkt daran, daß dann die Vernichtung eures Hochmutes im Kapitol von Washington widerhallen wird, mit eurem Blut die weiße Kugel rötend, die euer berühmtes Weißes Haus krönt, in dem ihr eure Verbrechen ausheckt.“[11]

Nach einigen Niederlagen gegen die amerikanischen Marines im Jahr 1927 stellte Sandino seine Taktik auf Guerilla um. Außerdem kündigte er an, keine Gefangenen mehr machen zu wollen. Dies führte zu einer Eskalation der Brutalität des Kampfes. Der Freiheitskampf wurde immer bekannter und erregte auch die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Trotz dauernder Verstärkung der amerikanischen Truppen gelang es ihnen nicht, Sandinos Armee zu besiegen. Die Amerikaner begannen mir sinnlosen Flächenbombardements, mit Massakern an der Zivilbevölkerung sowie mit der Errichtung von Konzentrationslagern. Dieses Vorgehen potenzierte die Abneigung der Zivilbevölkerung gegen die US-amerikanischen Truppen noch weiter. Außerdem kamen die USA unter internationalen Druck. Nach einigen weiteren bitteren Niederlagen verließ der letzte US-Infanterist am Neujahrstag 1933 das Land. Sandino begab sich nach Managua um das Friedensdokument zu unterzeichnen. Sandinos Männer kehrten in ihre Dörfer zurück. Bald begann die Nationalgarde jedoch, gegen Sandinos ehemalige Mitstreiter vorzugehen. Mehrmals sprach Sandino deshalb in Managua vor.

Am 21. Februar 1934 war er wieder einmal wegen Übergriffe auf seine Männer in Managua, um vor dem Präsidenten Sacasa vorzusprechen. Als er den Präsidentenpalast verließ, wurden er und sein obersten Generäle festgenommen und in die Nähe des Flughafens gebracht. Dort stellte man sie vor eine bereits ausgehobene Gruppe und erschoss sie.

Die Bedeutung Sandinos für Nicaragua liegt weniger im grausam geführten Kampf gegen die US-amerikanischen Invasoren, sondern eher in der Schaffung eines neuen politischen Bewusstseins innerhalb der ganzen Bevölkerung. So war Antiimperialismus eine entscheidende Triebfeder für Sandinos Revolution. Die Revolution hatte also primär einen nationalen Charakter, also die Befreiung von der amerikanischen Hegemonie. Auch wenn immer wieder auch soziale Forderungen mitspielten, ist Sandinos Revolution auf keinen Fall als sozialistische Revolution im eigentlichen Sinne des Wortes zu bezeichnen.[12]

Die Sandinisten

Wie bereits erwähnt endete am 19. Juni 1979 die Herrschaft der Somozas und die Sandisten kamen an die Macht. In der Literatur wird von sandistischen Autoren oft versucht, eine Kontinuität zwischen der versuchten Revolution Sandinos bis zur Machtübernahme 1979 herzustellen. Tatsächlich wirken diese Versuche eher gekünstelt. Dass es immer einen gewissen Widerstand gegeben hat, ist tatsächlich nicht von der Hand zu weisen, dass dieser Widerstand aber eine unmittelbare Fortführung des Kampfes Sandinos ist, sollte man so nicht stehen lassen. Hierfür hatte sich in Nicaragua durch den Somozismus und dem starken Einfluss des modernen Imperialismus zu viel verändert. Was auf jeden Fall weitergeführt wurde, war das durch Sandinos Bewegung ausgelöste Bewusstsein in den Köpfen der Menschen.

Nicaragua wurde ab 1967 von dem Diktator Anastasio Somoza Debayle beherrscht. Unter Somoza, dessen Macht sich hauptsächlich auf die Nationalgarde stützte, waren politische Verhaftungen und Morde an der Tagesordnung. Die FSLN[13] agierte deswegen zu dieser Zeit als Guerilla-Organisation.

Am 27. Dezember 1974 versuchte die FSLN eine Party von Regierungsmitgliedern der Somoza Managua zu besetzen. Die FSLN konnte durch die Übernahme ihr Communique über Radio unter der Bevölkerung verbreiten.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[14]

[...]


[1] vgl. Dietrich, Wolfgang, Heidelberger dritte Welt Studien 19, Nicaragua, Heidelberg 1988, S. 20-36

[2] vgl. Dietl, Ralph, USA und Mittelamerika: Die Außenpolitik von William J. Bryan 1913-1915, Stuttgart 1996, S. 115

[3] vgl. Dietrich, Wolfgang, Heidelberger dritte Welt Studien 19, Nicaragua, Heidelberg 1988, S. 47

[4] vgl. Dietrich, Wolfgang, Heidelberger dritte Welt Studien 19, Nicaragua, Heidelberg 1988, S. 52-54

[5] vgl. http://www.scuttlebuttsmallchow.com/usmcnic.html, 17.01.2009

[6] Anfang 1927 unternehmen die USA einen Vermittlungsversuch, der schlussendlich zu einem Vertrag der liberalen Rebellen unter General Josè Maria Moncada und der konservativen Regierung führen sollte, dem sogenannten Pakt von Espino Negro, der die Entwaffnung der beiden Bürgerkriegsparteien und den Aufbau einer non-partisan miliary force unter Aufsicht der US-Army vorsieht. Das Abkommen sieht auch vor, dass der derzeitige Präsident seine Amtszeit beendet und die US-Streitkräfte zur Aufrechterhaltung der Ordnung im Land bleiben.

vlg. Brenner, Helmut, Marimbas in Lateinamerika, Hildesheim 2007, S. 150

[7] vgl. Dietrich, Wolfgang, Heidelberger dritte Welt Studien 19, Nicaragua, Heidelberg 1988, S. 104

[8] vgl. Dietrich, Wolfgang, Heidelberger dritte Welt Studien 19, Nicaragua, Heidelberg 1988, S.110

[9] vgl. Dietrich, Wolfgang, Heidelberger dritte Welt Studien 19, Nicaragua, Heidelberg 1988, S. 114-117

[10] Denny, Harold, Dollars for Bullets, The Dial press, New York 1929, S. 71

[11] Dietrich, Wolfgang, Heidelberger dritte Welt Studien 19, Nicaragua, Heidelberg 1988, S. 82

[12] vgl. Dietrich, Wolfgang, Heidelberger dritte Welt Studien 19, Nicaragua, Heidelberg 1988, S. 77-88

[13] Frente Sandinista de Liberación Nacional , abgekürzt FSLN (deutsch: Sandinistische Nationale Befreiungsfront) waren eine linke Befreiungsbewegung in Nicaragua, die am 17. Juli 1979 an der Spitze einer breiten Widerstandsbewegung die seit 43 Jahren bestehende Diktatur der Somoza-Dynastie unter Präsident Anastasio Somoza Debayle stürzte und daraufhin Nicaragua bis 1990 regierte.

Die FSLN wurde am 23. Juli 1961 in Nicaragua von Carlos Fonseca als revolutionäre Bewegung in Opposition zur Diktatur der Familie von Somoza gegründet. Den Namen der Bewegung leiteten ihre Gründer von dem General des nicaraguanischen Widerstandes gegen US-Truppen Augusto César Sandino (1895-1934) ab. vgl. Rediske, Michael, Umbruch in Nicaragua, Die Entstehung der Revolution aus dem Zerfall der bürgerlichen Herrschaft, Berlin 1984, S. 36-49

[14] http://lap.sagepub.com/cgi/pdf_extract/6/1/127, 20.01.2009

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Das sozialistische System in Nicaragua 1979-1990
Hochschule
Leopold-Franzens-Universität Innsbruck  (Wirtschafts- und Sozialgeschichte)
Note
1
Autor
Jahr
2009
Seiten
20
Katalognummer
V353710
ISBN (eBook)
9783668398283
ISBN (Buch)
9783668398290
Dateigröße
655 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
system, nicaragua
Arbeit zitieren
Armin Kofler (Autor), 2009, Das sozialistische System in Nicaragua 1979-1990, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/353710

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