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Meinungshomogenität innerhalb von Abrüstungsbewegungen

Titel: Meinungshomogenität innerhalb von Abrüstungsbewegungen

Hausarbeit , 2010 , 18 Seiten , Note: 3

Autor:in: Mag. Armin Kofler BA (Autor:in)

Politik - Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Während mehrerer Interviews wurden verschiedene Sprecher von Organisationen von Befürwortern der nuklearen Abrüstung befragt um aufzuzeigen, wie sehr die Meinungen der unterschiedlichen Organisationen voneinander abweicht.

Die Atomwaffe, das Schreckgespenst des Kalten Krieges, scheint auch 20 Jahre nach dem Ende des Ost-West-Konfliktes nicht ruhen zu wollen.

„Die Gefahr eines Atomkrieges hat sich verringert, das Risiko eines atomaren Angriffes ist gestiegen.“ Mit diesen Worten versuchte US-Präsident Barack Obama in seiner Prager Rede das Problem zu charakterisieren.

Mit dieser neuen Linie wird Obama zum großen Hoffnungsträger aller Abrüstungsbefürworter. Trotzdem hat sich Obama eine fast unlösbare Aufgabe gestellt. Er gibt dem Pentagon den Auftrag, seine Verteidigungsstrategie zu überdenken, einer Institution, die seit Jahrzehnten die Meinung vertritt, dass ein wirksames Arsenal zur Abschreckung potentieller Feinde unbedingt aufrecht erhalten werden muss. Obama scheint also kein Phantast zu sein und ein Global Zero als nicht sofort durchführbar anzusehen.

Trotzdem wird Obamas Vorstoß für Abrüstung, verstärkte Kontrolle sowie der Ruf nach Konsequenzen bei Nichtbeachtung von internationalen Verträgen als wichtiger Schritt in die richtige Richtung gesehen, aber dass Obama der alte Meister sein wird, der die Geister vertreibt, die sein Zauberlehrling nicht mehr los wird, das scheint schon jetzt übertrieben zu sein.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Forschungsdesigns

2.a 1. Forschungsdesign

2.b Zweites (neues) Forschungsdesign

3. Interviewfragen

4. Interviews

4.b Interview 1: Regina Hagen, 15.01.2010

4.b Interview 2: Roland Blach, 08.03.2010

4.c Interview 3: Paul Russmann, 28.03.2010

5. Auswertung

6. Beantwortung der Fragestellung

7. Persönliches Resümee

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Meinungshomogenität innerhalb von sozialen Bewegungen, die sich für die nukleare Abrüstung einsetzen. Ziel ist es, mittels Experteninterviews und qualitativer Analyse herauszufinden, ob ein gemeinsames Verständnis über Ziele und Methoden innerhalb dieser Organisationen existiert oder ob heterogene Strömungen die Bewegung prägen.

  • Analyse der Meinungsstrukturen innerhalb des Trägerkreises „Atomwaffen abschaffen“.
  • Untersuchung der Relevanz und Wirksamkeit von Protestformen wie dem zivilen Ungehorsam.
  • Diskussion über die Erreichbarkeit eines „Global Zero“ als Abrüstungsziel.
  • Reflexion des Einflusses politischer Akteure und internationaler Abrüstungsbemühungen.
  • Evaluation des Sicherheitsrisikos durch Atomwaffen und der Rolle medialer Berichterstattung.

Auszug aus dem Buch

Was versuchen Sie mit Aktionen wie dem Eindringen in Büchel zu erreichen?

Solche Aktionen sind als ziviler Ungehorsam zu bezeichnen. Einzig hier ist es möglich, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf unser Thema zu lenken. Ziviler Ungehorsam ist also „sexy“ für die Nachrichten. Trotzdem ist unsere Bewegung in dieser Hinsicht z.B. im Vergleich zu jenen im Vereinigten Königreich eher harmlos. Dort ist Eindringen in Sperrgebiete um z.B. auf die englische Trident-Flotte aufmerksam zu machen deutlich öfter anzutreffen als bei uns. Trotzdem sind solche Aktionen notwendig, um die Öffentlichkeit auch weiterhin zu sensibilisieren.

Wie sieht der Kontakt zu Parteien aus?

Dieser wird natürlich gesucht. Viele Politiker sind Mitglieder der verschiedenen Bewegungen oder Ortsgruppen. Des Öfteren werden auch Mitglieder des Trägerkreises in den Bundestag eingeladen, um über das Thema zu diskutieren.

Können Sie sich erklären, wieso der Rücklauf bei den „Erklärungen in redlicher Absicht so gering ausgefallen ist?

Da der Trägerkreis über wenig finanzielle Mittel sowie wenige hauptamtliche Mitglieder verfügt, werden solche Aktionen an die Ortsgruppen delegiert. Inwieweit diese ihrer Aufgabe tatsächlich nachkommen, hängt von ihnen selbst ab. (Annahme: Recherchen im Internet haben für mich ergeben, dass große Teile dieser Bewegungen inzwischen etwas eingeschlafen sind. Dies bestätigt auch die Aussage von Frau Hagen, dass es minimalen Nachwuchs an jungen Leuten gibt. Sie führt dies darauf zurück, dass jene Generationen die nicht in der Zeit des Kalten Krieges unter dauernder Angst vor der Bombe aufgewachsen sind, zu weniger sensibilisiert für das Thema sind.)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Einleitende Betrachtung der globalen Sicherheitslage und des Stellenwerts der nuklearen Abrüstung nach dem Kalten Krieg unter Bezugnahme auf die Prager Rede von Barack Obama.

2. Forschungsdesigns: Erläuterung der methodischen Ansätze, inklusive der Umstellung des Forschungsvorhabens von einer allgemeinen Analyse des Wahlverhaltens hin zur vertiefenden Untersuchung der internen Meinungsstrukturen von Abrüstungsbewegungen.

3. Interviewfragen: Präsentation des standardisierten Fragenkatalogs, der als Basis für die Experteninterviews diente, um Themen wie Protestformen, politischen Einfluss und das Konzept des "Global Zero" zu beleuchten.

4. Interviews: Wiedergabe der transkribierten Interviews mit führenden Vertretern der Abrüstungsbewegung, die Einblicke in ihre Arbeit und ihre Einschätzung der politischen Lage geben.

5. Auswertung: Synthese der Interviewergebnisse mit dem Ziel, Gemeinsamkeiten und Differenzen im Meinungsbild der befragten Experten zu identifizieren.

6. Beantwortung der Fragestellung: Fazit zur Forschungsfrage, das feststellt, dass trotz individueller Differenzen ein grundlegender Konsens über das Fernziel einer atomwaffenfreien Welt innerhalb der Führungsebene besteht.

7. Persönliches Resümee: Reflexion des Autors über die Utopie des "Global Zero" und die Schwierigkeit, eine reale nukleare Abrüstung gegen machtpolitische Interessen durchzusetzen.

Schlüsselwörter

nukleare Abrüstung, Atomwaffen, Global Zero, soziale Bewegungen, ziviler Ungehorsam, Meinungsbildung, Abrüstungsverhandlungen, Sicherheitspolitik, Trägerkreis Atomwaffen abschaffen, Bundestagswahl, Politische Kommunikation, Abrüstungsabkommen, Friedensaktivismus, Heterogenität, Sicherheitsrisiko

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Meinungsbild und die interne Struktur innerhalb von Abrüstungsbewegungen in Deutschland, insbesondere unter dem Aspekt, ob diese Bewegungen in ihren Zielen und Handlungsweisen homogen oder heterogen agieren.

Welche zentralen Themenfelder werden in den Interviews abgedeckt?

Die Interviews behandeln die Legitimität von Protestformen wie dem zivilen Ungehorsam, den Kontakt zu politischen Parteien, die Erfolgsquoten von Kampagnen sowie die Bewertung des "Global Zero" als angestrebtes Ziel.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, durch eine qualitative Analyse herauszufinden, inwieweit innerhalb der Führungsebene von Abrüstungsbewegungen eine Einigkeit bezüglich der Methoden und der Einschätzung der aktuellen politischen Situation besteht.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Untersuchung gewählt?

Es wurde ein Case-Study-Ansatz gewählt, bei dem Experteninterviews mit drei führenden Vertretern der Abrüstungsbewegung durchgeführt, transkribiert und anschließend vergleichend ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die detaillierte Darstellung der Forschungsdesigns, die methodische Herleitung der Interviewfragen sowie die transkribierten Interviews mit Regina Hagen, Roland Blach und Paul Russmann.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Nukleare Abrüstung, soziale Bewegungen, ziviler Ungehorsam, Global Zero und politischer Einfluss von Nichtregierungsorganisationen.

Wie bewertet der Autor die Realisierbarkeit eines sofortigen Global Zero?

Der Autor kommt in seinem Resümee zu dem Schluss, dass ein sofortiges "Global Zero" aktuell utopisch ist und die realen machtpolitischen Gegebenheiten eine stufenweise und langwierige Abrüstung erfordern.

Welche Rolle spielt der zivile Ungehorsam für die interviewten Experten?

Die Ansichten sind gemischt: Während einige den zivilen Ungehorsam als notwendiges Mittel zur medialen Sensibilisierung betrachten, bevorzugen andere eine positivere, legale Protestkultur, um in der Bevölkerung nicht auf Ablehnung zu stoßen.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Meinungshomogenität innerhalb von Abrüstungsbewegungen
Hochschule
Leopold-Franzens-Universität Innsbruck  (Internationale Politik)
Note
3
Autor
Mag. Armin Kofler BA (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
18
Katalognummer
V353718
ISBN (eBook)
9783668410022
ISBN (Buch)
9783668410039
Sprache
Deutsch
Schlagworte
meinungshomogenität abrüstungsbewegungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mag. Armin Kofler BA (Autor:in), 2010, Meinungshomogenität innerhalb von Abrüstungsbewegungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/353718
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Leseprobe aus  18  Seiten
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