1 KURZANALYSE DES AUSZUBILDENDEN Markus ist 18 Jahre alt und hat, vor dem Beginn seiner Lehre, erfolgreich die Realschule besucht. Er befindet sich nun im zweiten Lehrjahr und bringt durch seine Vorkenntnisse schon ein paar Erfahrungen zur Handhabung von Bauanträgen mit. Sein Vater ist Maurer und so musste sich Markus von Haus aus schon früh mit dem Bauen von Häusern beschäftigen. Zu seinem Arbeitskollegen ist er stets freundlich und hilfsbereit. Den Zeichnern geht er bei anfallenden Arbeiten stets zur Hand und erledigt in einigen Bereichen die Arbeitsvorbereitung selbstständig. In der Berufsschule hat er keine Probleme, den erlernten Inhalt kann er gut behalten und wiedergeben. Seine Noten sind gut und sein Verhalten einwandfrei. Durch den Unterricht und seine Vorkenntnisse kann er Grundrisse lesen und Geometrien sicher darstellen.
Inhaltsverzeichnis
1 Kurzanalyse des Auszubildenden
2 Unterweisungsthema
2.1 THEMA DER LETZTEN UNTERWEISUNG
2.2 THEMA DER HEUTIGEN UNTERWEISUNG
2.3 THEMA DER NACHFOLGENDEN UNTERWEISUNG
3 Lernziele
3.1 GROBLERNZIEL
3.2 FEINLERNZIEL
3.2.1 KOGNITIVES FEINLERNZIEL
3.2.2 PSYCHOMOTORISCHES FEINLERNZIEL
3.2.3 AFFEKTIVES FEINLERNZIEL
4 Planung nach didaktischen Prinzipien
5 Kompetenzen
5.1 FACHKOMPETENZ
5.2 METHODENKOMPETENZ
5.3 SOZIALKOMPETENZ
6 Motivation
7 Methodenauswahl
8 Unterweisungsverlauf
9 Ausbildungsmittel / Medien
10 Auszug des Ausbildungsrahmenlehrplans
11 Anhang
11.1 AUSZUG AUS DER BAUNUTZUNGSVERORDNUNG (BAUNVO)
11.2 AUSZUG AUS EINEM BEBAUUNGSPLAN.
11.3 ZEICHNUNG ZUR ERLÄUTERUNG DER TRAUFHÖHE
11.4 ZEICHNUNG ZUR ERLÄUTERUNG DER GRUNDFLÄCHENZAHL (GRZ)
11.5 ZEICHNUNG ZUR ERLÄUTERUNG DER GESCHOSSFLÄCHENZAHL (GFZ)
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die Arbeit dient als Unterweisungsentwurf zur Ausbildung von Bauzeichnern im Hochbau und hat zum Ziel, dem Auszubildenden die theoretischen und praktischen Grundlagen für die korrekte Ermittlung der Traufhöhe sowie der Grund- und Geschossflächenzahl (GRZ/GFZ) gemäß baurechtlicher Vorgaben zu vermitteln.
- Analyse des Lernstandes und der individuellen Voraussetzungen des Auszubildenden
- Definition von Lernzielen im kognitiven, psychomotorischen und affektiven Bereich
- Didaktische Planung und methodische Auswahl der 4-Stufen-Methode
- Praktische Anleitung zur Berechnung baurechtlicher Kennzahlen anhand eines Bebauungsplans
Auszug aus dem Buch
MOTIVATION
Da Markus am nächsten Tag mit einem Bauzeichner einen Bauantrag ausfüllen soll, erkläre ich ihm die Wichtigkeit der Berechungen.
Ich erzähle Markus von Problemen durch falsche Ermittlungen oder Rechenfehler und deren Ursachen. Wenn diese Rechnungen falsch oder Fehlerhaft sind, kann dieses bei der Abnahme durch Behörden zu erheblichen Problemen und Kosten führen. Unter Umständen droht der Abriss des Gebäudes wenn die Größe unzulässig ist oder das Haus eine zu große Traufhöhe besitzt.
Zumindest wird eine erhebliche Strafe, seitens der Behörden, erfolgen.
Dies alles würde zu Schadensersatzansprüchen führen und die Firma unnötig viel Geld kosten.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Kurzanalyse des Auszubildenden: Beschreibt den Ausbildungsstand, die Vorkenntnisse und das soziale Verhalten des Auszubildenden Markus.
2 Unterweisungsthema: Ordnet das Thema in den Rahmenlehrplan ein und erläutert die thematischen Schwerpunkte der aktuellen sowie angrenzender Unterweisungen.
3 Lernziele: Definiert das Groblernziel sowie spezifische Feinlernziele in kognitiver, psychomotorischer und affektiver Hinsicht.
4 Planung nach didaktischen Prinzipien: Erläutert die pädagogische Strategie anhand von Prinzipien wie Zielklarheit, Aktivitätsförderung und Erfolgssicherung.
5 Kompetenzen: Definiert die angestrebten Fach-, Methoden- und Sozialkompetenzen des Auszubildenden.
6 Motivation: Verdeutlicht die Bedeutung korrekter Berechnungen anhand eines Gerichtsurteils zu einer sogenannten "Grenzgarage" und den rechtlichen Konsequenzen.
7 Methodenauswahl: Begründet den Einsatz der 4-Stufen-Methode sowie den gewählten Zeitpunkt für die Unterweisung.
8 Unterweisungsverlauf: Detailliert den praktischen Ablauf der Unterweisung, von der Materialbereitstellung bis zur Berechnung der baurechtlichen Kennzahlen.
9 Ausbildungsmittel / Medien: Stellt eine tabellarische Übersicht der Aktivitäten von Ausbilder und Auszubildendem sowie der eingesetzten Medien dar.
10 Auszug des Ausbildungsrahmenlehrplans: Zeigt den offiziellen Bezugspunkt des Ausbildungsrahmenlehrplans für die Vermittlung dieser Fertigkeiten.
11 Anhang: Beinhaltet unterstützendes Material wie Auszüge aus der BauNVO, einen Bebauungsplan sowie illustrative Zeichnungen zur Erläuterung der Traufhöhe und der Flächenzahlen.
Schlüsselwörter
Bauzeichner, Unterweisungsentwurf, Traufhöhe, Grundflächenzahl, Geschossflächenzahl, GRZ, GFZ, Bebauungsplan, Baunutzungsverordnung, Ausbildung, 4-Stufen-Methode, Baurecht, Berechnungsmethoden, Hochbau, Lernziele
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Unterweisungsentwurf grundsätzlich?
Es handelt sich um einen detaillierten Plan für eine praktische Unterweisung im Rahmen der Ausbildung zum Bauzeichner, um baurechtliche Kennzahlen korrekt zu ermitteln.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder sind das Verständnis der Baunutzungsverordnung (BauNVO) sowie die praktische Berechnung der Traufhöhe, der GRZ und der GFZ.
Was ist das primäre Ziel der Unterweisung?
Das Ziel ist, dass der Auszubildende nach der Unterweisung selbstständig Berechnungen für baurechtliche Unterlagen korrekt durchführen kann.
Welche wissenschaftliche oder pädagogische Methode wird verwendet?
Der Ausbilder setzt die 4-Stufen-Methode ein, um dem Auszubildenden die komplexen Schritte sicher und nachvollziehbar zu vermitteln.
Was wird im Hauptteil des Dokuments behandelt?
Der Hauptteil umfasst die Lernzielanalyse, didaktische Prinzipien, die Motivation durch praxisnahe Beispiele sowie den konkreten zeitlichen Ablauf der Unterweisung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Bauzeichner, Traufhöhe, Grundflächenzahl (GRZ), Geschossflächenzahl (GFZ) und Bebauungsplan sind die prägenden Fachbegriffe.
Warum wird im Dokument auf ein Urteil des OLG München verwiesen?
Das Urteil dient zur Motivation des Auszubildenden, indem es aufzeigt, dass Rechenfehler bei der Traufhöhe gravierende rechtliche und finanzielle Konsequenzen haben können.
Wie unterscheidet sich die GRZ von der GFZ laut den Anhängen?
Die GRZ bezieht sich auf das Verhältnis von überbauter Grundfläche zu Grundstücksfläche, während die GFZ das Verhältnis der Summe der Flächen aller Vollgeschosse zur Grundstücksfläche beschreibt.
- Quote paper
- Dennis Rybaczyk (Author), 2005, Ermitteln der Traufhöhe, Grundflächenzahl (GRZ) und Geschossflächenzahl (GFZ) (Unterweisung Bauzeichner / -in), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35378