Ballführung im Basketball. Ballsicherheit beim Dribbling (Sport, 7. Klasse)


Unterrichtsentwurf, 2016

12 Seiten


Leseprobe

Gliederung

1. Angaben zur Lerngruppe und zur Unterrichtssituation

2. Einordnung des Themas in curriculare Vorgaben und in eine Unterrichtseinheit

3. Sachanalyse

4. Didaktische Entscheidungen

5. Kompetenzen

6. Geplanter Verlauf des Unterrichts

7. Literatur

8. Anlagen

1. Angaben zur Lerngruppe und zur Unterrichtssituation

1.1 Rahmenbedingungen

Seit dem 11. Januar 2016 unterrichte ich im Rahmen meines Referendariats einmal wöchentlich für je 90 Minuten das Unterrichtsfach Sport in der Klasse 7 d. Die Lerngruppe besteht aus 10 Schülerinnen und 12 Schülern, die zwischen 11 und 13 Jahren alt sind. Die Zusammensetzung entspricht den Einzugsgebieten dem Viertel, was eine große Vielfalt an kulturellen, religiösen und sozialen Unterschieden mit sich bringt. Die Mehrheit der Schülerinnen und Schüler (SuS) ist in einem Sportverein aktiv. Viele von ihnen spielen in den anliegenden Vereinen Handball, was sich im Unterricht häufig widerspiegelt, da bei vielen SuS bereits ein Sportspielverständnis vorhanden ist. Der Unterricht findet montags in der zweiten und dritten Stunde, in der Zeit von 8.50 Uhr bis 10.20 Uhr in der dem Schulgelände anliegenden Sporthalle statt. Auf dem Weg müssen die SuS das Schulgelände unter Aufsicht einer Lehrkraft verlassen und gelangen auf einem Fußweg zur nahegelegenen Sporthalle. Diese bietet durch zwei mobile Trennwänden die Möglichkeit die Großhalle in drei gleich große Hallenteile zu unterteilen und verfügt in jedem Drittel über ausreichend Gerätschaften und Material. Daher sind nur in Einzelfällen Absprachen mit Sportkollegen/- innen notwendig.

1.2 Kompetenzorientierte Lern- und Arbeitsvoraussetzung und ihre Konsequenzen

1.2.1 Einstellungen:

Die Lerngruppe zeichnet sich überwiegend durch eine positive Grundeinstellung zum

Fach Sport aus. Die SuS zeigen größtenteils eine überdurchschnittliche Motivation und Einsatzbereitschaft, was sich vor allem anhand schneller Begeisterungsfähigkeit bei spielerischen Ansätzen unterschiedlicher Sportspiele äußert. Dies erleichtert das Unterrichten und trägt zu einem meist angenehmen und konstruktiven Unterrichtsklima bei. Lediglich und weisen während des Unterrichts häufiger einen geringeren Bewegungsdrang und Konzentrationsschwierigkeiten auf, dem ich beständig über verbales Motivieren versuche entgegenzuwirken. fällt zudem häufig auch durch eine vorerst ablehnende Haltung gegenüber neuen Spiel- und Bewegungsformen auf. Spiele in denen ein enger Körperkontakt von Nöten ist, verweigert er sich zeitweilig. In der vorangegangenen Unterrichtseinheit Kooperationsspiele war deutlich erkennbar, dass es ihm sichtlich schwer fällt, sich auf entsprechende Inhalte und Aufgaben einzulassen. Dies hatte zur Folge, dass es seiner Gruppe in Arbeitsphasen in denen es darum ging, sich gegenseitig zu unterstützen erschwert wurde, dem Arbeitsauftrag gerecht zu werden.

1.2.2 Entwicklungsstand:

Die Lerngruppe weist eine gute bis sehr gute Allgemeinsportlichkeit auf (vor allem dennoch ist das Leistungsniveau sowohl im kognitiven als auch im sportmotorischen Bereich sehr heterogen. Dies ist zurückzuführen auf die teilweise schon vollzogene Spezialisierung der jeweils ausgeübten Sportart. Einige SuS betreiben bereits Wettkampfsport. Dieser Zustand stellt für das Unterrichtsthema mit der Zielsetzung allerdings kein nennenswertes Hindernis da.

1.2.3 Sprachliche Kompetenz:

Die guten sprachlichen Kompetenzen der Lerngruppe bilden eine positive Grundlage für eine gelingende Verständigung untereinander. Im Großen und Ganzen verfügt die Klasse über ein gutes Sprachvermögen, so dass kaum Probleme bezüglich des sprachlichen Verständnisses von Aufgabenstellungen auftreten. Ebenso sind die SuS in der Lage in vollständigen Sätzen zu antworten.

Mein persönlicher Anspruch ist es, mit einem Spiel oder einer Übungsform erst zu beginnen, wenn ich mir sicher sein kann, dass alle SuS die Erklärung oder die Anweisung verstanden haben. Um unterschiedliche Lerntypen anzusprechen, unterstütze ich meine Erklärungen immer mit einer Visualisierung, damit alle SuS die Möglichkeit haben, inhaltlich folgen zu können.

1.2.4 Methodische Kompetenz:

Die SuS sind im Rahmen ihres Entwicklungsstandes in der Lage denen an sie gestellten Anforderungen gerecht zu werden. Sie verfügen weiterhin über die Kompetenz in Übungsphasen selbstständig zu arbeiten. Das Arbeiten an Stationen ist ihnen bekannt. Sie konnten ihre Team- und Kommunikationsfähigkeit durch die Unterrichtseinheiten Akrobatik und Kooperationsspiele sichtlich verbessern. In der Unterrichtseinheit Basketball soll dies in den einzelnen schwerpunktbezogenen Unterrichtssequenzen weiter entwickelt werden.

1.2.5 Soziale Kompetenz:

Das Sozialverhalten ist in der Lerngruppe grundsätzlich als gut zu beschreiben. Die SuS unterstützen sich größtenteils gegenseitig und haben weitestgehend eine freundliche Umgangsform. Lediglich und müssen immer wieder an die Einhaltung von aufgestellten Verhaltensregeln erinnert werden. Bei dem Erstgenannten kann es Vorkommen, dass er sich auch aus der Gruppenarbeitsphase entfernt. Seine Gruppenmitglieder geben der Lehrkraft sofort Rückmeldung, falls ihr Einwirken keine Beachtung findet. Konsequenz: Ich habe ihm mit den Regeln im Einzelgespräch vertraut gemacht und mache ihn bei Bedarf darauf aufmerksam. In der Lerngruppe gibt es einen Schüler mit Sonderpädagogischen Förderbedarf körperlicher Art. hat eine Entwicklungsstörung an einem Handgelenk, was für Außenstehende nur schwer auszumachen ist, da er vollkommen integriert ist und bei Problemen auf die Unterstützung seiner Mitschüler zählen kann.

1.3 Interaktionsbeziehung:

Die SuS der zu unterrichtenden Lerngruppe gehen überwiegend freundlich und respektvoll miteinander um und verhalten sich weitestgehend fair. Jedoch lässt sich eine Gruppe aus vier Jungen innerhalb der Lerngruppe ausmachen, die leichte Züge als Außenseiter erkennen lassen. Im Laufe der Zeit, seitdem ich diese Lerngruppe unterrichte, lässt sich jedoch eine Veränderung der Gruppenmitglieder und der Zusammensetzung feststellen. Zwei Jungen haben sich aus der Gruppe als Zweierteam herausgelöst und beteiligen sich zunehmend am Klassenleben. der seit der fünften Klasse Schwierigkeiten hat, sich in die Klassengemeinschaft einzuleben, hat sich mit angefreundet. Beide ziehen sich zunehmend aus der Klassengemeinschaft heraus. Sein Auftreten hat sich ebenfalls ins Negative verändert.

der zur genannten Vierergruppe gehörte, zeigt sich zunehmend offener und zugänglicher. Für den Sportunterricht lässt sich feststellen, dass dieser stark von kooperativen Inhalten geprägt ist und dass sich Veränderungen im Sozialgefüge vollzogen haben.

Als Lehrkraft ist es mir ein besonderes Anliegen, dass die Turnhalle als besonders geschützter Raum für einen sportlichen Umgang fungiert. Sportlicher Umgang bedeutet, dass SuS sich gegenseitig respektieren und wenn notwendig unterstützen sollen. Dies unterstütze ich dadurch, dass Gruppenbildungen nicht in Form einer freien Wahl stattfinden, so ist das Lernen zu kooperieren in immer wieder unterschiedlichen Gruppenzusammensetzungen notwendig. Die Beziehung zwischen der Lerngruppe und der Lehrkraft lässt sich als sehr aufgeschlossen und positiv beschreiben. Rituale, wie Sitzdreieck, die Trillerpfeife als vielseitiges Signalinstrument, beispielsweise für ein Freez oder ein Übungswechsel werden problemlos angenommen. Es herrscht ein freundlicher und verbindlicher Umgang, in dessen Rahmen ich als Lehrkraft wahr- und angenommen werde.

2 Einordnung des Themas in curriculare Vorgaben und in die Unterrichtseinheit

Mit Blick in den Bildungsplan für das Fach Sport an der bremischen Oberschule Jahrgang fünf bis zehn legitimiert die Wahl des Themas „Basketball" in der Klassenstufe 7. In der Klassenstufe sieben und acht werden im Bewegungsfeld Spielen besonders die Standards; 1. Die SuS können bisher erworbene allgemeine Spielfähigkeiten in das Spielgeschehen einbringen. 2. Die SuS können spielspezifische Situationen erkennen und darauf adäquat reagieren. 3. Die SuS können ihr Handeln sinnvoll auf die Grundsituationen in Angriff und Abwehr abstimmen;(vgl. Senatorin für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit, 2012, S. 17) benannt, die für diese Unterrichtseinheit elementar sind. An den Anfang der Unterrichtseinheit wurden bewusst das Fangen und Passen zur Erarbeitung der Ballsicherheit gestellt. Die Unterrichtseinheit wird von einem Basketballturnier abgerundet und dient der ersten Berührung mit dem Spiel Basketball. Im Jahrgang acht wird es ein Jahrgangsturnier zum Spiel Basketball geben.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3 Sachanalyse

Basketball gehört zu den Zielwurfspielen unter den großen Ballsportarten. Auf dem Spiel-feld spielen zwei Mannschaften gegeneinander. Der Ball muss dabei in ein horizontales Ziel (Korb genannt) geworfen werden. Der Charakter von Basketball ist komplementär, die Mannschaften wechseln ständig in die Angriffs - und Abwehrform.

Definition Dribbling: Das Dribbling bezeichnet das Zu-Boden-Drücken des Balles mit der Hand am Ort oder in der Fortbewegung. Lediglich das Dribbeln ermöglicht beim Basketballspiel dem Angriffs-spieler, sich mit dem Ball im Raum fortzubewegen (vgl. Kozocsa, 1979, S. 153).

Technikbeschreibung des Dribblings im Stand: Es wird eine Schrittstellung eingenommen und die Knie sind leicht gebeugt. Der Oberkörper ist leicht nach vorne gebeugt. Der Kopf wird gerade gehalten, um den Überblick zu bewahren. Es wird nicht auf den Ball geschaut. Der Ball wird von oben mit breitgefächerten Fingern der Dribbelhand zum Boden gedrückt. Dabei berühren alle fünf Fingerkuppen sowie die Finger und Handwurzel den Ball, nicht aber die Handfläche. Durch das Nachdrücken der Finger aus dem Handgelenk verfolgen die Fingerspitzen beim Dribbling den Ball. Dabei schwingt der Unterarm harmonisch nach unten mit. Wenn der Ball vom Boden zurückprallt, wird er von den gespreizten Fingern der Dribbel-hand „angesaugt" und durch das Zurückschwingen des Unterarms abgebremst. Generell sollte der Ball nicht höher als bis maximal zur Hüfte geführt werden. Die zweite Hand dient als Schutz des Balles vor dem Verteidiger."(vgl. Schröder/Bauer, 2001, S. 89) Fast alle Grundsätze des Dribblings im Stand gelten auch für das Dribbling in der Bewegung. Im Stehkreis zu Beginn der Stunde werden einige Übungen dafür verwendet.

Rhythmisches Dribbeln: Das rhythmische Dribbeln entspricht dem natürlichen Bewegungsablauf beim Gehen oder Laufen. Der Ball wird zu Boden gedrückt, wenn das der Dribbelhand entgegengesetzte Bein aufsetzt. Beim „Buchstabendribbeln", der ersten Übung im Hauptteil, ist ein rhythmisches Dribbeln erforderlich.

Tiefes und hohes Dribbeln: „Im Basketball unterscheidet man grundsätzlich zwei Arten des Dribbelns: das tiefe und das hohe Dribbeln. Die Anwendung hängt von derjeweiligen Spielsituation ab."(vgl. Bösing/ Borges / Braun / Lazar / Stolz, 1999, S.18f) „Das tiefe Dribbling wird bei enger Verteidigung genutzt. Der Dribbelarm und die Hand wer-den zum Boden gestreckt, um den Abstand des Balles zum Boden zu verkürzen. Der Ell­bogen bleibt nahe am Körper, die Dribbelhand ist über dem Ball. Mit dem anderen Arm wird der Ball vom Gegner geschützt."(vgl. Hagedorn / Niedlich / Schmidt, 1996, S.166). Das hohe Dribbling wird meistens beim Ballvortrag im Schnellangriff das schnelle, raum-greifende Tempo-Dribbling angebracht. Die Dribbelhand ist hinter dem Ball und drückt den Ball weiter als beim tiefen Dribbeln nach vorne, kontrolliert ihn aber auch durch möglichst langen Handkontakt, während der Spieler dem Ball hinterhersprintet. Der Ball ist vor dem Spieler und springt etwa hüfthoch. (vgl. Hagedorn / Niedlich / Schmidt, 1996, S.166). Das tiefe Dribbeln wird beim „Bälle klauen"geübt. Das Hohe Dribbeln beim „Schattenlaufen".

Dribbelabschluss: „Das Dribbeln gilt als beendet, wenn der Ball in irgendeiner Form gehalten wird. Es darf kein erneutes Dribbeln angeschlossen werden."(vgl. Steinhöfer / Remmert, 1998, S.47). Der Dribbelabschluss erfolgt bei jedem Pfiff, da die Schüler dann den Ball festhalten müssen.

Fehlerquellen beim Dribbeln: Aus meiner Erfahrung lassen sich bei Anfängern vier häufige Fehlerquellen beim Dribbeln beobachten. Ein häufig auftretendes Problem liegt darin, dass der Ball geschlagen wird. Hier ist darauf hinzuweisen, dass der Ball weich mit gespreizten Fingern und gewölbter Hand geführt wird. Oft wird der Ball auch zu hoch gedribbelt. Dabei wird dem Verteidiger das Erobern des Balles erleichtert. Der

Hinweis sollte gegeben werden, dass der Ball auf Höhe der Hüfte wieder nach unten gedrückt wird. Ein weiterer Fehlertyp liegt darin, dass der Blick nicht vom Ball gelöst wird, um Mit- und Gegenspieler beobachten zu können (peripheres Sehen). Der letzte Fehlertyp ist, dass der Ball vor und nicht seitlich vor dem Kör-per gedribbelt wird. Dadurch wird das schnelle Laufen mit Ball erschwert und der Ball ist nicht optimal vor attackierenden Verteidigern geschützt.

4 Didaktische Entscheidung

Allgemeine Überlegungen zur Unterrichtsstunde

Der didaktische Schwerpunkt dieser Stunde liegt darin, dass den Schülern die Möglichkeit geboten werden soll, das Dribbeln in Übungsformen zu erproben und zu verbessern. Damit einher gingen besonders Überlegungen hinsichtlich der Bewegungs- und Übungszeit. Ich habe das Dribbeln bewusst in die zweite Doppelstunde der Unterrichtseinheit gestellt, da es neben dem Werfen die Technik mit dem höchsten Aufforderungscharakterim Basketball ist. Ohne Ballsicherheit im Dribbling ist weder das schnelle und sichere Überqueren des Feldes noch die direkte Auseinandersetzung mit Übungsformen zur Förderung der Ballsicherheit beim Dribbling mit dem Basketball einem Verteidiger im 1:1 möglich (vgl. Remmert, 2006, S. 48). Daher sollte das Dribbeln in unterschiedlichen Variationen ausreichend geübt werden.

Stundenbeginn und Begrüßung: Die Schüler werden auf dem Weg zur Halle von der Lehrkraft begleitet und ziehen sich in den Umkleiden zügig um und betreten die Halle. Im Freispiel als Ritual können sich die Schüler auf den Sportunterricht einstellen. Da wir für die heutige Unterrichtsstunde Bälle benutzen, habe ich zwei Kästen mit Bällen gefüllt und gruppennah platziert. Aus Material-mangel konnte ich nicht aus unterschiedlichen Ballgrößen wählen. Dies wäre allerdings sinnvoll gewesen, da kleinere Bälle für die Schüler handlicher und besser spielbar sind. Die Bälle können für die Freispielphase benutzt werden und beim Beenden wieder zurückgelegt werden. Nach der Beendigung der Freispielphase werden alle Gerätschaften zurück in den Geräteraum gebracht. Die Schüler kommen zur Begrüßung in das Sitzdreieck und kennen den Ablauf. Bei der Begrüßung liest ein Schüler den an die Wand geklebten Unterrichtsverlauf vor. Die SuS sollen dadurch für den Unterrichtsbeginn sensibilisiert werden. Im Anschluss nimmt jeder SuS nimmt sich einen Ball und begibt sich danach in den Stehkreis. Die SuS kennen diesen Ablauf aus der vorherigen Stunde, in der wir Bälle für die Erwärmung benutzt haben.

Erwärmung: Aus dem Stehkreis gehe ich zwei große Schritte nach hinten. Die SuS folgen meinem Beispiel. Dadurch gelingt ein relativ einfacher Übergang zum Beginn des Aufwärmens. Zu-dem habe ich in dem größeren Kreis einen relativ guten Überblick über die einzelnen SuS. Danach werde ich einzelne Aufgaben zur Ballgewöhnung und zum Dribbeln vormachen. Die SuS machen die Bewegungen nach. Dabei wechsle ich sehr schnell von einer zur anderen Aufgabe. Zum Einen möchte ich den Schülern dadurch viele Ideen geben und ihre Kreativität fördern. Zum Anderen kann es für einzelne Schüler frustrierend sein über einen längeren Zeitraum eine Bewegungsaufgabe versuchen zu müssen, die sie nicht lösen können. Durch den schnellen Wechsel wird zudem ein hohes Maß an Konzentration und Aufmerksamkeit verlangt. Dies ist gerade bei der Erwärmung wichtig, um mögliche Verletzungen zu vermeiden. Beim Nachmachen müssen die Schüler zumindest zeitweise den Blick vom Ball lösen. Dies ist nicht nur ein zentrales Ziel im Basketball, sondern beispielsweise auch im Handball oder Fußball. Neben Aufgaben zur Ballgewöhnung habe ich dabei bewusst auch einige Aufgaben so gewählt, dass sie die Schüler auf spätere Unterrichtssequenzen vorbereiten. Dazu gehören das tiefe Dribbeln und der Handwechsel vor dem Körper. Die Aufgaben beinhalten dabei verschiedene Schwierigkeitsgrade. Nicht jeder SuS wird alle Aufgaben korrekt durchführen können. Wichtig ist mir, dass die SuS auch bei schwierigen Aufgaben Anstrengungsbereitschaft zeigen. Im Anschluss an die vorgegebenen Aufgaben werde ich auch Vorschläge der Schüler aufgreifen. Die SuS sollen ihre Ideen in den Unterricht einbringen, da dies die Motivation und Kreativität fördert. Ich habe mich für diese Übungsform entschieden, da sie zum Thema und Inhalt der Stunde eine thematische Verbindung aufweist. Darüber hinaus wird dadurch die notwendige Muskulatur erwärmt und das Herz-Kreislaufsystem aktiviert.

Hauptteil: Da in der Erwärmung vor allem das Dribbeln in statischen Positionen (Stehen, Sitzen, Liegen) praktiziert worden ist, werde ich in der folgenden Übungsform zum Dribbling in der Bewegung übergehen. An den Wänden der Sporthalle hängen alle Buchstaben des Alphabets. Die SuS bekommen nun eine Frage gestellt, die sie dribbelnd beantworten müssen. Dabei muss man beispielsweise bei der Frage: „Was ist deine Lieblingsfarbe?" und der Antwort: „Rot." die Buchstaben in der geschriebenen Reihenfolge ablaufen (R-O- T). Nun sollen die Schüler zu den an den Wänden angebrachten Buchstaben dribbelnd laufen und diese mit der Hand berühren. Während die SuS mit der einen Hand den Buchstaben berühren, sollen sie versuchen den Ball mit der anderen Hand zu dribbeln und nicht aufzunehmen. Die Buchstaben habe ich bewusst in verschiedenen Höhen angebracht, damit die SuS automatisch die Dribbelhöhe variieren müssen. Ein Schüler wird die Aufgabe vor-machen. Wenn ein SuS seine Antwort gedribbelt hat, kommt er zum Mittelkreis und beginnt mit einer Übung zur Ballgewöhnung oder zum Dribbling im Stand. Die SuS, die danach eintreffen imitieren den ersten Schüler. Das Vormachen werde ich je nach zeitlichen Unterschieden im Eintreffen der Schüler delegieren. Wenn ein Schüler zu lange braucht, halte ich mir die Möglichkeit offen, per Pfiff alle zusammen zu holen und die nächste Frage zu stellen. Für diese Übungsform habe ich drei Fragen eingeplant, werde aber je nach zeitlichem Verlauf mehr oder weniger Fragen nehmen. Die SuS können dabei individuell laufen, da es kein Wettspiel ist. Die räumliche Orientierung ist bei dieser Übung besonders wichtig, da sie neben dem Ball auch auf die Mitspieler und Buchstaben achten müssen. Zudem spielt die Rhythmisierung des Dribbelns eine große Rolle, da die Schüler die Laufgeschwindigkeit vor dem Berühren des Buchstaben verlangsamen müssen. Diesen Punkt plane ich auch gezielt anzusprechen, um dem Sicherheitsaspekt Rechnung zu tragen. Ein Pfiff beendet diese Übung. Im Anschluss gehen jeweils zwei Schüler zusammen. Wenn die Schülerzahl ungerade ist, werde ich mit einem Schüler zusammen gehen. Beide Schüler behalten für die folgenden Partnerspiele ihren eigenen Ball. Die Einteilung hängt neben dem Stundenverlauf als Grafik. Für diese Übungsform sind mir möglichst homogene Paare wichtig. Ein Vorteil dieser gezielten Lenkung ist die Zeitersparnis und die Differenzierung. Ein Partnerspiel ist das „Bälle klauen". Dabei stehen sich die Partner gegenüber und versuchen ihren Ball zu dribbeln und gleichzeitig den Ball des Gegenübers weg zu dribbeln. Die SuS sollen dieses Ziel dabei mit so wenig Körperkontakt wie möglich erreichen. Die SuS üben in dieser Spielform das „Ballsichern" und das „Ballerobern". Dabei wird eine Situation geschaffen, die eine klare Anforderung an die Schüler stellt. Bei dieser Spielform üben die Schüler spielerisch das tiefe Dribbling gegen einen Gegenspieler und lernen ihren Körper schützend einzusetzen. Wer seinen Ball verloren hat, nimmt ihn wieder auf und der nächste Versuch beginnt. Ein weiteres Partnerspiel ist das Schatten-dribbeln. Als zusätzliche Erschwerung dienen sogenannte Dribbelbrillen, die das Sichtfeld zum Boden und damit zum Ball erschweren. Der erste Schüler dribbelt voran, der andere Schüler folgt ihm. Auf Pfiff wechseln sie die Rollen.

Gruppenbildung: Im Anschluss hole ich die Schüler im Mittelkreis zusammen. Damit kein Ball unkontrolliert in der Halle liegt, werde ich zunächst alle Bälle in die Ballkästen ablegen lassen. Zur Einteilung der Gruppen habe ich mich für eine zufallsbestimmte Gruppenbildung entschieden, da der Wettkampfgedanke bei der folgenden Übung keine Rolle spielt. Ich lege Karten umgekehrt in den Kreis, auf denen sich das Vereinslogo einer NBA-Mannschaft befindet. Danach nimmt sich jeder Schüler eine Karte. Schüler mit identischen Karten finden sich unter den-selben, an der Trennwand befestigten Symbolen zusammen und platzieren sich vor der folgenden Erklärung hinter den aufgestellten Hütchen. Ich habe diese Art der Gruppenbildung gewählt, da auf diese Weise neuartige Gruppenkonstellationen zustande kommen und die Schüler dadurch lernen sollen, sich auf andere Schüler einzustellen. Zudem handelt es sich dabei um ein schnelles Verfahren. Insgesamt ergeben sich sechs Gruppen.

Zur Erklärung der folgenden Übung wähle ich eine Schülergruppe zwecks Demonstration aus. Zu Beginn der Übung gehen jeweils zwei Schüler jeder Gruppe an die jeweilige Startlinie, die durch eine Bodenmarkierung kenntlich gemacht ist. Jede Gruppe erhält von mir einen Ball. Die Schüler müssen nun den Slalomparcours in Form einer Pendelstaffel dribbelnd durchlaufen. Nach Beendigung erhalten die Schüler eine neue Aufgabe.

Abschlussspiel: Bei der letzten Übungsform treten jeweils zwei Gruppen im Staffelwettkampf gegeneinander an. Gewonnen hat die Gruppe die zuerst alle Spieler ihrer Mannschaft an einem Wandplakat Übungsformen zur Förderung der Ballsicherheit beim Dribbling mit dem Basketball platzieren konnte. Die Spieler sollen dabei im auf dem Plakat aufgemalten Spielfeld platziert werden, während die gezogenen Prominenten in den Zuschauerbereich geklebt werden. Durch die Möglichkeit von gezogenen „Nieten" spielt der Zufall bei diesem ab-schließenden Wettspiel eine Rolle. Auch langsamere Gruppen können gewinnen. Wenn eine Gruppe ihre „Erste Fünf" im Feld aufgeklebt hat, setzt sie sich ab und hat somit gewonnen. Ich erkläre den Ablauf der abschließenden Wettstaffel im Sitzkreis. Im Anschluss räumt jede Gruppe ihre Hütchen wieder auf einen Stapel zusammen und legt ihren Ball im Geräteraum ab.

Verabschiedung: Die Stunde beende ich mit dem Ausblick auf die Folgestunde und der Verabschiedung der Gäste.

[...]

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Ballführung im Basketball. Ballsicherheit beim Dribbling (Sport, 7. Klasse)
Hochschule
Landesinstitut für Schule, Bremen
Veranstaltung
Unterrichtsbesuch
Autor
Jahr
2016
Seiten
12
Katalognummer
V353842
ISBN (eBook)
9783668400436
ISBN (Buch)
9783668400443
Dateigröße
450 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Umfassender Unterrichtentwurf, Klasse 7, Basketball - Dribbling
Schlagworte
Basketball Dribbling
Arbeit zitieren
Peer-Magnus Dunker (Autor), 2016, Ballführung im Basketball. Ballsicherheit beim Dribbling (Sport, 7. Klasse), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/353842

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Ballführung im Basketball. Ballsicherheit beim Dribbling (Sport, 7. Klasse)



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden