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Die Deutsche Wiedervereinigung. Deutschlandpolitik der UdSSR

Titel: Die Deutsche Wiedervereinigung. Deutschlandpolitik der UdSSR

Hausarbeit , 2013 , 41 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Victor Steglich (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nachkriegszeit, Kalter Krieg
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit befasst sich mit der sowjetischen Deutschlandpolitik im Zeitraum der deutschen Wiedervereinigung.

Aufgrund der innersowjetischen Probleme, der Entwicklungen in der DDR in den 1980er Jahren und der neuausgerichteten Außenpolitik Moskaus änderte sich auch die Deutschlandpolitik der Sowjetunion allmählich. Beharrte man noch am Anfang auf die Teilung Deutschlands als einen unumgänglichen Faktor der Geschichte, wandelte sich die eiserne Haltung gegen eine Wiedervereinigung zu einer weichen Zustimmung zur Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten und Berlins.

In diesem Zusammenhang stellen sich in Bezug auf Gorbatschows neue Außenpolitik folgende Fragen, welche im Verlaufe der Hausarbeit beantwortet werden sollten: Aus welchen Gründen lenkte die sowjetische Führung unter Gorbatschow zum Thema deutsche Wiedervereinigung ein? Was für eine Rolle spielt die Perestroika und das neue außenpolitische Denken Gorbatschows? Welche Rolle spielte das persönliche Verhältnis zwischen Kohl und Gorbatschow? Waren die Entscheidung der Gorbatschow-Administration demokratischer Natur oder doch pragmatischer?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung:

1. Der neue Mann im Kreml: Gorbatschow

1.1. Gorbatschows Reformpolitik von Glasnost und Perestroika

1.2. Das „Neue Denken“ in der sowjetischen Außenpolitik

2. Die sowjetische Deutschlandpolitik – Die Haltung Sowjetunions im Wiedervereinigungsprozess

2.1. Die Beziehung der Sowjetunion zu den beiden deutschen Staaten

2.2. Die sowjetische Haltung im deutschen Wiedervereinigungsprozess

Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die sowjetische Deutschlandpolitik unter Michail Gorbatschow und analysiert die diplomatischen Beweggründe, die zu einem grundlegenden Wandel in der Haltung der Sowjetunion gegenüber der deutschen Wiedervereinigung führten. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie das innenpolitische Reformprogramm der Perestroika und das außenpolitische „Neue Denken“ das Handeln der sowjetischen Führung im historischen Prozess des Mauerfalls und der deutschen Einheit beeinflussten.

  • Die Auswirkungen der Reformpolitik (Glasnost und Perestroika) auf die sowjetische Außenpolitik.
  • Die sich wandelnden diplomatischen Beziehungen zwischen der UdSSR, der BRD und der DDR.
  • Der Einfluss des persönlichen Verhältnisses zwischen Gorbatschow und Kohl auf den Einigungsprozess.
  • Die pragmatischen versus demokratischen Entscheidungsmotive der sowjetischen Administration.

Auszug aus dem Buch

2.2. Die sowjetische Haltung im deutschen Wiedervereinigungsprozess

Als Schewardnadse einst von Hans-Dietrich Genscher gefragt wurde, wann die deutsche Einheit aus der Sicht der Sowjetunion unvermeidlich war, antwortete, der zu diesen Zeitpunkt ehemalige, Außenminister der UdSSR:

„<< Schon 1986. Bereit zu jener Zeit äußerte ich im Gespräch mit einem unserer herausragenden Deutschland-Experten die Vermutung, daß dieses Problem demnächst aufkommen werde. Ich sagte damals, in der allernächsten Zukunft würde die deutsche Frage zum wichtigsten, für Europa ausschlaggebenden Problem aufrücken. Unter den Bedingungen einer seit nahezu einem halben Jahrhundert währenden Spaltung eines Volkes sei dies eine nationale Frage. Eine Frage der Einheit einer Nation, die durch die Mauern der Ideologie, der Waffen und des Stahlbetons nicht getrennt sein will>>“65

Als sich die Situation in der DDR immer weiter zuspitzte und immer mehr Bürger des sozialistischen Landes auf die Straße gingen, um zu protestieren, war es der Verdienst der Gorbatschowschen Außenpolitik, dass die sowjetischen Panzer in ihren Kasernen blieben. Dies lag an der propagierten Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten der Warschauer-Vertrag-Staaten. Gorbatschow wollte blutige Auseinandersetzungen, wie die 1953 in der DDR, 1956 in Ungarn oder 1968 in der Tschechoslowakei, sich nicht wiederholen lassen.66

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung führt in die inhaltlichen und methodischen Überlegungen ein und stellt die zentralen Forschungsfragen zur sowjetischen Deutschlandpolitik unter Gorbatschow.

1. Der neue Mann im Kreml: Gorbatschow: Dieses Kapitel zeichnet den politischen Aufstieg Gorbatschows nach und analysiert seine Reformbemühungen zur Modernisierung der Sowjetunion.

1.1. Gorbatschows Reformpolitik von Glasnost und Perestroika: Hier werden die Ziele und Auswirkungen von Glasnost und Perestroika auf die sowjetische Gesellschaft und das Wirtschaftssystem erläutert.

1.2. Das „Neue Denken“ in der sowjetischen Außenpolitik: Dieses Kapitel beschreibt die Abkehr von der nuklearen Abschreckung hin zu einer Politik der Entspannung und Abrüstung.

2. Die sowjetische Deutschlandpolitik – Die Haltung Sowjetunions im Wiedervereinigungsprozess: Dieser Abschnitt beleuchtet die strategische Bedeutung der deutschen Staaten für die sowjetische Außenpolitik vor und während des Wiedervereinigungsprozesses.

2.1. Die Beziehung der Sowjetunion zu den beiden deutschen Staaten: Hier wird das komplizierte Beziehungsgeflecht zwischen Moskau, Bonn und Ost-Berlin analysiert.

2.2. Die sowjetische Haltung im deutschen Wiedervereinigungsprozess: Das letzte inhaltliche Kapitel untersucht die diplomatische Reaktion Moskaus auf den Mauerfall und die Verhandlungen zur deutschen Einheit.

Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und stellt fest, dass der Wandel in der Deutschlandpolitik maßgeblich durch Gorbatschows Pragmatismus geprägt war.

Schlüsselwörter

Gorbatschow, Sowjetunion, deutsche Wiedervereinigung, Glasnost, Perestroika, Neues Denken, Außenpolitik, Mauerfall, Entspannungspolitik, Kalter Krieg, Diplomatie, Warschauer Pakt, Helmut Kohl, Reformpolitik, Zickzack-Diplomatie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der sowjetischen Deutschlandpolitik unter Michail Gorbatschow und untersucht, wie sich die Haltung der Sowjetunion von der Forderung nach Teilung hin zur Zustimmung zur deutschen Wiedervereinigung entwickelte.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Analyse?

Zentrale Themen sind die Reformpolitik (Glasnost und Perestroika), das „Neue Denken“ in der Außenpolitik sowie das komplexe Beziehungsdreieck zwischen der Sowjetunion, der BRD und der DDR im Kontext des Mauerfalls.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Das Ziel ist es zu ergründen, warum die sowjetische Führung unter Gorbatschow ihren deutschlandpolitischen Kurs änderte und welche Rolle interne Probleme, persönliche Diplomatie und sicherheitspolitische Überlegungen dabei spielten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse von Fachliteratur, Berichten und zeitgenössischen Quellen, um einen Einblick in die sowjetische Deutschlandpolitik während des Wiedervereinigungsprozesses zu geben.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert den Aufstieg Gorbatschows, die strukturellen Reformen im Inneren sowie die außenpolitische Neuorientierung, die schließlich in der Akzeptanz der deutschen Einheit im Rahmen der Zwei-Plus-Vier-Gespräche mündete.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Publikation?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Gorbatschow, Perestroika, neues Denken, deutsche Wiedervereinigung, Zickzack-Diplomatie und sowjetische Außenpolitik.

Welche Bedeutung hatte die „Breschnew-Doktrin“ für die sowjetische Politik gegenüber der DDR?

Die Breschnew-Doktrin legitimierte das Eingreifen der Sowjetunion in die Angelegenheiten von Ostblockstaaten zur Sicherung des Sozialismus. Gorbatschows Abkehr von dieser Doktrin war entscheidend, da sie den Weg für nationale Souveränität und damit für das Ende der Teilung frei machte.

Wie reagierte die sowjetische Führung auf den Mauerfall?

Obwohl es interne Spannungen und Forderungen von Hardlinern nach militärischem Eingreifen gab, entschied sich Gorbatschow gegen den Einsatz von Gewalt und für eine friedliche diplomatische Lösung, da das „Neue Denken“ die Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten der Deutschen propagierte.

Warum war das persönliche Verhältnis zwischen Helmut Kohl und Michail Gorbatschow wichtig?

Dieses Vertrauensverhältnis ermöglichte einen konstruktiven Dialog in einer politisch hochemotionalen Zeit und trug maßgeblich dazu bei, dass trotz anfänglicher Skepsis auf sowjetischer Seite tragfähige Vereinbarungen zur deutschen Einheit erzielt werden konnten.

Ende der Leseprobe aus 41 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Deutsche Wiedervereinigung. Deutschlandpolitik der UdSSR
Hochschule
Universität Potsdam  (Historisches Institut)
Veranstaltung
Die friedliche Revolution und die Wiedervereinigung Deutschlands 1989/90 im internationalen Kontext
Note
1,7
Autor
Victor Steglich (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
41
Katalognummer
V353938
ISBN (eBook)
9783668401020
ISBN (Buch)
9783668401037
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wiedervereinigung Gorbatschow Sowjetische Deutschlandpolitik Sowjetunion DDR
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Victor Steglich (Autor:in), 2013, Die Deutsche Wiedervereinigung. Deutschlandpolitik der UdSSR, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/353938
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  41  Seiten
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