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Ishihara Shintaros Buch „The Japan that can say No“. Ein Werk der nihonjinron-Literatur?

Titel: Ishihara Shintaros Buch „The Japan that can say No“. Ein Werk der nihonjinron-Literatur?

Ausarbeitung , 2016 , 21 Seiten

Autor:in: Aljoscha Utermark (Autor:in)

Orientalistik / Sinologie - Japanologie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird die englischsprachige und die deutschsprachige Ausgabe des Werkes „No to ieru Nihon“ auf die Frage hin analysiert, inwiefern es sich um ein Werk der nihonjinron-Literatur handelt. Nach einer Begriffsklärung von nihonjinron wird in Anlehnung an die Arbeit von Sugimoto (1999) auf die verschiedenen Gattungen innerhalb des nihonjinron eingegangen. Daran anschließend wird anhand von Aussagen des Textes und anhand seiner Rezeption in der Wissenschaft eine Einordnung des Werkes Ishiharas in die verschiedenen Kategorien des nihonjinron-Diskurses vorgenommen. Es kann gezeigt werden, dass das Werk die Merkmale des Konsumenten-nihonjinron (Befu 2008) weitestgehend erfüllt.

The topic of this paper is the analysis of the book by Ishihara Shintaro ‟The Japan that can say No.” The questions ‟Is this book an example of the nihonjinron-literature? And if so, then of what kind of ninhonjinron-literature?“ will be answered by using the work of Befu and Sugimoto. It will be proven, that the book is a good example of consumer-nihonjinron. This paper is based on a 60-minutes long presentation and a following academic discussion in the module “Japanese History” in the Bachelor program Japanology at the Goethe University in Frankfurt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Forschungsstand (Ausgangspunkt der Betrachtung)

1.2 Fragestellung „Ein Werk des nihonjinron-Genre?“

1.3 Gliederung

1.4 Methode

2. nihonjinron - Theoretischer Teil

2.1 Definitionen

2.2 Zielsetzung

2.3 Produzenten

2.4 Rezipienten

2.5 Reichweite

2.6 Arten

2.6.1 Wissenschaftlicher nihonjinron

2.6.2 Populärer, konsumentenorientierter nihonjinron

2.7 Perspektiven von nihonjinron

2.7.1 Merkmale von Werken des Konsumenten-nihonjinron

3. Einordnung des Werkes nach Sugimoto

3.1 Produzenten

3.2 Rezipienten, Zielgruppe

3.3 Inhalte

3.3.1 Aufbau des Textes

3.3.2 Argumentationsstruktur und Sprache

3.3.3 Perspektive des Autors

3.3.4 Nicht-wissenschaftliche Aussagen

4. Einordnung des Werkes nach Befu

4.1 Formmerkmale

4.1.1 Preis

4.1.2 Umfang

4.1.3 Argumentation

4.1.4 Taschenbuchausgabe

4.1.5 Illustrierung

4.1.6 Belege

4.1.7 Weiteres Merkmal: Auflagenanzahl und Auflagenhöhe als Merkmal

4.1.8 Abschließende Bewertung der Form

4.2 Rezeption

5. Schlussteil

5.1 Zusammenfassung

5.1.1 Antwort auf die Frage

5.1.2 Weiterer Forschungsbedarf

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Buch „The Japan that can say No“ von Ishihara Shintarō hinsichtlich seiner Zugehörigkeit zum nihonjinron-Genre. Ziel ist es, durch die Analyse der Textinhalte, der Formmerkmale und der wissenschaftlichen Rezeptionsgeschichte zu bestimmen, ob und in welcher Ausprägung das Werk als Konsumenten-nihonjinron klassifiziert werden kann.

  • Theoretische Grundlagen des nihonjinron-Diskurses
  • Analyse von Produzenten, Rezipienten und Inhaltsstruktur
  • Überprüfung von Formmerkmalen (z.B. Preis, Umfang, Ausstattung) nach Befu
  • Diskussion der Autorenperspektive und der nicht-wissenschaftlichen Argumentation
  • Einordnung des Werkes in den zeitgenössischen Kontext der 80er Jahre

Auszug aus dem Buch

3.3.3 Perspektive des Autors

Ishihara unterlässt es aber nicht, auch die japanische Seite zu kritisieren, indem er japanischen Politikern „Duckmäusertum“, „Zaudern“ und „Ja-Sagen“ vorwirft (Ishihara 1991: 44, 50, 67). Er unterstellt dem japanischen Volk eine Mentalität der Niederlage, die sich aus den Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges und der Besatzungszeit speisen würde (Ishihara 1991: 25). Aus dieser Erklärung heraus fordert er mehrfach die japanische Leserschaft zu einem Umdenken auf, damit Japan seinen Platz unter Anderen in Anbindung an die USA einnehmen könne (Ishihara 1991: 25, 30, 61-62). Diese ethno-kritische Perspektive Ishiharas nimmt zwar die Ethnie der Japaner als eine homogene Masse an, da er nicht auf die beiden Minderheiten der Koreaner oder der Ainu eingeht, geschweige denn die Bewohner der Ryūkyū-Inseln erwähnt. Jedoch dient dies mehr der Veranschaulichung, um eine klare Abgrenzung der einen Gruppe, der Gruppe der Japaner, von der anderen Gruppe, den US-Amerikanern, zu erreichen. Die Betonung, dass Japan nicht einzigartig sei (Ishihara 1991: 102), macht deutlich, wofür Ishihara steht: Er ist nicht ein radikaler Nationalist, sondern vielmehr ein tief denkender Praktiker, der sich um Japan sorgt. Ishiharaʼs Standpunkt ist nicht isolationistisch sondern weltoffen, wie er mehrfach deutlich macht (Ishihara 1991: 30, 61).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik des Buches von Ishihara Shintarō, Erläuterung des Forschungsstandes und Darlegung der methodischen Vorgehensweise.

2. nihonjinron - Theoretischer Teil: Definition und Kontextualisierung des nihonjinron-Begriffs sowie Einteilung in verschiedene Gattungen und Perspektiven nach der Fachliteratur.

3. Einordnung des Werkes nach Sugimoto: Untersuchung der soziologischen Kategorien Produzenten, Zielgruppe und inhaltlicher Ausrichtung des Werkes im Vergleich zur nihonjinron-Theorie.

4. Einordnung des Werkes nach Befu: Analyse der spezifischen formalen Merkmale des Buches, wie Preis, Umfang und Aufmachung, um dessen Zuordnung zum Konsumenten-nihonjinron zu verifizieren.

5. Schlussteil: Zusammenfassung der Ergebnisse und Beantwortung der zentralen Forschungsfrage sowie Identifikation von weiterem Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

nihonjinron, Ishihara Shintarō, Konsumenten-nihonjinron, Japanologie, Identitätsdiskurs, Selbstbehauptung, japanische Kultur, Nationalismus, Rezeptionsgeschichte, Sugimoto, Befu, Politische Essays, US-Japan-Beziehungen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das bekannte Buch „The Japan that can say No“ des japanischen Politikers Ishihara Shintarō und prüft, ob es sich dabei um ein typisches Werk des sogenannten nihonjinron-Genres handelt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Konzepte des nihonjinron, die japanische Identitätssuche, der Handelskonflikt mit den USA in den 1980er Jahren und die Abgrenzung Japans gegenüber dem Westen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die wissenschaftliche Klassifizierung des Werkes als Konsumenten-nihonjinron, basierend auf den Kriterien der Literaturwissenschaftler Sugimoto und Befu.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine Textanalyse in Verbindung mit einer theoretischen Kategorisierung sowie die Auswertung der historischen Rezeption des Buches in den Medien und der Wissenschaft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in das nihonjinron, gefolgt von einer detaillierten Analyse des Werkes anhand der Kategorien von Sugimoto (Inhalte, Produzenten) und Befu (formale Merkmale wie Preis und Umfang).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem nihonjinron, Konsumenten-nihonjinron, Identitätsdiskurs, japanische Kultur und Selbstbehauptung.

Warum wird das Werk als Konsumenten-nihonjinron klassifiziert?

Aufgrund der einfachen, populistischen Sprache, des Verzichts auf einen wissenschaftlichen Belegapparat, der hohen Auflagenstärke und der Orientierung an einem breiten Lesepublikum erfüllt das Werk die von Befu definierten Kriterien für dieses Genre.

Welche Rolle spielt die Wissenschaft bei der Wahrnehmung des Buches?

Die Arbeit zeigt auf, dass das Werk ohne die wissenschaftliche Auseinandersetzung lediglich als Sammlung politischer Essays wahrgenommen worden wäre; die wissenschaftliche Rezeption hat maßgeblich zur Verbreitung und Wahrnehmung des Werkes im Ausland beigetragen.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ishihara Shintaros Buch „The Japan that can say No“. Ein Werk der nihonjinron-Literatur?
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Institut für Orientalische und Ostasiatische Philologien - Japanologie)
Veranstaltung
BA J2 Grundwissen Japan - Geschichte
Autor
Aljoscha Utermark (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
21
Katalognummer
V353967
ISBN (eBook)
9783668400290
ISBN (Buch)
9783668400306
Sprache
Deutsch
Schlagworte
nihonjinron Konsumenten-nihonjinron Ishihara Shintarō japanischer Nationalismus Japaner-Theorien The Japan that can say No
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Aljoscha Utermark (Autor:in), 2016, Ishihara Shintaros Buch „The Japan that can say No“. Ein Werk der nihonjinron-Literatur?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/353967
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Leseprobe aus  21  Seiten
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