Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Psychologie - Allgemeines

Mediation und interkulturelle Mediation. Darstellung des Verfahrens nach westlichen Standards und Lösungsoptionen zur Überwindung kultureller Grenzen

Titel: Mediation und interkulturelle Mediation. Darstellung des Verfahrens nach westlichen Standards und Lösungsoptionen zur Überwindung kultureller Grenzen

Hausarbeit , 2016 , 31 Seiten , Note: 1.3

Autor:in: Framorz Nazemi (Autor:in)

Psychologie - Allgemeines
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit soll zunächst das gängige Mediationsverfahren nach westlichen Standards visualisieren und es detailliert darstellen. In einem weiteren Schritt soll die Besonderheit der interkulturelle Mediation herausgearbeitet werden und Lösungsoptionen zur Überwindung kultureller Grenzen in der Mediation aufgezeigt werden.

Seit dem Menschen auf diesem Planeten existieren, können ihre Beziehungen untereinander von Konflikten behaftet sein. Diese entstehen meist, wo verschiedene Menschen, Organisationen, Staaten oder Gruppen mit unterschiedlichen Gefühlen, Wünsche, Interessen oder Bedürfnissen aufeinander prallen. Der Begriff Konflikt ist von dem lateinischen Wort „Confligere“ abgeleitet und bedeutet soviel wie Zusammenschlagen oder Aufeinandertreffen.

Genauso lange wie menschliche Interessen, Bedürfnisse und Wünsche aufeinander treffen und nicht miteinander vereinbar sind, gibt es neutrale Vermittler, die zwischen ihnen Konfliktbeilegend vermitteln. Und dies zum Teil auch schon vor der Entstehung von Rechtsnormen und der Einrichtung von staatlichen Organisationen. Beispielsweise haben Aristoteles und Platon in der Antike sich in Ihren Werken bereits mit der Vermittlung bei Konflikten beschäftigt. Die Geschichte der Konfliktbeilegung durch Vermittlung eines neutralen Dritten geht also weit in die Zeit zurück. Durch ihre Vermittlung wurde unzählige Konflikte beigelegt und ebenso viele kriegerische Auseinandersetzungen verhindert. Besonders haben neutrale Vermittler in vielen Kulturen bei der Beilegung von Handelskonflikten eine wichtige Rolle gespielt.

Dieses Verfahren der neutralen, unparteiischen oder keiner partei angehörenden Vermittlung zwischen Konfliktparteien bezeichnen wir heute als Mediation. Mediation in seiner heutigen Form entwickelte sich in Deutschland erst Ende der 1980er Jahre, als das öffentliche Interesse an dieses Verfahren zunahm. Zunächst überwiegend zur Vermittlung in Familien- und Scheidungskonflikten eingesetzt, hat sie sich in den letzten fünfzehn Jahren zu einer anerkannten Methode im Konfliktmanagement entwickelt und wird als Methode zur Konfliktlösung mittlerweile in vielen Bereichen des gesellschaftlichen und politischen Lebens mit Erfolg angewendet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.0 Kultur und Interkulturalität

1.1 Was ist Kultur?

1.2 Was bedeutet Interkulturalität?

2.0 Mediation

2.1 Was ist ein Konflikt?

2.2 Was ist die Mediation?

2.3 Rolle des Mediators

3.0 Die Phasen der Mediation

3.1 Phase II: Die Schaffung eines sicheren Rahmens

3.2 Phase III: Konfliktdarstellung

3.2.1 Aktiv zuhören

3.2.2 Paraphrasieren

3.3 Phase IV: Konflikterhellung

3.4 Phase V: Konfliktlösung

4.0 Interkulturelle Mediation

4.1 Interkultureller Konflikt

4.2 Die Rolle des Mediators in der interkulturellen Mediation

4.3 Die Phasen der interkulturellen Mediation

4.3.1 Konfliktdarstellung in der interkulturellen Mediation

4.3.2 Konflikterhellungsphase in der interkult. Mediation

4.3.4 Konfliktlösung in der interkulturellen Mediation

5.0 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Mediationsverfahren nach westlichen Standards und dessen Anwendung auf interkulturelle Konflikte. Ziel ist es, die Besonderheiten der interkulturellen Mediation herauszuarbeiten, um effektive Lösungsstrategien für eine erfolgreiche Konfliktbeilegung in einem kulturell diversen Umfeld zu identifizieren.

  • Grundlagen von Kultur, Interkulturalität und Konflikttheorie
  • Struktur und Phasen der klassischen Mediation
  • Methoden der gewaltfreien Kommunikation und des Harvard-Konzepts
  • Analyse kultureller Einflussfaktoren wie Machtungleichheit und Stereotype
  • Anpassung von Mediationsphasen für den interkulturellen Kontext

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Aktiv zuhören

Beim aktiven Zuhören oder dem emphatischen Zuhören in der Mediation, sucht der Mediator zu verstehen, was die andere Person fühlt und zum Ausdruck bringen möchte, fasst das Wichtigste an geeigneter Stelle knapp zusammen und gibt es mit eigenen Worten wieder.26

Im Gegensatz zum passiven Zuhören, bei dem der Zuhörende auf Kommentare verzichtet, wird beim aktiven Zuhören signalisiert, dass der Mitteilende (Sender) verstanden worden ist. Dies kann durch Worte oder durch nonverbale Reaktionen geschehen. Dadurch kann der Sender ermutigt werden sich offen auszusprechen.27

Durch die Verbalisierung der Emotionen des Senders muss er sich nicht wiederholen, man kann einen Schritt weitergehen und den Konfliktklärungsprozess vorantreiben.

Damit man ein besseres Verständnis für das aktiven Zuhören entwickelt, sollte man zunächst das Kommunikationsmodell von Fridemann Schulz von Thon anschauen. Mit Hilfe dieses Modells lassen sich die nötigen und vor allem relevanten Informationen extrahieren und man ist in der Lage Inhalte effektiver zusammenzufassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1.0 Kultur und Interkulturalität: Definition der Begriffe Kultur und Interkulturalität als Basis für das Verständnis menschlicher Orientierungssysteme.

2.0 Mediation: Einführung in die Grundlagen von Konflikten und die Rolle des neutralen Mediators als allparteiliche Instanz.

3.0 Die Phasen der Mediation: Detaillierte Darstellung des fünfstufigen Mediationsprozesses sowie spezifischer Verhandlungstechniken wie GfK und das Harvard-Konzept.

4.0 Interkulturelle Mediation: Anwendung des Mediationsverfahrens unter Berücksichtigung kultureller Unterschiede und Machtungleichheiten.

5.0 Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Notwendigkeit interkultureller Kompetenz für die Mediation in einer durch Migration geprägten Gesellschaft.

Schlüsselwörter

Mediation, Interkulturelle Mediation, Konfliktmanagement, Konfliktbeilegung, Gewaltfreie Kommunikation, Harvard-Konzept, Allparteilichkeit, Eisbergmodell, Bedürfnispyramide, Kulturelle Identität, Machtungleichheit, Kommunikation, Konflikterhellung, Integration, Inklusion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Mediation als Methode zur Konfliktklärung und untersucht, wie diese speziell auf interkulturelle Konfliktsituationen angepasst werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Kernbereichen zählen die theoretischen Grundlagen von Kultur, die Struktur des klassischen Mediationsverfahrens sowie die Herausforderungen bei Konflikten zwischen Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, das westliche Mediationsverfahren zu visualisieren und die notwendigen Anpassungen für die interkulturelle Mediation aufzuzeigen, um kulturelle Grenzen erfolgreich zu überwinden.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf Literaturanalyse sowie die Darstellung etablierter Modelle, wie dem fünfstufigen Mediationsmodell, der Maslowschen Bedürfnispyramide und dem Eisbergmodell der Kommunikation.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der klassischen Mediationsphasen, ergänzt um Verhandlungsansätze wie die Gewaltfreie Kommunikation, und überträgt diese Prozesse anschließend spezifisch auf interkulturelle Kontexte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Mediation, interkulturelle Kompetenz, Konfliktmanagement und Kommunikation beschreiben.

Warum spielt das Eisbergmodell eine so zentrale Rolle in der Mediation?

Es veranschaulicht, dass der Großteil der menschlichen Kommunikation – mehr als 85 % – unter der sichtbaren Oberfläche abläuft und in der Mediation als Gefühlsebene für eine nachhaltige Konfliktlösung freigelegt werden muss.

Wie geht ein Mediator mit Machtungleichheiten in einer interkulturellen Mediation um?

Der Mediator muss diese Aspekte, etwa bedingt durch Gender, Alter oder soziale Stellung, transparent kommunizieren, um eine faire Einbindung beider Parteien zu gewährleisten und ungleichgewichtige Strukturen zu vermeiden.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Mediation und interkulturelle Mediation. Darstellung des Verfahrens nach westlichen Standards und Lösungsoptionen zur Überwindung kultureller Grenzen
Hochschule
Internationale Akademie Berlin für innovative Pädagogik, Psychologie und Ökonomie gGmbH (INA)
Note
1.3
Autor
Framorz Nazemi (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
31
Katalognummer
V353984
ISBN (eBook)
9783668438484
ISBN (Buch)
9783668438491
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Interkulturalität Mediation Interkulturelle Mediation Interkulturelle Kommunikation Nazemi
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Framorz Nazemi (Autor:in), 2016, Mediation und interkulturelle Mediation. Darstellung des Verfahrens nach westlichen Standards und Lösungsoptionen zur Überwindung kultureller Grenzen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/353984
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  31  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum