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Entwicklung eines sozialpädagogisch fundierten Methodenmanuals für den Schulunterricht mit Mädchen und jungen Frauen zum Thema Körperwahrnehmung

Title: Entwicklung eines sozialpädagogisch fundierten Methodenmanuals für den Schulunterricht mit Mädchen und jungen Frauen zum Thema Körperwahrnehmung

Diploma Thesis , 2004 , 98 Pages , Grade: 2

Autor:in: Johanna Kopp (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Einer der zentralen Punkte meiner Arbeit stellt die Frage dar, welchen Stellenwert unser Körper in der modernen westlichen Welt hat. Bei näherer Betrachtung bin ich zu dem Schluss gekommen, dass vielen Menschen das Bewusstsein für den eigenen Körper abhanden gekommen ist. Das Gefühl für den Körper reduziert sich in unserer Gesellschaft auf dessen Aussehen und Einsatzbereitschaft.

Der Umgang mit Körperlichkeit in der Schule ist ein weiterer Betrachtungsschwerpunkt. Hier lässt sich feststellen, dass die Schule ebenfalls zur Vermittlung der rational überbetonten Kulturtechnik beiträgt.
Im Weiteren gehe ich der Frage nach, wie sich Koeduaktion auf die Entwicklung von Mädchen auswirkt. Dabei zeigt sich deutlich, dass sie infolge der vorhandenen schulischen Strukturen immer noch Benachteiligungen erfahren. Daraus resultiert auch der Anspruch, dass Mädchen und junge Frauen eine geschlechtsspezifische Förderung benötigen.
Ebenso sind von Bedeutung die Betrachtung der verinnerlichten gesellschaftlichen Normen und die Frage wie sich diese auf die Wahrnehmung des weiblichen Körpers auswirken. Dabei zeigt sich, dass die vorherrschenden Körperbilder die Frauen daran hindern, zu ihrem Körper ein bejahendes, lustvolles und eigenverantwortliches Verhältnis zu entwickeln. In diesem Zusammenhang ist es mir wichtig herauszustellen, wie wir mehr Bezug zum Körper gewinnen können, also ein Bewusstsein für unsere körperlichen Signale herstellen und dieses in unser Handeln einfließen lassen können.
Mit Zuhilfenahme des prozessual-systemischen Ansatzes unter Einbeziehung des Empowerment Handlungsansatzes und der Salutogenese habe ich die theoretischen Grundlagen zur Erklärung der aufgeführten Problemlagen herangezogen.

Im Praxis-Teil beschäftige ich mich damit, mit welchen Methoden Mädchen und jungen Frauen wieder zu mehr Körpergefühl verholfen werden kann. Die hier ausgewählten Techniken sollen sie dabei unterstützen, wieder einen bejahenden und verantwortungsvollen Zugang zu ihrem Körper zu bekommen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. GESELLSCHAFT

2.1. BEDEUTUNG DES KÖRPERS IN DER MODERNEN GESELLSCHAFT

2.2. SCHÖNHEITSIDEAL DER GESELLSCHAFT

3. SCHULE

3.1. DER KÖRPER IN DER SCHULE

3.2. KOEDUKATION

3.2.1. MANGELNDE IDENTIFIKATIONSMÖGLICHKEITEN FÜR MÄDCHEN

3.2.2. SCHWIERIGE AUSEINANDERSETZUNG MIT DEM EIGENEN KÖRPER

3.2.3. FAZIT

3.3. RAUM FÜR MEHR KÖRPERLICHKEIT

4. MÄDCHEN SEIN – RISIKO ODER CHANCE?

4.1. SOZIALISATION

4.2. PUBERTÄT

5. KÖRPERWAHRNEHMUNG

5.1. ENTFREMDUNG DES KÖRPERS

5.2. EINHEIT VON KÖRPER, SEELE UND GEIST

5.2.1. INDIVIDUELLE SCHUTZFAKTOREN

6. PROZESSUAL-SYSTEMISCHER BLICKWINKEL NACH DEM ANSATZ VON SILVIA STAUB-BERNASCONI

6.1. PROBLEMATIKEN DER AUSSTATTUNG

6.1.1. KÖRPERLICHE AUSSTATTUNG

6.1.2. SOZIOÖKONOMISCHE UND SOZIALÖKOLOGISCHE AUSSTATTUNG

6.1.3. AUSSTATTUNG MIT ERKENNTNISKOMPETENZ

6.1.4. SYMBOLISCHE AUSSTATTUNG

6.1.5. AUSSTATTUNG MIT HANDLUNGSKOMPETENZ

6.1.6. AUSSTATTUNG MIT SOZIALEN BEZIEHUNGEN UND MITGLIEDSCHAFTEN

6.2. MACHTPROBLEME

6.3. ENTWICKLUNG VON PROBLEMLÖSUNGSANSÄTZEN

6.3.1. RESSOURCENERSCHLIEßUNG

6.3.2. BEWUSSTSEINSBILDUNG

6.3.3. MODELL-, IDENTITÄTS- UND KULTURVERÄNDERUNG

6.3.4. HANDLUNGSKOMPETENZ

6.3.5. UMGANG MIT MACHTQUELLEN UND MACHTSTRUKTUREN

6.4. EMPOWERMENT ALS HANDLUNGSANSATZ

6.5. RESSOURCENORIENTIERTER SALUTOGENETISCHER ANSATZ

6.6. RESÜMEE

7. METHODENTEIL

7.1. PHANTASIEREISE „ICH REISE DURCH MEINEN KÖRPER“

7.2. „PERSÖNLICHER STECKBRIEF“

7.3. KÖRPERWAHRNEHMUNGSÜBUNG – „MASSAGE MIT DEM IGELBALL“

7.4. „WIE ZUFRIEDEN BIST DU MIT DIR ?“

7.5. „SPRÜCHE, DIE WEH TUN“

7.6. „DRUCK AUSÜBEN“

7.7. „BERÜHRUNGEN“

7.8. „KÖRPER IN TON“

7.9. „MUT ZUM MINIROCK“

7.10. „EIGENE ERFAHRUNGEN MIT DER MENSTRUATION“

7.11. „WIR SIND MEHR ALS UNSERE ROLLEN“

7.12. „WENN ICH ERST MAL SCHLANK BIN…“

8. FAZIT

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit entwickelt ein sozialpädagogisch fundiertes Methodenmanual, um Mädchen und jungen Frauen im Schulalter zu helfen, eine positive Körperwahrnehmung zu entwickeln, ihre verschütteten Ressourcen wiederzuentdecken und einem entfremdeten Verhältnis zum eigenen Körper entgegenzuwirken.

  • Bedeutung des Körpers in der modernen Gesellschaft und Schule
  • Einfluss gesellschaftlicher Schönheitsideale und Rollennormen
  • Entwicklung der Identität in der Pubertät und Adoleszenz
  • Prozessual-systemische Perspektiven und Empowerment-Ansätze
  • Praktische Methoden zur Stärkung der Selbstwahrnehmung

Auszug aus dem Buch

Bedeutung des Körpers in der modernen Gesellschaft

Mit der Zunahme der gesellschaftlichen Komplexität haben sich die alltäglichen Möglichkeiten direkter Sinnes- und Körpererfahrung drastisch verändert. Das Leben in einer modernen Gesellschaft ist permanenten Veränderungen unterworfen.

Gewohntes und bisher Bewährtes verliert seine Gültigkeit. Die Gründe hierfür liegen in der immer mehr zunehmenden Individualisierung unserer Lebensverhältnisse. Uns steht zwar eine Vielzahl von neuen ungewohnten Möglichkeiten zur Verfügung. Dies bedeutet gleichzeitig eine massive Verunsicherung durch Überflutung mit neuen Möglichkeiten. Bisher gültige und überschaubare Muster der Lebensführung bieten für uns keinen Halt und keine Orientierung mehr.

Wir sind ständig gezwungen, uns wieder neu zu formieren und anzupassen. Dieses führt dazu, dass wir immer mehr Stress erleben. In letzter Konsequenz hat all dies große Auswirkungen auf unsere seelische sowie körperliche Gesundheit, das Wohlbefinden und die Zufriedenheit (Nuber 2003, 20).

Hinzu kommt, dass unser Körper durch hoch entwickelte technische Systeme noch nie so entlastet und so wenig muskulär beansprucht wurde, wie in unserer heutigen Zeit. Damit dieser Ablauf reibungslos und ohne Unterbrechungen verlaufen kann, müssen wir uns dem Diktat der Maschine unterwerfen.

Diese Verhaltensnormen werden schon früh eingeübt. Die Erziehung und unsere Kulturtechniken sind so angelegt, dass die Fähigkeit seinen Körper zu spüren verkümmert und der Drang nach Bewegung unterdrückt wird (Ernst 1994, 99).

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Die Autorin begründet die Relevanz des Themas durch ihre Praxiserfahrungen in der Beratung und erläutert die Notwendigkeit eines Manuals zur Förderung der Körperwahrnehmung an Schulen.

GESELLSCHAFT: Dieses Kapitel analysiert die moderne Gesellschaft, in der durch Individualisierungsdruck das Körperbewusstsein schwindet und Schönheit sowie Fitness zu rein symbolischen Erfolgsfaktoren werden.

SCHULE: Hier wird untersucht, wie das Schulsystem durch kognitive Überbetonung und Leistungsdruck zur Entfremdung vom Körper beiträgt und warum geschlechtsspezifische Ansätze in koedukativen Umgebungen notwendig sind.

MÄDCHEN SEIN – RISIKO ODER CHANCE?: Das Kapitel beleuchtet den geschlechtsspezifischen Sozialisationsprozess und die Herausforderungen der Pubertät, in der Körperlichkeit häufig negativ bewertet und mit Scham belegt wird.

KÖRPERWAHRNEHMUNG: Die Autorin erörtert die Entfremdung des Körpers und plädiert für die Einheit von Körper, Seele und Geist als Schutzfaktor für ein gesundes Selbstbewusstsein.

PROZESSUAL-SYSTEMISCHER BLICKWINKEL NACH DEM ANSATZ VON SILVIA STAUB-BERNASCONI: Das Kapitel führt theoretische Rahmenkonzepte wie die Ressourcen- und Machtdimensionen ein, um soziale Probleme bei Mädchen strukturiert zu analysieren.

METHODENTEIL: Hier werden konkrete Übungen zur Körperarbeit vorgestellt, die Mädchen dabei unterstützen sollen, ihre Identität, Grenzen und Ressourcen aktiv zu erforschen.

FAZIT: Die Zusammenfassung unterstreicht die Notwendigkeit, den Körper wieder als Freund zu begreifen, um durch Empowerment ein lustvolles und eigenverantwortliches Lebensverhältnis zu fördern.

Schlüsselwörter

Körperwahrnehmung, Soziale Arbeit, Mädchenarbeit, Empowerment, Salutogenese, Körperbild, Identitätsbildung, Sozialisation, Pubertät, Schönheitsideal, Körperarbeit, Prävention, Essstörungen, Koedukation, Selbstwertgefühl

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Körperwahrnehmung bei Mädchen und jungen Frauen und entwickelt ein Methodenmanual für den schulischen Kontext, um die Verbindung zum eigenen Körper zu stärken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind gesellschaftliche Körpernormen, der Einfluss der Schule auf die Entwicklung weiblicher Identität, die Herausforderungen der Pubertät sowie theoretische Ansätze der Sozialarbeit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Erarbeitung eines praktischen Manuals, das pädagogische Fachkräfte dabei unterstützt, Mädchen und jungen Frauen zu einem bejahenden und eigenverantwortlichen Zugang zu ihrem Körper zu verhelfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf Literaturanalysen und verknüpft dabei systemtheoretische Ansätze (nach Staub-Bernasconi), Empowerment-Konzepte und die Salutogenese.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die gesellschaftliche und schulische Sozialisation von Mädchen, die theoretischen Grundlagen der Körperwahrnehmung und präsentiert einen umfangreichen Methodenteil mit praktischen Übungsanleitungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Körperwahrnehmung, Empowerment, Sozialisation, Identitätsbildung und Gesundheitsförderung bei weiblichen Jugendlichen.

Welchen Einfluss hat die Koedukation in der Schule?

Die Autorin argumentiert, dass Mädchen in koedukativen Strukturen oft in traditionelle Rollen gedrängt werden und weniger Aufmerksamkeit erhalten, was eine zeitweise getrennte Förderung sinnvoll macht.

Warum wird die Menstruation als ein wichtiges Thema hervorgehoben?

Da die Menstruation in unserer Kultur oft mit Scham und Ekel belegt ist, fordert die Autorin eine Enttabuisierung im Unterricht, um Mädchen zu einem positiven Umgang mit ihren Körpervorgängen zu befähigen.

Was bedeutet "Behinderungsmacht" im Kontext dieser Arbeit?

Behinderungsmacht beschreibt Strukturen, die Mädchen in ihrer Entfaltung einschränken, indem sie beispielsweise gesellschaftliche Schönheitsideale als "normal" festschreiben und so die Kontrolle über den eigenen Körper erschweren.

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Details

Title
Entwicklung eines sozialpädagogisch fundierten Methodenmanuals für den Schulunterricht mit Mädchen und jungen Frauen zum Thema Körperwahrnehmung
College
Catholic University of Applied Sciences München
Grade
2
Author
Johanna Kopp (Author)
Publication Year
2004
Pages
98
Catalog Number
V35411
ISBN (eBook)
9783638353304
ISBN (Book)
9783638713801
Language
German
Tags
Entwicklung Methodenmanuals Schulunterricht Mädchen Frauen Thema Körperwahrnehmung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Johanna Kopp (Author), 2004, Entwicklung eines sozialpädagogisch fundierten Methodenmanuals für den Schulunterricht mit Mädchen und jungen Frauen zum Thema Körperwahrnehmung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35411
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