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G7, G8 und G20. Internationale Organisationen und deren Rollenverständnis

Title: G7, G8 und G20. Internationale Organisationen und deren Rollenverständnis

Academic Paper , 2014 , 21 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Maximilian von Kleestein (Author)

Politics - Topic: International Organisations
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In dieser Hausarbeit arbeitet der Autor heraus, welche Rolle den G7-, G8- und G20-Gipfeln hinsichtlich der der internationalen Politik, der Protestbewegungen, der Geschichte und der medialen Aufmerksamkeit zukommt.

Die Weltwirtschaftsgipfel rufen in der Gesellschaft hohe Aufmerksamkeit hervor. Viele verbinden die jährlichen Gipfeltreffen mit den groß angelegten Demonstrationen und Protesten gegen die, wie Gegner kritisieren, elitären Gruppen. Die kategorische Einordnung der Gruppen ist aufgrund der informellen Zusammensetzung nur schwer eindeutig vorzunehmen. Anhand der Definition des Begriffs der Internationalen Organisation soll beurteilt werden, inwieweit sich die Gruppen dieser Kategorie zuordnen lassen. Ein geschichtlicher Überblick soll verdeutlichen, wie es zur Gründung der Gruppen kam und wie sich diese voneinander abgrenzen.

Des Weiteren soll eine Zukunftsprognose für die G20 gewagt und die Frage erörtert werden, inwieweit die G7/G8 auf lange Sicht abgelöst werden. Die exklusive Zusammensetzung bedeutender Industrienationen, speziell innerhalb der G7/G8, kämpft seit etwa Mitte der Achtziger Jahre um Anerkennung innerhalb der Zivilgesellschaft. Der kleine Kreis, welcher bei den jährlichen Treffen über globale Wirtschafts- und Finanzthemen berät, tut sich beim Erlangen globaler Legitimation schwerer als die G20, welche sich an einen deutlich größeren Adressatenkreis richtet.

Während den Gipfeltreffen große mediale Beachtung zukommt, bleibt die Organisation, Koordination und Zusammenarbeit unterschiedlichster Akteure meist im Verborgenen. Ziel dieser Seminararbeit ist es, diesen komplexen Prozess zu beleuchten und die Arbeit der Beteiligten aufzuzeigen. Die Gruppen werden in der Gesellschaft oft kritisch betrachtet. Die jährlichen Treffen werden mittlerweile schon traditionell von Demonstrationen und Protesten begleitet. Viele Gegner führen als Hauptargument die fehlende Legitimität an. Die Seminararbeit setzt sich mit dieser Kritik auseinander und bietet einen Lösungsvorschlag zur Optimierung an.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Gruppen als Internationale Organisationen?

3 Geschichte des Weltwirtschaftsgipfels

3.1 Von der G7 zur G8

3.2 G20

4 Zusammensetzung und Abgrenzung der einzelnen Gruppen

4.1 G7

4.2 G8

4.3 G20

4.4 Unterschiede zwischen der G7/G8 zur G20

4.5 Die Rolle Chinas in der G20

4.6 Ablösung der G7/G8 durch die G20

5 Arbeitsweise innerhalb der Gruppen

5.1 Konsensprinzip

5.2 Vorbereitung

5.2.1 Rolle der Sherpas

5.2.2 Sous-Sherpas

5.2.3 Zusammenarbeit der Sherpas

5.3 Kontakt zu Nicht-Mitgliedern

6 Widerstand und Kritik

6.1 Widerstand und Kritik innerhalb der Zivilgesellschaft

6.1.1 Bonn 1985

6.1.2 Genua 2001

6.2 Legitimität

6.2.1 Problem der Legitimität

6.2.2 „Lösung“

6.2.3 Legitimität der G7/G8 und G20 im Vergleich

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die informelle Struktur von Weltwirtschaftsgipfeln wie G7, G8 und G20 und analysiert deren Einordnung als Internationale Organisationen. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich diese Gruppen historisch entwickelt haben, wie sie sich legitimieren und inwieweit die G20 die G7/G8 langfristig als globales Steuerungsorgan ablösen könnte.

  • Historische Entwicklung und Abgrenzung der G7, G8 und G20
  • Strukturelle Arbeitsweise und Entscheidungsprozesse mittels Konsensprinzip
  • Die Rolle der Sherpas und Sous-Sherpas in der Gipfelvorbereitung
  • Kritik an der Legitimität und Repräsentativität exklusiver Gipfelformate
  • Zukunftsperspektiven der globalen wirtschaftspolitischen Zusammenarbeit

Auszug aus dem Buch

5.2.1 Rolle der Sherpas

Eine große Bedeutung bei der Organisation und Vorbereitung der Weltwirtschaftsgipfel kommt den sogenannten Sherpas zu. Dies sind die von den jeweiligen Staats- und Regierungschefs benannten Beauftragten, deren zentrale Aufgabe im Vor- und Nachbearbeiten der Gipfeltreffen besteht (o.V. 2014a).

Der aus Nepal stammende Begriff Sherpa definiert im ursprünglichen Sinne einheimische Fremdenführer, welche den Bergsteigern im Himalaya-Gebirge den Weg weisen und den Aufstieg zum Gipfel unterstützen (Gstöhl 2003:16). Während Bergsteigern beim Erklimmen der Gipfel des Himalayas große gesellschaftliche und mediale Aufmerksamkeit entgegengebracht wird, bleibt die organisatorische Leistung hinter den Protagonisten meist im Hintergrund. Diese Analogie verleiht dem Begriff des Sherpas, im Sinne des Wegbegleiters des jeweiligen Regierungschefs bis zum Weltwirtschaftsgipfel und darüber hinaus, seine Aussagekraft.

Zentrale Aufgabe der Sherpas ist es, bereits im Vorfeld „[...] die politischen Themen und Aussagen mit den Sherpas der anderen [sieben] Nationen abzustimmen.“ (Severin Weiland 2008). Hierbei soll die eigene Position verdeutlicht und gestärkt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit thematisiert die gesellschaftliche Aufmerksamkeit gegenüber Weltwirtschaftsgipfeln und stellt die Forschungsfrage zur kategorialen Einordnung der Gruppen sowie deren Zukunft.

2 Die Gruppen als Internationale Organisationen?: Es wird geprüft, ob die Gruppen aufgrund ihrer informellen Zusammensetzung und fehlenden Verwaltungsstrukturen als Internationale Organisationen klassifiziert werden können.

3 Geschichte des Weltwirtschaftsgipfels: Dieses Kapitel zeichnet die Entstehung der Gipfel von 1975 über die Erweiterung zur G8 bis hin zur Gründung der G20 nach.

4 Zusammensetzung und Abgrenzung der einzelnen Gruppen: Der Abschnitt detailliert die Mitgliedschaften, die ökonomische Bedeutung und die spezifischen Rollen von Akteuren wie China in den jeweiligen Formaten.

5 Arbeitsweise innerhalb der Gruppen: Hier werden das Konsensprinzip und die komplexe Vorbereitungsstruktur durch Sherpas und Sous-Sherpas erläutert.

6 Widerstand und Kritik: Die Arbeit analysiert zivilgesellschaftliche Proteste sowie das zentrale Problem der mangelnden globalen Legitimität dieser informellen Foren.

7 Fazit: Die Ergebnisse werden zusammengefasst, wobei die Flexibilität der Gruppen gegen die mangelnde Verbindlichkeit und die Legitimationsproblematik abgewogen wird.

Schlüsselwörter

Weltwirtschaftsgipfel, G7, G8, G20, Internationale Organisationen, Legitimität, Konsensprinzip, Sherpas, Globalisierung, Finanzkrise, Wirtschaftspolitik, Zivilgesellschaft, Außenpolitik, Global Governance, Gipfeldiplomatie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert die Struktur, Arbeitsweise und Legitimität internationaler Gipfelformate wie G7, G8 und G20 als informelle Netzwerke der globalen Politik.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die historische Genese der Gruppen, deren interne Entscheidungsprozesse, die Rolle von Akteuren in der Vorbereitung sowie die gesellschaftliche Kritik an ihrer exklusiven Natur.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht, ob die G7/G8/G20 als Internationale Organisationen eingestuft werden können und inwieweit die G20 die G7/G8 langfristig verdrängen oder ersetzen wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die auf einer theoretischen Definition von Internationalen Organisationen basiert und diese auf die informellen Prozesse der Weltwirtschaftsgipfel anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung, die Abgrenzung der Zusammensetzungen, die bürokratischen Vorbereitungsprozesse durch Sherpas sowie eine kritische Auseinandersetzung mit Protesten und Legitimitätsdefiziten.

Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit charakterisiert?

Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Global Governance, informelle Netzwerke, Legitimität, Konsensprinzip und das Zusammenspiel von Wirtschafts- und Außenpolitik geprägt.

Warum wird der Begriff „Sherpa“ in diesem Kontext verwendet?

Der Begriff dient als Analogie zu den einheimischen Führern im Himalaya, da die diplomatischen Sherpas die Staatschefs organisatorisch bei der Vorbereitung und dem Erreichen der Gipfelziele unterstützen.

Wie unterscheidet sich die Legitimität der G20 von der G7/G8?

Die G20 weist durch eine größere Anzahl an Mitgliedern und eine stärkere Repräsentation von Schwellenländern eine breitere Diversität auf, sieht sich jedoch – gemessen an universellen Institutionen wie den Vereinten Nationen – dennoch ähnlicher Kritik gegenüber.

Welche Bedeutung kommt dem „Konsensprinzip“ innerhalb dieser Gruppen zu?

Das Konsensprinzip bedeutet, dass Entscheidungen ohne Abstimmung getroffen werden, was theoretisch jedem Mitglied ein Veto-Recht einräumt, in der Praxis jedoch stark durch die Industriestaaten beeinflusst wird.

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Details

Title
G7, G8 und G20. Internationale Organisationen und deren Rollenverständnis
College
Nürtingen University
Grade
1,7
Author
Maximilian von Kleestein (Author)
Publication Year
2014
Pages
21
Catalog Number
V354190
ISBN (eBook)
9783668402713
ISBN (Book)
9783668402720
Language
German
Tags
Internationale Organisationen G7 G8 G20 NGO Internationale Politik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maximilian von Kleestein (Author), 2014, G7, G8 und G20. Internationale Organisationen und deren Rollenverständnis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/354190
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