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Krank am Arbeitsplatz. Messung, Einflussfaktoren und Folgen von Präsentismus

Title: Krank am Arbeitsplatz. Messung, Einflussfaktoren und Folgen von Präsentismus

Term Paper , 2016 , 29 Pages , Grade: 1.3

Autor:in: Daniel Gerlach (Author)

Psychology - Work, Business, Organisation
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„Health is a state of complete physical, mental and social well-being and not merely the absence of disease or infirmity.“ (WHO, 1946) Wie schon die Weltgesundheitsorganisation (1946) in der Präambel zur ihrer Konstitution vor über 50 Jahren statuierte, stellt Gesundheit mehr als das reine Fehlen von Krankheit oder Gebrechen dar: Sie definiert sich als ein Zustand vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens.

Doch welche Faktoren bedingen Gesundheit? Wie wirken sie sich in der Interdependenz zwischen Arbeit und Privatleben aus? Mehrere Studien haben hierzu belegt, wie stark die Gesundheit des Einzelnen vom individuellen Gesundheitsverhalten abhängig ist und wie dieses Krankheitshäufigkeit und Mortalität als wesentlichen Faktor mitbestimmt.

Insbesondere vor dem Hintergrund wechselnder Arbeitsmarktbedigungen wird das Gesundheitsverhalten der Arbeitnehmer maßgeblich von der Struktur ihres Arbeitsumfelds beeinflusst: Empfundener Kontrollverlust und permanente Angst um die Sicherung des eigenen sozioökonomischen Standards können langfristig zu gesundheitlichen Folgen, Motivationsverlust und schließlich (um dennoch den Arbeitsplatz nicht zu verlieren) zu Präsentismus, nämlich krank am Arbeitsplatz zu erscheinen, führen.

Die Ausarbeitung soll sich nicht nur mit dem Konstrukt der Arbeitsunfähigkeit beschäftigen, sondern möchte Präsentismus als Schnittstelle zwischen negativem Gesundheitsverhalten und Arbeit untersuchen. Hierbei stellt sich folgende Forschungsfrage: Wie wird Präsentismus gemessen und welche Einflussfaktoren und Folgen hat dieses Gesundheitsverhalten?

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Präsentismus

2.1 Präsentismus und Gesundheit

2.2 Messung von Präsentismus

3. Absentismus

3.1 Krankenstand

3.2 Fehlzeit

3.3 Definition und Messung von Absentismus

4. Einflussfaktoren von Präsentismus

4.1 Querschnittstudie von Johansen, Aronsson und Marklund

5. Folgen von Präsentismus

5.1 Prospektive Kohortenstudie von Bergström et. al.

6. Diskussion und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konstrukt des Präsentismus als Schnittstelle zwischen negativem Gesundheitsverhalten und Arbeit. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie Präsentismus wissenschaftlich gemessen werden kann und welche Faktoren sein Auftreten beeinflussen sowie welche gesundheitlichen Folgen daraus resultieren.

  • Definition und Abgrenzung von Präsentismus und Absentismus
  • Methodische Ansätze zur Messung von Präsentismus
  • Sozioökonomische und motivationale Einflussfaktoren
  • Empirische Analyse von Präsentismus in Skandinavien
  • Langfristige gesundheitliche Konsequenzen (Präsentismus-Folgen)

Auszug aus dem Buch

2.2 Messung von Präsentismus

Während die US-amerikanische Definition von Präsentismus Indikatoren in Kennzahlen von Leistungseinbußen und Produktivitätsverlusten findet, gestaltet sich die Operationalisierung im Bereich des Verhaltens respektive der Motivation von Arbeitnehmern recht umständlich, da momentan nur wenige Instrumente hierfür existieren. (Badura & Steinke, 2011). Da Indikatoren jedoch nur Variablen oder Bedingungen für das zu untersuchende Kriterium Präsentismus darstellen, müssen die Bedingungen (der Zusammenhang zwischen Krankheit und Leistung) durchaus kritisch beleuchtet werden. Produktivität beispielsweise kann nur schwer gemessen werden, wenn die ausgeübte Dienstleistung forschende, kreative und wissensintensive Arbeit beinhaltet. (Badura et. al., 2008)

Dennoch haben sich drei Verfahren etabliert, um Informationen zu Gesundheit und Produktivität zu erheben: Die Simulation standardisierter Tätigkeiten unter Testbedingungen, objektive Daten und Selbsteinschätzungen der Mitarbeiter. (Kessler & Stang, 2006)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das Spannungsfeld zwischen Arbeit und Gesundheit unter dem Aspekt des Gesundheitsverhaltens und führt in die Problematik des Präsentismus ein.

2. Präsentismus: Dieses Kapitel definiert Präsentismus als vielschichtiges Konstrukt und diskutiert dessen Messbarkeit sowie den Zusammenhang zwischen Gesundheit und Arbeitsfähigkeit.

3. Absentismus: Hier erfolgt eine definitorische Abgrenzung von Absentismus, Krankenstand und Fehlzeiten sowie die Darstellung gängiger Erhebungsmethoden.

4. Einflussfaktoren von Präsentismus: Das Kapitel analysiert verschiedene Ursachen für das Erscheinen am Arbeitsplatz trotz Krankheit, insbesondere durch eine Querschnittstudie in Norwegen und Schweden.

5. Folgen von Präsentismus: Dieser Abschnitt thematisiert die gesundheitlichen Langzeitfolgen von Präsentismus anhand einer prospektiven Kohortenstudie.

6. Diskussion und Fazit: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, betont die Wechselwirkung zwischen verschiedenen Faktoren und zeigt Potenziale für ein zukünftiges Gesundheitsmanagement auf.

Schlüsselwörter

Präsentismus, Absentismus, Gesundheit am Arbeitsplatz, Arbeitsunfähigkeit, Produktivitätsverlust, Arbeitspsychologie, Gesundheitsverhalten, Selbstberichtsinstrumente, Krankenstand, Fehlzeiten, Arbeitsmotivation, Leistungsfähigkeit, Sozioökonomische Faktoren, Arbeitsmarkt, Gesundheitsmanagement

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Phänomen Präsentismus, also das Erscheinen am Arbeitsplatz trotz Krankheit, und setzt es in Bezug zum Absentismus sowie zu gesundheitlichen und motivationalen Faktoren.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die Definition des Präsentismus, die Herausforderungen bei dessen Messung, die Identifikation von Einflussfaktoren und die Analyse langfristiger Folgen für die Gesundheit der Arbeitnehmer.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erforschung der Forschungsfrage: „Wie wird Präsentismus gemessen und welche Einflussfaktoren und Folgen hat dieses Gesundheitsverhalten?“

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung spezifischer empirischer Studien, darunter eine Querschnittstudie aus Skandinavien und eine prospektive Kohortenstudie zu den Folgen von Präsentismus.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Im Hauptteil werden der theoretische Rahmen von Präsentismus und Absentismus abgesteckt, Messinstrumente wie das Health and Work Performance Questionnaire vorgestellt und empirische Studienergebnisse zu Ursachen und Folgen interpretiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Publikation am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Präsentismus, Absentismus, Gesundheitsverhalten, Arbeitsunfähigkeit und betriebliches Gesundheitsmanagement charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die US-amerikanische Sichtweise von anderen Definitionen?

Die US-amerikanische Perspektive fokussiert primär auf messbaren Produktivitätsverlust und ökonomische Auswirkungen, während andere Ansätze stärker motivationale Entscheidungen und das persönliche Wohlbefinden in den Vordergrund stellen.

Welche Rolle spielt die „Freude am Beruf“ bei der Entscheidung zum Präsentismus?

Die Arbeit identifiziert einen Teil der Befragten, die aufgrund von Freude am Beruf trotz Krankheit erscheinen, was auf eine salutogene Intention des Gesundheitsverhaltens hindeuten kann.

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Details

Title
Krank am Arbeitsplatz. Messung, Einflussfaktoren und Folgen von Präsentismus
College
MSB Medical School Berlin - Hochschule für Gesundheit und Medizin
Grade
1.3
Author
Daniel Gerlach (Author)
Publication Year
2016
Pages
29
Catalog Number
V354322
ISBN (eBook)
9783668404335
ISBN (Book)
9783668404342
Language
German
Tags
Präsentismus Absentismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Gerlach (Author), 2016, Krank am Arbeitsplatz. Messung, Einflussfaktoren und Folgen von Präsentismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/354322
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