Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Psychology - Intelligence and Learning Psychology

Kann serielles Lernen Change Blindness reduzieren?

Experimentelles Praktikum

Title: Kann serielles Lernen Change Blindness reduzieren?

Term Paper , 2016 , 27 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Daniel Gerlach (Author)

Psychology - Intelligence and Learning Psychology
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Unsere Wahrnehmung ist ein hochkomplexer Prozess, der vom Ereignis des distalen (physikalischen) Reizes über den proximalen Reiz bis zum fertigen Perzept – der mentalen Repräsentation eines Reizes – verschiedene Verarbeitungs- und Beurteilungsstadien durchläuft. Dabei verläuft unsere Wahrnehmung und Beurteilung keinesfalls objektiv, sondern ist – wie eine Vielzahl an unterschiedlichen Studien im Bereich der Neuropsychologie ergeben haben – stark abhängig von Erinnerungen und Eindrücken, die Probanden mit einem Perzept verbinden. Als populäres Beispiel für die Subjektivität und Fehleranfälligkeit unserer Sinneseindrücke wird häufig der sogenannte Pepsi-Test von McClure et. al. (2004) angebracht. Hier wurden Versuchspersonen Coca-Cola und Pepsi in anonymisierten und nicht-anonymisierten Behältnissen zur Verfügung gestellt. Es ergab sich zwischen den Gruppen ein deutlich signifikanter Unterschied in Bewertung und Bevorzugung der Getränke sowie innerhalb der gemessenen neuronalen Korrelate. Schmeckt also ein Getränk anders, nur weil ein Informationsmangel vorliegt? Und was bedeutet dieser Versuch im Bezug auf Change Blindness?

Durch die eindrucksvollen Ergebnisse und den starken Alltagsbezug avancierte Change Blindness schnell von einer Labor-Kuriosität zum bevorzugten Forschungsgegenstand bei der Verknüpfung von visueller Kognition, visuellem Gedächtnis und Aufmerksamkeit in der visuellen Wahrnehmung. Um eine Aussicht auf die unterschiedlichen Erhebungsmöglichkeiten von Change Blindness zu schaffen, werden im Folgenden die gängigsten Paradigmen zur Erfassung dieses Phänomens vorgestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Abstract

2. Einleitung

3. Paradigmen zur Erfassung von Change Blindness

3.1 Flicker Paradigma

3.2 Weitere Einflussfaktoren auf Change Blindness

4. Serielles Lernen

4.1 Implizites Serielles Lernen

4.2 Untersuchung an der Medical School Berlin

4.3 Forschungshypothesen

5. Methoden

5.1 Stichprobe

5.2 Stimuli

5.3 Versuchsablauf

5.4 Versuchsdesign

6. Ergebnisse

6.1 Reaktionszeit

6.2 Fehlerquote

7. Diskussion

7.1 Interpretation der Ergebnisse

8. Fazit und Aussicht

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht experimentell, ob sich das Wahrnehmungsphänomen der "Change Blindness" (Änderungsblindheit) durch implizite Lernprozesse, konkret durch serielles Lernen, effektiv reduzieren lässt.

  • Grundlagen der Change Blindness und gängige Erfassungsparadigmen (Flicker-Paradigma).
  • Mechanismen des impliziten seriellen Lernens und deren Relevanz für visuelle Kognition.
  • Empirische Untersuchung mittels einer Versuchsreihe an der Medical School Berlin.
  • Analyse der Reaktionszeiten und Fehlerquoten als Indikatoren für Lerneffekte.
  • Diskussion von Einflussfaktoren wie Motivation und Aufmerksamkeitsressourcen auf die Wahrnehmungsleistung.

Auszug aus dem Buch

3. Paradigmen zur Erfassung von Change Blindness

Sowohl das Flicker-Paradigma (Rensink et. al., 2000) als auch das Forced Choice Paradigma (Phillips, 1974; Pashler, 1988) zählen laut Simons (2000) zu den häufigsten verwendeten intentionalen Paradigmen auf dem Gebiet der Change Blindness Forschung. Ein Paradigma wird im Bezug auf Change Blindness als intentional bezeichnet, wenn Versuchspersonen bewusst ist, dass bei den Aufgaben respektive der Beobachtung eine zu berichtende Änderung auftreten wird.

Im Flicker-Paradigma wird den Versuchspersonen in einem kurzen Zeitintervall sowohl das originale, als auch veränderte Bild dargeboten. Unterbrochen wird diese Darbietung von einem leeren Bild. (Abbildung 1, Rensink, 2005)

Dabei reagieren Versuchspersonen, sobald sie eine Veränderung wahrgenommen haben. Im Forced Choice Detection Paradigma dagegen sehen Beobachter nur einmal das originale und manipulierte Bild, sodass die gesamte Expositionsdauer fest definiert werden kann. (Simons, 2000) Bei beiden Paradigmen gelten sowohl Genauigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit als abhängige Variablen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Abstract: Kurze Zusammenfassung der Thematik, der experimentellen Vorgehensweise und der abschließenden Ergebnisse zur Wirksamkeit des seriellen Lernens auf die Change Blindness.

2. Einleitung: Hinführung zum Thema Wahrnehmungspsychologie und Erläuterung der Komplexität sowie Subjektivität unserer visuellen Kognition anhand bekannter Studien.

3. Paradigmen zur Erfassung von Change Blindness: Vorstellung der methodischen Ansätze zur Messung von Änderungsblindheit, mit Fokus auf das Flicker-Paradigma und Einflussfaktoren wie Aufmerksamkeit und Interesse.

4. Serielles Lernen: Theoretische Herleitung von Lernprozessen, insbesondere des impliziten seriellen Lernens, und Ableitung der konkreten Forschungshypothesen für das Experiment.

5. Methoden: Detaillierte Beschreibung des Versuchsaufbaus, der Stichprobe, der verwendeten Stimuli und des Ablaufs des empirisch-experimentellen Praktikums.

6. Ergebnisse: Darstellung der erhobenen Daten mittels statistischer Analysen bezüglich der Reaktionszeiten und Fehlerquoten in den verschiedenen Testblöcken.

7. Diskussion: Kritische Reflexion der Ergebnisse vor dem Hintergrund der Hypothesen und Diskussion möglicher Störvariablen oder alternativer Erklärungsansätze für die Befunde.

8. Fazit und Aussicht: Abschließende Einordnung der Ergebnisse in den Kontext aktueller Forschung und Ausblick auf zukünftige Studien mit geänderten Rahmenbedingungen.

Schlüsselwörter

Change Blindness, Serielles Lernen, Flicker-Paradigma, Visuelle Kognition, Implizites Lernen, Reaktionszeit, Wahrnehmungspsychologie, Experimentelle Psychologie, Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Error-Rate, Versuchsdesign, Prozessdissoziation, Lernprozesse, Visuelle Wahrnehmung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob Menschen durch wiederholtes, implizites Lernen von Bildsequenzen die sogenannte "Change Blindness" – das Übersehen von Bildveränderungen – verringern können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die visuelle Kognition, die Psychologie des impliziten Lernens und die Methoden zur Erfassung von Wahrnehmungsdefiziten in der experimentellen Forschung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu belegen, ob eine serielle Struktur in Bilddarbietungen als Lerneffekt dazu führt, dass Versuchspersonen Veränderungen im Sichtfeld schneller oder korrekter wahrnehmen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde ein experimentelles Design mit Messwiederholung eingesetzt, das klassische Lernexperimente adaptiert und mittels IBM SPSS Statistics 22 (ANOVA) statistisch ausgewertet wurde.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung zu Change Blindness und seriellem Lernen, die methodische Beschreibung des Versuchs an der Medical School Berlin sowie die detaillierte Ergebnispräsentation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Change Blindness, serielles Lernen, implizite Lernprozesse, visuelle Kognition, Reaktionszeit und die experimentelle Messung von Lerneffekten.

Warum wurde die erste Hypothese abgelehnt?

Obwohl die Reaktionszeiten in den Testblöcken sanken, trat dieser Effekt über das gesamte Experiment global auf, wodurch eine spezifische Reduktion durch den Lerneffekt nicht eindeutig isoliert werden konnte.

Welche Rolle spielten die Probanden in diesem Experiment?

Die 178 MSB-Studenten nahmen an 14 Blöcken mit 36 Trials teil, bei denen sie Veränderungen in Strichzeichnungen identifizieren mussten, während ihr implizites Lernverhalten durch das Versuchsdesign kontrolliert wurde.

Excerpt out of 27 pages  - scroll top

Details

Title
Kann serielles Lernen Change Blindness reduzieren?
Subtitle
Experimentelles Praktikum
College
MSB Medical School Berlin - Hochschule für Gesundheit und Medizin
Grade
1,3
Author
Daniel Gerlach (Author)
Publication Year
2016
Pages
27
Catalog Number
V354327
ISBN (eBook)
9783668406223
ISBN (Book)
9783668406230
Language
German
Tags
Change Blindness Implizites Lernen Experimentelles Praktikum
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Gerlach (Author), 2016, Kann serielles Lernen Change Blindness reduzieren?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/354327
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  27  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint