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Emma Goldman. Umrisse einer anarchistisch-feministischen Klassikerin

Título: Emma Goldman. Umrisse einer anarchistisch-feministischen Klassikerin

Trabajo , 2016 , 20 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Miriam P. (Autor)

Sociología - Relaciones y Familia
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Die Hausarbeit befasst sich mit dem Leben, dem Werk und der zeitgenössischen Rezeption der Feministin Emma Goldman und geht dabei auf ihre wichtigsten Themen und Schriften näher ein. Emma Goldman galt als eine Frau, die selbst in anarchistischen Kreisen als radikal auffiel. Unter keinen Umständen ließ sie sich die Freiheit nehmen, zu tun, was sie für richtig hielt. Das sind die Grundlagen für eine konsequente Theorie, die die menschliche Freiheit zum Ziel hat und die Rolle der Frauenemanzipation dabei nicht unterschätzt.

Die vorliegende Arbeit soll zeigen, inwiefern Emma Goldman als eine Vorreiterin und Klassikerin feministischer Theorie gilt, und ihr Leben, ihr Werk und ihre Theorie genauerer Betrachtung unterziehen. Da ihre Lebenserfahrungen stets zur Erweiterung ihrer Theorie beitrugen und sie umgekehrt ihre Theorie auch Praxis werden ließ, soll zunächst im ersten Teil ihre Biographie behandelt werden, um ein Verständnis der Person Emma Goldman und ihres bewegten Lebens zu bekommen. Neben ihren Erlebnissen soll ihr Leben auch zeithistorisch eingeordnet werden, um zu ergründen, welchen geschichtlichen Umständen sie ausgesetzt war.

Anschließend wird ihr Werk vorgestellt, sowie ihre wichtigsten Beiträge für die feministische Theorie erwähnt. Um die Besonderheiten ihres Feminismus darzulegen und Emma Goldman als Vorreiterin zu diskutieren werden anschließend ihre feministischen Hauptthemen und ihr Emanzipationsbegriff untersucht. Darauf aufbauend werden mögliche Brüche, Inkonsistenzen und Grenzen sowie Kritikpunkte betrachtet und diskutiert. Ein Fazit zur Bedeutung Emma Goldmans beschließt die Arbeit. Ihre postmortale Rezeption sowie ihr Wirken jenseits feministischer Ziele beispielsweise zur Russischen Revolution stellen interessante Forschungsgrundlagen dar, die in dieser Arbeit jedoch aus Platzgründen nicht behandelt werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Biographie

2.1 Kindheit und Jugend

2.2 Migration in die USA

2.3 Kontakte zu Anarchist_innen

2.4 Beziehung zu Alexander Berkman

2.5 Repression

2.6 Die gefährlichste Frau der Welt

3 Anarchistisch-Feministische Werke

4 Mother Earth

5 Goldmans Feminismus: Besonderheiten und zentrale Themen

5.1 Mutterschaft

5.2 Sexualität und freie Liebe

5.3 Ehe

5.4 Emanzipationsbegriff

5.5 Abgrenzung zur bestehenden Frauenbewegung

6 Brüche, Inkonsistenz und Kritik

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle von Emma Goldman als Vorreiterin und Klassikerin der feministischen Theorie. Dabei wird ihre anarchistische Perspektive analysiert, um aufzuzeigen, wie sie Leben, Werk und politische Theorie miteinander verknüpfte und dabei die Grenzen traditioneller Geschlechterrollen sowie staatlicher Machtstrukturen hinterfragte.

  • Biographische Einordnung von Emma Goldmans radikaler Entwicklung.
  • Analyse der anarchistisch-feministischen Grundpfeiler und Publikationen.
  • Untersuchung zentraler Themen wie Mutterschaft, freie Liebe und die Institution Ehe.
  • Diskussion von Widersprüchen, Brüchen und Kritikpunkten in Goldmans Theorie und Leben.

Auszug aus dem Buch

5.1 Mutterschaft

Obwohl Goldman selbst nie Kinder bekam, vielleicht auch gerade deshalb, macht sie „Mutterschaft“ zu einem Kernthema ihrer Arbeit. Zur Naturhaftigkeit der Frau als liebende Mutter entwickelt Goldman ambivalente Thesen. Im vorliegenden Essay „Die Tragödie der Frauenemanzipation“ spricht sie in Bezug auf Frauen allgemein von einem eingewurzelten Gefühl: „ Ein Glück war und ist es, dass selbst der strengste Puritanismus niemals stark genug sein wird, um das eingewurzelte Gefühl der Mutterschaft zu ertöten.“ (Goldman 1907, zitiert nach Gerhard / Wischermann 2008: 326). Im selben Text spricht sie von grenzenloser Freude bezüglich des tiefen Gefühls der Mutterschaft. In diesem Zusammenhang kritisiert sie die Frauenbewegung, zur „ Abstumpfung und Ertötung der weiblichen Natur, ihrer Liebestriebe und mütterlichen Gefühle (…)“ beizutragen. Gleichzeitig sagt sie, ein Kind bräuchte sowohl die Liebe der Mutter, als auch die Liebe des Vaters. (Goldman 1907, zitiert nach Gerhard / Wischermann 2008: 324). Sie grenzt sich vehement von der Idee der Frauenbewegung ab, Geliebte und Mutter zu sein sei mit Versklavung gleichzusetzen. Die mütterliche Liebe sei sogar so stark, jedem Leid ein Ende zu setzen (Goldman 1970: 64). Obwohl Goldman hier der Mutterschaft einen hohen Wert beimisst und das Gefühl für Frauen naturalisiert, lässt sich aus anderen Stellen ihrer Werke schließen, dass ihr die soziale und kulturell bedingte Konstruktion der Rolle der Frau als Mutter durchaus bewusst ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsarbeit ein, beschreibt Goldmans frühe Radikalisierung und umreißt den methodischen Aufbau der Untersuchung sowie die Relevanz ihrer feministischen Theorie.

2 Biographie: Dieses Kapitel zeichnet Goldmans Lebensweg von Russland über ihre Migration in die USA bis hin zu ihrem politischen Wirken nach und beleuchtet die Einflüsse, die sie zur Anarchistin machten.

3 Anarchistisch-Feministische Werke: Hier werden Goldmans schriftstellerisches Schaffen, ihre Autobiographie und die rhetorischen Eigenheiten ihres Stils analysiert.

4 Mother Earth: Dieses Kapitel betrachtet die Bedeutung der von Goldman herausgegebenen Zeitschrift für die Verbreitung anarchistischer und feministischer Ideen sowie deren Rolle in der Debatte um Geburtenkontrolle.

5 Goldmans Feminismus: Besonderheiten und zentrale Themen: Dieses Hauptkapitel untersucht Goldmans feministische Kernthemen, wie Mutterschaft, Sexualität und Ehe, in den Kontext ihres Anarchismusbegriffs.

6 Brüche, Inkonsistenz und Kritik: Hier werden kritische Stimmen diskutiert, die Widersprüche zwischen Goldmans persönlichem Leben, insbesondere ihren Liebesbeziehungen, und ihrer radikalen Theorie thematisieren.

7 Fazit: Das Fazit fasst Goldmans bleibende Bedeutung als Vordenkerin des Anarchafeminismus zusammen und reflektiert die Aktualität ihrer Forderung nach echter Selbstbestimmung.

Schlüsselwörter

Emma Goldman, Anarchafeminismus, freie Liebe, Mutterschaft, Emanzipation, politische Repression, Alexander Berkman, Anarchismus, Geschlechterrollen, Feminismus, soziale Gerechtigkeit, Mother Earth, Intersektionalität, Radikalität, Selbstbestimmung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der politischen und feministischen Philosophie von Emma Goldman und untersucht ihre Rolle als eine der prägenden Vorreiterinnen des Anarchafeminismus.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind Goldmans Verständnis von Mutterschaft, Sexualität, Ehe, ihre Kritik an der herrschenden Frauenbewegung sowie die Frage der inneren und äußeren Emanzipation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Goldmans Leben und ihre theoretischen Beiträge in einen zeithistorischen Kontext zu setzen und ihre Vision einer umfassenden Freiheit von staatlichen und sozialen Unterdrückungsmechanismen zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literatur- und Quellenanalyse, die Goldmans Schriften, zeitgenössische Berichte und wissenschaftliche Rezeptionen kritisch gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine biographische Einführung, eine Analyse ihrer Werke und ihrer Zeitschrift "Mother Earth", sowie eine detaillierte Untersuchung ihrer feministischen Positionen und der damit verbundenen theoretischen Spannungsfelder.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Anarchafeminismus, freie Liebe, Selbstbestimmung, Emanzipation und intersektionale Gesellschaftskritik definiert.

Wie bewertet die Arbeit Goldmans Haltung zur Ehe?

Die Arbeit zeigt auf, dass Goldman die Ehe als eine moralisch fragwürdige Institution betrachtet, die Frauen ökonomisch und persönlich abhängig mache, und sie somit in direktem Widerspruch zu ihrem Freiheitsideal steht.

Wie geht die Autorin mit der Kritik an Goldmans eigenem Leben um?

Die Arbeit reflektiert die Debatte, ob Goldmans Liebesleben im Widerspruch zu ihrer Ideologie der "freien Liebe" stand, und stellt dabei verschiedene wissenschaftliche Lesarten gegenüber, die dieses Dilemma als Ausdruck ihrer bewegten Zeit deuten.

Final del extracto de 20 páginas  - subir

Detalles

Título
Emma Goldman. Umrisse einer anarchistisch-feministischen Klassikerin
Universidad
University of Frankfurt (Main)
Calificación
1,0
Autor
Miriam P. (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
20
No. de catálogo
V354421
ISBN (Ebook)
9783668405004
ISBN (Libro)
9783668405011
Idioma
Alemán
Etiqueta
Feminismus Gender Anarchismus Frauenforschung Theoriebildung Geschichte Frauenbewegung anarcho-feminismus Biographie Biographieforschung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Miriam P. (Autor), 2016, Emma Goldman. Umrisse einer anarchistisch-feministischen Klassikerin, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/354421
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