Die vorliegende Arbeit bietet eine Einführung in eine kreative und radikale Art, extremste Gewalt zu überleben. Seit frühester Kindheit immer wieder traumatisierte Menschen nutzen oft die Dissoziation als einzigen Ausweg, während sie gequält werden. Denn Kampf oder Flucht sind meist nicht möglich. Betrachtet man Dissoziation als ein Spektrum beginnend mit mildesten Formen, steht am Ende dieses Spektrums die extremste Form: Die dissoziatiove Identitätsstörung (DIS) oder auch multiple Persönlichkeit. Meine Hausarbeit bietet eine kompake Einführung in ein komplexes Thema der speziellen Psychotraumatologie.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Definition und Klassifizierungen der Dissoziation
- Dissoziative Störungsbilder
- Dissoziation als Überlebenstechnik
- DIS und Trauma
- Strukturelle Dissoziation bis hin zur DIS
- Definition der dissoziativen Identitätsstörung
- Persönlichkeitsanteile
- Was es bedeutet, mit einer DIS zu leben
- Schluss
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit der dissoziativen Identitätsstörung (DIS) als stärkster Form der Dissoziation. Sie analysiert die Definition von Dissoziation und DIS und beleuchtet die Zusammenhänge in Form einer Steigerung der Dissoziation bis hin zur DIS. Außerdem bietet die Arbeit einen Einblick in die Lebenswelt von Menschen mit dieser Störung.
- Definition und Klassifizierung von Dissoziation
- Dissoziative Identitätsstörung (DIS) als stärkste Form der Dissoziation
- Zusammenhänge zwischen Dissoziation und Trauma
- Die Bedeutung der Überlebenstechnik Dissoziation
- Die Herausforderungen im Leben mit einer DIS
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung stellt das Thema der Hausarbeit, die dissoziative Identitätsstörung (DIS), vor und erläutert den Fokus auf die Dissoziation als stärkste Form der Dissoziation. Sie skizziert die behandelten Themen, darunter die Definition von Dissoziation und DIS, die Zusammenhänge zwischen Dissoziation und Trauma sowie die Lebenswelt von Menschen mit dieser Störung. Die Einleitung betont die Faszination des Krankheitsbildes der multiplen Persönlichkeit und die Notwendigkeit, Betroffene mit Respekt und Behutsamkeit zu behandeln.
Definition und Klassifizierungen der Dissoziation
Dieses Kapitel definiert Dissoziative Störungen anhand des DSM IV und beschreibt Dissoziation als das Gegenpol zur Assoziation. Es stellt verschiedene dissoziative Störungsbilder vor, darunter die dissoziative Amnesie, Depersonalisierungserleben und Derealisation, das Konversionssyndrom, die dissoziative Fugue und die dissoziative Identitätsstörung. Das Kapitel erläutert die Unterschiede zwischen den einzelnen Störungsbildern und beleuchtet die Einordnung in der ICD-10.
Schlüsselwörter
Dissoziative Identitätsstörung (DIS), Dissoziation, Trauma, Überlebenstechnik, Persönlichkeitsanteile, Depersonalisierung, Derealisation, Konversionssyndrom, dissoziative Fugue, DSM IV, ICD-10.
Häufig gestellte Fragen
Was ist eine Dissoziative Identitätsstörung (DIS)?
Die DIS, früher als multiple Persönlichkeitsstörung bekannt, ist die extremste Form der Dissoziation. Dabei spaltet sich die Persönlichkeit in verschiedene Anteile auf, um traumatische Erlebnisse zu überstehen.
Warum wird Dissoziation als Überlebenstechnik bezeichnet?
Wenn Kampf oder Flucht in extremen Gewaltsituationen nicht möglich sind, ermöglicht die Dissoziation ein psychisches „Wegtreten“, um das Unerträgliche zu überleben.
Was ist der Unterschied zwischen Depersonalisierung und Derealisation?
Depersonalisierung beschreibt das Gefühl, vom eigenen Körper oder den eigenen Gedanken entfremdet zu sein. Derealisation ist das Empfinden, dass die Umwelt unwirklich oder fremd erscheint.
Wie wird DIS im DSM-IV und ICD-10 eingeordnet?
Sowohl das DSM-IV als auch die ICD-10 klassifizieren die DIS als eine schwere dissoziative Störung, wobei die Kriterien die Existenz von zwei oder mehr unterscheidbaren Identitäten umfassen.
Was bedeutet „strukturelle Dissoziation“?
Dieser Begriff aus der Psychotraumatologie beschreibt die Aufteilung der Persönlichkeit in einen „anscheinend normalen“ Teil und „emotionale“ Teile als Reaktion auf chronische Traumatisierung.
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- Mika Dreier (Author), 2015, Die Dissoziative Identitätsstörung als stärkste Form der Dissoziation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/354426