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Die attische Polis. Eine Vorzeigedemokratie?

Elemente, Typologie und Grenzen antiker "demokratia"

Title: Die attische Polis. Eine Vorzeigedemokratie?

Essay , 2015 , 8 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Alexander Koch (Author)

Politics - History of Political Systems
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Summary Excerpt Details

Dem einen gilt sie als Idealmodell einer gelungen Basisdemokratie, in der ein Gemeinwesen begründet wurde, das danach strebte, tugendhafte Bürger zu erziehen. Andere sehen in ihr nichts anderes als ein Negativbeispiel für die Herrschaft des Pöbels, die weniger als zwei Jahrhunderte existierte. Am demokratischen Erbe des antiken Griechenlands scheiden sich die Geister und so stellt sich angesichts dieses Spannungsfeldes die Frage nach den Merkmalen und Grenzen des politischen Systems der attischen Polis. Oder anders formuliert: Wie demokratisch war das antike Athen?

Ausgehend von dieser Fragestellung werden im folgenden Essay die Elemente der attischen Vorstellung von "demokratia" am Beispiel der politischen Institutionen im klassischen Athen unter der Regierung Perikles (um 500 – 429 v. Chr.), das als "goldenes Zeitalter" der attischen Demokratie betrachtet wird, extrahiert. Darauf aufbauend erfolgt eine Typologisierung des attischen Systems anhand von Wolfgang Merkels sechs Klassifikationskriterien, die abschließend Anstoß zu einer kritischen Auseinandersetzung mit jenen Maßstäben geben soll.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A. Die attische Polis: Eine Vorzeigedemokratie?

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das politische System des antiken Athens unter der Regierung von Perikles, um anhand moderner Klassifikationskriterien zu bewerten, inwiefern die attische Demokratie als Vorzeigemodell oder als defekte Demokratie eingestuft werden kann.

  • Analyse der politischen Institutionen der attischen Polis.
  • Untersuchung der Konzepte von demokratía und isonomia.
  • Typologisierung des attischen Systems nach Wolfgang Merkels sechs Kriterien.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Übertragung moderner Maßstäbe auf die Antike.
  • Bewertung der Herrschaftslegitimation und des Herrschaftszugangs.

Auszug aus dem Buch

Die attische Polis: Eine Vorzeigedemokratie?

„[…] Mit Namen heißt sie, weil der Staat nicht auf wenige Bürger, sondern auf eine größere Zahl gestellt ist, Volksherrschaft. […]“ (Auszug aus Perikles´ Gefallenenrede, um 431/430 v.Chr.)

Dem einen gilt sie als Idealmodell einer gelungen Basisdemokratie, in der ein Gemeinwesen begründet wurde, das danach strebte, tugendhafte Bürger zu erziehen. Andere sehen in ihr nichts anderes als ein Negativbeispiel für die Herrschaft des Pöbels, die weniger als zwei Jahrhunderte existierte. Am demokratischen Erbe des antiken Griechenlands scheiden sich die Geister und so stellt sich angesichts dieses Spannungsfeldes die Frage nach den Merkmalen und Grenzen des politischen Systems der attischen Polis. Oder anders formuliert: Wie demokratisch war das antike Athen?

Ausgehend von dieser Fragestellung werden im folgenden Essay die Elemente der attischen Vorstellung von demokratía am Beispiel der politischen Institutionen im klassischen Athen unter der Regierung Perikles´ (um 500 – 429 v. Chr.), das als „goldenes Zeitalter“ der attischen Demokratie betrachtet wird, extrahiert. Darauf aufbauend erfolgt eine Typologisierung des attischen Systems anhand von Wolfgang Merkels sechs Klassifikationskriterien, die abschließend Anstoß zu einer kritischen Auseinandersetzung mit jenen Maßstäben geben soll.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Die attische Polis: Eine Vorzeigedemokratie?: Das Kapitel führt in die Fragestellung ein, definiert die zentralen Begriffe und analysiert die Struktur der attischen Institutionen sowie die Anwendung moderner Demokratiekriterien auf das antike Athen.

Schlüsselwörter

Attische Polis, Demokratie, Perikles, Volksversammlung, ekklēsía, isonomia, Herrschaftslegitimation, Systemtransformation, Wolfgang Merkel, antikes Athen, Bürgerrecht, Rechtsstaatlichkeit, defekte Demokratie, politische Institutionen, Machtkonzentration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das antike Athen unter Perikles, um zu klären, ob das dortige politische System tatsächlich als Vorzeigedemokratie bezeichnet werden kann oder ob es gravierende strukturelle Mängel aufwies.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Analyse der vier Hauptinstitutionen (Volksversammlung, Rat der 500, Ämter, Gerichte), die Bedeutung von Gleichheit (isonomia) und die kritische Anwendung von modernen Herrschaftskriterien auf antike Gesellschaftsstrukturen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, das politische System des antiken Athens anhand moderner politologischer Kategorien zu typologisieren und die Frage zu beantworten: Wie demokratisch war das antike Athen wirklich?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine institutionelle Analyse sowie die Anwendung von Wolfgang Merkels sechs Klassifikationskriterien für Systemtransformationen, um die Qualität der athenischen Demokratie zu bewerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Institutionen der Polis beleuchtet, das Exklusionsprinzip beim Bürgerrecht diskutiert und die Herrschaftsstruktur im Hinblick auf Gewaltenteilung und Rechtsstaatlichkeit analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Demokratie, isonomia, Volksversammlung, Bürgerrecht, Herrschaftslegitimation und defekte Demokratie charakterisiert.

Warum wird Athen oft als „defekte Demokratie“ bezeichnet?

Aufgrund des stark eingeschränkten Wahlrechts, das einen Großteil der Bevölkerung (Frauen, Sklaven, Metöken) ausschloss, erfüllt das System laut der Analyse von W. Merkel die Kriterien einer exklusiven bzw. defekten Demokratie.

Welche Rolle spielt Perikles in der Analyse?

Perikles dient als zeitlicher Ankerpunkt („goldenes Zeitalter“), an dessen politischem Wirken die Institutionen und die Anwendung der demokratischen Prinzipien im 5. Jahrhundert v. Chr. exemplarisch untersucht werden.

Ist der Vergleich mit modernen Demokratien gerechtfertigt?

Der Autor hinterfragt kritisch, ob es sinnvoll ist, ein antikes System mit anachronistischen Maßstäben zu messen, und betont die Notwendigkeit, politische Systeme aus ihrer jeweiligen Alterität heraus zu verstehen.

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Details

Title
Die attische Polis. Eine Vorzeigedemokratie?
Subtitle
Elemente, Typologie und Grenzen antiker "demokratia"
College
University of Leipzig
Course
Seminar Politische Systeme im Vergleich
Grade
1,0
Author
Alexander Koch (Author)
Publication Year
2015
Pages
8
Catalog Number
V354575
ISBN (eBook)
9783668412422
ISBN (Book)
9783668412439
Language
German
Tags
Demokratie Athen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Koch (Author), 2015, Die attische Polis. Eine Vorzeigedemokratie?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/354575
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